Michelle Harrison Schlaf nicht ein

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Inhaltsangabe zu „Schlaf nicht ein“ von Michelle Harrison

Du siehst nachts die Geister von Toten. Du bist ihnen hilflos ausgeliefert. Und einer der Toten will deine große Liebe für sich. Du musst etwas tun - und du bist ganz allein. Seit Monaten versucht Elliot, sich mit allen Mitteln wachzuhalten. Denn nachdem er bei einem Unfall für einige Minuten klinisch tot war, passieren schaurige Dinge mit ihm, während er schläft: Er kann sich nicht rühren, spürt Schatten, die sich um ihn herum bewegen, oder er wandelt durchs Haus, während sein Körper schlafend im Bett liegt. Als er sich in Ophelia verliebt, wird es noch unheimlicher: Offenbar versucht ein Toter, Besitz von Elliots Körper zu ergreifen.

Sehr spannend, unheimlich und ein überraschendes Ende – ganz dicke Leseempfehlung! :)

— page394

Das spannende Rätsel um Hauptfigur Elliot und die Geister, die er sieht, hat dafür gesorgt, dass ich dieses Buch verschlungen habe.

— NicoleGozdek

Ich mag dieses Buch wirklich, weil mir die Charaktere sehr nahe gingen.

— Buchharmonien

Ein tolles Buch über Geister mit 100 Prozent Gänsehautfeeling! Einfach toll :)

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Schöne, sehr ruhige Geistergeschichte - lässt man sich drauf ein, steigt der Gänsehautfaktor... Klasse!

— Marakkaram

Das Buch hört sich zunächst spannend an. Es blieb gleichbedeutend interessant ohne hohen spannungsbogen.

— Lese-Elfe93

Der Anfang war eigentlich ganz gut...aber das war es eigentlich auch schon wieder.Sehr enttäuschend

— Fay-rose

Es war langweilig. Ich habe mich auf das Buch gefreut, weil ich das Cover so schön fand. Leider hat mir das Buch nicht so gefallen :(

— michelle16

WOW hat mir sehr gefallen, war spannend, teils gruselig, mal etwas anderes

— Gimagemelli

Ich bin begeistert: Spannender Spuk mit Action und Romantik.

— Legeia

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  • Wenn die Toten nicht schlafen...

    Schlaf nicht ein

    page394

    29. September 2017 um 15:43

    Seit Elliot bei einem Verkehrsunfall eine Nahtoderfahrung hatte, kann er nicht mehr ruhig schlafen. Denn sobald er das tut, macht er Bekanntschaft mit Tess, einer jungen Frau, die sich einst in der Wohnung, in der Elliot mit seinem Vater lebt, umgebracht hat. Keiner scheint ihm seine Erlebnisse so recht abzunehmen und da Elliot sich selbst nicht sicher ist, ob er spinnt oder wirklich einen Geist sieht, nimmt er einen Job in einem Museum, in dem es spuken soll, an. Ich habe dieses Buch vor etwa drei Minuten beendet und bin so begeistert, dass ich sofort eine Rezension schreiben muss. Angeblich gruselige Bücher gibt es viele, aber mich als eingefleischten Horror-Fan erschrecken die wenigsten davon. Schlaf nicht ein hat mir zwar nicht die Haare zu Berge stehen lassen, aber schon nach ein paar Seiten war mir klar, dass ich dieses Buch nur noch Mittags bei Sonnenschein lesen würde. Und nicht abends vor dem Einschlafen.Sofort aufgefallen ist mir auch der sehr flüssige Schreibstil. Ich brauchte zwar etwas, um mit Elliot warm zu werden, aber nach ein paar Kapiteln waren seine Gedanken und Entscheidungen gut nachvollziehbar. Er ist ein ziemlich typischer Teenager, was das Ganze für mich als 18-Jährige natürlich leicht macht. Außerdem gibt es da noch Ophelia, die Elliot bei seiner Arbeit im Museum kennenlernt und die er sich später verliebt. Sie ist oft ziemlich eigen, im Laufe des Buches erfährt der Leser aber ihre Geschichte und ihr Verhalten wird nachvollziehbarer. Der dritte Hauptcharakter ist Arthur Hodge, der Besitzer des Museums. Mit ihm verhält es sich ähnlich, wie mit Ophelia – er ist undurchschaubar und recht zwielichtig (wenn man auch von ihm nicht behaupten kann, dass sein Verhalten sich rechtfertigt). Es gibt noch einige andere, ebenfalls gut ausgearbeitete Charaktere, aber der Hauptrahmen der Handlung umfasst diese drei.Insgesamt geht es recht schnell immer weniger um Elliots Begegnungen mit der toten Tess, sondern um seine Erlebnisse im Museum und seine Beziehung zu Ophelia sowie deren Geheimnisse. Im Museum passieren tatsächlich immer wieder gruselige Dinge, Elliot macht noch mehr Erfahrungen mit Geistern und deckt am Ende ein Geheimnis auf, von dem der Leser zuerst nicht weiß, wie wichtig und geheimnisvoll es wirklich ist. Viele zunächst unwichtig erscheinende Details und Geschichten werden zu einer großen; das Ende ist überraschend und doch fällt es einem wie Schuppen von den Augen. Auch die vielen kleinen Spukgeschichten sind toll und bereiten einem Gänsehaut, ohne überzogen zu wirken.Jedem, der spannende und/oder gruselige Bücher mag, kann ich Schlaf nicht ein nur ans Herz legen.

