Mickey Spillane

 3.7 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Das Ende der Straße, Die Töchter der Nacht und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Das Ende der Straße" von Mickey Spillane

Cooler Hard-boiled-Krimi mit charmantem Raubein
Soerenvor 6 Monaten

Ab und an muss es mal ein schöner Hard-boiled-Krimi sein. Diesmal habe ich mich für den Mike-Hammer-Erfinder Mickey Spillane und sein „Ende der Straße“ entschieden. Darin geht es um den New Yorker Ex-Cop Jack Stang, der zwanzig Jahre lang dachte, seine große Liebe wäre bei einem Autounfall gestorben. Dann erfährt er, dass die Frau noch lebt und unter anderem Namen in einem Rentnerparadies in Florida lebt. Dummerweise hat sie bei dem damaligen Unfall ihr Gedächtnis verloren. Dennoch zögert Jack nicht lang, in ihre Nähe zu ziehen. Zumal seinerzeit einige zwielichtige Mafiagestalten hinter der Frau her waren und vermutlich auch jetzt noch keine Ruhe geben. Kaum ist er vor Ort, lassen die üblen Verwicklungen nicht lang auf sich warten.

Die Geschichte ist von der ersten Seite an spannend erzählt. Es gibt keine Schnörkeleien oder Beschönigungen. Stattdessen nur nüchtern-trockene, stellenweise sehr sarkastische Schilderungen in bester 40er-Jahre-Krimi-Manier. Nur, dass diese Geschichte im neuen Jahrtausend spielt. Den atomaren Subplot fand ich zwar etwas übertrieben, aber davon abgesehen war es eine hervorragende Unterhaltungen mit viel Mord, Verrat und Polizeiromantik, die zu keiner Zeit langweilig war. An diesem Spätwerk von Mickey Spillane merkt man deutlich, dass der Autor schon lange im Geschäft war und genau wusste, was er tat. Das i-Tüpfelchen folgte beim Hörbuch dann noch in Form von Reiner Schöne, jenem raustimmigen Sprecher, der normalerweise Sam Elliot, Willem Dafoe oder Harvey Keitel synchronisiert. Er passte hier buchstäblich wie die Faust aufs Auge und liefert noch dazu eine Bestleistung ab. So geht Krimi.

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pardens avatar

Rezension zu "Das Sündenregister: Biblio-Mysteries 13" von Mickey Spillane

Gestatten: Mike Hammer...
pardenvor 3 Jahren

GESTATTEN: MIKE HAMMER...

Der raubeinige Privatdetektiv Mike Hammer ist überraschenden Besuch in seinem Büro gewöhnt. Doch nun überschlagen sich die Ereignisse. Unbekannte Polizisten und bekannte Gangster geben sich die Klinke in die Hand - und alle sind nervös. Denn Don Nicholas Giraldi ist tot, der Mafia-Pate aus New York. Hier geht es nicht nur um die mögliche Nachfolge, sondern hier geht es vor allem um ein Buch. Ein höchst brisantes Buch, das alle fürchten, denn es handelt sich hierbei um die geheimen Aufzeichnungen des Paten, in denen alle Namen und Taten verzeichnet sein sollen, mit denen Giraldi im Laufe der Zeit zu tun hatte...


"Der Don hatte lange Zeit die Fäden in der Hand... seit Ende der vierziger Jahre, um genau zu sein. In einigen Dingen war er nach heutigen Maßstäben bis zum Schluss ein wenig altmodisch. Eine seiner besonders kauzigen Angewohnheiten bestand darin, sich über jedes Geschäft, jede Vereinbarung, die er traf, handschriftlich Notizen zu machen. Kein Mensch weiß ganz genau, was in diesem Buch stand."


Doch dieses Buch ist verschwunden. Und Mike Hammer erhält jetzt von verschiedenen Seiten die ehrenvolle Aufgabe, sich auf die Suche nach dem Buch zu machen. Dem Privatdetektiv ist klar, dass er kaum eine Chance hat, heil aus dieser Sache herauszukommen. Zu viele Interessen prallen hier aufeinander, und jeder Mitwisser ist einer zu viel...

Als ich zu Beginn der Lektüre die Worte 'Mafia' und 'Privatdetektiv' las, verzog ich ehrlich gesagt erst einmal das Gesicht. Beides reizt mich in der Regel nicht sonderlich, aber ich muss gestehen: hier lohnte sich das Weiterlesen! Dies lag zum einen sicherlich an der raubeinigen Art von Mike Hammer, der mich mit seinem Zynismus und seinen coolen Sprüchen immer wieder zum Lachen brachte - nicht zuletzt bekamen hier auch Politik und Religion gehörig ihr Fett weg. Zum anderen war es aber auch die interessante Thematik, die wirklich Spannung erzeugte. Was war das für ein Buch? Wer konnte es haben? Was stand wirklich darin? Wie konnte der Privatdetektiv seine eigene Haut retten? Und wie viele Tote würde es letztlich geben?


"Der Krieg hat mir gezeigt, dass Gott das alles entweder ziemlich egal ist oder er einen schrägen Sinn für Humor hat."



Wie die Informationen über die Autoren berichten, hat Mickey Spillane im Laufe seines Lebens zahlreiche Romane mit dem Privatdetektiv Mike Hammer verfasst. Diese Geschichte schrieb nach Spillanes Tod sein langjähriger guter Freund Max Allan Collins zu Ende, den er als 'literarischen Erben' eingesetzt hatte. Es ist der Erzählung kein Bruch anzumerken - ich hätte nicht sagen können, wo der eine aufgehört und der andere den Faden aufgenommen hat.  Auch wirkt die Figur des Mike Hammer ausgereift, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass es eben nicht das erste Buch mit dem Privatdetektiv ist.

Insgesamt hat mich diese Folge der Biblio-Mysteries deutlich besser unterhalten als ich anfangs erwartet hatte. Dies war bereits der vorletzte Band der Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

Nun freue ich mich auf die letzte Folge der Reihe!


© Parden

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JimmySalarymans avatar

Rezension zu "Das Ende der Straße" von Mickey Spillane

Rezension zu "Das Ende der Straße" von Mickey Spillane
JimmySalarymanvor 7 Jahren

Spillane schrieb die ersten 11 Kapitel und starb, Max Collins schrieb den Rest. Tja, was liegt vor? Derbe Kost, wie wir sie lieben. Ein völlig desolates Frauenbild (von Feminismus hatten die bestimmt zu ihren Lebzeiten nie was gehört oder ihn einfach ignoriert) Vigilantismus, dicke Knarren und Rachegedanken, die rasch in die Tat umgesetzt werden (ohne Bedenken wohlgemerkt). Hier durften Männer noch Männer sein, saufen, prügeln, rumhuren, einer femme fatal verfallen, sich gegenseitig abknallen, Autos kaputtfahren, die Kontrolle verlieren. Hemingway hat Spillane gehasst, weil der immer mehr von seinem Pulp verkauft hat als er mit seinen weinerlichen Männlichkeitsepen, aber Spillane war eben ein tough guy, der mit der Schulter zuckte und Bücher nicht für die Kritiker geschrieben hat, "denn die zahlten nicht". Hemingway hat nur Laien ausboxen können und sich im Krieg die Uniform der kämpfenden Truppe ausgeliehen, um sich darin fotografieren zu lassen und damit in der Heimat zu prahlen. Also: Spillane all the way. Hardboiled wie es im Buche steht.

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