Ich hatte mich bei „Mama hat mich lieb“ eigentlich auf eine richtig schöne Geschichte über Mama-Liebe und das Großwerden gefreut. Die Idee mit dem kleinen Säbelzahntiger, der zusammen mit seiner Mama die Welt entdeckt, hat mir auch wirklich gut gefallen. Gerade für kleinere Kinder ist die Botschaft schön: Egal, was passiert und welche Abenteuer man erlebt, Mama ist da und hat einen lieb.
Leider hat uns die Umsetzung nicht überzeugt. Vor allem der Text hat mich ziemlich enttäuscht. Auf den einzelnen Seiten stehen teilweise nur ein oder zwei Sätze und trotzdem liest sich das Ganze für mich oft holprig und irgendwie nicht richtig rund. Gerade beim Vorlesen ist mir das aufgefallen. Ich finde, wenn ein Buch so wenig Text hat, sollte dieser dafür umso schöner geschrieben sein. Hier hatte ich leider öfter das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht richtig in Schwung kommt.
Auch die Reime haben bei uns nicht den gewünschten Effekt gehabt. Ich hatte gehofft, dass mein Sohn Spaß daran haben würde und wir vielleicht gemeinsam über die Verse lachen können. Stattdessen musste ich beim Vorlesen an einigen Stellen eher selbst überlegen, wie ich den Satz am besten betone, damit er überhaupt schön klingt.
Die Illustrationen sind dagegen ganz nett. Sie sind bunt, kindgerecht und passen gut zur Geschichte. Mein Sohn hat sich die Bilder durchaus gerne angeschaut, deshalb gibt es dafür von mir auch noch ein bisschen Pluspunkte. Ein echtes Highlight sind die Zeichnungen für mich aber ebenfalls nicht.
Schade finde ich es vor allem deshalb, weil die Grundidee wirklich viel Potenzial gehabt hätte. Eine Geschichte über die besondere Verbindung zwischen Mama und Kind, verpackt in ein Abenteuer mit einem kleinen Säbelzahntiger, hätte bei uns eigentlich genau ins Schwarze treffen können.
Bei uns blieb am Ende leider ein eher enttäuschter Eindruck zurück. Die Botschaft ist schön, die Bilder sind okay, aber der Text konnte uns einfach nicht überzeugen. Deshalb gibt es von mir nur 2 von 5 Sternen.






