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  • Geisterhafter Mysteryroman, der mir gut gefallen hat

    Schlaf nicht ein

    NicoleGozdek

    08. September 2016 um 19:54

    Inhalt: Seit der 17-jährige Elliot Drake im vergangenen Jahr von einem Auto angefahren wurde und klinisch tot war, hat er sich verändert. Er traut sich nicht mehr zu schlafen, weil er dann sie sieht: die Geister. Und dabei beklemmende Angst spürt, die sich in ihm breit macht, weil er sich nicht bewegen kann oder seinen Körper verlassen hat und nicht weiß, ob er träumt oder tatsächlich tot ist.Als er einen Job in einem Museumsdorf annimmt, ist es sein Versuch, wieder ein normales Leben zu beginnen. Doch auch im Museumsdorf gibt es Geister. Und es gibt Ophelia, die Nichte seines Chefs, die ein Geheimnis zu umgeben scheint, dem Elliot nur zu gerne auf den Grund gehen würde ... Meine Meinung: Da ich dieses Buch geschenkt bekommen und mich vorab nicht über den Inhalt oder Lesermeinungen zum Roman informiert habe, wusste ich nicht recht, was mich erwartete, als ich heute Nachmittag die erste Seite aufschlug und zu lesen begann. Der Titel klang es bisschen nach Thriller, die Klappentexte etwas bedrohlich. Doch zum Glück wurde es dann ein geisterhafter Mysteryroman ganz ohne Horrorelemente.Im Buch geht es um Geister und um einen Jungen, der nach einer Nahtod-Erfahrung Geister sehen kann und unter lähmenden Geisterbegegnungen leidet. Dadurch ist Elliot nach einigen Monaten am Ende seiner Kräfte angelangt. Er ist abgemagert, hat dunkle Ringe unter den Augen und hat große Angst einzuschlafen. Sein Vater und sein Bruder Adam verstehen nicht ganz, was er jede Nacht durchmacht und eine scherzhafte Erwähnung zu einem Geisterevent sorgt dafür, dass Elliot eine Entscheidung trifft, die zum Museumsdorf von Arhur Hodge führt, wo er dessen Nichte Ophelia kennen lernt. Auch hier gibt es Geister, doch nicht alles ist so, wie es scheint und ehe er es sich versieht, versucht er hinter die Geheimnisse zu kommen, doch die Geheimnisse betreffen die Toten genauso wie die Lebenden. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur dass das Buch (zum Glück) ganz anders war, als ich erwartet hatte. Es handelt sich nicht um einen typischen Fantasyroman, sondern um einen Mysteryroman, in dem es um seltsame Begebenheiten und die Frage geht, was eigentlich real ist und was wirklich geschehen ist. Neben diesen spannenden Fragen fand ich auch Elliot als Hauptfigur interessant. Er ist ein sympathischer Protagonist. Durch seine Nahtod-Erfahrung hat er sich verändert, plötzlich sind ihm andere Dinge wichtig als früher. Er ist aufmerksamer für das Leid anderer, da er selbst zunächst stark unter seinen Erfahrungen und Geisterbegegnungen und lähmenden Träumen leidet. Ich finde es bewundernswert, dass er sich jedoch seinen Ängsten stellt und sogar die Konfrontation sucht, indem er sich einen Job an einem Spukort sucht. Die Geister, Elliots Begegnungen mit ihnen in seinen Träumen, seine Fähigkeit, seinen Körper verlassen und umherwandern zu können, fand ich interessant. Michelle Harrison ergänzt noch eine persönliche Note aus ihrem Umfeld: die Schlaflähmungen. Ich war überrascht, als ich am Ende las, dass sie sich diesen Punkt nicht ausgedacht hatte, denn er passte wirklich gut in die Geschichte, sondern dass es wirklich Personen gibt, die darunter leiden. Manchmal verwischen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität.Der Roman war spannend erzählt und gut geschrieben, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Und mal schauen, vielleicht werde ich nach dieser Lektüre in Zukunft häufiger mal zu einem Mysteryroman greifen. In der Hoffnung, dass sie genauso gut sind wie dieser.

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  • Unheimliche Szenen, eine tolle Liebesgeschichte und Geister, die einen geradezu anspringen...

    Schlaf nicht ein

    Buchharmonien

    15. August 2016 um 13:03

    Das Buch verbindet wie ich finde viele Dinge in sich. Unheimliche Szenen, eine tolle Liebesgeschichte und Geister, die einen geradezu anspringen.  Der Schreibstil von Michelle Harrison ist meiner Meinung nach weder besonders verschnörkelt und schön noch besonders kalt. Er beschreibt toll die Angst, die Liebe und wie es ist, Mut zu fassen. Aber Elliott sieht die Welt, obwohl er verleibt ist, nicht durch eine rosarote Brille.  Die Geschichte wird ausschließlich aus Elliotts Sicht erzählt und ich muss zugeben, ich habe bis zum zweiten Kapitel nicht gewusst, ob er männlich oder weiblich ist, weil weder der Name noch das Geschlecht vorher erwähnt werden. Aber das hat gar nicht besonders gestört. Elliott ist ein bisschen sarkastisch und hat die Hoffnung, dass er die Geister wieder loswerden kann, schon fast aufgegeben. Doch mit der Zeit findet er neuen Mut, schöpft Kraft aus der Liebe zu seiner Familie, zu seiner Freundin und aus dem Glauben an sich selbst. Ophelia ist mir zwar nicht auf Anhieb sympathisch gewesen, aber dafür bei der zweiten Begegnung mit Elliott sofort. Es ist schade, dass sie anfangs nicht so oft lächelt. Ich habe den Verdacht, dass sie ihn schon nach der ersten Führung, die sie mit Elliott unternommen hat, gemocht hat. Und sie steht zu ihren Fehlern. Dafür verzeiht sie langsamer, als manche anderen. Ich habe sie eigentlich für ziemlich unabhängig gehalten, doch nachdem sie viel verloren hat, braucht sie doch jemanden, an den sie sich anlehnen kann. Und das macht sie in meinen Augen uns allen so ähnlich. Der wichtigste Geist ist wohl Seans oder zu Anfang wohl der von Sebastion, dem Erhängten, beziehungsweise dem Erstickten. Obwohl er aus der Vergangenheit spricht, ist seine Liebe zu Ophelia in den wenigen Sätzen, die Elliott mit ihm erlebt, so greifbar für mich gewesen, dass er mich nicht Mal durch seine Rache erschrecken konnte.  Ich mag dieses Buch wirklich, weil mir die Charaktere sehr nahe gingen. Es ist weniger der Schreibstil, als viel mehr die Geschichte und die Figuren, die mich sagen lassen: Ich kann es zwar nicht für jeden, aber bestimmt für einige weiterempfehlen. J.Jasmin

