Ich kaufte mir die Trilogie kurz vor Weihnachten als Winterlektüre. Es ging um eine geheimnissvolle Gabe, die an Frauen über mehrere Generationen hinweg vererbt wurde und deren Schicksal bestimmte. Das passte wunderbar in die mystische Zeit zwischen den Jahren. Rasch nahm mich die Geschichte gefangen, sie war gespickt mit schweren Schicksalschlägen. Der Leser begleitet vor allen Dingen die kleine Anna, welche nicht wie andere Kinder ist und deshalb von Mutter und Tante isoliert auf einer Alm großgezogen wird. Mit dem neuen Ehemann der Mutter tritt ein wahrer Teufel in das Leben der Frauen und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Während mich die ersten beiden Bände wirklich begeistert haben, fehlte mir im dritten Band die straffe Handlung. Die Szenen zogen sich in die Länge, Aussagen wiederholten sich und manchmal blätterte ich ein Stück nach vorn, deshalb gibt es einen Stern abzug. Aber ansonsten großartig und spannend, hätte nicht gedacht, dass ich über 1000 Seiten so rasch lesen könnte ;o)
Mignon Kleinbek
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Wintertöchter
Wintertöchter Trilogie
Wintertöchter
Wintertöchter
Wintertöchter. Die Gabe
Wintertöchter. Die Kinder
Wintertöchter. Die Frauen
NACH OBEN
Neue Rezensionen zu Mignon Kleinbek
Eine dreiteilige Familiensage, welche die Männer mal artig außen vor lässt und doch alles andere als langweilig ist.
Inhalt:
Ein Dorf in den österreichischen Alpen und mehrere Generationen von Frauen einer Familie, die dort Leben und überleben. Alle besitzen sie eine seltsame Gabe, die nicht immer nur Segen, sondern des öfteren auch Fluch ist. Sei es der Ruf, sei es die Gefahr durch die Nazis oder sei es die Wahrheit, welche dies Gabe mitunter ans Licht bringen kann.
Ein Leben zwischen Familie, Intrigen, Schicksalsschlägen und dem Wandel der Zeit. Spannend erzählt und mit farbenfrohen und düsteren Bildern beschrieben.
Mein Leseerlebnis:
Da lag es also vor mir. Ein Buch mit 1008 Seiten, von dem ich froh war, es als Ebook in der Hand halten zu können. Nicht auszudenken, wenn das alles in einem einzigen Buch gebunden gewesen wäre. Schon allein das Gewicht dieses Werkes hätte mich gekillt.
An die Lektüre selber, bin ich sehr unbedarft, fast ohne jede Erwartung, heran gegangen, und während dem Lesen fast aus so etwas wie einem gemütlichen Schläfchen aufgewacht.
Zunächst einmal, sieht alles irgendwie nach einem Heile Welt-Roman in der Bergwelt aus. Ein kleines, beschauliches Dorf, ein Hof, abgelegen vom Dorf, auf dem ein Kind geboren wird und Hilfe gebraucht wird. – Der Rest ist Geschichte. Der Mann, der eigentlich Hilfe holen wollte, lernt seine Tochter nicht mehr kennen und das Leben geht irgendwie weiter. Die Mutter entpuppt sich als starke Frau, welche nun allein einen Hof bewirtschaften und ein Kind großziehen muss.
Schnell wird klar, dass das Kind irgendwie anders ist. Es empfindet mehr, reagiert empfindlicher auf Umweltreize und muss zunächst vor den Nazis und später vor dem Gerede der Dorfbevölkerung versteckt werden. – Zwischen dem Mädchen und seiner Tante entwickelt sich ein ganz besonderes Verhältnis, weil beide die Gabe in sich tragen, was hier wirklich zu ganz tollen Bildern führt.
Auf der einen Seite erlebt der Leser hier das Leben in der Bergwelt, auf den Höfen und in einem kleinen Dorf mit. Die Zeiten wandeln sich, die Welt und auch die Menschen entwickeln sich weiter und doch scheint für das inzwischen junge Mädchen die Zeit doch irgendwie stehen zu bleiben. Gefangen in den Umständen ihres Lebens sieht sie einen Traum zerplatzen und kämpft doch weiter.
