Michelle Marly Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

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Inhaltsangabe zu „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ von Michelle Marly

Auf der Suche nach l’eau d‘amour.
Paris, 1919: Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur.
Coco Chanel – eine einzigartige Frau und eine große Liebende. Dies ist ihre Geschichte.

Eine Geschichte einer wunderbaren und einzigartigen Frau sehr faktennah umgesetzt. Sehr gut!

— Aramara

Biografischer Roman. Interessant, vor allem für Modeinteressierte, aber nur wenig spannend.

— MrsFraser

Ein grossartiger Roman um die Entstehung des berühmten Parfüms Chanel No5 - stimmungsvoll und trotz knapp 500 Seiten nie langweilig!

— talisha

Interessanter, aber zeitweise langatmiger Roman über die mehr oder weniger wahre Lebensgeschichte der Coco Chanel.

— LaSonrisa

Interessante Geschichte einer großen Persönlichkeit. Relativ seichte Erzählweise.

— Missili

Kurzweilige Geschichte über Modeikone Coco Chanel, ihr Liebesleben und die Suche nach einem ganz besonderen Duft.

— ConnyKathsBooks

"Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut." - Coco Chanel

— Mauela

Eine Reise in eine Welt der Kunst und Mode ins Paris der 20er mit einer wunderbaren Coco im Mittelpunkt!

— Edelstella

Interessant und unterhaltsam!

— ANATAL

Chapeau, Mlle Coco ist lebendiger & präsenter denn jeh...eine kleine Frau kommt ganz groß raus!

— dreamlady66

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  • Entstehung des Chanel No. 5: Eine atemberaubende Geschichte

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    Aramara

    23. April 2018 um 18:48

    Gabrielle Chanel, oder auch Coco Chanel. Wohl eine der bedeutendsten Frauen der Weltgeschichte, eine Modeschöpferin, die eine neue Ära der Mode heraufbeschworen hat: Elegant, aber funktionell. Kein unnötiger Firlefanz soll die Bewegung der Frau Einschränken. Cocos Devise: Schlichtheit ist die wahre Eleganz. Dieses Buch setzt an dem Zeitpunkt an, als ihre große Liebe Boy Capel verstarb. Sie trauert so sehr um ihn, dass sie wochenlang nicht aus ihrer Trauer herauskommt und sogar ihre Wände schwarz streichen will. Doch ihre beste Freundin Misia bringt sie mithife eines Andenkens an Boy zurück ins Leben. Denn Coco und Boy hatten eine Idee zu Weihnachten: Einen besonderen und ersten Chanel-Duft zu kreieren und an die besten Kundinnen zu verschenken. So macht sich Coco nach und nach an die Arbeit einen außergewöhnlichen Duft zu entdecken und soll nicht enttäuscht werden. Währenddessen lernt sie Dimitri Romanow näher kennen, welcher ein enger Freund und Vertrauter wird. Zwischen den Beiden herrscht ein vollkommenes Vertrauen zueinander.Zur Sprache ist nur zu sagen, dass sie wunderbar ist. Auch wenn immer mal wieder fremde Orte genannt werden, französische Fachbegriffe, Personen, Orte oder Ähnliches, kann man immer folgen und sich etwas darunter vorstellen. Das macht die Geschichte gleichzeitig authentisch sowie leicht zu verstehen.Die Handlung ist nicht konstant spannend. Zwischendurch fällt auf, dass Coco zum Teil mehr durch andere Personen oder eine Verkettung glücklichger Umstände dem Duft nähergebracht wird, als dass sie ihn selbst wirklich entdeckt hätte. Allerdings ist es nunmal sehr faktennah erzählt und es soll auch gar nicht anders sein. Zwischendurch fehlte einem lediglich etwas mehr die Verbindung zum Parfum während der Geschichte. Aber diese hat sich auch so wunderbar entwickelt. Man entdeckt viele Facetten Coco Chanels, die bis heute nicht alle aufgedeckt wurden, da sie immer ein großes Mysterium um ihre Herkunft gemacht hat.Da die Handlung auf Fakten aufgebaut ist (was ich an sich sehr gut finde), muss ich aber auch sagen, dass mir an der ein oder anderen Stelle etwas Spannung gefehlt hat. Woran das nun genau gelegen hat, kann ich nicht sagen, es hat mich schlicht nicht durchweg gefesselt.Also schlussendlich ein Fazit für alle Fans Coco Chanels oder für Jene, die es werden wollen. Ich bin es durch dieses Buch erst richtig geworden. Eine atemberaubende Frau!

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  • Das Porträt einer Modeikone und die Geschichte hinter Chanel No. 5