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  • Leserunde zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug" von Stefan Bollmann

    Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug

    killerprincess

    Achtung, keine Leserunde! Kein Buch zu gewinnen! Hallo liebe Teilnehmer des Überraschungsthreads, der Herbst naht mit großen Schritten und das bedeutet, es ist wieder Zeit für eine Überraschungspaket-Runde! *************************************************************** Anmeldung bis:   13.09.2015 Auslosung:           14.09.2015 Starttermin:         26.10.2015 *************************************************************** Paketmamis: Ohne einige Paketmamis kann die Runde natürlich nicht starten! Also unbedingt melden, wenn ihr Lust habt, ein Paket zu stellen! -Wildpony Teilnehmer: 1. killerprincess               Wunschliste 2. summi686                    Wunschliste 3. Wildpony                      Wunschliste 4. Starlet                           Wunschliste 5. Litfara                           Wunschliste 6. Ayanea                          Wunschliste Reihenfolge: 1. killerprincess            (angekommen: 31.10. abgeschickt: 05.11.) 2. Starlet                        (angekommen: 10.11.  abgeschickt:  ) 3. Litfara                        (angekommen:   abgeschickt: 19.11 ) 4. Ayanea                       (angekommen: 27.11   abgeschickt:  ) 5. Summi686                  (angekommen:   abgeschickt:  ) 6. Wildpony                    (angekommen:   )      

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    • 405
  • Nachts kommen die Geister

    Schlaf nicht ein

    ConnyKathsBooks

    10. September 2015 um 18:22

    Ein Unfall ändert Elliotts leben von heute auf morgen. Zwei Minuten klinisch tot und nichts ist mehr so wie es war. Unheimliche Dinge passieren dem Jungen im Schlaf, Geistererscheinungen und außerkörperliche Erfahrungen. Um sich seinen Ängsten zu stellen, übernimmt Elliott einen Job als Museumsführer im "Past Lives", eine Art historisches Freiluftmuseum mit gespenstischer Vergangenheit. Doch als er sich dort in Ophelia verliebt, heftet sich ein besonders hartnäckiger und gefährlicher Geist an seine Fersen. Ich liebe spannende Geistergeschichten und "Schlaf nicht ein" von Michelle Harrison hat mir richtig gut gefallen. Von der ersten Seite an hat mich der Roman in den Bann gezogen, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ein wahrer Pageturner! Vor allem im authentischen und faszinierenden "Past Lives" - Setting fühlt man sich als Leser direkt in die gruselige Vergangenheit Englands zurückversetzt und mehrmals läuft einem selbst ein kleiner Schauer über den Rücken. Auch die Liebesgeschichte zwischen Ophelia und Elliott ist gut aufgebaut und etwas unkonventioneller gestaltet als üblich. Am Ende kommt es dann noch zum großen Geister-Showdown - mit einer völlig überraschenden Wendung und so absolut nicht vorhersehbar. Empfehlenswert für alle Geistergeschichtenfans.

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  • Geistergeschichten

    Schlaf nicht ein

    Spatzi79

    06. January 2015 um 20:29

    Elliot ist bei einem Unfall fast gestorben. Er war kurz tot, konnte aber wiederbelebt werden. Seitdem hat er nachts gruselige Geistererscheinungen. Sind es nur Alpträume oder begegnet er wirklich den Geistern von Toten? Er selbst tritt währenddessen aus seinem Körper heraus und sieht sich selber quasi von außen. Alles Einbildung, wie sein Vater ihm einzureden versucht? Oder liegt es an der Wohnung? Er bewirbt sich auf einen Job in einem Freilichtmuseum, in dem anscheinend immer wieder Geistererscheinungen gesichtet werden, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wenn er dort auch Erscheinungen hat, muss es an ihm liegen und wirklich sein, so seine Theorie. Dort begegnet er dann aber Ophelia und verliebt sich in sie, was weitere Komplikationen mit sich bringt. Das Buch hat mir gut gefallen. Relativ selten sind die Protagonisten in Jugendbüchern männlich, mit Elliot bringt die Autorin aber eben solch eine Ausnahme. Sie lässt ihn die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählen, als Leser ist man somit ganz nah am Geschehen aus seiner Sicht dabei. Die Grundidee, die der Story zugrunde liegt, fand ich sehr spannend, aber man hätte mehr daraus machen können. Zu Beginn zieht sich die Geschichte sehr und es dauert eine ganze Weile, bis ein bisschen Fahrt aufgenommen wird und etwas Spannung aufkommt. Die Geister-Szenen haben mir am besten gefallen, hier gelingt es der Autorin immer wieder, ein bisschen Horror oder zumindest Gruselfaktor rüberzubringen. Ansonsten blieben aber leider sowohl die Handlung als auch die Figuren eher flach und blass und hinter meinen Erwartungen zurück. Am Ende wurde es dann noch ein bisschen aufregender, so dass ich es dennoch halbwegs zufrieden zugeklappt habe. Durch die kurzen Kapitel und den recht einfachen Schreibstil war das Buch auch recht schnell gelesen.

