Michelle Cohen Corasanti

 4.2 Sterne bei 33 Bewertungen

Alle Bücher von Michelle Cohen Corasanti

Michelle Cohen CorasantiDer Junge, der vom Frieden träumte
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Der Junge, der vom Frieden träumte
Der Junge, der vom Frieden träumte
 (33)
Erschienen am 21.09.2017
Michelle Cohen CorasantiDer Junge, der vom Frieden träumte: Roman
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Der Junge, der vom Frieden träumte: Roman
Der Junge, der vom Frieden träumte: Roman
 (0)
Erschienen am 25.05.2016
Michelle Cohen CorasantiThe Almond Tree
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The Almond Tree
The Almond Tree
 (0)
Erschienen am 30.09.2012
Michelle Cohen CorasantiCome il vento tra i mandorli
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Come il vento tra i mandorli
Come il vento tra i mandorli
 (0)
Erschienen am 01.02.2014
Michelle Cohen CorasantiComo el Viento Entre los Almendros = The Almond Tree
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Como el Viento Entre los Almendros = The Almond Tree
Michelle Cohen CorasantiDe amandelboom / druk 1
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De amandelboom / druk 1
De amandelboom / druk 1
 (0)
Erschienen am 26.09.2014

Neue Rezensionen zu Michelle Cohen Corasanti

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Rezension zu "Der Junge, der vom Frieden träumte" von Michelle Cohen Corasanti

Das beste Buch bisher über den Palästina Konflikt
ninaliestvor 6 Monaten

Das Buch beginnt mit dem tragischen Tod eines Mädchens – es spielte 1955 in Palästina in dem Minenfeld hinter dem Wohnhaus der Familie. Dieser Schicksalsschlag ändert das Leben der Familie des 12-jährigen Achmeds schlagartig. Sie haben nicht lange Zeit zu trauen, denn Achmeds Vater kommt unschuldig ins Gefängnis und es liegt an Achmed und seinem Bruder die Familie zu ernähren und davor zu bewahren, enteignet zu werden. Ein täglicher Kampf ums Überleben, aber Achmed ist ein Mathegenie. Dank eines engagierten Lehrers nimmt er an einem Wettbewerb teil und gewinnt ein Stipendium an der Uni in Tel Aviv – dort studiert er als einziger Palästiner unter Juden.

Das Buch erzählt Achmeds Lebensgeschichte. Aus bitterster Armut und mit dem Feindbild des bösen Judens kommt er nach Tel Aviv an die Universität. Dort lernt er Juden kennen, die seine Freunde werden. Ein Unding für seinen Bruder, der weiterhin im Heimatdorf für die Familie sorgt und sich alleine gelassen und verraten fühlt. Der Hass zwischen Juden und Palästinensern wird Achmed sein Leben lang begleiten und er lebt dauernd im Spagat zwischen des konservativen Palästinensers aus einem kleinen Dorf und des weltoffenen Wissenschaftlers, der in der Großstadt lebt.

Meiner Meinung nach das beste Buch über den Pälastina-Konflikt. Dieses Buch treibt dem Leser die Tränen in die Augen.

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Suskas avatar

Rezension zu "Der Junge, der vom Frieden träumte" von Michelle Cohen Corasanti

Intensive Schilderung des Nahost-Konfliktes aus palästinensischer Sicht
Suskavor einem Jahr

Ahmed wächst mit seiner Familie als Palästinenser in Israel auf. Schon früh muss er lernen, mit harten Schicksalsschlägen umzugehen. Seine kleine Schwester kommt auf einem Minenfeld ums Leben, und nicht viel später werden sie aus ihrem Haus und ihrem Orangenhain vertrieben, der bis dahin der Lebensunterhalt der Familie war. Als auch noch sein Vater als mutmaßlicher Terrorist verhaftet wird, muss Ahmed sich um seine Familie kümmern. Er muss die Schule abbrechen und arbeiten gehen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Doch Ahmed ist ein Mathegenie. Mit Hilfe seines Lehrers bekommt er ein Stipendium an der Universität in Tel Aviv und kann seinen großen Traum verwirklichen. Doch auch hier ist der Palästinenser ein Außenseiter und spürt den Hass der Juden an jeder Ecke. Unterstützt von seinem weisen Vater schafft er es, den Hass zu überwinden.

Schon die ersten Seiten des Buches sind harte Kost und man fragt sich, wie ein zwölfjähriger Junge mit all dem Leid, das ihm widerfahren ist, umgehen kann. Dabei kommt es später noch schlimmer. Die Geschichte hat mich mitten ins Herz getroffen, an einigen Stellen fassungslos zurück gelassen.

Die Autorin Michelle Cohen Corasanti ist amerikanische Jüdin und wurde als junge Frau von ihren Eltern nach Israel geschickt, um Hebräisch zu lernen. In dieser Zeit hat sie den Nahost-Konflikt hautnah miterlebt und schildert ihn nun aus Perspektive der Palästinenser. Ein interessanter Fakt, wie ich finde. Die israelischen Juden kommen in der Geschichte nicht gut weg, ihre Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten der Israelis sind ausführlich dargestellt. Offenbar haben ihre Erfahrungen die Autorin stark beeindruckt. Die Schilderung aus Sicht der Palästinenser war mir teilweise etwas zu einseitig, denn es ist schwer, den ganzen Konflikt zu verstehen, wenn man nur eine Seite kennt. Und oft war ich, wie Ahmed, hin und hergerissen zwischen Objektivität und Rassenhass. 

Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Nahost-Konflikt nicht gut auskenne, und musste daher zwischendurch das eine oder andere googlen. Denn die geschichtlichen Ereignisse sind geschickt in die Handlung eingeflochten, an vielen Stellen aber nicht ausführlich erklärt. Was wiederum dazu geführt hat, dass ich durch die zusätzliche Recherche nun viel besser im Bilde bin. Einfach dahin lesen fiel mir aber in diesem Zusammenhang schwer. Wer Interesse am Nahost-Konflikt hat, vielleicht auch etwas dazulernen möchte, ist hier richtig aufgehoben.

Mein Lichtblick inmitten des Konfliktes, das auch in Ahmeds Familie tobt, war sein Vater. Obwohl er von den Israelis verhaftet und jahrelang festgehalten wurde, hat er sich nie dem Hass hingegeben, sondern immer zur Menschlichkeit aufgerufen. Er ist es, der Ahmed ermutigt, seinen Weg zu gehen.

Alles in allem ein sehr emotionales, zum Teil grausames und schwer zu verdauenden Buch mit unzähligen Botschaften. Klare Leseempfehlung von mir.

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Azalees avatar

Rezension zu "Der Junge, der vom Frieden träumte" von Michelle Cohen Corasanti

Berührendes Buch, über einen Konflikt, den wir oft aus den Augen verlieren
Azaleevor einem Jahr

Israel und Palästina - da war doch was. Mit all den Krisen der letzten Jahre, ging es aber zumindest mir so, dass ich den Konflikt fast aus dem Blickfeld verlor. Umso interessierter war ich dann, als ich Der Junge, der vom Frieden träumte entdeckte.

SCHREIBSTIL:

Michelle Cohen Corasanti schreibt recht nüchtern. Das ganze Buch ist aus der Perspektive von Ahmed Hamid erzählt, aber seine Gefühle werden nicht immer allzu deutlich.
Vielmehr liegt der Fokus auf dem Leiden seiner Familie und gerade am Anfang war ich schockiert angesichts der Grausamkeiten, die darin geschildert werden. Ab der zweiten Häflte begann das dann aber etwas zu schwächeln und ich hätte mir gewünscht, dass gerade Ahmeds Gefühle deutlicher hervortreten.
Für den Schreibstil gebe ich 4/5 Sterne.

HANDLUNG:
Das Buch erzählt Ahmeds Geschichte. Ahmed wächst mit seinen Geschwistern in Palästina auf, seine Familie wird von den Israelis vertrieben. Als er 12 ist kommt Ahmeds Vater ins Gefängnis und Ahmed muss die Familie allein versorgen. Schließlich bekommt er aufgrund seiner mathematischen Begabung die Möglichkeit zu studieren. Bis dahin war das Buch wirklich spannend, dann aber verlor es irgendwie den roten Faden. Ab da stand mehr Ahmeds Leben im Vordergrund. An sich nicht schlecht, aber fesseln konnte mich das teils nicht mehr wirklich.
Die Geschichte drifftet meiner Meinung nach im zweiten Teil auch recht ins Kitschige ab, gerade am Ende. Probleme werden einfach weggeschrieben.
Außerdem war mir die Darstellung teils etwas zu einseitig, wenngleich sich die Autorin um Objektivität bemüht hat. Natürlich ist das Buch aus der palästinensischen Perspektive geschrieben, teils war es jedoch eine sehr starke Schwarz-Weiß-Malerei.
Immer wieder gibt es große Zeitsprünge, was ich teils recht schade fand. Manche Dinge konnte ich da dann nicht nachvollziehen. Im einen Moment denken die Figuren so darüber und zwei Seiten später ist plötzlich alles ganz anders, weil das Buch mehrere Jahre in der Zeit gesprungen ist.
Für die Handlung gebe ich 4/5 Sterne.

FIGUREN:
Die Figuren hätten ruhig noch etwas besser ausgearbeitet sein können, vor allem die Nebenfiguren. Ahmed war mir persönlich teilsweise etwas zu naiv/gutgläubig. Da versucht er beispielsweise im Jahr 2009 ein Visum für die USA für jemanden zu beantragen, dessen Vater bei der Hamas ist (und deswegen gesucht wird) und Ahmed wundert sich, dass es nicht klappt.
Die restlichen Figuren, die eine wichtige Rolle spielten, sind vor allem dazu da, Ahmed in seinen Entscheidungen zu leiten, spielen aber selbst (bis auf den Vater) keine eigene Rolle.
Für die Figuren gebe ich 3,5/4 Sterne.

FAZIT:
Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch das uns (wieder) aufmerksam machen kann auf einen Konflikt, der seit Jahren schwillt und keine Lösungsmöglichkeit hat.
Der Schreibstil war sehr flüssig, manchmal aber etwas zu nüchtern.
Die Handlung konnte mich zu Beginn noch fesseln, ab circa der Hälfte zog es sich dann jedoch.
Die Figuren waren mir teils etwas zu naiv/gutgläubig und hätten besser ausgearbeitet sein können.
Insgesamt gebe ich 4/5 Sterne für das Buch. 

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