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    MrsFraser

    21. April 2018 um 21:49

    Michelle Marly schreibt in "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe" über die Suche Coco Chanels nach 'ihrem' Duft, den sie ursprünglich nur wenigen Kundinnen als exklusives Weihnachtsgeschenk überreichen wollte und das es dann zum wohl berühmtesten Duft der Welt gebracht hat.  Das Buch setzt dort an, wo der Film mit Audrey Tautou in etwa aufhört: Cocos langjähriger Geliebter Boy, mit dem sie die Idee für einen Duft hatte, kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nachdem Coco sich von ihrer tiefen Trauer erholt, entscheidet sie sich dazu, in seinem Gedenken das Projekt zu verwirklichen. Eine zufällige Begegnung mit einem vertriebenen Erben des Zarenthrons wird dabei zu einer folgenschweren Begegnung. Nicht nur bringt er Coco in der Suche nach ihrem Duft der Liebe auf die entscheidende Spur, auch lässt er die Modeschöpferin selbst wieder spüren, wie Liebe sich anfühlt.  Der Titel des Buches ist wunderbar gewählt. Der 'Duft' bzw. 'Hauch' der Liebe schwebt durch die Seiten des Romans und ist permanent präsent. Cocos Trauer um Boy vergeht nie ganz, insbesondere das Duftprojekt wird immer wieder mit Bezug zu ihm erwähnt. Aber auch die Suche der geheimnisvollen Modeikone nach einer neuen, erfüllenden Liebe für sich selbst wird gefühlvoll vermittelt. Dass die bedeutendste Modeschöpferin der Welt dabei nicht ganz sympathisch rüberkommt und durchaus auch Fehltritte begeht - eine neue Facette einer großen Frau, die sich in einer von Standesdünkel und Etikette geprägten Gesellschaft trotz ihres großen Erfolges und Reichtums nie ganz akzeptiert fühlen durfte und konnte.  So ist "Mademoiselle Coco" nicht nur eine biografische Erzählung, sondern auch Gesellschaftsportrait und Geschichtsstunde. Diese drei Aspekte sind es dann auch, die dazu führen, dass es dem Roman an einer Sache etwas fehlt: Spannung. Die Story an sich plätschert etwas dahin und die Suche nach dem Duft war für mich persönlich nur halb so verschlungen und 'kompliziert', wie ich gedacht hatte. Ich bin froh, dass ich den Roman gelesen habe, denn er rundet das Bild einer faszinierenden Frau ab, deren Vermächtnis ich auch persönlich sehr schätze. Aber zu puren Unterhaltungszwecken würde ich ihn nicht empfehlen. 

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  • Was für ein toller Roman!

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    talisha

    20. April 2018 um 11:34

    Ich habe bereits viele Bücher über Coco Chanel gelesen, doch das liegt nun schon viele Jahre zurück. Jedesmal las ich fasziniert, was die Autoren herausgefunden haben und wie sie aus den überlieferten Bruchstücken aus Gabrielles Leben eine Geschichte zusammen geschustert haben. So auch im vorliegenden Roman. Von der Autorin, die hier unter Pseudonym schreibt, wollte ich übrigens schon lange etwas lesen, aber da musste wohl erst ein Buch über die berühmte Modeikone erscheinen, bis ich es geschafft habe etwas von Micaela Jary zu lesen. Es hat sich so was von gelohnt! Wenn ich mich recht erinnere, beleuchteten die anderen von mir gelesenen Bücher mehr die Zeit mit Étienne Balsan und Boy Capel oder umfassten Coco Chanels ganzes Leben. Doch keins davon nahm sich der Entstehung ihres ersten Parfüms an. Wir Leser nehmen am Geschehen teil: von den ersten Gedanken ein eigenes Duftwasser zu kreieren über den kreativen Prozess bis hin zum fertigen Produkt, das die Damenwelt damals begehrte - wir sind live dabei. Coco war sicher keine einfache Person und biografisch schwer einzufangen, doch der Autorin glaubt man, dass sich die Geschichte so und nicht anders abspielte - auch wenn man weiss, dass sie sich einige literarische Freiheiten heraus nahm. Und so reisen wir s timmungsvoll  mit Coco, ihrer Freundin Misia oder Dimitri Romanow nicht nur nach Paris und an die französische Riviera, sondern zu Beginn auch nach Venedig. "Sie hatte keine Zeit, auf diese Bemerkung zu reagieren, denn die Glastüren des Bahnhofsgebäudes öffneten sich – und Gabrielle war plötzlich wie geblendet. Ihr Blick traf endlich auf die Kulisse, die sie von Fotografien kannte und auf die sie doch nicht zu hoffen gewagt hatte.  Der Canal Grande glänzte stahlblau im Licht der Nachmittagssonne, zwei Gondeln glitten ruhig dahin, tauchten ein in den Dunst, der aus den Schornsteinen der kleinen Schiffe puffte, die am Anleger des Bahnhofs auf die Massen warteten. Auf der anderen Seite der Wasserstraße erhoben sich die prachtvollen mittelalterlichen Gebäude in sattem Tizianrot, das seinen Namen dem berühmtesten Maler Venedigs verdankte, und in einem goldenen Gelb vor einem leuchtend blauen Himmel." (S.63/341) Mit der Protagonistin nehmen wir die Schönheit Venedigs wahr, trauern mit ihr immer wieder um Boy, treffen uns mit Berühmtheiten wie Igor Strawinsky, Sergej Djagilew, Jean Cocteau und Pablo Picasso samt deren Angehörigen und vielen anderen ilustren Persönlichkeiten. Wir erleben Coco als Frau, die weiss was sie will und trotzdem zu Gefühlen fähig ist.  Gabrielle Coco Chanel wird als eigenständige, arbeitssame, erfolgreiche und sensible Frau beschrieben, die nie vergisst woher sie kommt. Geheimnisvoll und still gegen aussen; einfühlsam und gewitzt zeigt sie sich nur ihrem engsten Umfeld.  Sie ist lernwillig, egal ob es sich um Kunst- oder Musikverständnis oder Buchhaltung oder irgend etwas anderes geht. Sie lernt bei den Besten und deshalb wundert es nicht, dass sie sich persönlich in die Welt des Parfüms begibt, alles darüber lernen möchte und ausserdem gut zuhört. Duft, Flakon, Verpackung und Werbung - alles nimmt sie selbst in die Hand und überrascht sogar ihre Freunde, als schlussendlich "tout Paris" das wohlriechende (und damals noch streng limitierte) Toilettenwasser will. Auch die anderen Charaktere sind der Autorin perfekt gelungen. Seien es die diversen Künstler mit ihren Allüren oder Cocos nicht immer ehrliche Freundin Misia.  Es war eine besondere Zeit, als die Künstler und Mäzene jeglicher Couleur auf du und du waren, als ausländische Adelsfamilien (hier die russische Zarenfamilie) Zuflucht in anderen Ländern suchten und Künstler sich durch wohlhabende Frauen finanzierten. In dieses Paris tauchte ich bei der Lektüre ein und verschlang jede einzelne Zeile dieser wunderbaren, knapp 500-seitigen Geschichte. Fazit: "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe" ist ein interessanter und grossartiger Roman, den man sich nicht entgehen lassen darf! 5 Punkte.  