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  • Ein gruseliges Erlebnis

    Schlaf nicht ein

    ClaudiasBuecherhoehle

    Schlaf nicht ein von Michelle Harrison erschienen im Loewe Verlag Du siehst nachts die Geister von Toten. Du bist ihnen hilflos ausgeliefert. Und einer der Toten will deine große Liebe für sich. Du musst etwas tun – und du bist ganz allein. Seit Monaten versucht Elliot, sich mit allen Mitteln wachzuhalten. Denn nachdem er bei einem Unfall für einige Minuten klinisch tot war, passieren schaurige Dinge mit ihm, während er schläft: Er kann sich nicht rühren, spürt Schatten, die sich um ihn herum bewegen, oder er wandelt durchs Haus, während sein Körper schlafend im Bett liegt. Als er sich in Ophelia verliebt, wird es noch unheimlicher: Offenbar versucht ein Toter, Besitz von Elliots Körper zu ergreifen … (Klappentext) Das Cover dieses Buches ist wieder einmal etwas ganz Besonderes. Der Schutzumschlag ist transparent, was ich ja sehr gerne mag. Das Motiv ist allerdings - ob mit oder ohne Umschlag - bis auf den Titel dasselbe: Eine wahrscheinlich männliche, schemenhafte Gestalt in einem Wald. Der Hintergrund ist in verschiedenen Blautönen und weiß gehalten, der Titel in einem Lilaton. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Elliott geschildert. Elliott ist nicht mehr der Alte. Seit einem Unfall vor einigen Monaten geschehen merkwürdige Dinge. Nachts kann er nicht mehr in Ruhe schlafen. Er verlässt seinen Körper und sieht tote Menschen. Menschen, die anscheinend keine Ruhe finden können. Eines Tages bewirbt er sich auf eine ausgeschriebene Stelle als Museumsführer. Doch dies ist kein normales Museum. Es handelt sich um Past Lives, ein Freilichtmuseum, das als Dorf angelegt wurde. Past Lives ist einer der berüchtigsten Spukorte Großbritanniens… Der Leser steigt unmittelbar in die Geschichte von Elliott ein. Es beginnt mit einer Nacht, in der er erneut seinen Körper unbewusst verlässt und eine tote Frau in der Badewanne sieht. Schon etwas gruselig. Nach relativ kurzer Zeit erfährt der Leser auch schon von Elliotts Unfall, nach dem er fast zwei Minuten klinisch tot war. Seither geschehen diese ausserkörperlichen Erfahrungen mit ihm. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, er ist leicht zu lesen, die Sätze sind nicht zu lang und ausschweifend. Die Autorin hat eine gruselige, schon fast beängstigende Atmosphäre erschaffen, die mich zeitweise bei hochsommerlichen Temperaturen frösteln ließ. Negativ fiel mir eine Szene im ersten Teil des Buches auf, die sich, meiner Meinung nach, viel zu lange hinzog. Etwas abgekürzt hätte ihr besser gestanden und trotzdem die Fakten vermittelt. Elliott fand ich ganz nett, aber leicht bedauernswert. Der Arme kommt kaum noch zu seinem erholsamen Schlaf und muss zudem noch stets toten Menschen begegnen. Etwas mehr Biss hätte ihm aber dennoch gut gestanden. Ophelia wirkte auf mich die ganze Zeit über sehr kühl und distanziert. Zu ihr habe ich leider keinen richtigen Draht finden können. Du könntest wieder so sein wie früher. Seite 169 In dem Buch werden jede Menge Fragen aufgeworfen, die aber nach und nach noch geklärt werden. Die letzten 70 Seiten konnten mich noch überraschen und damit Pluspunkte sammeln. Trotz sehr gut dargestellter Geistergeschichte mit hohem Gruselfaktor ist der Funken bei mir nicht so richtig übergesprungen. Alles, was nicht mit den nächtlichen Erscheinungen zu tun hatte, fand ich eher etwas langweilig. Die Beweggründe der Geister sind von der Idee her nicht neu, aber ich lasse mich in dieser Beziehung immer wieder gern überraschen. Michelle Harrison hat mir mit „Schlaf nicht ein“ ein paar recht schaurige Lesestunden beschert. Der Rest der Story konnte mich aber nicht vollends überzeugen. Das Ende fand ich wiederum so gut gelungen, dass die Autorin damit bei mir noch einen Punkt gut machen konnte. Den Charakteren fehlte es für mich eindeutig an genug Tiefe. Ob die Altersempfehlung mit 14 Jahren wirklich passend gewählt ist, ist aufgrund der Geisterszenen sehr fraglich. Somit vergebe ich für dieses Buch gerade noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen. Michelle Harrison wurde 1979 in Grays, Essex geboren und verbrachte dort ihre Kindheit. Sie begann bereits mit vierzehn Jahren zu schreiben. Bekannt wurde sie mit ihrer Elfenseele-Trilogie, deren erster Band den Waterstones Children´s Book Prize gewann. Michelle Harrison war bereits als Buchhändlerin, Aufseherin in einer Galerie und als Kellnerin tätig. Neben dem Schreiben sind Michelles liebste Dinge Kunst, Tiere (ganz besonders schwarze Katzen), alte Gegenstände, Gebäude, in denen es spukt und ihr Mini Cooper. Sie lebt in Oxford mit ihrem Lebensgefährten Darren und ihrer Katze Pepper. ab 14 Jahren 480 Seiten ISBN 978-3-7855-7726-4 Preis: 18,95 Euro © Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

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    • 5

    ClaudiasBuecherhoehle

    22. July 2014 um 15:21
  • Zwischen Traum und Realität

    Schlaf nicht ein

    Lupii

    18. July 2014 um 19:07

    Immer wieder sieht er sie. Tess. Das Mädchen, das sich vor Jahren in dieser Wohnung umgebracht hat. Sie besucht ihn in seinen Träumen. Doch für ihn sind es keine Träume. Es ist real! Elliot hatte einen schweren Unfall. Er wurde von einem Auto überfahren, die Fahrerin fuhr einfach weiter. Elliot weiß das, weil er sich dabei selbst beobachtete. Er machte eine außerkörperliche Erfahrung. Er war tot... Für wenige Minuten war Elliot tot und wurde erst kurze Zeit später von den Rettungshelfern ins Leben zurückgeholt. Seit diesem Erlebnis kann der Teenager kaum noch schlafen. Und wenn er schläft, sieht er immer wieder die Geister von Verstorbenen. Sie scheinen ihm irgendetwas sagen zu wollen, doch Elliot kann mit dieser Gabe noch nicht umgehen. Er versucht dagegen anzukämpfen, bis er merkt, dass das der falsche Weg ist. Also beschließt er, ihnen zuzuhören und herauszufinden wie er den Geistern helfen kann.  Doch dann erfährt Elliot, was der Geist des jungen Sebastian - und zwar mit allen Mitteln - für sich will :  Elliots große Liebe Ophelia... Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Es las sich flüssig, war an keiner Stelle langweilig oder verwirrend. Michelle Harrison, die mich bereits mit ihrer Elfenseelen-Trilogie überzeugte, hat sich mit "Schlaf nicht ein" an ein schwieriges Thema gewagt. Auf den letzten 100 Seiten nimmt das Buch eine Wendung, die ich für völlig unvorhersehbar hielt. Neben diesem unerwarteten Ende, gefielen mir besonders die detaillierten Schilderungen der Geister und der Erlebnisse Elliots im Allgemeinen. Alles in allem ist "Schlaf nicht ein" für mich ein absoluter Lesegenuss gewesen, den ich nur weiterempfehlen kann und für den ich einfach 5 Sterne vergeben muss.

