Mick Saunter

 4 Sterne bei 8 Bewertungen
Autorenbild von Mick Saunter (©)

Lebenslauf von Mick Saunter

Mick Saunter flog mit sechzehn vom Gymnasium, wurde Eisenwarenkaufmann, war Funker beim Bund, fuhr Lkw, verkaufte Versicherungen und reparierte Autos. Lernte das Tischler-Handwerk, gründete eine Familie, studierte Holztechnik, und plante über viele Jahre Läden. In der Lebensmitte lernte er eine Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung kennen. Das veränderte in seinem Leben alles: Er begann mit ihnen zu arbeiten, leitete die Arbeitstherapie in einer Suchthilfeklinik, und lebte als Heimleiter gemeinsam mit Menschen, die ständige Betreuung brauchen. Lernte, wie unendlich wichtig es ist das Leben mit dem zu verbringen, was man wirklich will - und fing mit fast Sechzig an zu schreiben. Er ist leidenschaftlicher Motorradfahrer, singt manchmal, und kocht gerne und gut.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Zweimal Fish and Chips, please!" von Mick Saunter

Wenn einer eine Reise tut...
Los_Angelesvor 19 Stunden

Meine Rezension

«Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen», so sagte einmal der Deutsche Dichter Matthias Claudius. Wenn dieser jemand dann auch noch vom Chiemsee bis zum äussersten Westen Irlands reiste und dabei noch seine Frau dabei hat, ja und wenn er diese 5253,2km lange Reise auch noch mit einem Motorrad macht, ja, dann kann er wahrlich viel erzählen. So geschehen im Buch «Zweimal Fish and Chips, please!» von Mick Saunter.

Mick Saunter mit seiner 35-jährigen Yamaha XJ 750, Helga mit ihrer nagelneuen 750er Honda Spirit, entschliessen sich die beiden Rentner «on the road» zu gehen und eine Tour von Deutschland quer durch Europa bis nach Irland zu machen. Da nur wenige Dinge geplant werden, beginnt für die Beiden ein Abenteuer, welches sie so schnell nicht vergessen werden.

Der Reisebericht folgt dem Ehepaar auf ihrer Tour durch Deutschland, Frankreich, England und Irland (und auf der Rückreise weitere Länder wie Belgien). Mick Saunter hält dabei Gedanken, Überlegungen aber auch gemachte Erlebnisse fest, welche den Leser gleichermassen faszinieren und zum Schmunzeln bringen. Dabei lässt er kaum etwas aus; wer möchte, könnte sogar die Anzahl «Nase pudern» (= Pinkelpausen) mitzählen. Doch dies macht das Buch gerade so lesenswert. Der Autor gibt dem Leser sämtliche Informationen, die er erlebt hat. Kurz du bündig. Der Leser kann dann selber entscheiden, was ihm wichtig ist und was er schneller durchlesen möchte. Trotz all dieser Infos tendiert der Bericht an keiner Stelle dazu, zu langatmig zu werden – im Gegenteil. Er ist stets unterhaltsam.  

Einen wichtigen Stellenwert hat natürlich das Motorrad im Bericht. Klar, der Untertitel lässt schon darauf schliessen («Mit dem Motorrad durch Irlands Westen und Südengland»), doch zeigt Mick Saunter hier, dass er ein ‘Mopped’-Kenner ist. Immer wieder werden Anekdoten von ihm, seiner Frau oder Menschen, die sie unterwegs getroffen haben, eingebaut. Mir als nicht Motorradkenner – ich fahre selbst nur einen Roller Peugeot Speedfight 2 – sagten all die Bezeichnungen wenig. Dennoch war es interessant zu lesen, wie unterschiedlich die Motorräder doch sind, obschon sich «nur» die Nummern ändern (eine Yamaha XJ 750 ist offenbar deutlich seltener als eine 900er).

Wer viele geschichtliche Hintergrundinformationen zu Städten oder Denkmälern erwartet, oder eine Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten, aufgelistet nach Nähe zum Zentrum und Preis, möchte, der wird mit diesem Buch kaum glücklich. Aber das ist auch kaum die Aufgabe eines Reiseberichts. Dieses Buch zeigt die Reise, wie sie war – ungeschminkt und mit allen Auf und Abs, die die Beiden erleben durften. Durch den Schreibstil von Mick Saunter – er baut immer wieder Dialektworte oder Englische Sätze und Ausdrücke ein – bekommt das Buch etwas lockeres, alltägliches. Es liest sich sehr schnell und die Informationen, welche dem Leser vermittelt werden, sind leicht zu verdauen. Mir persönlich gefällt der Schreibstil sehr.


