Michela Murgia Accabadora

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Inhaltsangabe zu „Accabadora“ von Michela Murgia

Glaubst du, dass Dinge, die geschehen sollen, von allein geschehen? Ein sardisches Dorf, Mitte der fünfziger Jahre: Als Dorfschneiderin ist Bonaria gewöhnt, Maß zu nehmen – mit ihren Augen, ihrem Verstand und dem Herzen. Die kleine Maria, die sie als fill’e anima, Kind des Herzens, aufnimmt, ist ihr ganzes Glück. Manchmal hört Maria ihre Ziehmutter, die Accabadora, wie sie sich nachts aus dem Haus stiehlt, und am nächsten Tag läutet die Totenglocke ... Als Bonaria Jahre später im Sterben liegt, hält die alte »Schuld« sie umbarmherzig ans Leben gefesselt und Maria steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.

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  • Accabadora

    Accabadora
    Angel10

    Angel10

    04. April 2016 um 09:00

    - interessante Thematik
    - gelungene Figuren
    - Accabadora in Zeiten des Homo oeconomicus?

  • Rezension zu "Accabadora" von Michela Murgia

    Accabadora
    Gruenente

    Gruenente

    07. January 2013 um 15:14

    Ein "Fill'e anima", ein Kind des Herzens, ist die Umschreibung für eine unbürokratische Adoption. Diese ist in Sardinien nicht so selten. Kinderlose nehmen ein Kind an, weil die "natürlichen" Eltern zum Beispiel in eine finanzielle Notlage gerieten. So kommt auch Maria zu zu Bonaria Urrai. was hinter ihrem dunklen (für alle anderen offenes) Geheimnis steckt, merkt Maria erst nach Jahren. Berührendes Buch, das bewegende Themen behandelt. In dem Dorf läuft das Leben wie seit Jahrhunderten. Ganz erstaunt war ich, als der Begriff "Fernseher" verwendet wurde. Irgendwie fühlte ich mich vorher ins Mittalalter versetzt. Das Hauptthema, Sterbehilfe, ist auch brandaktuell und wird in dem Dorf sehr traditionell behandelt. Sehr feiner Sprachstil, der einem das raue Leben in Sardiniens Hinterland näherbringt.

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  • Rezension zu "Accabadora" von Michela Murgia

    Accabadora
    Duffy

    Duffy

    12. December 2012 um 17:18

    Die alte Schneiderin Bonaria Urrai hat die sechsjährige Maria, letzte von vier Töchtern einer armen Witwe, zu sich genommen, quasi adoptiert, eine auf Sardinien nicht unbekannte Verknüpfung zwischen den Familien. Während Maria lernt, sich selbstständig und zwanglos zu entwickeln, trübt nur ein offensichtliches Geheimnis das Verhältnis zwischen den beiden. Die Schneiderin erhält von Zeit zu Zeit nachts Besuch und verlässt dann das Haus, ohne jemals ein Wort darüber zu verlieren. Erst als ihre Dienste als Sterbehelferin (Accabadora) in Marias unmittelbarer Nähe in Anspruch genommen werden, ahnt sie, was hinter dem Geheimnis steckt. Noch kann sie nicht glauben, dass die Leiden der Älteren auch sie einmal quälen werden. In ihrem Debutroman erzählt die sardische Autorin von Bräuchen ihrer Heimat, die im Konflikt mit der Moderne stehen. Das an Traditionen eng lebende sardische Volk kennt viele dieser Gebräuche wie die Sterbehilfe (der Ausweg aus der Agonie) oder die Adoption. Nach strengen Regeln werden diese Traditionen gepflegt. Murgia beschreibt in einer sehr eindringlichen, poetischen Sprache die Konflikte, die aus diesem Generationsgefälle entstehen. Sie schreibt aber auch über die Menschen in ihrem Land und die Einhaltung von Werten, die uns in dieser schnelllebigen Zeit abhanden gekommen sind. Ein großartiges Buch, voller Kraft und lyrischen Momenten, wie sie schon Gracia Deledda der sardischen Literatur geschenkt hat. Unbedingt empfehlenswert.

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