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  • Schlaf nicht ein

    Schlaf nicht ein

    joshi_82

    28. June 2014 um 14:06

    Elliot, der Ich-Erzähler dieser Geschichte, hat seit einem Unfall, bei dem er fast gestorben wäre, unheimliche Erlebnisse. Nachts, wenn er schläft, sieht er Geister und immer wieder entfernt er sich aus seinem eigenen Körper. Diese beängstigenden Erfahrungen werden immer schlimmer, bis er eines Tages Probleme bekommt, wieder in seinen Körper zurückzukommen... Das klingt nicht nur unheimlich, das ist es auch. Michelle Harrison hat es geschafft, mir immer wieder Gänsehaut zu bescheren, denn sie beschreibt die Momente, in denen Elliot Kontakt zu Geistern hat, so detailliert und gruselig, dass man sich fühlt, als wäre man mittendrin. Diese Szenen fand ich unheimlich spannend.  Elliot ist ein recht sympathischer Protagonist, der verständlicherweise sehr ängstlich reagiert, diese Angst im Laufe der Geschichte jedoch immer mehr in den Griff bekommt. Er versucht, die Gründe für seine Schlafstörungen und die Geistersichtungen herauszubekommen und gerät immer wieder in unheimliche Begegnungen. Hilfreich ist es da natürlich auch nicht unbedingt, dass er anfängt, in einem Museum zu arbeiten, in dem es angeblich spuken soll. Dort lernt er Ophelia kennen, die ein recht ungewöhnlicher Charakter ist, dafür jedoch auch wahnsinnig interessant. Ihre Vergangenheit offenbart sich für Elliot und auch den Leser erst nach und nach und sorgt für einige Überraschungen. Überhaupt ist es der Autorin gelungen, den Leser nicht nur mit einem tollen Schreibstil zu fesseln, sondern auch mit überraschenden Wendungen, die zumindest ich so nicht vorhergesehen habe. Die Spannungskurve ist durchgängig relativ hoch, denn immer wieder begegnen Elliot Geister oder reale Menschen machen ihm das Leben schwer.  Fazit: Die unheimliche Atmosphäre, interessante Charaktere, überraschende Wendungen und ein toller Schreibstil fesseln den Leser an das Buch. Gruselschauer sind garantiert, denn die Autorin hat wirklich Talent, unheimliche Szenen gekonnt zu beschreiben. 

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  • Schlaf nicht ein

    Schlaf nicht ein

    joshi_82

    28. June 2014 um 13:56

    Elliot, der Ich-Erzähler dieser Geschichte, hat seit einem Unfall, bei dem er fast gestorben wäre, unheimliche Erlebnisse. Nachts, wenn er schläft, sieht er Geister und immer wieder entfernt er sich aus seinem eigenen Körper. Diese beängstigenden Erfahrungen werden immer schlimmer, bis er eines Tages Probleme bekommt, wieder in seinen Körper zurückzukommen... Das klingt nicht nur unheimlich, das ist es auch. Michelle Harrison hat es geschafft, mir immer wieder Gänsehaut zu bescheren, denn sie beschreibt die Momente, in denen Elliot Kontakt zu Geistern hat, so detailliert und gruselig, dass man sich fühlt, als wäre man mittendrin. Diese Szenen fand ich unheimlich spannend.  Elliot ist ein recht sympathischer Protagonist, der verständlicherweise sehr ängstlich reagiert, diese Angst im Laufe der Geschichte jedoch immer mehr in den Griff bekommt. Er versucht, die Gründe für seine Schlafstörungen und die Geistersichtungen herauszubekommen und gerät immer wieder in unheimliche Begegnungen. Hilfreich ist es da natürlich auch nicht unbedingt, dass er anfängt, in einem Museum zu arbeiten, in dem es angeblich spuken soll. Dort lernt er Ophelia kennen, die ein recht ungewöhnlicher Charakter ist, dafür jedoch auch wahnsinnig interessant. Ihre Vergangenheit offenbart sich für Elliot und auch den Leser erst nach und nach und sorgt für einige Überraschungen. Überhaupt ist es der Autorin gelungen, den Leser nicht nur mit einem tollen Schreibstil zu fesseln, sondern auch mit überraschenden Wendungen, die zumindest ich so nicht vorhergesehen habe. Die Spannungskurve ist durchgängig relativ hoch, denn immer wieder begegnen Elliot Geister oder reale Menschen machen ihm das Leben schwer.  Fazit: Die unheimliche Atmosphäre, interessante Charaktere, überraschende Wendungen und ein toller Schreibstil fesseln den Leser an das Buch. Gruselschauer sind garantiert, denn die Autorin hat wirklich Talent, unheimliche Szenen gekonnt zu beschreiben. 