Mein Fazit

Der Reisebericht weckt bei allen, die schon mal in Irland waren, Erinnerungen. Mick und Helga fahren immer wieder – im Linksverkehr, welcher so seine Tücken hat – auch zu bekannten Sehenswürdigkeiten und lassen den Leser an ihren Gedanken über diese Sehenswürdigkeiten teilhaben. Der Titel selbst, passt übrigens wunderbar zum Buch. Fish and Chips ist nicht nur das inoffizielle Nationalgericht, es schmeckt den Beiden auch ausgezeichnet und ist auch dann noch zu haben, wenn eigentlich schon alle Restaurants geschlossen sind.

Wenn einer eine Reise tut, diese schriftlich festhält und veröffentlicht, dann haben ganz viele auch was von der Reise. Ein toller Reisebericht für alle ‘Mopped’-Fans (und solche, dies noch werden wollen).

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Rezension zu "Zweimal Fish and Chips, please!" von Mick Saunter

Amüsant zu lesen
SiWelvor 13 Tagen

Helga und Mick machen im Rentenalter ihre erste Motorradreise. 5253,2 km vom Chiemsee quer durch Europa bis in den äußersten Südwesten Irlands und zurück.

Da ich selbst einmal begeisterte Motorradfahrerin war habe ich mich darauf gefreut die beiden bei ihrer Tour in dem ebook  Zweimal Fish and Chips, please! von Mick Saunter begeleiten zu dürfen. Es fängt auch sehr amüsant an, man nimmt an Micks und Helgas Leben teil, erfährt im Laufe des Buches einige Schmankerl aus ihrer Jugendzeit, bekommt neues Wissen über Motorräder und nicht zu vergessen gibt es auch interessantes über Land und Leute zu berichten.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, eher auf Kumpelbasis, wodurch es mir aber gerade gut gefällt. Der Erzählstil passt hier perfekt. Es liest sich nur so weg und zaubert einem an vielen Stellen ein Grinsen ins Gesicht. Die beigefügten Landschaftsfotos kommen hier sehr gut zur Geltung, was bei einem ebook leider nicht immer gegeben ist. Zu Micks weiteren Unterhaltung zählen noch zahlreiche persönlichen Fotos und einige Cartoons.

Ich für meinen Teil fand den Bericht amüsant und unterhaltsam.

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Es geht um die Erfüllung eines lang gehegten Traums: eine Motorradreise. Dieser wird nun im Rentenalter verwirklicht und als Ziel wurde Westirland und Südengland ausgesucht. Trotz Gegenwind und ersten Pannen ging die Reise los und die Briten werden auf ihrer Insel besucht. 

Der Schreibstil unterscheidet sich nicht von den selbst verfassten Urlaubsberichten, die der ein oder andere nach jeder Reise zu schreiben pflegt. Technische Informationen und nützliche Hinweise gibt es auch. Doch mir leider zu wenig für einen Reisebericht, bei dem ich neben den persönlichen Erlebnissen naturgemäß auch mehr über die Länder und Gegenden erfahren möchte. Das war weniger gegeben. 

Zudem kommt sehr viel „Denglisch“ vor, was aus meiner Sicht unnötig ist. Ausserdem werden manche Gesprächsteile mal auf englisch wiedergegeben, mal nur kurz auf deutsch zusammengefasst. Hier fehlte die Stringenz.

Selbstgeschossene Bilder aus dem Urlaub runden das Urlaubsbericht-Feeling ab. Hier wurde mehr Wert auf die menschlichen Begegnungen als auf die Umgebung gelegt. 

Der Autor Mick Saunter samt seiner Frau kommen authentisch daher, was auch durch Einschübe und Kommentare, die auch teilweise auch auf den Schreibprozess eingehen, unterstützt wird; diese zeugen von einer sehr humorvollen Beziehung. Aber auch hier finde ich es wieder problematisch, dass in der Zeit hin und hergewechselt wird, ohne es groß anzukündigen.

