Michelle Robinson Bären beobachten

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Inhaltsangabe zu „Bären beobachten“ von Michelle Robinson

Kennen Sie die Unterschiede zwischen einem Schwarzbären und einem Braunbären? Nein? Sollten Sie aber. Zumindest, wenn Sie vorhaben, einmal einem Bären zu begegnen. Was bei der einen Bärenart ein guter Trick zur Rettung der eigenen Haut sein kann, wird bei der anderen Art als direkte Einladung zum Abendbrot verstanden. Warum ein blauer Plüschbär zwar eigentlich nichts in diesem ernsthaften Ratgeber zu suchen hat, am Ende aber hilfreicher ist als Pfefferspray, Kaugummi und Märchenbuch zusammen, das erzählt dieses unentbärliche - Verzeihung - unentbehrliche Buch.

Ein nicht ganz ernst gemeinter witziger Ratgeber. Ein Buch das einfach Spaß macht

— Kinderbuchkiste

Skurril und Ironisch -.irgendwie genial und sehr besonders, sozusagen abseits des Mainstreams.

— Bücherfüllhorn-Blog

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    Bären beobachten

    Kinderbuchkiste

    30. December 2017 um 15:39

    Ein nicht so ganz erst zu nehmender Ratgeberfür Kinder ab 3,5 JahrenWie unterscheiden sich Ratgeber von Kindern und Erwachsenen?Die der Kinder sind wesentlich phantasievoller und praktischer, als die der Großen.Nicht viel anders ist es wenn ein Kind gebliebener Erwachsener einen Ratgeber aus der Perspektive eines kleinen Protagonisten schreibt so wie es Michelle Robinson hier tut. Wenn  dann auch noch der Illustrator in die Welt der Phantasie eintaucht kommt ein so wunderbares Buch wie dieses heraus.Freilich, es ist nicht ganz so erst zu nehmen aber genau das macht den Unterhaltungswert der Geschichte aus.Da zieht unser kleiner Protagonist gut ausgerüstet, mit allem was man so braucht, auf Bärenexpedition. Immer dabei sein Ratgeber in Form eines Notizbuches, dass wissenswertes über Bären beinhaltet und ein unsichtbarer Begleiter, der nicht nur uns durch die Geschichte führt sondern in erster Linie unserem Protagonisten.Unserem Abenteurer diesen,nicht so sehenden,  Beobachter und Begleiter zur Seite zu stellen ist ein ungewöhnlicher Erzählstil, der unsere Lesekinder sehr angesprochen hat, denn schnell rutschten sie selbst in die Rolle eines Begleiters und Kommentators. Holten sich Informationen aus den Bildern und redeten mit dem Abenteurer.Auf Bärenexpedition zu gehen ist nicht ganz ungefährlich, denn es gibt unterschiedliche Bären im Bärenland.  Verhaltensmaßregeln die man bei der Begegnung mit einem Schwarzbären beherzigen sollten gelten z.B. für Braunbären überhaupt nicht.Während der Begleiter in einem Moment noch der Meinung ist, das unser kleiner Protagonist wohl gar keinen Bären zu Gesicht bekommen wird sehen wir wie ein Schwarzbär sich ihm nähert. Daraufhin kommentiert er :"Oh, du Glückspilz!.....Ich glaube es ist ein schwarzer..."Was macht man wenn man einem Bären begegnet? Unser kleiner Mann klettert auf den nächsten Baum, doch er hat seinen Ratgeber wohl nicht richtig studiert, der Bär klettert auch hoch und wieder runter. Unser Kommentator rät zurück zu weichen. Ganz laaaangggsaaaam rückwärts. Doch was ist das? plötzlich stößt er gegen einen Braunbären.Bei Braunbären hilft sich tot stellen. doch für den Schwarzbären, der immer noch in der Nähe ist bedeutet es die Einladung zum Essen. Was für eine Zwickmühle in der unser kleiner Abenteurer