Mick Herron

 4 Sterne bei 178 Bewertungen
Autor von Slow Horses, Dead Lions und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Mick Herron

Englischer Humor trifft knallharte Realität: Mick Herron ist ein englischer Autor von Kriminalromanen, der 1963 in der Universitätsstadt Newcastle upon Tyne auf die Welt kam. 

Mit einem Studienabschluss in Englisch des hoch angesehenen Balliol College in Oxford in der Tasche, veröffentlichte er 2003 seinen Debütroman. In „Down Cemetery Road“ ermittelt die ehrgeizige Zoë Boehm, eine Privatdetektivin aus Oxford. Es folgten bis 2009 drei weitere Bände der Serie.

Ab 2010 tauchte der Engländer mit der Serie „Slow Horses“ in die Welt der Spionage ein. In den insgesamt sieben Bänden lässt er die ungepflegte und unhöfliche Figur des Jackson Lamb aufleben. Als Führer der langsamen Pferde ist er der Kopf eines Heeres ausgemusterter Agenten. Der zweite Band „Dead Loins“ (2013) erhielt den Gold Dagger Award der Crime Writers‘ Association. 

In den Jahren 2017 und 2018 wurde er mit zwei weiteren Preisen für den fünften Band „Spook Street“ (2017) geehrt. Neben den Serienbüchern veröffentlichte der zwischen Oxford und London pendelnde Schriftsteller drei Romane. Eins davon, „This is What Happened“, erscheint 2018 und erzählt die Geschichte der unscheinbaren 26-jährigen Maggie Barnes, die der MI5 für sich entdeckt.

Hiesige Leser kommen erstmals 2018 in den Genuss einer deutschen Übersetzung: mit „Slow Horses. Ein Fall für Jackson Lamb“.

Neue Bücher

Cover des Buches Spook Street (ISBN: 9783257300840)

Spook Street

 (2)
Neu erschienen am 29.09.2021 als Taschenbuch bei Diogenes. Es ist der 4. Band der Reihe "Jackson Lamb".
Cover des Buches Real Tigers (ISBN: 9783257246148)

Real Tigers

Neu erschienen am 25.08.2021 als Taschenbuch bei Diogenes.

Alle Bücher von Mick Herron

Cover des Buches Slow Horses (ISBN: 9783257070187)

Slow Horses

 (88)
Erschienen am 29.08.2018
Cover des Buches Dead Lions (ISBN: 9783257070460)

Dead Lions

 (72)
Erschienen am 28.08.2019
Cover des Buches Real Tigers (ISBN: 9783257300802)

Real Tigers

 (13)
Erschienen am 28.10.2020
Cover des Buches Spook Street (ISBN: 9783257300840)

Spook Street

 (2)
Erschienen am 29.09.2021
Cover des Buches Real Tigers (ISBN: 9783257246148)

Real Tigers

 (0)
Erschienen am 25.08.2021
Cover des Buches Slow Horses: Ein Fall für Jackson Lamb (ISBN: B08KS9WQ6W)

Slow Horses: Ein Fall für Jackson Lamb

 (0)
Erschienen am 07.10.2020
Cover des Buches Slow Horses: Jackson Lamb Thriller 1 (ISBN: 9781473674189)

Slow Horses: Jackson Lamb Thriller 1

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Erschienen am 27.07.2017
Cover des Buches Smoke and Whispers (ISBN: 9781569476444)

Smoke and Whispers

 (0)
Erschienen am 07.06.2011

Neue Rezensionen zu Mick Herron

Cover des Buches Spook Street (ISBN: 9783257300840)Haverss avatar

Rezension zu "Spook Street" von Mick Herron

Üble Machenschaften
Haversvor 3 Tagen

Romane, die im Spionage-Milieu angesiedelt sind, haben manchmal die Tendenz knochentrocken daherzukommen. Aber nicht so Mick Herrons Reihe um die „Slow Horses“. Auch in „Spook Street“, Band 4 der Reihe, brilliert der Autor mit einer fesselnden Story, schrägen Charakteren, ironisch-bissigem Humor und deutlichen Seitenhieben auf das Verhalten der politischen Strippenzieher, denen es weniger um die Sicherheit des Landes als vielmehr um die Sicherung der Pfründe und die Zementierung ihrer Posten geht.