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  • Geister-Geschichte

    Schlaf nicht ein

    Buecherbaer

    07. May 2014 um 20:22

    Elliot war bereits Tod – nach diesem schrecklichen Unfall, bei dem er wiederbelebt wurde, geschehen mit ihm seltsame Dinge. Sobald er einschläft wird er von Toten heimgesucht. Er selbst kann seinen Körper währenddessen verlassen und sich selbst beim Schlafen beobachten. Doch welche Absichten haben die Toten? Um mehr darüber zu erfahren fängt er eine Stelle in einem spukenden Museum an. Doch ob das wirklich eine gute Idee war? Als Erstes muss ich hierzu sagen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, was der Leser auch auf Anhieb merkt. Die Hauptprotagonisten sind ca. 17 Jahre alt und auch der Schreibstil ist relativ einfach gehalten. Nichts desto trotz können natürlich auch ältere Generationen dieses Buch sehr gut lesen. Mit dem Einstieg des Buches hatte ich etwas meine Schwierigkeiten. Ich kann gar nicht genau sagen, woran das liegt. Ich denke, dass mir die Thematik doch etwas suspekt war und das Ganze etwas zu unglaubwürdig rüber kam. Allerdings schaffte es Michelle Harrison noch, dass mich die Geschichte gepackt hat. Auch waren Elliots außerkörperlichen Erfahrungen wirklich interessant. Man selbst kann und will sich gar nicht vorstellen wie sowas genau abläuft. Elliot selbst war mir auf Anhieb sympathisch und seine Ängste wurden gut geschildert. Auch Ophelia mit ihrer eigenwilligen Art hat mir gut gefallen. Das Ende fand ich auch sehr gelungen. Insbesondere hier hat mich die Autorin wirklich positiv überrascht, da alles ein wenig anders kam als ich erwartet hätte. Für ein Jugendbuch auch ein eher untypisches Ende. Fazit: Eine nette und im Verlauf immer besser werdende Geschichte mit dem interessanten Thema „Außerkörperliche Erfahrungen“. Nicht nur etwas für junge Leser. Ich vergebe gute 7 von 10 Punkten.

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  • Gar nicht so weit weg von der Realität

    Schlaf nicht ein

    Natalie77

    02. May 2014 um 09:54

    Inhalt: Elliot schreckt aus dem Schlaf hoch. Er geht ins Bad und sieht eine tote Frau die Selbstmord begangen hat. Eine Szene die sich immer und immer wiederholt. Allerdings erlebt er sie im Schlaf. Sein Körper liegt noch im Bett doch sein Geist sieht Gespenster. Es macht ihm Angst und so will er ausgerechnet in einem Außenmuseum in dem es Geister geben soll der Sache auf dem Grund gehen... Meine Meinung: Das Buch klang schon durch seinen Titel interessant. Als ich dann die erste begeisterte Rezension fand, wollten ich es gern lesen, ohne zu ahnen, wo die Geschichte hinführt. Und das blieb die ganze Zeit die Frage. Man lernt Elliott mit seinen Problemen kennen. Er sieht Geister und kann nichts dagegen tun. Davon ist er aber so verängstigt, dass er einfach nur möchte, dass es aufhört. Als Leser begleitet man ihn auf seinem Weg und liest das Buch aus seiner Ich-Perspektive. Man spürt wie beängstigend die Situation für ihn ist, gerade weil er das Gefühl hat, verrückt zu werden. Die Geschichte lebt allerdings nicht von der Spannung, sondern eher von der Neugier, die sich bei mir bildete. Denn Geistergeschichten finde ich sehr interessant und diese hier hatte einen sehr realen Hintergrund, wenn auch nur im Kern. Der Schreibstil der Autorin zieht einen mit. Eine flüssige Erzählweise und einfache Sprachen sorgten dafür, dass ich gern weiterlas und mir immer wieder dachte, ein Kapitel geht noch. Die Protagonisten haben viel Tiefe. Gerade Elliott lernt man mit der Zeit sehr gut kennen. Ein Junge mit Nahtod-Erfahrung und einer verstorbenen Mutter. Ein Junge, der seit dem Unfall fertig ist. Er ist noch ganz am Boden. Man erlebt aber bei ihm mit, wie er sich langsam wieder fängt und wie es ihm stetig besser geht. Das Buch wird mir aber auch neben der spannenden Geschichte noch aus anderen Gründen länger in Erinnerung bleiben, denn dieses Aus-dem Schlaf-Wandern hat einen Namen, ist sogar beschrieben als etwas, was viele Mensch haben. Eine Tatsache, über die ich nachdenken muss, da ich selber nachts aus dem Schlaf schrecke. Ich sehe keine Geister, aber auch ich muss erst mal zu mir kommen und so erinnert mich dieses Phänomen auch ein wenig an mich. Zurück zum Buch muss ich sagen, dass die Spannung sich erst später einstellte und dann auch nicht mehr verschwand. Bis dahin war es eine nette Geschichte, aber ab dem Moment, in dem es immer spannender wurde, war sie mehr als das. Ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen. Wollte wissen, wie es weitergeht. Die Autorin hat immer wieder Szenen eingebaut die einen aufhorchen lassen und die Neugier erneut aufflammen lässt. Mein Fazit: Ein Jugendbuch gar nicht so weiter weg von der Realität.

