Michelle Halbheer Platzspitzbaby

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Inhaltsangabe zu „Platzspitzbaby“ von Michelle Halbheer

Michelle Halbheers Mutter gehört der Platzspitz-Generation an; schwerst drogenabhängig, vernachlässigte und gefährdete sie nicht nur sich selber, sondern auch ihr Kind. Michelle ist knapp zehn, als sich ihre Eltern scheiden lassen und sie in die Obhut ihrer heroin- und kokainabhängigen Mutter kommt. Die folgenden Jahre werden für das Mädchen derart bedrohlich, dass es nur knapp überlebt. Das Elend dringt, auch über den besorgten Vater, immer wieder nach draußen. Aber Behörden, Ärzte, Polizeibeamte und zufällig involvierte Erwachsene bleiben untätig. Als Michelle endlich über das Unfassbare spricht, ist sie bereits ein Teenager. Sie wird umplatziert. Doch der Neuanfang bei den Pflegeeltern gerät, im dort streng religiösen Umfeld, zu einer weiteren Katastrophe. Als Michelle mit sechzehn ihr Leben selbst in die Hand nimmt, weiß sie noch immer nicht, was Normalität bedeutet. Etwas anderes jedoch weiß sie ganz genau: dass sie niemals so enden will wie ihre Mutter. Mit großer Willensanstrengung setzte die heute Dreißigjährige in den folgenden Jahren um, was viele andere Kinder aus Drogenfamilien leider nicht schaffen: Sie machte eine Ausbildung – und sie blieb suchtfrei. Mit ihrem Buch will Michelle allen anderen »vergessenen Kindern«, die noch heute zu Tausenden in Suchtfamilien aufwachsen, eine Stimme geben. Ihre.

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  • Kind einer Drogensüchtigen

    Platzspitzbaby
    Martina28

    Martina28

    10. May 2016 um 17:19

    Der Titel des Buches sagt sofort, um was es sich in dem Buch handelt. Jeder Schweizer, im mittleren Alter, weiss was sich auf dem Platzspitz in Zürich zugezogen hat.Ich finde es toll, dass ein Portrait von Michelle auf dem Cover zu sehen ist. In ihren Augen ist zu erkennen, dass sie bereits vieles durchgemacht hat. Es ist uch ersichtlich, was aus ihr geworden ist.Michelle erzählt von ihrem bisherigen Lebensweg. Welcher nicht einfach für sie war. Wie es dazu kam, dass ihre Mutter in der Drogensucht abgestürtzt ist.Anfangs hatte sie noch ihren Vater, welcher der rettende Anker für sie war. Nach der Scheidung der Eltern, war dieser Anker jedoch nicht mehr vorhanden.Ihr Lebens ist gezeichnet von Hass, Angst, Gewalt, Vernachlässigung, Ausgrenzung und Hunger. Durch Entwicklung von Strategien hat sich Michelle durch das Leben gekämpft. Sie hatte vieles erreicht, was Hoffnung in ihr aufkommen lies. Jedoch machte ihre Mutter diese immer wieder kaputt.Michelle schenkt uns einen Eindruck, wie es einem Kind ergehen kann, welches bei einer Drogensüchtigen aufwächst. Es gibt natürlich auch noch andere Fälle, welche noch schlimmeres Erleben oder solche, die trotzdem in einem geregelten Alltag aufwachsen. 

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  • schweizer sozialhilfebehörden am pranger

    Platzspitzbaby
    Maya39

    Maya39

    Erschütternde und beeindruckende Biografie, dermassen haarsträubende Begebenheiten dass ich diese teilweise fast nicht für möglich hielt - und trotzdem wird von Michelle Halbheer genaustens beschrieben, warum das ihr zugetragene Leid durch ihre Kinder- und Jugendjahre bestehen konnte. Unglaublich wie die Behörden damals - und heute noch meiner Meinung nach- die Augen verschlossen haben, sich an der Nase herumführen liessen, sich nicht kümmerten und falsche Prioritäten setzten...