Falls jemand die Reihe (noch) nicht kennt, hier ein kurzer Überblick. Die Slow Horses sind „gefallene“ Mitarbeiter des englischen Geheimdienstes, die entweder wegen eines gravierenden Fehlers bei einer Operation und/oder persönlichem Fehlverhalten ausgemustert wurden und nun ihre Zeit bis zum gewollten oder ungewollten Ausscheiden unter der Leitung von Jackson Lamb - keine Manieren, aber messerscharfer Verstand – in dem heruntergekommenen Slough House absitzen. Wer nun aber glaubt, dieser Umstand würde die Truppe zusammenschweißen, ist auf dem falschen Dampfer. Jeder für sich und der MI5 gegen alle. Es sei denn, jemand aus ihrer Mitte ist in unmittelbarer Gefahr, dann sind sie gemäß ihren Fähigkeiten zur Stelle.

Alles beginnt mit einer Bombenexplosion in einem Einkaufszentrum, die auf den ersten Blick keinen Bezug zu der eigentlichen Storyline zu haben scheint.

River Cartwright (einer der Kaltgestellten) fährt aufs Land, möchte seinen Großvater Dave, besuchen, ehemals die Nummer 2 im MI5 und derjenige, von dem er alles gelernt hat, was ein Spion können und wissen muss. Mittlerweile ist er alt, tüttelig und vergesslich, aber ist er so durcheinander, dass er den Besucher, der an seiner Tür klingelt und sich als seinen Enkel ausgibt, tötet? Auf den ersten Blick weisen alle Indizien darauf hin, dass der Tote River ist, denn die Leiche vor dem Cottage ähnelt ihm verblüffend. Von Dave fehlt seither jede Spur.

Doch der Schein trügt, River lebt und setzt alles daran, die Identität des Toten zu klären, herauszufinden, was dieser von seinem Großvater wollte. Er taucht ab, benutzt die Fahrkarte nach Frankreich, die der Tote bei sich hatte und findet in einem abgelegenen Dorf Informationen zu einem schmutzigen Geheimdienst-Projekt aus der Vergangenheit, die nicht nur ihm Übelkeit verursachen…

Wie immer ein mehr als kritischer und entlarvender Blick des Autors auf die Arbeit der Geheimdienste. Nachdrücklich empfohlen!

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Cover des Buches Spook Street (ISBN: 9783257300840)Magicsunsets avatar

Rezension zu "Spook Street" von Mick Herron

Ein spannender Spionagethriller mit britischem Humor
Magicsunsetvor 5 Tagen

„Du meinst, er hat sich Sorgen gemacht, der Park hätte eine … wie war gleich der Ausdruck, den ich dafür mal gehört habe, eine ‚erweiterte Ruhestandsregelung‘?“ (Zitat Seite 141)

 

Inhalt

Was an einem sonnigen Januartag in London als fröhlicher Flashmob von Teenagern beginnt, endet in Chaos, Tod und Trauer, als die Bombe hochgeht. Auch die Slow Horses, die Lahmen Gäule von Jackson Lamb, Mitglieder des Geheimdienstes MI5 im geheimdienstlichen Abseits, die ihre Büros in Slough House haben, beginnen zu ermitteln. Doch River Cartwright hat noch weitere Sorgen. Es geht um die Frage, was eigentlich passiert, wenn ein ehemaliges führendes Mitglied eines Geheimdienstes alt wird und damit vergesslich und zunehmend verwirrt. Ist sein Großvater David Cartwright, ehemals die mächtige Nummer Zwei im britischen Geheimdienst, noch in der Lage, alle seine Geheimnisse zu bewahren, oder erzählt er bald jedem seine Lebensgeschichte? Wie wird der Service mit dieser Situation umgehen?

 

Thema und Genre

In diesem spannenden Spionagethriller geht es um Geheimdienste, Intrigen, Geheimnisse und Entscheidungen, die in der lange zurückliegenden Vergangenheit getroffen wurden und deren Auswirkungen nun die Gegenwart beherrschen.