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  • Schaurig schön

    Schlaf nicht ein

    Kittyzer

    13. April 2014 um 22:46

    Das Ding wagte sich langsam aus den Schatten und glitt aus seiner Ecke. Schon war es ein paar Schritte näher am Bett. Jetzt kroch es auf mich zu, seine Bewegungen wurden immer flüssiger und schneller. Langsam nahm es vor mir Gestalt an. Ein Arm, eine Schulter. Es war kein Ding. Es war eine menschliche Gestalt, die da auf allen vieren zu mir kroch. -- INHALT: Seit einem schweren Unfall hat der junge Elliot mit großen Problemen zu kämpfen: Er sieht Geister. Normalerweise passiert dies, wenn er schläft, und ein Teil von ihm aufwacht, während sein Körper liegen bleibt. Doch die Angst, die diese Begegnungen nach sich ziehen, verfolgen ihn bis in den Tag hinein, sodass es ihm immer schlechter geht. Als eine Art letzten Ausweg beschließt Elliot, sich einen Job in einem alten angeblichen Spuk-Hotel zu besorgen. Denn er weiß: Wenn er nicht beginnt, seine Fähigkeiten und die Geister zu verstehen, werden seine Ängste niemals nachlassen... MEINE MEINUNG: Einzelbände sind im Jugendbereich, und insbesondere im Genre Fantasy, zu seiner Seltenheit geworden - da ist "Schlaf nicht ein" von Michelle Harrison mal eine willkommene Abwechslung. Zudem ist der Protagonist auch noch ein Junge, also regelrecht etwas Besonderes. Der Schreibstil ist dem angepasst, wirkt jugendlich, aber nicht umgangssprachlich, die Gedanken sind gut nachzuvollziehen und vor allem authentisch. Schön ist der Schreibstil: Durchsetzt mit prägnanten, aber wunderbar verfassten Beschreibungen zieht er schnell in die Geschichte hinein. Elliott ist ein Protagonist, der einem sofort sympathisch ist. Er hat seine Fehler - wie etwa seine Vergangenheit als Aufreißer für schnelle Nummern -, aber auch viele Stärken wie seinen Mut und seine Entschlossenheit. Durch das Zusammenspiel wirkt er menschlich und glaubwürdig. Auch Love Interest Ophelia gefiel mir gut, vor allem, weil sie nicht dem gängigen Ideal des wunderschönen zu rettenden Mädchens entspricht, sondern stattdessen gar nicht mal so gut aussieht, vom Charakter her aber umso interessanter ist. Vor allem, weil sie von anfänglicher Arroganz eine realistische Wandlung durchmacht. Und auch die übrigen Charaktere können durch Ausgefeiltheit und Individualität glänzen. Es gibt kein Schwarz und Weiß, selbst die Bösen haben ihre Motive und keine der Figuren kommt als Lückenfüller daher. Die Geschichte selbst beginnt schon wunderbar schaurig und geheimnisvoll - und das ändert sich auch lange Zeit nicht. Besuche von Geistern gehören bei Elliott zum Alltag und dennoch kann er sich nicht daran gewöhnen. Und eines ist sicher: Sie machen nicht nur ihm Angst, sondern auch dem Leser. Die Darstellungen sind gruselig, spannend und erschreckend - Horror-Fans werden hier also durchaus auf ihre Kosten kommen. Michelle Harrison belässt es jedoch nicht dabei, sondern streut auch noch verschiedene Geheimnisse mit ein, denen der Protagonist dann auf die Spur kommen will und muss. Nicht nur, weil er seine eigene geistige Gesundheit retten möchte, sondern weil auch andere in Gefahr sind. Auf diese Weise wird die Spannung die gesamte Zeit über sehr weit oben gehalten und das Ganze lässt einen kaum los. Erfrischend ist hierbei zudem, dass die Liebesgeschichte einen recht kleinen Raum einnimmt und ohne kitschige Phrasen auskommt. Fast schon wirkt sie wie ein willkommenes Extra - und das ist auch gut so, schließlich geht es in erster Linie um Elliott, der herausfinden will, wie er die Geister loswerden kann. Ein paar Mal kommt die Autorin ein bisschen vom Weg ab und erzählt von meiner Meinung nach nicht wirklich wichtigen Dingen, jedes Mal kommt sie jedoch sehr schnell zum Thema zurück und schafft es dann auch, einen erneut zu fesseln. Auf diese Weise werden bis zum Ende alle offenen Fragen zufrieden stellend aufgelöst und alle Geheimnisse aufgedeckt - am Schluss mit einem großen Knall, der nicht besonders überrascht, aber definitiv passend gewählt wurde. Dies ist ein so perfekter Abschluss, dass man kein bisschen böse sein kann darüber, dass es nur den einen Band gibt, denn so bleibt einem ein sehr gelungenes Buch in Erinnerung. FAZIT: Mit "Schlaf nicht ein" ist Michelle Harrison ein sehr guter Fantasy-Roman mit vielen schaurigen Aspekten gelungen, der beinahe die gesamte Zeit über fesselt. Die Charaktere sind klasse ausgearbeitet und auch die Geschichte ist äußerst zufriedenstellend. Sehr empfehlenswert! Gute 4 Punkte von mir.

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  • Nette Geschichte mit leichtem Gruselfaktor!