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  • Coco Chanel - faszinierend und unnahbar zugleich

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    LaSonrisa

    18. April 2018 um 10:43

    InhaltsangabeAuf der Suche nach L'EAU D'AMOURParis 1919: Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Chapel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur.Meine MeinungDer Sprachstil der Autorin ist wunderbar bildhaft. So hatte ich stets einen bunten und bewegten Film vor meinem inneren Auge. Die Handlung an sich ist flüssig geschrieben, aber teilweise sehr langatmig, was mich an der ein oder anderen Stelle gestört hat.Coco an sich ist eine faszinierende Frau und es ist interessant zu erfahren, wie sie den Duft entwickelt, der von so vielen Frauen weltweit heute noch geliebt und getragen wird. Man erfährt sehr viel über die Beziehungen in Cocos Leben, darunter fallen auch Bekanntschaften und Freundschaften mit Pablo Picasso und Igor Strawinsky.  Auch die Kindheit Cocos wird skizziert und lies mich mit großer Rührung zurück. Ihre Reisen nach Venedig und an die Côte d’Azur werden von der Autorin wunderbar beschrieben und ich hatte das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Auch das gesellschaftliche Leben in Paris und die Tätigkeiten eines Parfumeurs werden sehr anschaulich und lebendig dargestellt.Letzten Endes kann ich dem Roman aber nur 3 Sterne geben, weil sich nach Lesen des Nachworts und auch schon im Roman herauskristallisierte, dass Vieles an der Geschichte Cocos entweder unklar ist oder durch Coco selbst anhand von Legenden verfälscht wurde.Dies ließ mich nach dem Lesen mit einem unguten Gefühl zurück und mit der Frage, was denn wohl nun die wahre Geschichte der Coco Chanel ist und ob dies auch wirklich die wahre Entstehungsgeschichte von Chanel Nr. 5 ist. Der Autorin selbst kann man keinen Vorwurf machen, da sie wirklich so ausführlich wie es ginig, recherchiert hatte.FazitWenn man gerne einen Roman über eine starke und zuweilen unnahbare Frau lesen möchte, die sich auch durch verschiedenste Schicksalsschläge nicht unterkriegen lässt, dann ist man mit diesem Roman sehr gut unterhalten. Möchte man aber wirklich die 100% wahre Lebensgeschichte der Coco Chanel und des Chanel Nr. 5 lesen, so kann nach dem Lesen des Romans ein unsicheres und enttäuschtes Gefühl zurückbleiben.

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  • Coco Chanel - faszinierend und unnahbar

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    LaSonrisa

    18. April 2018 um 10:40



  • Kurzweilige Geschichte über Mode-Ikone Coco Chanel und ihr berühmtes Parfüm

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    ConnyKathsBooks

    16. April 2018 um 13:04

    Paris, 1919: Coco Chanel hat es geschafft. Trotz ihrer einfachen Herkunft ist sie mittlerweile eine erfolgreiche Modeschöpferin. Doch dann stirbt ihr langjähriger Geliebter Boy Capel bei einem tragischen Unfall und Coco ist vor Trauer wie gelähmt - bis sie beschließt, ihm und ihrer Liebe ein Denkmal zu setzen, und zwar mit einem ganz besonderen Parfüm. Gemeinsam mit dem russischen Exil-Großfürsten Dimitri Romanow begibt sie sich auf eine Reise nach Südfrankreich und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur."Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe" stammt aus der Feder von Michelle Marly, dem Pseudonym der deutschen Bestsellerautorin Micaela Jary. Ein gelungener historischer Roman rund um Mode-Ikone Coco Chanel und den erfolgreichsten Damenduft der Welt: Chanel N° 5.Das Ganze liest sich ausgesprochen flüssig und bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen. Die Handlung umfasst dabei den Zeitraum 1919-1922, mit einem kurzen Prolog aus 1897. Dabei punktet die Autorin mit ihrem wunderbar anschaulichen und bildhaften Schreibstil. Ob Paris, Venedig oder Südfrankreich - ich fühlte mich direkt an die Schauplätze versetzt.Ich bin zwar kein großer Parfüm-Fan und habe Chanel N° 5 auch noch nie benutzt, dennoch fand ich dessen Entstehungsgeschichte faszinierend und spannend gestaltet. Schade, dass ein Buch noch keine Düfte transportiert - das wäre hier richtig toll gewesen. Auch die Figuren sind gut ausgearbeitet. Gabrielle 'Coco' Chanel ist eine geniale und bewundernswerte Geschäftsfrau, die mit ihren revolutionären Ideen und Kreationen die Modewelt veränderte. Privat hatte sie leider nicht so viel Glück, kämpfte zeitlebens gegen ihre Einsamkeit und strebte nach gesellschaftlicher Anerkennung und Bewunderung. Wobei mir ihre Welt und ihr Verhalten manchmal auch etwas fremd blieben. Interessant fand ich auch den eleganten und charismatischen Dimitri. Ihre Romanze berührt und wir erleben einige emotionale Momente. Dazu treffen wir auf eine illustre Schar an Berühmtheiten wie Pablo Picasso, Jean Cocteau oder Igor Strawinsky, einen weiteren Liebhaber von Coco. Das Ende wirkt dann zwar ein wenig abrupt, dafür erfahren wir im informativen Nachwort mehr über die handelnden Personen und auch über die schwierigen Recherchen zum Buch.Insgesamt kann ich daher "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe" empfehlen. Ein faszinierender und unterhaltsamer Einblick in das Leben und Lieben der Modeschöpferin Coco Chanel und die Entstehung eines Duftklassikers. Sehr gute 4 Sterne von mir.

