Mick Herron

 3.6 Sterne bei 66 Bewertungen
Autor von Slow Horses, Slow Horses: Jackson Lamb Thriller 1 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Mick Herron

EnglischerHumor trifft knallharte Realität: Mick Herron ist ein englischer Autor von Kriminalromanen, der 1963 in der Universitätsstadt Newcastle upon Tyne auf die Welt kam. Mit einem Studienabschluss in Englisch des hoch angesehenen Balliol College in Oxford in der Tasche, veröffentlichte er 2003 seinen Debütroman. In „Down Cemetery Road“ ermittelt die ehrgeizige Zoë Boehm, eine Privatdetektivin aus Oxford. Es folgten bis 2009 drei weitere Bände der Serie. Ab 2010 tauchte der Engländer mit der Serie „Slow Horses“ in die Welt der Spionage ein. In den insgesamt sieben Bänden lässt er die ungepflegte und unhöfliche Figur des Jackson Lamb aufleben. Als Führer der langsamen Pferde ist er der Kopf eines Heeres ausgemusterter Agenten. Der zweite Band „Dead Loins“ (2013) erhielt den Gold Dagger Award der Crime Writers‘ Association. In den Jahren 2017 und 2018 wurde er mit zwei weiteren Preisen für den fünften Band „Spook Street“ (2017) geehrt. Neben den Serienbüchern veröffentlichte der zwischen Oxford und London pendelnde Schriftsteller drei Romane. Eins davon, „This is What Happened“, erscheint 2018 und erzählt die Geschichte der unscheinbaren 26-jährigen Maggie Barnes, die der MI5 für sich entdeckt. Hiesige Leser kommen erstmals 2018 in den Genuss einer deutschen Übersetzung: mit „Slow Horses. Ein Fall für Jackson Lamb“.

Alle Bücher von Mick Herron

Slow Horses

Slow Horses

 (64)
Erschienen am 29.08.2018
Slow Horses: Jackson Lamb Thriller 1

Slow Horses: Jackson Lamb Thriller 1

 (2)
Erschienen am 08.10.2015
The Drop

The Drop

 (0)
Erschienen am 01.11.2018
Smoke and Whispers

Smoke and Whispers

 (0)
Erschienen am 07.06.2011

Neue Rezensionen zu Mick Herron

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Rezension zu "Slow Horses" von Mick Herron

Man wartet schon jetzt gespannt auf den zweiten Band aus der Reihe
WinfriedStanzickvor 17 Tagen


 

 

Wieder haben die Mitarbeiter des Diogenes Verlags einen Autor und eine Reihe ausgegraben, die in ihrem Herkunftsland seit 2010 große Erfolge feiert und nun auch in lockerer Folge dem deutschsprachigen Publikum präsentiert werden soll.

 

Die Rede ist von dem englischen Schriftsteller Mick Herron, der mit seiner Jackson Lamb Serie seit 2010 erfolgreich ist.  Nun ist in der Übersetzung von Stefanie Schäfer der erste Band erschienen.

 

In ihm wird eine ungewöhnliche Truppe von Geheimagenten vorgestellt. Sie residieren im sogenannten „Slough House“ und werden innerhalb des MI 5 die „Slow Horses“ genannt. Unter der Führung von Jackson Lamb, der selbst dorthin strafversetzt worden ist, beschäftigen sich ehemalige Topagenten, die bei irgendeiner Sache versagt haben oder unverzeihliche Fehler begangen haben, mit relativ nutzlosen Schreibtischarbeiten. Die Führung des MI 5 hofft sie dadurch loszuwerden, dass die slow horses vor lauter Langeweile und Frust ihren Job kündigen.

 

Unter ihnen ist auch River Cartwright aus einer im MI 5 wohlbekannten Agentenfamilie (sein Großvater war ein hohes Tier und hat immer noch großen Einfluss). Nach einem Übungseinsatz in einer Londoner U-Bahn-Station, bei dem Rivers einen mit einem Sprengstoffgürtel bewaffneten Terroristen stoppen soll und kläglich versagt, weil er die Farben der Oberbekleidung des Attentäters verwechselt hat, entgeht er nur durch die Fürsprache seines Großvaters der Entlassung und wird ein lahmer Gaul. Er ist davon überzeugt, dass ihm ein nicht wohlgesonnener Kollege hier absichtlich falsche Angaben übermittelt hat, um ihn kaltzustellen.

 

Misstrauen dieser Art ist der Kitt, der diese Gurkentruppe zusammenhält. Keiner traut dem anderen so recht über den Weg und jeder trägt zunächst sein Geheimnis, warum er in Slough House gelandet ist, alleine mit sich herum.