    Schlaf nicht ein

    lostpage

    05. April 2014 um 10:46

    Inhalt: Vor einer Sache hat Elliot richtig Angst - einzuschlafen! Seit er nach einem Unfall für einige Minuten klinisch tot war, hat sich sein Leben komplett geändert. Im Schlaf verlässt er seinen Körper und kann durchs Haus wandern, doch dabei ist er nicht allein. Die Geister der Verstorbenen, die kein Glück im Frieden gefunden haben, suchen ihn heim. Bisher hat er nicht den blassesten Schimmer, wie er sein Leben in normale Bahnen werfen kann. Er versucht es mit einem Job als Führer in einem Museum, in dem es spuken soll, um sich ein wenig mehr mit der Geistersache zu beschäftigen. Prompt verliebt er sich in seine Kollegin Ophelia und schon tauchen die nächsten Probleme auf - ein Geist hat es auf seinen Körper abgesehen! Meinung: "Schlaf nicht ein" hat mich vor allem durch das wunderschöne Cover gelockt. Das Motiv sieht mystisch und geheimnisvoll aus und versprüht einen leicht schaurigen Charme - da passt der Inhalt ja wie die Faust aufs Auge und ich habe mich auf ein schönes Lesevergnügen gefreut. Letztendlich hatte ich auch meine Freude mit der Geschichte, auch wenn mich nicht alles zu 100 Prozent überzeugt hat. Vor allem der Einstieg hat mir wunderbar gefallen. Gleich wird der Leser mit Elliots "Begabung" konfrontiert und findet sich in einer schaurigen Umgebung wieder. Die Idee, dass der Geist beim Schlafen den Körper verlässt, ist vielleicht nicht ganz neu, aber die Autorin hat die Elemente gekonnt und gruselig gut in Szene gesetzt. Hinzu kommt, dass Frau Harrison ein Talent zum Schreiben hat und mit ihrem Stil die Wirkung des "Grauens" toll betonen kann. Erzählt wie die komplette Handlung aus der Sicht von Elliot, der mir auf den ersten Blick schon sehr sympathisch war. Nach und nach können wir uns mit dem Alltag des Jungen vertraut machen, der nach seiner Nahtoterfahrung alles andere als normal ist. So lernen wir Elliot als einen eher missmutigen, verstörten jungen Mann kennen, der komplett in der Gewalt seiner eigenen Angst ist. Er hat früh seine Mutter verloren und lebt allein mit seinem Vater, der hilflos mit ansehen muss, wie sein Sohn leiden muss, in einer chaotischen Wohnung. Hier hätten wir auch gleich einen Punkt, der mir nicht so gefallen hat. Im Verlauf der Geschichte verliert sich ein wenig die Beziehung zwischen Elliot und seinem Vater und wird nur noch zum Randgeschehen. Das fand ich sehr schade, weil zu Beginn der "Einsatz" von seinem Dad ein interessanter Faktor war. In anderen Fällen werden Eltern von den Problemen der Kinder ausgeschlossen, aber hier war der Vater involviert, wusste von den Problemen seines Sohnes und hat ernsthaft versucht ihm zu helfen, auch wenn Elliots Geschichten in den Augen anderer schon sehr unglaubwürdig wirken.  Im Fortlauf der Handlung beschließt Elliot, endlich sein Problem anzufassen und sich mehr mit paranormalen Phänomenen zu befassen. Dazu sucht er sich einen Job als Führer in einem Museum, in dem es spuken soll. Vom Besitzer werden regelmäßig Geisterführungen unternommen, an dem auch Elliot teilnimmt. Dieser Part hat mir wiederum gefallen. Ich mochte die Führung durchs Museum und die Autorin versteht sich gut darin, eine passende Atmosphäre aufzubauen. Eine kleine Liebesgeschichte bandelt sich natürlich auch an und Elliot kommt nicht umher, sich in die eigenwillige Ophelia zu vergucken. Das Anbandeln der beiden ist nett mit anzusehen, jedoch habe ich nicht die Funken sprühen sehen - dazu war mir Ophelia etwas zu blass gehalten und weiter Nebencharaktere sind da mit eingeschlossen.  Hin und wieder verliert sich die Handlung in Nebensächlichkeiten und mir ist der rote Faden abhandengekommen. Nach diesen kleinen Durststrecken hat es die Autorin aber immer wieder geschafft, mich zurückzuholen und ich hatte meinen Spaß mit der Geschichte. Besonders zum Ende hin hat mir die Entwicklung sehr gefallen und ich konnte mich nur schwer losreißen. Für einen Einzelband hat "Schlaf nicht ein" ein gelungenes Ende, das mich zufrieden zurücklässt. Fazit: Michelle Harrison ist mit "Schlaf nicht ein" ein guter Einzelband gelungen, der es größtenteils versteht, den Leser zu unterhalten. Die Idee ist in Ansätzen vielleicht nicht ganz neu, aber gut verpackt und vermag des Öfteren zu fesseln. Hin und wieder ist mir der rote Faden verloren gegangen und neben Elliot verblassen die anderen Charaktere etwas. Nichtsdestotrotz hatte ich meinen Spaß mit der Geschichte und Leser, die sich leicht in schaurige Stimmung versetzen lassen, werden mit diesem Buch gut bedient sein.

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  • Spannung gepaart mit Gruselmomenten

    Schlaf nicht ein

    -Favola-

    01. April 2014 um 00:54

    Die Aufmachung von "Schlaf nicht ein" ist einfach ein Hingucker. Das geheimnisvolle Cover mit dem milchig-transparenten Schutzumschlag versprach eine geisterhafte Mysterygeschichte zu werden. Und schon nach den ersten Sätzen bekommt man dafür die Bestätigung, denn Michelle Harrison steigt gleich mit einem Spukmoment ein und so lernen wir Elliotts Problem, Fluch oder gar Begabung (?) kennen. Schon seit längerer Zeit versucht er wach zu bleiben, da er seit seinem Unfall im Schlaf Schattengestalten sieht und zum Teil sogar ausserkörperliche Erfahrungen macht, was ihn sehr ängstigt. So lernen wir einen zermürbten, verängstigen Protagonisten kennnen, der nur noch der Schatten seiner selbst ist. Früher war er so wie sein Bruder Adam: attraktiv und beliebt. Äusserst spannend finde ich die Tatsache, dass vor allem im ersten Drittel der Geschichte fast ausschliesslich Männer im Mittelpunkt der Geschichte stehen: Elliott, sein Bruder Adam und ihr Vater. Dies ist bei Jugendbücher immer seltener der Fall, um so erfrischender habe ich diesen Aspekt empfunden. Geister, Spuk und auch Astralreisen sind nicht neu in Jugendbücher, aber Michelle Harrison ist die Sache von einem sehr interessanten Gesichtspunkt angegangen. Sie bindet einige Fachausdrücke mit ein und versucht eine Erklärung dafür zu finden. Zudem schildert sie diese ausserkörperlichen Erfahrungen und die beängstigende Schlafstarre so eindrücklich, dass man sich selber manchmal kaum mehr zu rühren wagt. Durch den personalen Erzählstil ist man noch näher an Elliott dran und leidet mit ihm mit, so dass einem beim Lesen selber ab und zu ein Schauer über den Rücken läuft. Erst später trifft Elliott auf Ophelia, die auch einen wichtigen Part spielt. Sie ist ein sehr interessanter Charakter. Zuerst sehr speziell, eher abweisend und undurchschaubar. Erst nach und nach bekommt ihre Fassade Risse und man kann einen Blick dahinter werfen. Sie bringt die nötige Würze mit ins Spiel und weiss auch Überraschungmomente hervorzuzaubern, so dass die Geschichte immer wieder an Fahrt gewinnt. Zwischendurch schweift die Autorin nämlich doch gerne ein bisschen aus. Mich konnte "Schlaf nicht ein" faszinieren und mit einer stetig ansteigenden Spannung und vielen Gruselmomenten tatsächlich vom Schlafen abhalten, denn ich wollte einfach wissen, was dahinter steckt .... Und es ist auch einfach wieder einmal toll, einen schön abgeschlossenen Einzelband zu lesen, ohne nach dem Zuklappen des Buches auf die Fortsetzung warten zu müssen. Fazit: "Schlaf nicht ein" entwickelt im Laufe der Geschichte immer mehr Spannung und übt auf den Leser eine gewisse Faszination aus. Zusammen mit gezielt gestreuten Gruselmomenten, lässt das Buch wirklich nicht mehr an Schlaf denken ....

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