nun steckt.Im Ratgeber steht man sollte das Pfefferspray benutzen. Ob das wirklich eine gute Idee ist? Unser unsichtbarer Begleiter fragt nach Haferbrei, den hat er jedoch nicht dabei doch eine Packung  Kaugummi.Während der Begleiterbesserwisser noch überlegt was der Junge mit dem Kaugummi vorhat, hat der schon eine rieeesengroße Blase gepustet in der sich die beiden Bären verkleben, die Kaugummiblase platzt und klebt an den Bären. Jetzt wäre Zeit und Gelegenheit wegzulaufen doch zu spät. Was hält der Rucksack noch für "Waffen" bereit? Nichts, was wirklich helfen könnte dieser misslichen, gefährlichen Lage zu entkommen. Der kleine klammert sich ängstlich an seinen Kuschelteddy, der ist nicht gefährlich.Doch was ist das, die Bären sind auf einmal ganz friedlich, nehmen den Teddy als wäre es ihr Kind. Einträchtig und sanft spielen sie nun Vater-Mutter-Kind. Das ist die Gelegenheit zu entkommen. Die Bären sind abgelenkt und beschäftigt.Wir sehen wie sich unser kleiner Abenteurer aus dem Staub macht.Ein gutes , witziges Ende.Wäre da nicht noch die letzte Seite im Buch.Wir sehen all die Sachen, die der Kleine mit hatte auf dem Boden liegen. Durcheinander, verwühlt, angeknabbert. Eichhörnchen stöbern darin. Eines macht sogar eine Kaugummiblase.Doch wo ist der Junge?Hat er auf der Flucht all seine Sachen verloren?"Sag ja nicht, ich hätte dich nicht gewarnt"kommentiert der Besserwisserbegleiter noch.Was er wohl damit meint?*Ein offenes Ende, das Kinder je nach Alter und Auffassungsgabe anders interpretieren. Es liegt dabei auch an uns Erwachsenen wie wir die letzte Seite den Kindern vorstellen. Bei den kleineren haben wir es so gehalten, dass wir die Kinder fragten :" Was meint ihr, wieso liegen die Sachen da? Einheitlich sagten die Kinder, dass der Junge beim Weglaufen die Sachen verloren hat bzw. sie weggeworfen hat um schneller / besser weglaufen zu können.Die 6 jährigen hingegen kamen dann zu dem Schluss, dass er entweder alles weggeworfen hat oder die Bären ihn dann doch noch vielleicht erwischt haben.Oder das noch andere Bären gekommen sind, die ihn dann gefressen haben.*Das Buch ist witzig und originell, sowohl im Erzählstil, als auch in den Illustrationen und bietet viel Raum für eigene Interpretationen.Das ideale Buch um mit Kindern ins Gespräch zu kommen, sie eigene Ideen und Eindrücke formulieren zu lassen.Gleichzeitig kann es in der Grundschule wunderbar eingesetzt werden um ein eigenes Ende der Geschichte zu finden / schreiben.*Unsere Jungen-Lesekinder waren erstaunlich redselig als es darum ging zu beschreiben, was ihnen an dem Buch besonders gut gefallen hat.Während die Mädchen ehr zurückhaltend reagierten überhäuften uns die Jungen mit Details. Erstaunlicherweise legten sie viel Augenmerk auf den Illustrationsstil, der eine Mischung aus Illustration des Geschehens und den skizzenhaften Eintragungen im Notizbuch kombiniert. Lustig fanden sie den unsichtbaren Besserwisser, der mit seinen Kommentaren und guten Ratschlägen auf wenig Gehör bei dem Jungen traf.*Alles in allem ein sehr witzige, originelles Bilderbuch. Ein Ratgeber, den man nicht so ganz ernst nehmen sollte. Das wiederum versteht man von ganz allein.Wir hatten alle viel, viel Spaß!

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  • Skurril und Ironisch -.irgendwie genial und sehr besonders, sozusagen abseits des Mainstreams.