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  • Aufwachsen in der Drogenhölle

    Platzspitzbaby
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    11. December 2013 um 10:13

    Wie immer beginne ich mit Titel und Cover. Der Titel ist treffend, man weiss was auf einen zu kommt, also man hat eine Ahnung davon. Das Cover find ich sehr schön, denn es zeigt die heute hübsche 28 jährige Michelle, die mit einem mit tiefen Blick anschaut. Augen die mehr gesehen haben als manch einer ertragen könnte.  Zum erzählten, ja, erst macht es einen wirklich sprachlos, dann stutzt man und fragt sich was da denn eigentlich schief läuft und dann wird man wütend. Ja, ich schon denn diese Geschichte ist eine, die leider nicht nur einmal passiert ist. Und auch heute noch leben sehr viele Kind in Familien wo ein, oder beide Elternteile schwerst Abhängig sind. Was diese Kinder durchmachen müssen erzählt eben Michelle.  Am Anfang erzählt sie uns kurz woher sie kommt, also ihre Mutter und Grossmutter. Sie erzählt von der Grossen Liebe ihrer eltern und das beide gemeint haben, das ein Kind gut ist für die Mutter, es eine Motivation ist um clean zu werden. Ja, so dachten nicht nur die Drogensüchtigen, das war, und ist auch heute noch viel Fach die gängige Meinung der offiziellen Stellen wie, Sozialbehörden, der Vormundschaftsbehörden und vielen anderen. Warum? Dass ist eine gute Frage. Auf alle Fälle ist die genau diese Haltung das grösste Versagen, denn die, die Helfen könnten tun es meistens nicht, oder nur unzureichend, vielleicht um ihr eigenes gewissen zu beruhigen. Sie überlassen die Kinder ihrem Schicksal und wundern sich dann das sie im Teeager-Alter auffällig werden. Und dann, dann kommen sie und Massenahmen greifen.  Michelles Leben war gezeichnet von Angst, Gewalt, Hunger, Ausgrenzung und Vernachlässigung. Sie hat Strategien entwickelt um zu überleben. Und dennoch wurden ihre Hoffnungen immer wieder aufs neue kaputt gemacht. Früh musste sie einsehen das die Frau, die einst ihre liebende Mutter war, andere Prioritäten hatte, sie nur Missbrauchte um an ihren Stoff zu gelangen, oder um was essbares zu besorgen, oder sie war überflüssig, im Weg und an ihrem Elend mit schuld. Aber dennoch war es ihre Mutter, sie liebte sie und war auch nicht fähig sie zu verraten. Sie schwieg, bis auf einmal, und da fiel ihr der Beistand erbärmlich in den Rücken.  Wenigstens hatte sie am Anfang noch ihren Vater, der alles versuchte um die Mutter von den Drogen fern zu halten. So naiv das auch war, er wusste es wohl nicht besser. Bis auch er an der ganzen Situation zerbrach, er sich von ihr Scheiden liess und Michelle der Mutter überlassen musste. Das Drama nahm keine Ende...  Auch dann nicht, als endlich Hilfe in Sicht war, kam sie nur in eine andere Art von Gefangenschaft, von Druck, von Unterdrückung.  Wie sie sich aber dennoch aus dem ganzen heraus winden konnte, wo sie heute steht und was für Gefühle, Gedanken und Träume sie hat, das erzählt Michelle Halbheer in diesem wirklich beeindruckenden Buch.  Das einzige was ich an dem Buch schade finde ist, das es nicht Michelle selbst geschrieben hat, sondern Franziska K. Müller. Nicht das es schlecht geschrieben wäre, nein, es ist zu Gut, in dem Sinne, zu glatt, zu professionell. Ich denke, eine Frau die da aufgewachsen ist wo eben Michelle aufgewachsen ist, eben auf der Gasse, hat etwas eine andere Ausdrucksweise, was ich aber eben nicht schlimm fände sondern eher erfrischend, authentischer. Aber daran soll es nun nicht scheitern das man das Buch nicht liest!  Leider ist der Kinderschutz auch heute noch in den Kinderschuhen, zu viele Kinder leben in der Schweiz oder auch Deutschland unter solchen Verhältnissen. Kinder die erwachsen werden und auch dann noch leiden... 

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