Michele Sciurba »Otium«. Lyrik und Prosa der Gegenwart. Auswahl - Best of 2009-2015

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Inhaltsangabe zu „»Otium«. Lyrik und Prosa der Gegenwart. Auswahl - Best of 2009-2015“ von Michele Sciurba

Gesammelte Texte einer Gruppe junger Autoren – erstmals in einem Band »Schreiben ist keine individuelle Eingabe, kein naives Sichzurückziehen auf sich, sondern eine Konfrontation mit dem kulturellen Stand der Gegenwart. Eine Trennung von Wissenschaft und Kunst, die immer eine Selbsttäuschung beider Seiten ist, wird in ›Otium‹ revidiert.« (Otium X, zehnte Ausgabe) Was vorher geschah. Als ein Blatt, auch aus Protest, in die Welt gebracht wurde, in dem es hieß: »Wahrheit bedarf schon immer der Lüge / und der Blick, der sich dem Schönen hinwarf / … trägt in sich verlogene Züge.« Während eine Mehrheit glaubte, Bildung zu Grabe tragen zu müssen, und Forderungen an die Politik stellte, versuchten die Autorinnen und Autoren von »Otium«, das Problem der Bildung von innen heraus anzugehen, indem sie die Frage nach Bildung sprach-bildend stellten. Aus diesem Impuls heraus sind mittlerweile elf Ausgaben eines Magazins entstanden, das sich in diesem Umkreis formiert, sich aber nicht auf einen beschränkten Kreis festschreiben lässt. »Otium« ist nicht auf Textproduktion festgelegt, sondern zeigt sich offen im Dialog mit weiteren Genres wie der Fotografie, des Films, der Dokumentation von Installationen oder Kunst. Der Band »What We Did Before We Became Sellout Bitches« sampelt Texte eines gewitzten und widerständigen Magazins, das die Literaturszene der Gegenwart seit seinem ersten Erscheinen vor sechs Jahren entscheidend mitbestimmt. Eine Auswahl an Prosa, Lyrik, Dialog und Formexperiment steht für das ein, wofür das Magazin »Otium« mit seinem Namen steht. Für Texte, die den Leser nicht für dumm halten. »Otium« heißt, sich nichts vormachen, sondern machen. Das Literatur-Kollektiv »Otium« steht somit für Intervention, für das Einbrechen von Wirklichkeiten, dort, wo es weh tut. Dort, wo Wege und Irrwege, Fortschritte und Selbstwiderlegungen, Gelingen und Scheitern in eine Linie gesetzt werden, in der sich Hegels Diktum bestätigen soll, dass auch das Falsche nicht falsch, das Misslungene kein Misslingen ist, solange es weiterführt. »Grund für den Erfolg ist vermutlich der Anspruch, den sich die Macher geben. … Konkret heißt das: Die … Macher kämpfen um jeden ihrer Sätze, der ins Magazin soll. Miteinander.« Simone Stern, F.A.Z.
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