Bei einem Preis von 15,99€ für ein Taschenbuch kann meiner Meinung nach mehr erwartet werden, sowohl vom Schreibstil wie auch von den Informationen. Ich fühlte mich gut unterhalten, habe aber nicht wirklich etwas von dem Westen Irlands oder Südengland gelernt, somit ist es für mich einfach ein netter Urlaubsbericht, wie man ihn auch von Freunden bekommt.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Zweimal Fish and Chips, please!: Zwei Rentner auf ihrem ersten Roadtrip: Mit dem Motorrad durch Irlands Westen und Südengland (ISBN:undefined)

Moin!

Ich verlose zehn E-Books meines Reiseberichts "Zweimal Fish and Chips, please!", in dem ich von dem ersten Roadtrip meiner Frau Helga und mir mit unseren Motorrädern erzähle: 5253,2 km on the Road - von einem Dorf am Chiemsee nach Dingle, im äußersten Südwesten Irlands; und zurück durch die wunderbaren Landschaften Südenglands. 

Für Moppedfahrer - aber genauso für alle anderen! Viel Spaß!

Ich liebe Reiseberichte - wenn sie sich nicht zu sehr in Details verstricken: Wenn ich davon was will, kaufe ich mir einen Reiseführer. 

Aber wie es jemand auf einer Reise ergangen ist, was für Menschen er dabei getroffen hat, und was die Zeit unterwegs mit ihm angestellt hat - DAS interessiert mich brennend! Und ich weiß: Anderen geht es genau so.

Also habe ich auf dem ersten richtigen Motorrad-Roadtrip meines Lebens ein kleines Tagebuch geführt, mich nach der Rückkehr hingesetzt, und unsere Erlebnisse aufgeschrieben.

Ich freue mich riesig darauf zu lesen, was es mit Euch macht - egal, ob ihr auf'm Mopped, in Dosen (Autos) oder per Pedes unterwegs seit.

Herzliche Grüße!

Mick

www.saunter.de

64 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Siebenteilige Reihe um den Salzburger Kommissar Konstantin Manner / Manner sieht rot (ISBN:undefined)

E-Book - Verlosung!

Ein toter junger Mann am Untersberg, und Ziegenhaare in den Bäumen. Eine schrecklich zugerichtete Leiche, am Haken eines Chiemsee-Fischers. Eine junge Frau, die ihre Erfüllung in völliger Unterwerfung findet, zwei verschwundene Mitarbeiter einer Behinderteneinrichtung, ein seltsamer SM-Club in Tirol - und Manner vom LKA Salzburg hat null Ahnung, was das alles eigentlich soll.

Ich freue mich auf die Gewinner von 20 E-Books!

"Manner sieht rot" ist der erste Teil einer auf sieben Teile angelegten Kriminalroman/Thriller-Reihe um den Salzburger LKA-Ermittler Major Konstantin Manner. Neben den Verbrechen, in denen es um Mord, Erpressung, Gewalt, Verzweiflung und Rachsucht geht, nehmen in der Reihe Themen des Zeitgeschehens wichtige Rollen ein: Es geht um Rechtsextremismus, Terrorismus, Migration, Korruption, psychische Erkrankungen, sexuelle Obsessionen, Sucht, Behinderungen  - und Manners Suche nach dem wirklichen Sinn seines Lebens. Die Handlungen führen an verschiedene Orte, haben Bezug zu den unterschiedlichen Regionen und Ländern. 

Der Leser begleitet den Protagonisten zum einen bei seinen kriminalistischen Ermittlungen, zum anderen auf seiner über sieben Jahre dauernden Entwicklung auf der Suche nach sich selbst - deshalb hat die Serie auch den Obertitel "Manners Suche"; wobei Suche auch bedeutet´dass er seinen Antagonisten verfolgt, dem er hier das erste Mal begegnet. Der ihn im zweiten Fall, "Manner entspannt sich", in tiefste Verzweiflung stürzt - und mit dem ihn eine unheilvolle Vergangenheit verbindet, von der Manner nichts weiss. 

Was meinen Roman von anderen unterscheidet ist vielleicht, dass Menschen mit geistiger Behinderung die entscheidende Rolle spielen - und Manners Weltbild völlig über den Haufen werfen. Und, da sind dann auch noch die Frauen, die... ach quatsch: Lest gefälligst selbst!

Bin sehr gespannt, und freue mich darauf mich mit euch über mein Buch rege auszutauschen!

Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, dann schaut doch bitte auf meine Website - da gibt es auch eine erste Leseprobe.

www.saunter.de



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