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  • Mademoiselle COCO und der Duft der Liebe

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    Mauela

    11. April 2018 um 23:59

    Der Roman „Mademoiselle COCO und der Duft der Liebe“ von Michelle Marly dreht sich um eine der wohl bekanntesten Mode- und Stilikonen der Weltgeschichte. Gabrielle Chanel, die als Coco Chanel in die Geschichte einging, ist der Dreh-und Angelpunkt dieses Romans, der die Ikone drei Jahre ihres turbulenten und ereignisreichen Lebens begleitet. Kurz Rückblicke in Gabrielles Kindheit vervollständigen das Bild und lassen den Leser mit dem Gefühl zurück, Coco wirklich kennen gelernt zu haben. Der Roman setzt in den früheren 20er Jahren ein und entführt den Leser in die schillernde Welt von Reichen und Schönen, von Künstlern und Großen Namen wie Picasso. In diese Welt ist Coco aufgestiegen. Aus eher ärmlichen Verhältnissen kommend, hat sie sich mit ihren Hutkreationen einen Namen gemacht und es scheint, als habe sie auch privat ihr Glück gefunden. Doch dieses Glück soll nicht von Dauer sein, und als Cocos Geliebter stirbt bricht für sie eine Welt zusammen. Sie zieht sich vollständig zurück, streicht ihr Schlafzimmer schwarz und trauert. Aus dieser Trauer entsteht einer der bekanntesten Düfte, Chanel No. 5, der der Liebe und ihrem verstorbenen Liebhabe gewidmet ist. Der Roman ist gut recherchiert und läßt historische Begebenheiten leicht ins Geschehen einfließen und schafft so ein stimmiges Gesamtbild. Auch die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und lassen die Personen vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden. Ein Roman über eine interessante Frau, den es zu lesen lohnt. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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  • 4 Sterne für Mademoiselle

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    Mrs. Dalloway

    08. April 2018 um 22:22

    Coco Chanel kennt wohl jeder: französische Modedesignerin, Unternehmerin und eine Grande Dame mit ordentlich Stil. Sie war niemals verheiratet, hatte aber zahlreich Affären mit namhaften Männern. Als ihr große Liebe Boy Capel durch einen Unfall stirbt, bricht ihre Welt zusammen und hier setzt das Buch an. Ich finde Coco Chanel großartig. Sie ist stilsicher und elegant, eine klassische Erscheinung. Hier im Buch habe ich noch mal eine ganz andere Seite von ihr kennen gelernt: die gefühlvolle und liebende Seite. Ihre Liebe zu und Trauer um Boy Capel zieht sich durch das ganze Buch und das finde ich sehr realistisch und schön. Dass sie so lieben kann, macht sie irgendwie bodenständig und bringt sie uns "Normalos" näher. Außerdem mochte ich die, wenn auch kurzen, Passagen über ihre Kindheit. Das wusste ich auch alles noch gar nicht über sie. Auch die Ausflüge nach Südfrankreich fand ich klasse, da ich dort selber schon mal war und einiges wieder erkannt habe. Gerade im Mittelteil zog sich die Geschichte leicht in die Länge und ich war generell nicht ständig von der Story gefesselt, obwohl sie wirklich schön geschrieben ist. Doch für 4 Sterne reicht es allemal. Eine große Leseempfehlung für alle Fans von Coco Chanel.

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  • Leserunde zu "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe" von Michelle Marly

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    aufbauverlag

    Auf der Suche nach l’eau d‘amour.Paris, 1919: Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur.Coco Chanel – eine einzigartige Frau und eine große Liebende. Dies ist ihre Geschichte.Hier zur Leseprobe: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746633497.pdf Jetzt bewerben!Um eines der 25 Freiexemplare zu ergattern, bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welche Frau ist dein Vorbild?Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!Euer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 332
  • Der Liebe gewidmet!

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    Edelstella

    06. April 2018 um 20:04

    „Wie sie ohne ihn weiterleben sollte, wusste sie nicht. Aber sie würde einen Weg finden müssen. Sie würde später darüber nachdenken, wie sie ohne den Mann leben sollte, der ihr das Leben überhaupt erst geschenkt hatte. Das Leben Coco Chanels. Er war nicht nur ihr Liebhaber gewesen, sondern auch ihr Vater, ihr Bruder, ihr Freund.“ So beginnt die Geschichte um Coco Chanel, einer Legende der Modewelt und eine ganz außergewöhnlich starke Frau Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris. Sie hat die Liebe ihres Lebens verloren, ausgerechnet ihrer beider guter Freund Etienne ist der Überbringer. Coco trifft es hart, aber sie wäre nicht Coco, wenn sie nicht mit Misia, ihrer besten Freundin, auf die Idee käme, Boy ein Denkmal ihrer Liebe zu setzen. Coco sucht einen besonderen Duft.....Mit Hilfe ihrer Freunde, den Wegbegleitern Igor Strawinsky und Dimitri Romanow findet Coco langsam wieder zu sich selbst finden und zur Hoffnung eine Größe in der Pariser Gesellschaft zu werden..... Ein wunderbares Buch über eine außergewöhnliche Frau mit den damaligen Zeitgenossen und Geliebten Cocos, der Künstler- und Modewelt und einer Zeichnung der Gesellschaft in Paris um 1920. Ich erfahre Dinge über Coco, ihre Einsamkeit, ihren Kampf um die Stellung in der Gesellschaft, ihre Verbindungen und ihre ungeheure Schaffenskraft. Es ist auch sehr spannend zu lesen, wie wissbegierig Coco Kenntnisse über Kunst und Literatur in sich aufsaugt. Sie hat sich alles selbst beigebracht, was für ein Vorbild für uns Frauen! „Korrekt sitzender Kattun war das Geheimnis ihrer Schnitte – und der Faltenwurf, der vom Rücken ausgehen musste. Nach Gabrielles Überzeugung ging die Beweglichkeit des Körpers vom Rücken aus, daher musste dort so großzügig wie möglich geschnitten werden. Was haben wir für ein Glück. Wir haben eine großartige Wende in der Mode, Coco zu verdanken und wir können uns an weiteren wunderbaren und doch zeitlosen Kreationen von Ihr erfreuen und wieso, erfahren wir in diesem spannenden und sehr emotionalen Buch. Die Autorin nimmt uns mit auf eine ganz besondere Reise und ich kann nur empfehlen daran teilzunehmen. Eine klare Leseempfehlung von mir mit 4 Sternen! Die feine pastell-sepia farbene Buchbroschur, die Coco im Paris der damaligen Zeit abbildet, umrahmt diese große Geschichte perfekt.