Das Unrecht, welches dem Mädchen geschieht, schreit wirklich um Himmel. Und doch hat sie hilfreiche Seelen um sich herum, die ihre stillen Hilfeschreie hören. – Aber am Ende hilft es dann doch nicht wirklich. Das Schicksal schlägt zu, wieder und wieder und jedes Mal mit wirklich unerbittlicher Härte.
Und als ich dann dachte, dass es nicht schlimmer werden kann, bricht doch wirklich der dritte Band und und ist zunächst ein einer komplett anderen Zeit, wo die Handlung des zweiten Bandes aufgehört hat. – Ich war so froh, alle drei Bände auf einmal zu haben. Ich mache das selten und lese so Reihen quasi in einem Rutsch durch. Aber hier war das durchaus möglich und nötig. Anders wäre das ums Verrecken nicht möglich gewesen. Auf das nächste Buch warten zu müssen, hätte mich förmlich zerrissen. Davon gehe ich aus.
Im dritten Band war ich zwischen Spannung, Faszination und blankem Entsetzen einfach nur hin und her gerissen. Ich habe die Zeilen förmlich gefressen und konnte kaum davon lassen.
In jedem Fall hab eich hier ein wirklich schaurig schönes Gesamtbild verschiedener Generationen einer Familie bekommen, die faszinierender nicht wirklich hätte sein können.
Fazit:
Fiktion! – Das soll „nur“ Fiktion sein? Kann man sich sowas ausdenken? – Muss wohl so sein, denn im Buch selber stand der Hinweis, dass es sich hier um Fiktion handelt. Aber glauben kann ich das nicht so recht.
Die Handlung ist spannend, schwelt immer wieder zwischen Familienleben, Bergidyll und dem doch recht harten Leben auf so einem Berghof hin und her. Die Gabe der Frauen ist nur erfunden, fügt sich aber ganz selbstverständlich in die Handlung ein, ganz so, als würde es das wirklich geben. – By the way: Interessant wäre das in jedem Fall.
Mignon Kleinbeck schreibt sehr bildhaft. Ich hatte die ganze Zeit einen schaurig schönen Heimatfilm vor meinem geistigen Auge. Die Handlung kommt ohne reißerische Effekte aus, bezieht seine Spannung zum Teil aus dem, was zwischen den Zeilen steht, was der Leser sich in seinem Kopfkino so alles zusammenreimt. Einfach nur unfassbar fesselnd und faszinierend.
Ich kann diese Bücher nur empfehlen. Und ich empfehle es auch, alle drei Bände irgendwie gesammelt zu erwerben. Ehrlich, wenn man so ein Buch beendet und dann warten muss, bis es weiter geht, tut man sich selber absolut keinen Gefallen! Im Gegenteil, das ist pure Qual.
Das Buch hat mich von Anfang an in den Bann gezogen.
Ich könnte mit dem ersten Kapitel in die Geschichte eintauchen und habe mit Anne gelacht, geliebt und gelitten.
Auch wenn letzteres öfter der Fall war als mir lieb war.
Ich fand die Frauen allesamt sehr interessant da sie sich nicht ihrem Schicksal ergeben, sondern kämpfen, auch wenn das Schicksal sie immer wieder umwirft.
Die Charaktere waren sehr individuell und. Hatten ihre ganz eigene Art was mir gut gefallen hat. Wer mag schon aalglatte Menschen. Hier hatte jede Figur ihre Ecken und Kanten.
Die Story na ja es wird die Lebensgeschichte erzählt und sie beginnt in einer Zeit, in der Frauen wenig Möglichkeiten hatten und trotzdem findet Anna einen Weg um aus den Umständen das Beste zu machen. Schon als Kind hat sie es nicht leicht und als Teenager muss sie herbe Verluste überstehen.
Da ich bisher nur Familiengeschichten wenig anfangen könnte bin ich zwiespältig an die Geschichte herangegangen, doch ich würde absolut überzeugt. Hier wird nicht nur die Geschichte einer Familie erzählt, sondern die eines ganzen Dorfes.
Gespräche aus der Community
Anna wird 1940 in der letzten Raunacht eines kalten Winters geboren. Schnell wird klar, dass sie eine besondere Gabe besitzt, die ihr Schicksal bestimmen wird. Im ersten Band der historischen Romanreihe zu den Wintertöchtern schildert Mignon Kleinbek Annas Kindheit und Jugend, die von vielen Wendungen geprägt sind.
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