Miguel Angel Asturias Sturm

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Inhaltsangabe zu „Sturm“ von Miguel Angel Asturias

Roman. (Quelle:'Flexibler Einband/01.05.1982')

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  • Rezension zu "Sturm" von Miguel Angel Asturias

    Sturm
    Pankraz

    Pankraz

    31. July 2009 um 08:01

    “Leben, das tun die anderen. Grausam oder gut, aber sie leben. Wir aber sind weder gut noch grausam, wir sind einfach Maschinen.“ Die Betreiber der Bananenplantage in Guatemala, die die “anderen“ für sich arbeiten lassen, sich scheinbar auch um deren Wohlergehen sorgen, müssen feststellen, dass alles aus dem Ruder läuft. Die soziale Ungerechtigkeit macht vor dem Mikrokosmos, der allein seinen Aktionären verpflichtet ist nicht halt und so geht alles seinen Lauf. Lester Mead sieht die Katastrophe kommen, versucht sie abzuwenden und findet in den Tropen einzig sich selbst. “Ist es nicht eigentümlich, dass mich das Geschick des einzelnen so wenig berührt, das Unglück der Allgemeinheit hingegen erschüttert.“ Miguel Angel Asturias gelingt hier einiges: 1950 geschrieben und gerade heute aktuell, ein politisches und soziales Plädoyer, aber auch der Aufruf sich nicht zufrieden zu geben; etwas zu wagen, gegen alle Widerstände. “Lester Mead ging zu seinem Anwalt, einem ehemaligen Justizbeamten und Sonderling, den so verstaubte und vergessene Begriffe wie unbestechlich, unbeugsam, unerschrocken, unantastbar kennzeichneten. Jedenfalls war der Mann im Justizapparat vor lauter “Un“ untragbar geworden.“ Hier wird ein Bild gezeichnet, hier sieht man das Bild tatsächlich vor sich, endlose scheinende Pflanzungen, Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Verzweiflung und die Unfähigkeit der Besitzenden die Wahrheit zu sehen. Asturias braucht nicht viele Seiten um hier einen Hymne für die Menschen seines Landes zu verfassen, die Marquez’ “100 Jahre Einsamkeit“ in nichts nachsteht und bei aller in allen Zeiten aktuellen Kritik am bedingungslosen Kapitalismus bleibt “Sturm“ ein mystisches Werk, Poesie voller Verständnis und dem Wissen um die Dualität des Menschen. Gut und böse, grausam und hilfreich, skrupellos und freundlich, alles ist in jedem, alles ist mystisch, märchenhaft, magisch. Alles ist menschlich. Und am Ende kommt der “Sturm“.

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