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  • Chapeau, Mlle Coco ist lebendiger & präsenter denn jeh...eine kleine Frau kommt ganz groß raus!

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    dreamlady66

    03. April 2018 um 21:19

    (Inhalt, übernommen)Paris, 1919: Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur.Zur Autorin:Hinter Michelle Marly verbirgt sich eine deutsche Bestsellerautorin, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Lange Jahre lebte sie in Paris, heute wohnt sie mit Mann und Hund in Berlin und München. Durch ihre Mutter, in den 1950er Jahren ein bekanntes Mannequin, bekam sie früh Zugang zur Haute Couture, zudem sind Düfte ihre Leidenschaft: Ob in italienischen Klosterparfümerien oder den historischen Parfümfabriken in Grasse – sie hat überall recherchiert. Und natürlich trägt sie selbst Chanel N° 5.Schreibstil/Fazit:DANKE an den Aufbau-Verlag für Eure Gewinnzusage und spätere Belieferung. Ich freute mich sehr über dieses noch handliche Buch im chicen Gewand bei 481 Seiten, einem Prolog, sowie Nachwort und Danksagung der Autorin. Das Buch mit einem wunderbar-passendem Cover wurde perfekt und sehr akribisch recherchiert und ist in vier Teile in gewisse Jahresepochen aufgeteilt.Es liest sich flüssig dank einer angenehmen Leseschrift mit grösserem Zeilenabstand und interessanten Handlungsabläufen. Der Schreibstil ist angenehm, sehr bildlich und auch faszinierend. Ich konnte mir alles Geschriebene sehr gut vorstellen und sog den damaligen Reiz der Zwanziger Jahre förmlich auf...eine Hommage an eine Künstlerin der besonderen Art und Weise, klein aber oho!Natürlich "kennt" jeder die Modeschöpferin um die es hier geht, auch das legendäre Parfum Chanel No 5 hat bis heute Präsenz und sicherlich hat jede Frau von Welt diesen schweren Duft auch schon mal das ein oder andere Mal auf ihre Art und Weise genossen...dieses hatte neben der Person von CC hier mächtig Präsenz.Der Leser darf gespannt sein auf eine wahre Entstehungsgeschichte eines wunderbaren Parfums und dessen stets bescheiden-gehaltene Schöpferin, und, welche Persönlichkeiten und Begegnungen sie währenddessen an welchen Orten so hatte...ein wahrer (literarischer aber auch kultureller) Genuss, überzeugt Euch gerne selbst!Als Francophile und mehr hatte ich hier wunderbare Lesestunden!

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  • Die märchenhafte Geschichte eines Parfums namens Chanel N°5