 

Als ein pakistanischer Jugendlicher entführt wird, wittert River Cartwright seine Chance und beginnt zusammen mit anderen lahmen Gäulen auf eigene Faust zunächst hinter dem Rücken seines Chefs Jackson Lamb zu ermitteln. Der wiederum hat mit der Vizechefin des MI 5, Diana Taverner, genannt Lady Di, einige alte Hühnchen zu rupfen. Ein großer Misthaufen aus Misstrauen und  Korruption wird sich im Laufe der Handlung auftun

 

Die slow horses, die sich im Laufe einer spannenden und auch sehr verwickelten Handlung immer näher kommen, werden zunächst von Mick Herron ausführlich und nacheinander vorgestellt. Auch die Gründe, warum sie strafversetzt wurden kommen zur Sprache. Das dauert, aber im ersten Band einer Serie ist dies sicher sinnvoll, auch wenn in den nächsten Bänden mit Sicherheit wieder neue Leute dazukommen werden, denn im Laufe der Handlung werden zwei Mitarbeiter von Jackson Lamb ihr Leben verlieren.

 

Es wird sich herausstellen, dass der Fall des entführten pakistanischen Jungen alles andere ist als das, wonach er zunächst ausgesehen hat. Die angebliche Gurkentruppe schlägt sich recht gut und auch Jackson Lamb bringt so manches Schäfchen bei Lady Di ins Trockene.

 

Eine verwickelte Handlung mit vielen Personen und Figuren und mit vielen Detailinformationen aus dem Inneren des MI 5 fordert die große Aufmerksamkeit des Lesers, der sich aber dennoch kaum von diesem Thriller losreißen kann und atemlos dem Ende entgegenliest.

 

Man wartet schon jetzt gespannt auf den zweiten Band aus der Reihe, der in England 2013 unter dem Titel „Dead Lions“ erschienen ist. Ich erwarte ihn im Herbstprogramm 2019 bei Diogenes.

 

 

 

 

 

 

 

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niggeldis avatar

Rezension zu "Slow Horses" von Mick Herron

Spannender Spionagethriller
niggeldivor 22 Tagen

River Cartwright ist ein “Slow Horse“, ein aufgrund eines fatalen Fehlers ausgemusterter MI5-Agent. Seine tägliche Arbeit besteht darin, sinnlose Transkriptionen zu verfassen, Müllsäcke zu durchforsten und im Büro zu hocken. Dafür ist er kein Agent geworden, er will richtige Arbeit leisten.  Er wähnt seine Chance gekommen, als ein britischer Student mit pakistanischem Migrationshintergrund entführt wird. Doch als River zu recherchieren beginnt, stößt er auf viel Widerstand und liefert sich ein Wettrennen gegen die Zeit. 

Das Cover ist nicht unbedingt mein Fall, mir wäre etwas mit mehr Spannung lieber gewesen.

Der Schreibstil ist angenehm und die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Durch die vielen Beschreibungen fühlt man sich, als wäre man selbst vor Ort und würde alles hautnah miterleben. Der Fall ist aufregend, wenn er auch manchmal ein bisschen schleppend vorankommt. Dies wird aber durch die vielen unerwarteten Spannungsmomente wieder wett gemacht. Die Charaktere sind authentisch dargestellt und wecken Sympathie als auch Abneigung.
Die Auflösung ist sehr überraschend, was mir sehr gut gefällt.

Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und gebe 4,5 Sterne.

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ChattysBuecherblogs avatar

Rezension zu "Slow Horses" von Mick Herron

Slow? Oh ja, very slow!!!
ChattysBuecherblogvor 25 Tagen

Selten habe ich einen Krimi gelesen, bei dem ich so schwer in die Geschichte gefunden habe. Große Verwirrung, seltsame Protagonisten, und eine schwer verständliche Geschichte. Hm... das war nun wirklich eine Herausforderung.

Wer bei diesem Titel an langsame Pferde oder ähnliches denkt, ist leider fehl am Platz. Der Titel bezieht sich auf eine Abteilung von aussortierten MI5 Agenten. Ob es sowas überhaupt gibt, kann ich leider nicht beurteilen. Für mich war diese Darstellung nicht wirklich spannend. So wie ich auch die Protagonisten ziemlich nichtssagend fand.

Ich hatte das Gefühl, dass der Autor unbedingt eine tolle Story erzählen wollte, aber es einfach nicht so richtig rüber bringen konnte. Ich fand es ziemlich langatmig und war auch mehrfach versucht, das Buch abzubrechen.

📚 Fazit 📚

 Da ich schon jahrelang eine wahre Krimitante bin, wollte ich mir dieses vom Daily Mail hochgelobte Buch einfach nicht entgehen lassen. Im Nachhinein kann ich jedoch sagen, dass man es nicht unbedingt gelesen haben muss. Wenig Spannung, uneingängliche Protagonisten und eine Story, die leider erst im letzten Drittel in Fahrt kommt.

Für mich war es eine Enttäuschung. Schade!


Meine komplette Rezension findet ihr hier:

https://chattysbuecherblog.blogspot.com/2018/10/slow-herron.html

Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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