 

Charaktere

Die Slow Horses sind ein Team aus sehr speziellen Einzelkämpfern, wobei das Wort Team meistens nicht zutrifft, schon gar nicht auf den schwierigen, exzentrischen Jackson Lamb, der diese Gruppe leitet. Doch wenn Gefahr droht, wird auch er aktiv und zieht die Fäden seiner weitreichenden Verbindungen im Hintergrund. Wer Jackson Lamb und die Slow Horses unterschätzt, macht einen großen Fehler und wer denkt, sie aufhalten zu können, ebenfalls.

 

Handlung und Schreibstil

Auch dieser vierte Band aus der Serie um Jackson Lamb und seine Slow Horses ist eine abgeschlossene Geschichte. Diesmal stellen die gluckernden Rohre der alten Heizung am Beginn der Handlung alle Mitglieder des Teams und auch die Neuzugänge im Slough House vor und durch diese originelle Art der Vorstellung erhält man alle notwendigen Informationen. Nach dem tödlichen Anschlag im Shoppingcenter Westacres recherchieren auch die Slow Horses intensiv und ehrgeizig, suchen nach der Herkunft und den Motiven für die Tat des Selbstmordattentäters. Doch es gibt einen zweiten Fall mit Ereignissen, die parallel verlaufen und abwechselnd geschildert werden, was die Geschichte zu einem sehr spannenden Pageturner macht.

 

Fazit

Ein packender, vielschichtiger Spionageroman. Action, elegant-fiese Intrigen, überraschende Wendungen, Humor, großartige Figuren und ebensolche Dialoge und Szenen garantieren spannende Lesestunden.  

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Cover des Buches Dead Lions (ISBN: 9783257070460)heinokos avatar

Rezension zu "Dead Lions" von Mick Herron

Langatmig trotz typisch britischen Humors
heinokovor 6 Tagen

 

Als bekennender Diogenes-Fan lese ich jedes Buch aus diesem Verlag, egal welches Genre, mit nie versiegender Neugier. So auch diesen Roman, der mich schon allein mit seiner Haptik anspricht – perfekt glattes, hochwertiges Papier, das bei jedem Umblättern erneut erfreut. Doch das Lesen wurde mir nicht leicht gemacht. Und übrig blieb letztendlich Enttäuschung. 

 

Im Slough House residieren abgehalfterte MI5-Agenten, die aufgrund ihres Versagens auf das  Abstellgleis geschoben wurden. Chef dieser Slow Horses ist der faul-eigenwillige Jackson Lamb. Langeweile herrscht im Slough House. Doch als zwei von diesen Ehemals-Agenten einen russischen Oligarchen beschützen sollen und ein ehemaliger Spion aus früheren Zeiten tot aufgefunden wird, kommt Bewegung in die Geschichte. Denn russische Schläfer, Dead Lions, könnten aus ihrem Schlaf erweckt werden, und ausgerechnet die Agenten, denen keiner etwas zutraut, sind mittendrin dabei.

 

Der erste Teil des Buches zieht sich, so als hätte sich die Langeweile der Slow Horses auch auf den Buchseiten ausgebreitet. Dass die Perspektiven so oft wechseln, macht das Lesen nicht gerade leichter. Irgendwie geht es geschwätzig hin und her, ohne dass irgendetwas passiert. Öde. Mehrmals unterbrach ich die Lektüre mit einem anderen, packenderen Buch. Wenn ich nach Wochen wieder neu startete mit dem Lesen, war es schwierig, sich wieder in die Handlung einzufinden. Glücklicherweise gibt es zu Beginn des Romans ein kleines Personenverzeichnis sowohl der Slow Horses als auch der erfolgreichen Agenten im Hauptsitz Regent’s Park, was mir half, auch nach einer Lesepause wieder die Übersicht zu gewinnen. In Teil 2 wird es insgesamt spannender und lebendiger, aber doch nicht genug, um die Enttäuschung aus Teil 1 aufzuwiegen. Einzig der immer wieder durchblitzende, sehr spezielle britische Humor ließ mich das Buch bis zum Ende lesen.

 

Fazit: Enttäuschend langweilig und verwirrend, trotz immer wieder aufblitzenden britischen Humors. 

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