Mieko Kawakami

 3,9 Sterne bei 225 Bewertungen
Autor*in von Brüste und Eier, Heaven und weiteren Büchern.

Lebenslauf

MIEKO KAWAKAMI, geboren in Osaka, ist die Autorin des internationalen Bestsellerromans ›Brüste und Eier‹ (DuMont 2020). Für ihr Werk wurde Kawakami u. a. mit dem Akutagawa-Preis, dem Tanizaki-Preis und dem Murasaki-Shikibu-Preis ausgezeichnet. Ihr Roman ›Heaven‹ (DuMont 2021) stand auf der Shortlist für den International Booker Prize 2022 und ›All die Liebenden der Nacht‹ (DuMont 2023) auf der Shortlist für die National Book Critics Circle Awards 2023. Sie lebt in Tokio.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das gelbe Haus (ISBN: 9783755805830)

Das gelbe Haus

(20)
Neu erschienen am 11.08.2026 als Taschenbuch bei DuMont Buchverlag.

Alle Bücher von Mieko Kawakami

Cover des Buches Brüste und Eier (ISBN: 9783832165994)

Brüste und Eier

(93)
Erschienen am 13.08.2021
Cover des Buches Heaven (ISBN: 9783832166465)

Heaven

(61)
Erschienen am 16.08.2022
Cover des Buches All die Liebenden der Nacht (ISBN: 9783755805311)

All die Liebenden der Nacht

(32)
Erschienen am 12.08.2025
Cover des Buches Das gelbe Haus (ISBN: 9783755805830)

Das gelbe Haus

(20)
Erschienen am 11.08.2026
Cover des Buches Breasts and Eggs (ISBN: 9781509898206)

Breasts and Eggs

(4)
Erschienen am 20.08.2020

Neue Rezensionen zu Mieko Kawakami

Cover des Buches Das gelbe Haus (ISBN: 9783755805830)
malinsallys avatar

Rezension zu "Das gelbe Haus" von Mieko Kawakami

malinsally
Bedrückend

Puh, dieses Buch. Ich bin am Anfang wirklich sehr schwer reingekommen, fand es ein bischen langweilig, der rote Faden war mir nicht so ganz ersichtlich. Doch irgendwann kam der Knackpunkt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich glaube, es hat angefangen, als Hana kriminelle Geschäfte begonnen hat. Besonders spannend war die negative Charakterentwicklung von Hana. Am Anfang schüchtern, redet zu viel, denkt zu viel nach und überlegt sich für jedes Szenario einen Ausgang, und dann wird sie immer kontrollierender, wütender. Es ist schwer, noch Empathie zu haben, aber gleichzeitig habe ich sie so gut verstanden. Doch am traurigsten fand in das Ende. Ich habe mir so sehr ein Happy End gewünscht. 


SPOILER: Es hat mich so berührt, als ihre Mutter gestorben ist, Hana ihr Nachthemd in ihrer Wohnung getragen hat und den Umschlag mit Geld an sie addressiert gefunden hat. Hana hat alles versucht, um aus diesen Verhältnissen auszubrechen und am Ende dümpelt sie so vor sich hin und besucht Kimiko. Das Ende gibt einfach keine Befreiung. Es ist so negativ. Ich habe mich nach dem Lesen echt sehr bedrückt gefühlt.

Cover des Buches Das gelbe Haus (ISBN: 9783832168346)
Anirahs avatar

Rezension zu "Das gelbe Haus" von Mieko Kawakami

Anirah
Tokios unsichtbare Kinder

In „Das gelbe Haus“ zeichnet Mieko Kawakami ein meisterhaftes und zugleich beklemmendes Bild der japanischen Gesellschaft abseits der glitzernden Fassaden. Im Zentrum steht die junge Hana, die in einem gelben Haus versucht, mit der exzentrischen Kimiko und anderen jungen Frauen eine Wahlfamilie aufzubauen. Doch was als hoffnungsvoller Zufluchtsort beginnt, entwickelt sich schnell zu einer schonungslosen Milieustudie über die „Working Poor“ und den moralischen Verfall durch finanzielle Not.


Kawakami beschreibt mit fast protokollartiger Präzision, wie prekäre Lebensumstände und die Gier nach schnellem Geld durch illegale Machenschaften die menschliche Psyche korrodieren lassen. Die atmosphärische Dichte und die ungeschönte Härte der Erzählung machen das Buch zu einem eindringlichen Erlebnis. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch die Figur der Kimiko, die bis zuletzt rätselhaft und schwer greifbar wirkt, sowie das sehr offene Ende, das den Leser ohne klare Auflösung mit vielen Fragen zurücklässt. Dennoch ist es ein monumentales Werk über das Überleben am Rande der Gesellschaft.

