Mir hat das Buch total gut gefallen.
Es geht vor allem um Trauer und den Umgang damit, aber auch ganz 'normale' Jugendthemen wie Schule, Eltern, Liebe, Freundschaft & Cliquen kommen vor.
Obwohl das Buch einen Suizid bearbeitet und daher thematisch sehr schwer ist, fand ich, dass es ausgewogen war und es genug leichtere und fröhlichere Szenen gab, sodass es nicht zu niederschmetternd war.
Das Buch hat direkt gut begonnen. Ich war eigentlich von Seite 1 an in der Geschichte. Es wird aus der Sicht des Protagonisten Sam erzählt, dessen bester Freund gestorben ist. Ich fand ihn total sympathisch. Ich mochte seine Einstellungen zu gewissen Dingen, seinen Charakter, die Gedanken, die er sich gemacht hat und auch seine Gefühle haben sich für mich sehr realistisch angefühlt.
In dem Buch wird nach und nach enthüllt, was Hayden am Abend seines Todes zugestoßen ist, aber auch ganz allgemein setzt sich Haydens Leben Stück für Stück zusammen. Das war sehr gut gemacht und ich fand es sehr spannend, nach und nach mehr Puzzleteile und am Ende dann das Gesamtbild zu erhalten. Einige der Entwicklungen waren für mich auch echt überraschend.
Neben Sam und Hayden gibt es auch einige weitere tolle Charaktere, die mir auf Anhieb gefallen haben.
Einzig und allein den Titel verstehe ich nicht so ganz. Da die Playlist ja von dem toten Hayden für Sam ist, müsste es doch eigentlich eher Playlist from the Dead heißen und nicht Playlist for the Dead..
Fazit: Dieses Jugendbuch hat mir total gut gefallen. Es ist nah am Leben mit sympathischen Charakteren. Es behandelt ein schweres Thema, hat aber genug ausgleichende Szene, sodass es nicht zu heftig wird. Außerdem gibt es ein bisschen Spannung, da die Ereignisse am Abend der Party nur nach und nach enthüllt werden. Mich hat das Buch sehr berührt, ich habe es sehr schnell gelesen und kann es ganz eindeutig weiterempfehlen.
Playist for the Dead bekommt von mir 4,9 (also gerundet 5) / 5 Sterne.