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    Betsy

    „Mit einem Mal war alles anders. Gabrielle spürte fast körperlich, wie ihr Leben in Stücke zerbrach.“Dieses Buch erzählt die Entstehungsgeschichte vom berühmten Parfum Chanel N°5, das für Gabrielle „Coco“ Chanel tief mit ihrer großen Liebe Arthur „Boy“ Capel verbunden ist. Paris 1919, Coco hat es geschafft sich einen Platz in der Pariser Modewelt mit ihren schlichten und eleganten Kreationen zu erkämpfen und sie ist glücklich mit ihrem Geliebten Boy, auch wenn sie durchaus damit zu kämpfen hat, dass dieser eigentlich einer anderen Frau gehört. Als sie die Nachricht über seinen Tod erhält ist sie am Boden zerstört und überlässt sich ihrer Trauer die schier grenzenlos ist. Erst durch eine gute Freundin fasst sie den Entschluss eine ihrer letzten gemeinsamen Überlegungen zu verwirklichen und ein Parfum zu entwickeln, dass ihre große Liebe zu ihm widerspiegeln soll. Dabei lernt sie jemanden kennen, der ihr Herz und ihren Körper nach all der Trauer in Aufruhr versetzt, doch die Erinnerungen an Boy bleiben allgegenwärtig.Ein Parfum dessen Entstehungsgeschichte wie ein Märchen ist und einen regelrecht zu verzaubern vermag, vor allem da so viel persönliches von seiner Schöpferin Coco Chanel hineingeflossen ist, wie man im Verlauf der Handlung erfährt. Es ist total spannend wie die anfänglich noch recht verschwommene Idee des Parfums hier Gestalt annimmt, wie der Duft entsteht, was hinter dem Flakon, der Verpackung, dem Chanel Logo und der Namensgebung steckt. Kleinigkeiten die große Wirkung zeigen und heute untrennbar mit dem Hause Chanel verbunden sind.Gleich von der ersten Seite an taucht man völlig in die Welt von Coco ein und bekommt zuallererst einen kurzen Einblick in ihre Kindheit, die alles andere als leicht war. Danach geht es ab ins Jahr 1919 in Paris, wo sie erfolgreich Fuß gefasst hat und der Modewelt immer mehr ihren Stempel aufdrückt mit ihren stilvollen und angenehm leicht zu tragenden Kreationen. In dieser Geschichte haben sich dann auch scheinbar alle illustren Persönlichkeiten dieser Zeit versammelt. Da gibt es die im Exil lebenden Russen, die trotz Verarmung immer noch durch ihre adligen Titel ihren Platz in der Gesellschaft haben, wie die Mitglieder der ehemaligen Zarenfamilie Romanow, aber auch Mitglieder des Balletts Russes, wie ein Igor Strawinsky und Sergei Djagilew finden hier neben Jean Cocteau und Pablo Picasso ihren Platz in dieser Geschichte. Besonders Leser von „Die Schwester des Tänzers“ treffen hier viele bekannte Persönlichkeiten wieder. Auch wenn der Esprit der damaligen Zeit in Hinblick auf die zahlreichen Affären in solchen Kreisen teilweise etwas gewöhnungsbedürftig ist, lebt jeder von ihnen für seine Kunst, genau wie Coco für ihre Mode. Man bekommt einen guten Einblick davon wie sehr Coco ihre Arbeit liebt und woher sie ihre Inspirationen bezieht, aber auch, dass sie neben der klugen Geschäftsfrau auch eine Frau ist, die durchaus von Selbstzweifeln geplagt wird, vor allem wegen ihrer Herkunft, um die sie ein Geheimnis macht.„Anerkennung und Bewunderung waren ihr Lebenselixier. Suchten die französischen Königinnen der Renaissance nach dem Duft der Weisheit und der ewigen Schönheit, so bestimmte Gabrielles Dasein die ewige Suche nach Erfolg und Beifall, im Beruflichen ebenso wie in ihrem Privatleben.“Während des Lesens ist man so gepackt von den schillernden Persönlichkeiten die hier vertreten sind und in die man auch manch überraschende Einblicke erhält, dass man sich gerne nebenbei oder danach noch näher mit ihnen befasst. Natürlich wird man auch regelrecht dazu aufgefordert Chanel N°5 während der Lektüre zu schnuppern, besonders wenn man es noch nicht kennt.Coco selbst wird als selbstbewusste und unabhängige Frau dargestellt, die nachdem sie es geschafft hat, von niemandem mehr abhängig sein möchte, wenn es um Geld geht und ihr leben so leben will wie sie es will."Sie arbeitete, um selbstständig und anerkannt zu sein. Geld war der Schlüssel dazu. Für eine Frau bedeutete Geld die Freiheit, zu tun, was man wollte, und zu sein, wer man wollte.“Zugleich versteckt sie oftmals ihre Gefühle und versucht Haltung zu bewahren, während es innerlich in ihr oftmals ganz anders aussieht als sie nach außen hin zeigt und sich so natürlich auch versucht zu schützen, besonders nachdem sie ihre große Liebe verloren hat. Eine Frau, stark und zart zugleich und wohl auch deshalb für die Männerwelt so faszinierend.Das Pariser Flair wird hier stimmungsvoll und wunderschön eingefangen, da immer mal wieder kleine französische Ausdrücke mit hineinfließen. Alles wird sehr atmosphärisch beschrieben, auch wenn es einem schwerfällt sich in diesen doch recht lockeren Lebensstil der 20iger Jahre, der hier vorherrscht, hineinzufühlen und vor dem selbst Coco nicht gefeit zu sein scheint. Dennoch hat sie ein großes Herz und tut manchmal mehr als gut für sie ist, weil sie zu sehr an andere denkt. Sie ist jemand der wenig von großen Dramen hält und sich durch Kleinigkeiten nicht aus der Ruhe bringen lässt, weshalb sie es sich auch manchmal sehr leicht macht indem sie Konflikten und Konfrontationen ebenso aus dem Wege geht wie auch andere in ihrem näheren Umfeld.Immer wieder zu Herzen gehend sind Cocos Erinnerungen an ihre Zeit mit Boy, die hier die Geschichte oftmals noch gefühlvoller machen und zugleich den Leser aber auch zeigen, dass die Beziehung gar nicht so perfekt war wie es Coco empfindet, besonders nachdem sie einem anderen Mann mehr von sich preisgibt als sie es gegenüber Boy je getan und man sich fragt inwieweit sie sich etwas vormacht und ihrem eigenen Glück im Wege steht.Auch wenn immer mal wieder das Parfum ein wenig in den Hintergrund rückt, bleibt es dennoch allgegenwärtig und Stück für Stück kommt es zu seiner wunderschönen Entfaltung, angefangen von der Idee und der Suche nach dem Duft, der Gestaltung und Verpackung, aber auch wie es zu seinem Namen kam und letztendlich auch den endgültigen Schritt diesen Duft an die Frau zu bringen und damit etwas in dieser Welt zu hinterlassen, das für die Liebe zu ihrem Boy steht und auch heute noch immer nichts von seiner Einzigartigkeit eingebüßt hat.Fazit: Auch wenn das Parfum Chanel N°5 nicht unbedingt meinen Geschmack trifft, hat mich seine Entstehungsgeschichte einfach verzaubert und mitgerissen, vor allem weil scheinbar alles eine ganz besondere Bedeutung hat, die man so nie erwartet hätte. Coco Chanel wird hier als eine Frau dargestellt, die ihren Weg geht und deren Name auch heute noch für schlichte Eleganz und Stil steht. Sie ist nicht perfekt und hat durchaus ihre Fehler, aber zugleich sprüht sie vor Ideen, hat ein weiches Herz und wird geplagt von Selbstzweifeln wegen ihrer Herkunft. Die Verarbeitung ihrer Trauer um Boy wird von der Autorin bewegend eingefangen und auch Erinnerungen, die sich immer wieder Bahn brechen während sie ihr Leben weiterlebt und ihr Herz scheinbar für jemand neuen zu öffnen beginnt, machen die Geschichte so ergreifend. Ein ruhiger, aber schöner, bildlicher und romantischer Erzählstil, der Einblick in die illustre Welt von Coco Chanel und ihren Zeitgenossen gibt. Abgerundet wird das Ganze durch ein Nachwort der Autorin zu den wichtigsten Persönlichkeiten im Buch und auch inwieweit sich Fakten und Wahrscheinlichkeiten hier mischen. Einzig das letzte Kapitel hätte es für mich persönlich nicht mehr gebraucht, da es quasi schon Bezug auf eine andere Geschichte nimmt, und für mich nicht ganz so stimmig zum Rest passt, aber das ist dann auch schon der einzige kleine Kritikpunkt hier. Das Buch überzeugt mit einem hinreißenden Cover, einer berührenden, sowie fast schon märchenhaft anmutenden Geschichte um ein Parfum und zeigt die berühmte Coco Chanel einmal mehr als die Stilikone schlechthin, aber auch die Privatperson dahinter, die durchaus einiges durchmachen musste.

