Miguel Angel Asturias

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Lebenslauf von Miguel Angel Asturias

Nobelpreis für LIteratur 1967

Alle Bücher von Miguel Angel Asturias

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Der Herr Präsident

Der Herr Präsident

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Erschienen am 04.12.2008
Don Niño oder Die Geographie der Träume

Don Niño oder Die Geographie der Träume

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Erschienen am 01.01.1994
Sturm

Sturm

 (2)
Erschienen am 01.01.1990
Der grüne Papst

Der grüne Papst

 (2)
Erschienen am 01.01.1990
Die Maismenschen

Die Maismenschen

 (2)
Erschienen am 01.01.1992
Drei von vier Sonnen

Drei von vier Sonnen

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Erschienen am 01.12.1996
Weekend in Guatemala

Weekend in Guatemala

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Erschienen am 27.12.2011
Die Augen der Begrabenen

Die Augen der Begrabenen

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Erschienen am 01.01.1991

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Rezension zu "Don Niño oder Die Geographie der Träume" von Miguel Angel Asturias

Rezension zu "Don Niño oder Die Geographie der Träume" von Miguel Angel Asturias
Beaglevor 8 Jahren

Jugend und Träume – zumeist gehören diese zwei Komponenten zusammen. Miguel Angel Asturias schildert in seinem Roman „Don Nino oder die Geographie der Träume“ anhand des jungen Nino in einer fantastischen Art und Weise, wie ein Junge sich sein Leben erträumt.

Nino ist der Spross einer reichen Familie, der „Alhajados“. Diese Familie war einst eine Horde Piraten, bis sie sich in Guatemala ansiedelten. Doch die meisten Familienmitglieder starben nicht einfach, sie verschwanden und niemand weiß, so erzählt man sich unter den Fischern des Ortes, ob sie nicht irgendwann einmal wieder auftauchen. Das Familiengrab, die eigentliche letzte Ruhestätte, steht daher seit Generationen leer und so ist der Zirkusdirektor, der den Kontakt mit einer Fackel nicht überlebte, während sein Zirkus auf einem Feld nahe des Gutes gastierte, der erste Mensch, der in der Grabkammer beerdigt wird. Nino ist begeistert und fasziniert vom Zirkus, in dem es nun, nach dem Tod des Direktors, einen Machtkampf um dessen Nachfolge gibt.

Aber es ist nicht nur der Zirkus, der den jungen Alhajadito interessiert. Gekonnt erträumt er sich die Abenteuer seiner Vorfahren, er geht auf Piratenraubzüge, lässt sich von den Fischern alte Geschichten über die Familie erzählen und lauscht gebannt Guatemalischen Legenden. Sein Leben verläuft außerhalb seines Geistes ruhig, er hat keine sonderlichen Kontakte nach außen und der blinde Junge des Gärtners wird sein erster Freund.

Manchmal fragt man sich, warum ein Autor einen hochtrabenden Literaturpreis erhält, sein Werk ist strittig und viele können die Entscheidung der Jury nicht verstehen. Im Falle von Miguel Angel Asturias, der 1967 den Literaturnobelpreis erhielt, wird dies durch seine wunderbare Darstellung von Ninos Träumen verdeutlicht. Der Autor entführt uns in eine fantastische Welt aus „legendärer Geschichte und magischer Gegenwart“, wie es der Klappentext verspricht. Dieses Versprechen wird voll und ganz gehalten!

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Rezension zu "Sturm" von Miguel Angel Asturias

Rezension zu "Sturm" von Miguel Angel Asturias
Pankrazvor 9 Jahren

“Leben, das tun die anderen. Grausam oder gut, aber sie leben. Wir aber sind weder gut noch grausam, wir sind einfach Maschinen.“

Die Betreiber der Bananenplantage in Guatemala, die die “anderen“ für sich arbeiten lassen, sich scheinbar auch um deren Wohlergehen sorgen, müssen feststellen, dass alles aus dem Ruder läuft. Die soziale Ungerechtigkeit macht vor dem Mikrokosmos, der allein seinen Aktionären verpflichtet ist nicht halt und so geht alles seinen Lauf. Lester Mead sieht die Katastrophe kommen, versucht sie abzuwenden und findet in den Tropen einzig sich selbst.

“Ist es nicht eigentümlich, dass mich das Geschick des einzelnen so wenig berührt, das Unglück der Allgemeinheit hingegen erschüttert.“

Miguel Angel Asturias gelingt hier einiges: 1950 geschrieben und gerade heute aktuell, ein politisches und soziales Plädoyer, aber auch der Aufruf sich nicht zufrieden zu geben; etwas zu wagen, gegen alle Widerstände.

“Lester Mead ging zu seinem Anwalt, einem ehemaligen Justizbeamten und Sonderling, den so verstaubte und vergessene Begriffe wie unbestechlich, unbeugsam, unerschrocken, unantastbar kennzeichneten. Jedenfalls war der Mann im Justizapparat vor lauter “Un“ untragbar geworden.“

Hier wird ein Bild gezeichnet, hier sieht man das Bild tatsächlich vor sich, endlose scheinende Pflanzungen, Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Verzweiflung und die Unfähigkeit der Besitzenden die Wahrheit zu sehen. Asturias braucht nicht viele Seiten um hier einen Hymne für die Menschen seines Landes zu verfassen, die Marquez’ “100 Jahre Einsamkeit“ in nichts nachsteht und bei aller in allen Zeiten aktuellen Kritik am bedingungslosen Kapitalismus bleibt “Sturm“ ein mystisches Werk, Poesie voller Verständnis und dem Wissen um die Dualität des Menschen. Gut und böse, grausam und hilfreich, skrupellos und freundlich, alles ist in jedem, alles ist mystisch, märchenhaft, magisch. Alles ist menschlich. Und am Ende kommt der “Sturm“.

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C

Rezension zu "Don Niño oder Die Geographie der Träume" von Miguel Angel Asturias

Rezension zu "Don Niño oder Die Geographie der Träume" von Miguel Angel Asturias
claraboldvor 11 Jahren

Sehr bizzarr sehr schön

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Miguel Angel Asturias wurde am 19. Oktober 1899 in Guatemala-Stadt (Guatemala) geboren.

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