Cover des Buches Das gelbe Haus (ISBN: 9783832168346)
renees avatar

Rezension zu "Das gelbe Haus" von Mieko Kawakami

renee
Einblicke in die Ränder der japanischen Gesellschaft

„Das gelbe Haus“. Mit diesem Buch hat es mir Mieko Kawakami nicht ganz so leicht gemacht. Dabei kenne ich die Autorin schon von ihren Büchern „Brüste und Eier“ und „All die Liebenden der Nacht“. Und beide Bücher habe ich anders, viel intensiver wahrgenommen. Dies hat aber sicher Gründe, die nicht nur in dem Buch zu suchen sind, denn in der Zeit der Lektüre hat es in meiner Familie einen krankheitsbedingten Notfall gegeben, was mich natürlich triggerte und diesem Buch wahrscheinlich nicht den ihm gebührenden Raum gegeben hat. 

Dennoch haben es die Hauptcharaktere des Buches nicht in mein Herz geschafft, ich empfand sie eher als etwas nervig, bzw. auch nicht völlig nachvollziehbar in ihrem Handeln. Nun muss man dazu sagen, dass Hana, Ran und Momoko als Figuren in dem Buch recht jung sind und sich in ihrer Findung befinden. Und wenn man sich an die jugendliche Zeit erinnert, wird man feststellen, dass man damals vielleicht auch nicht immer völlig nachvollziehbar für Andere in seinem Handeln war. Also macht dies dann wieder Sinn. „Das gelbe Haus“ verstehe ich als eine Milieustudie über sozial schwach gestellte Mitglieder der japanischen Gesellschaft, die ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Einen Platz, den wir wohl alle in unseren Gesellschaften suchen und finden. Nun haben es sozial schwächer gestellte Mitglieder der Gesellschaften nun einmal deutlich schwerer, da hier ja auch oft noch andere Dinge mitschwimmen. Denn sozial schwächer gestellt bedeutet oft auch, dass noch andere Probleme bei den Betreffenden mitschwingen, oft im psychologischen Rahmen angesiedelt. Mieko Kawakami versucht hier Charaktere zu zeichnen, die Suchende sind und für ihren vermeintlichen Platz in der Gesellschaft bereit sind Grenzen zu überschreiten. Dinge zu tun, die sich über der Grenze des Legalen befinden. Doch wenn man dem bisher fehlenden Geld und einer Stellung hinterherjagt, was ist man bereit zu tun in Gesellschaften, die den Mammon als Gott anbeten. Eine Frage, die man sich selbst beantworten kann. Und eine Frage, die Betrachtung einfordert, wenn man mit offenen Augen und Ohren unser Zeitgeschehen verfolgt. Was ist den wichtiger, ermordete Menschen, oder Öl und Uran?!?! In unseren jungen Jahren gibt es oft hehre Ziele oder eben die Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft. Und später. In späteren Jahren schauen manche von uns mit viel Bedauern auf ihr Tun. Doch Vergangenheiten können wiederkehren. Wie dies in dem Buch ja geschieht.

Unter den Gesichtspunkten auf dieses Buch zu schauen und damit auch die Wichtigkeit des Buches zu verstehen, ermöglicht im Nachhinein meine Vier-Sterne-Bewertung. Denn vom informatorischen Aspekt ist dieses Buch sehr gut. Als Milieustudie ist es ein sehr gutes Buch. Dass mir die Charaktere nicht so zugesagt haben, möchte ich mal eher als eine persönliche Bewertung verstehen, die sicher auch mit meiner persönlichen Situation während der Lektüre zu tun hatte. Vielleicht war meine Gefühlswelt anderweitig gebunden, so dass nicht mehr so viel Gefühl für die Charaktere übrig blieb.

Auch die eher kühl gehaltene Erzählung verleitet mich nicht wirklich zu einem Brennen für das Buch, für die Charaktere. Aber muss man denn immer Brennen? Wahrscheinlich nicht. Manchmal reicht es auch in eine Welt mitgenommen zu werden, die fremd und unnahbar erscheint, die aber dennoch so einiges aussagt über diese Welt. Eine Welt, in der ich kein Teil sein möchte. Es aber ja dennoch bin. Eine Welt, in der ich meinen eigenen Platz, meine eigene Stellung erschaffen kann. Mit meinen eigenen Möglichkeiten. Wie jeder von uns. Und wenn mir so eine Hana, so eine Ran, so eine Momoko, so eine Kimiko, so eine Kotomi begegnet, vielleicht kann ich deren Weg etwas ebnen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Nennt mich pathetisch. Aber genau deswegen arbeite ich in einer Psychiatrie. Und Romane betrachte ich als Lernstoff. Und dieses Buch hier ist der perfekte Lernstoff für Mitarbeiter in der Psychiatrie.

Gespräche aus der Community

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aba

LovelyBooks lädt auch im Jahr 2020 zu spannenden Challenges ein.

Und auf euch warten tolle Gewinne.
Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist natürlich 2020 wieder dabei!

Liest du gerne Bücher mit Niveau?
Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.


15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 lesen.

Es gelten nur Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.
Auch Neuauflagen – 2020 erschienen - von Klassikern.

Die Regeln:

Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an.

Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts.

Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein.

Es gelten nur Bücher (Achtung: keine Hörbücher, keine Bildergeschichten, keine Graphic Novels), die an diesem Beitrag angehängt sind!

Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Nimmst du die Herausforderung an?

Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2020 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.

Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.

Ich freue mich auf viele Anmeldungen!

Teilnehmer:

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BluevanMeer

bookflower173

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