    Bären beobachten

    Bücherfüllhorn-Blog

    02. March 2017 um 18:54

    Ein ganz besonderes Buch, das mir durch seinen Titel und das Coverbild auffiel. Mir gefielen die gedeckten Farben in Herbst-Naturtönen und der Hauptprotagonist sah für mich im ersten Moment wie eine Konservendose aus. Witzig, dachte ich.   Das Bilderbuch hat den Untertitel „Ein Ratgeber für Anfänger“. Nach dem ersten Durchblättern war ich gleichzeitig enttäuscht und gespannt. Ich kann es schlecht erklären. Die Geschichte kam mir in diesem Sinn nicht wie eine Geschichte vor, sondern wirklich eher als Ratgeber. Eine Ratgeber-Geschichte. Der Hauptprotagonist war gewöhnungsbedürftig, und auch die Illustrationen. Dennoch verspürte ich im ersten Moment, dass ich hier etwas ganz besonderes in den Händen hielt.   Aber von vorne: Die Geschichte erinnerte mich an Kanada oder sonst ein waldreiches Land, in dem es noch Bären gibt. Denn der Ratgeber in Form dieses witzig-skurrilen Bilderbuches gibt Tipps zum Verhalten, wenn man auf einen Bären trifft. Diese sind nicht immer ernst gemeint, daher ist es auch kein richtiger Ratgeber. Alles klar?   Zudem wir der Unterschied zwischen Schwarzbär und Braunbär erklärt: Zitat aus dem Buch: „Schwarzbären sind gefährlich und schwarz, Braunbären sind gefährlich und braun. Auch wenn Braunbären manchmal ein bisschen schwarz sein können und Schwarzbären ein bisschen braun.“ Keine Sorge, wenn sich das alles ein wenig verwirrend anhört. Diese Illustrationen sind genial anders als im restlichen Buch. Die Bären auf diesen zwei Seiten sind in brauner oder schwarzer Strichoptik gezeichnet, und im Hintergrund sieht man das karierte Zeichenpapier. Diese Strichoptik ist fabelhaft, das Fell der Bären bekommt so tatsächlich einen Strich, den man in einer Richtung entlang streicheln möchte.   Überhaupt sind die Illustrationen im Buch sehr vielseitig. Wie von den Bären berichtet einfach auf weißen Hintergrund in braun- oder schwarzer Strichoptik, wohingegen der Wald dichtgedrängt und sehr bunt ist. Indian Summer? Der Hauptprotagonist, ein kleiner Junge in Konservenform (so nenne ich es!) mit passender Konservenbüchse, äh, Rucksack. Oft gibt es nur weiße Hintergründe, was aufgrund der ausdrucksstarken und farbigen Illustrationen von Junge-Bär-Wald  überhaupt nicht auffällt. Man schlägt jede Seite auf und denkt „WOW“. Ich war auch irgendwie positiv fassungslos, weil mich jede Seite neu überrascht hat. Die Baumpilze oder der Fisch (Konservenfisch?) der plötzlich auftaucht, sind die I-Tüpfelchen.  Der Schluss ist überraschend herzig.   Fazit: Ein besonderes Buch, herrlich skurril. Nonsens, das macht aber nichts. Es gibt sehr wenig Text, aber die Illustrationen wirken großartig, machen die Geschichte. Sind einfach toll. Es ist aber eigentlich keine richtige Geschichte so zum durchlesen. Der Text ist zwar passend, aber zu abgehackt und mit feiner Ironie. Zum Beispiel als der Junge einem Bären begegnet, steht im Buch „Du Glückspilz“. Ich bin mir nicht sicher, ob Kinder das verstehen werden. Die Geschichte kam mir fast wie ein witziger ironischer Comic vor. Darauf lässt auch manchmal der Text schließen: „Plopp“. „Lauf“.   Deswegen würde ich sie auch nicht zum Vorlesen mit einer größeren Kindergartengruppe nehmen.  Der Text erzählt nicht unbedingt immer, was auf den Illustrationen zu sehen ist. Eigentlich ist das eine gute Sache, dafür müsste er aber ausführlicher sein. Hier wäre es leichter, man investiert vorher ein wenig Zeit um sich eine passende Geschichte auszudenken, denn ablesen funktioniert nicht. Oder was ich auch gerne mache, die Kinder anhand der Illustrationen selber erzählen lassen. Da kommen die interessantesten Geschichten dabei heraus.   Alles in allem würde ich persönlich das Buch am liebsten mit einem oder höchsten mit zwei Kinder anschauen und vorlesen. Die Illustrationen erzählen die Geschichte, vorlesen funktioniert nicht. Man sollte offen für neues, skurriles und Ironisches sein. Ich finde das Buch irgendwie genial und sehr besonders, sozusagen abseits des Mainstreams.   Irgendwie schon ein Lieblingsbuch.    

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