Mieze Medusa

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Erschienen am 03.02.2012
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Erschienen am 01.06.2007

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ZwergPinguins avatar

Rezension zu "Freischnorcheln" von Mieze Medusa

Rezension zu "Freischnorcheln" von Mieze Medusa
ZwergPinguinvor 10 Jahren

Als ich dieses Buch bekam, sagte mir die Autorin gar nichts. Aber in den weiten des Internets gestöbert, fand ich recht bald die Stichworte “HipHop” und “Poetry-Slam”. Ersteres ist nicht mein Fall, bei letzterem wich meine Unkenntnis nach weiterer Recherche einer großen Bewunderung ob der sprachlichen Gewandtheit dieser Künstlerin, deren bürgerlicher Name (Wiki verräts!) Doris Mitterbacher lautet. Offensichtlich beschäftigt sie sich gern und viel mit Sprache und das Training bringt Erfolg. Zumindest in der “Kurzform” der Texte - hier nun ihre erste “Langform”, ein Roman. Zumindest nennt er sich so. “Ein Roman für alle, die noch nicht so ganz erwachsen sind, es lange Zeit nicht waren oder niemals werden wollen!” - so steht es in großen Buchstaben auf der Klappe. Damit wird schonmal deutlich, dass dieses Buch sich nicht so ernst nimmt und die Zielgruppe ist auch etwas abgesteckt. Tatsächlich ist die Sprache sehr modern (aber keineswegs flach), das “Ich” durchaus den jungen Erwachsenen zuzurechnen. Von einer Heldin kann man dabei allerdings schlecht sprechen, denn wenn auch von ihrem Run überzeugt, gelingt doch längst nicht alles so, wie geplant und das Leben funkt dazwischen.

Die Handlung selbst lässt sich schwer in Worte fassen und wenn ich es versuche, klingt es skurriler als es sich liest. Immerhin plagt sich das weibliche “Ich” mit ganz alltäglichen Problemen: Geldsorgen, Essensbeschaffung so gut wie möglich und nur so kostspielig wie unbedingt nötig - am besten kostenlos. Auch auf die Versuche der Spezies “Mann” zu begegnen, sie gar zu verstehen, trifft der Leser - allerdings auf ungewöhnliche Weise Der One-Night-Stand mit einem Verehrer entwickelt sich anders als geplant, Spontaneität ist gefragt - die Protagonistin sucht die Flucht nach vorn und landet schließlich in Portugal am Strand, mit Geld, das ihr nicht gehört, einem ganz anderen Mann und Surf-Versuchen, die sie sich gar nicht zugetraut hätte.

Das Buch ist schnell gelesen, es sind ja nur 162 Seiten in flüssigem Stil - und läßt man sich auf die Geshcichte ein (-> Fiktionsvertrag) wohl wissend, dass man sich selbst vermutlich nie so verhalten würde, bietet sich ein interessantes Leseerlebnis, dass sich nicht nur durch die Sprache auszeichnet, sondern vielmehr noch durch die treffenden Worte zu alltäglichen Situationen und Dingen (gleich auf der ersten Seite:

“Ich besitze: Einen Anzug von C&A, ein Überbleibsel der Matura. Wie durch ein Wunder passt er noch und erregt klassisch geschnitten kaum Aufsehen. Kleidung, nie in Mode gewesen, kann nicht unmodisch werden. Nur abgetragen Was sie nicht wird, da die Trägerin zumeist auf das Tragen verzichtet.“)

Hier zeigt sich nicht nur, dass man nicht immer in ganzen grammtisch korrekten Sätzen schreiben muss, sondern auch die treffende Beobachtung unseres Kaufverhaltens. Wer hat sie nicht im Schrank, die Kleidungstücke, die man für irgendeinen Anlass gekauft hat, danach nie wieder anzieht, aber sich auch nicht davon trennen kann, weil sie eigentlich klassisch und nicht unmodern sind - und die man eben deshalb auch nicht trägt, obwohl man könnte!

Keine Frage, das Buch ist also modern - von einer jungen Autorin für junge oder junggebliebene Leser; nichts für Liebhaber konservativer Schreibe, denn dafür ist es zu skurril.

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