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  • L' eau d'amour...

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    snowbell

    30. March 2018 um 16:26

    Une femme sans parfum est une femme sans avenir. (Coco Chanel)Die berühmte Französin Coco Chanel hatte nicht nur Stil, sondern auch Köpfchen. Dieser Gedanke schießt mir immer durch den Kopf, wenn ich eine Parfümerie betrete, um mich über die aktuellen Düfte der Saison zu informieren. Aber welche Kreation kann es mit dem Klassiker Chanel No. 5 aufnehmen? Mit diesem berühmten Parfüm hat die Stil-Ikone sich selbst - und ihrer großen Liebe Boy Capel - ein bleibendes Denkmal gesetzt. Der Roman "Mademoiselle Coco und die Liebe" entführt in das Paris der Zwanziger Jahre.  Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur. Das Cover ist in Sepia-Tönen gehalten und wirkt elegant und zurückhaltend. Der Blick des Betrachters richtet sich auf eine schlicht gekleidete zierliche Frau mit kurzen dunklen Haaren, die gedankenverloren auf das Wasser der Seine blickt. Sie könnte stellvertretend für Coco Chanel stehen, die einer ganzen Epoche ihren persönlichen Stempel aufgedrückt hat. Auch der Titel ist gut gewählt und macht auf die Handlung des Buches neugierig. HInter dem (offenen) Pseudonym Michelle Marly verbirgt sich Micaela Jary, eine Grande Dame der Literatur, wenn ich sie so nennen darf. In dem vorliegenen Roman präsentiert sie einen geschickt konstruierten, emotionalen historischen Roman, der um die Entstehungsgeschichte eines Duft-Klassikers kreist.Ihre Protagonistin Coco Chanel ist eine außergewöhnliche starke Persönlichkeit, mit der sich moderne Frauen identifizieren können. Sie stammte aus ärmlichen Verhältnissen, wollte ihre Träume leben, wählte ein freies, selbstbestimmtes Leben  und setzte sich über alle gängigen Normen und Werte ihrer Zeit hinweg. Auch in der LIebe gab sie nichts auf konservative Vorstellungen, sondern ließ sich allein von ihrem Herzen leiten. Drei Jahre lang dürfen wir Coco Chanel auf ihrem Weg begleiten und hinter die glänzende Fassade einer eigenwilligen, kreativen Mode-Schöpferin blicken, die sich charakterlich gesehen nur schwer fassen läßt. Einerseits ist sie eine klug agierende, mit allen Wassern gewaschene erfolgreiche Geschäftsfrau, die sich mit ihren eigenen Händen ein Imperium aufgebaut hat, andererseits eine gebrochene, sensible, zerbrechlich wirkende Frau, die zeitlebens um ihre große Liebe trauerte. Michelle Marly hat gründlich recherchiert, alle benutzten Quellen kritisch hinterfragt und ein enormes Fachwissen zusammengetragen. In ihrem atmosphärisch dicht gewebten Buch gelingt es ihr mühelos, das Paris der Zwanziger Jahre zum Leben zu erwecken. Im Laufe des Romangeschehens lernen wir viele wichtige Persönlichkeiten kennen, die ihre Spuren in der Weltgeschichte hinterlassen haben. Ballett, Kunst, Literatur, Mode und Musik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit. Trotzdem ist dieses von mir mit 5 Sternen bewertete Buch eine Momentaufnahme. Es will keine kritische Biographie sein, die alle dunklen Seiten der berühmt-berüchtigten Modeschöpferin aufzeigt, sondern bleibt ein gefühlvoller historischer Roman, der eine mögliche logische Erklärung für die Kreation des zeitlosen Duftes "Chanel No. 5" liefert, der - ebenso wie das "Kleine Schwarze" - immer noch zum must-have in unserer heutigen Zeit gehört.

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  • Coco Chanel

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    Streifi

    29. March 2018 um 07:56

    Michelle Marly gewährt uns Einblick in einen kurzen Abschnitt von Coco Chanels Leben. Vermutlich der Abschnitt, der sie zu dem gemacht hat, für das sie später berühmt war. 1919, ihr Liebhaber Arthur, genannt Boy, Chapel, kommt bei einem Autounfall ums Leben. Coco ist untröstlich und verliert sich fast in ihrer Trauer. Ihre Freundin Misia bringt sie auf die Idee ein Parfum zu seinem Gedenken zu kreieren. Mit Feuereifer stürzt sich Coco in dieses Abenteuer. Unterstützer in dieser Sache wird dann auch Dimitri Romanov, der ihr den Kontakt zu einem ehemaligen Hof Parfümeur Russlands vermitteln kann. Das Buch liess sich gut und flüssig lesen und der Einblick in die französische Haute Vaulee am Beginn der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren sehr interessant. Wir begegnen außer Coco auch Pablo Picasso, Igor Strawinsky und anderen namhaften europäischen großen Namen dieser Zeit. Ich hätte allerdings gerne noch mehr über die Geschäftsfrau Coco Chanel erfahren. Ihre geschäftlichen Tätigkeiten verschwinden fast vollständig hinter ihrem Liebesleben. Trotzdem war es schön, ihr durch Frankreich zu folgen. Die Reisen waren so bildhaft beschrieben, so dass man die Landschaften immer vor Augen hatte. Interessant war auch die Suche nach dem perfekten Duft, die schließlich zur Markteinführung des wohl berühmtesten Parfums Chanel No.5 führt. Alles in allem war es ein gut lesbares und interessantes Buch über eine der wohl interessantesten Geschäftsfrauen des 20. Jahrhunderts.

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  • Der Duft der Liebe

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

    mabuerele

    28. March 2018 um 21:03

    „...Gabrielle spürte fast körperlich, wie ihr Leben in Stücke zerbrach...“ Wir schreiben das Jahr 1919. Es ist kurz vor Weihnachten. Gabrielle hört das Geräusch von Autoreifen. Sie hofft, dass es ihr Freund Boy ist. Doch dann steht Etienne Balsan vor ihr und bringt ihr die Todesnachricht. Boy ist mit seinem Auto verunglückt. Für Gabrielle bricht eine Welt zusammen. Das Eingangszitat bringt dies kurz und prägnant zum Ausdruck. Die Autorin hat einen beeindruckenden historischen Roman geschrieben. Im Mittelpunkt steht Coco Chanel, deren bürgerlicher Name Gabrielle lautete. Coco ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Nach dem Tode der Mutter hat sie der Vater in einem Kloster abgegeben. Mittlerweile ist es ihr gelungen, ein erfolgreiches Modegeschäft aufzubauen. Ihr Blick für Modetrends und ihr handwerkliches Geschick waren unter anderen ihr Kapital. Der Schriftstil des Buches ist ausgereift. Cocos tiefe Trauer ist in jeder Zeile spürbar. Erst Misia, ihrer Freundin, gelingt es, Coco aus ihrer Erstarrung zu lösen und ihr eine neue Lebensaufgabe vor Augen zu stellen. Zusammen mit Boy wollte sie ein Parfüm kreieren. Nun sucht Coco allein nach dem perfekten Duftstoff. Es soll ein Andenken an Boy werden. Die Landschaftsbeschreibungen zeigen das Können der Autorin im Umgang mit Metaphern und passenden Adjektiven, wie das folgende Zitat beweist: „...Die aufgehende Sonne tauchte die zerklüfteten Felsformationen in purpurnes Licht, in der Dämmerung ragten die Seekiefern wie schwarze Paspeln auf einem hellblauen Kleid in den Morgenhimmel...“ Cocos Zielstrebigkeit, ihr Lerneifer und ihre Wissbegierde, sich dem Neuen zu öffnen, werden immer wieder herausgestellt. Sie nimmt jedes Angebot an, um die Herstellung des besonderen Duftes zu lernen. Mir als Leser werden dabei geschickt einige fachliche Zusammenhänge mitgeteilt, die die Geschichte der Parfümherstellung geprägt haben. Doch auch Cocos Verletzlichkeit spielt nicht nur im Buch, sondern auch in ihrem Leben eine besondere Rolle. Der Anblick von Waisenkindern treibt ihr die Tränen in die Augen. Ihre eigene Vergangenheit bleibt lange ihr bestgehütetes Geheimnis. Zwar sind sie und ihre Freundin Misia nicht immer einer Meinung, aber in den schwersten Situationen ihres Lebens war ihr Misia Halt und Hilfe. Unstimmigkeiten zwischen den Freundinnen werden deshalb meist schnell behoben. Es wird neue Männer in Cocos Leben geben. Keiner jedoch kann Boy ersetzen. Der Besitzanspruch eines Igor Strawinsky stößt sie ab, die Feinfühligkeit von Dimitri Pawlowitsch Romanow kann Standesunterschiede zwar überdecken, bildet aber trotzdem keine Basis für die Zukunft, zumal Dimitri Anspruch auf den russischen Thron hat. Das folgende Zitat macht das deutlich: „...Gabrielle spürte, wie die Harmonie zwischen ihnen zerbrach. Die Scherben dieses stillen Glücks schnitten ihr ins Herz...“ Die politischen Verhältnisse spielen im Roman eine besondere Rolle. Nach der Revolution in Russland ist ein Teil der Aristokratie nach Paris geflohen. Coco bewundert das Auftreten der jungen Frauen und bietet ihnen eine Anstellung in ihrem Modeatelier. Als besonderes Stilelement werden ab und an kursiv die Gedanken von Coco an die Vergangenheit mit Boy eingeblendet. Im umfangreichen Nachwort findet sich der weitere Werdegang der handelnden Personen sowie Informationen darüber, welche Fakten des Buches belegt sind. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeugt von der exakten Recherche der Autorin. So, wie die Geschichte mit dem Tod von Boy beginnt, so endet sie mit der beginnenden erfolgreichen Vermarktung von Chanel Nummer 5, dem in Erinnerung an Boy hergestellten Parfüm.

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