Michel Wieviorka Die Gewalt

(0)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 0 Rezensionen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Gewalt“ von Michel Wieviorka

Die Gewalt – so Michel Wieviorkas Untersuchung – war bis in die 1980er Jahre noch nicht die zentrale Figur des Bösen. Man sprach von sozialen Beziehungen und somit von Konflikten und erfasste das Gemeinschaftsleben im Rahmen der Nationalstaaten. Heute ist die Gewalt an die Stelle des Konflikts getreten, und die kulturellen Identitäten erzeugen Spannungen und Ängste. Terrorismus und Krieg siegen über die friedlichen Verhandlungen und vertiefen täglich das weltweite Politikdefizit, wobei sie die Ideologie von einem »Kampf der Kulturen « zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung machen. Die Gewalt entfaltet sich über diese Phänomene, sie stellt das Böse dar, und die große Frage lautet, ob es möglich ist, ihr das Gute entgegenzusetzen, und wenn ja, wie. Michel Wieviorka widmet sich der Analyse der veränderten Gewaltformen und untersucht die Herausforderung, die die Gewalt für die Sozialwissenschaften darstellt. Er bricht mit den klassischen Methoden der Soziologie, weil das Problem, dass die Gewalt aus einem Prinzip hervorgeht, welches dem Sozialen vorgelagert ist, mit den existierenden Erklärungsansätzen nicht erfasst werden kann. Dennoch ist seine Analyse eine zutiefst soziologische, da sie die Bedingungen beschreiben möchte, unter denen das Böse sich herausbildet, sich verbreitet, sich ausdrückt oder auf das es zurückgeht. Um der Gewalt, das heißt dem Bösen, auch in seinen subjektivsten Dimensionen, eine soziale Konzeption des Guten entgegenzustellen, müssen die Probleme einerseits in Konflikte, Debatten, Reformen und Verhandlungen umgewandelt werden, und andererseits muss die Gesellschaft die Gewalt sozialisieren, ihr vorbeugen und sie unterbinden. Und was für die Gewalt gilt, gilt auch für viele andere Gebiete: Neue Instrumente der Analyse, der Paradigmen und Herangehensweisen, die den Fragen der gegenwärtigen Welt entsprechen, müssen erfunden werden – ob es sich dabei um den Vormarsch der kulturellen Identitäten, den Rassismus, Phänomene der Entinstitutionalisierung, die Wandlung der Arbeit oder die Rückkehr Gottes handelt.

Stöbern in Sachbuch

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Einmaliges Buch voller autobiographischen Aufzeichnungen aus einer anderen Zeit.

lindenelmar

Homo Deus

Der Autor spannt einen Rahmen von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Sein Menschenbild ist gewöhnungsbedürftig.

mabuerele

Hygge! Das neue Wohnglück

Ein inspirierendes Buch, mit vielen Tipps, Interviews, und noch mehr Bildern, die das skandinavische Wohlfühlflair wiederspiegeln

Kinderbuchkiste

Spring in eine Pfütze

Ich muss sagen, ich war positiv überrascht und freue mich nun jeden Tag auf eine neue & kreative Aufgabe.

NeySceatcher

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen