Miguel de Cervantes Saavedra

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Lebenslauf von Miguel de Cervantes Saavedra

Gestorben am 23. April 1616 in Madrid.

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Rezension zu "Don Quijote von der Mancha, Teil I und II" von Miguel de Cervantes Saavedra

Nicht nur komische Geschichten
Yolandevor 2 Jahren

Miguel de Cervantes Saveedra wurde 1546 in Alcalá de Henares in der Nähe von Madrid in Spanien geboren.

Er führte ein abenteuerliches Leben. Zunächst studierte er Theologie an den Universitäten von Salamanca und Madrid. 1569 zog er nach Rom, vermutlich auf der Flucht vor der spanischen Justiz. In Rom trat er als Kammerdiener in den Dienst eines Kardinals. Noch im gleichen Jahr ging er dann zu einer in Neapel stationierten Einheit der spanischen Marine. Er nahm an der "Schlacht von Lepanto" teil, bei der die spanische Marine im Mittelmeer gegen die Türken kämpfte und siegte. Dabei wurde er durch Schusswaffen verwundet, seine linke Hand blieb dauerhaft gelähmt. Nach weiteren Jahren bei der Marine wurde er auf der Heimreise nach Spanien von algerischen Korsaren gekidnappt und verbrachte fünf Jahre als Sklave in Algier. 
Nach seiner Freilassung begann er als Schriftsteller zu arbeiten, musste aber nebenbei noch andere Tätigkeiten ausüben, unter anderem als Steuereintreiber und Materialbeschaffer für die Marine. Wegen angeblicher Veruntreuung von Staatsgeldern musste Cervantes für 3 Monate ins Gefängnis und die Legende sagt. dass er in dieser Zeit mit seinem bedeutendsten Werk El ingenioso Hidalgo Don Quijote de la Mancha begann (1605). Das Buch war sehr erfolgreich und Cervantes wurde dadurch in ganz Spanien bekannt. 1615 wurde der zweite Teil des "Don Quijote" veröffentlicht. Leider konnte Miguel de Cervantes Saveedra von diesem Erfolg finanziell nicht profitieren und starb verarmt am 22. April 1622 in Madrid.
(Quelle: Wikipedia)

"Don Quijote" gehört zu den bekanntesten Werken der Weltliteratur und wurde unzählige Male auch ins Deutsche übersetzt. Es gibt die Geschichte in den verschiedensten Versionen - als Kurz- oder Langfassung, als Kinderbuch und auch als Comic. Ich habe mich für die Originalfassung in der Übersetzung von Susanne Lange entschieden und auch wenn ich zwischenzeitlich immer mal wieder mit der Langeweile kämpfen musste, bin ich froh, diese Ausgabe gewählt zu haben. Hier wird die Geschichte nicht nur auf die plakativen, weil bekannten Abenteuer heruntergebrochen, wie den Kampf gegen die Windmühlen oder gegen die Hammelherde. Diese Geschichten nehmen in diesem knapp 1.500 Seiten langen Buch sogar nur einen relativ geringen Raum ein. Das Interessante sind die Figuren des Don Quijote und seines Gefährten Sancho Panza, die auf jeden Fall vielschichtiger sind, als sie häufig dargestellt werden. Sie unterliegen im Verlauf der Geschichte einer stetigen Weiterentwicklung, die besonders im zweiten Teil zum Tragen kommt. Die Abenteuer der beiden sind auch nicht immer nur komisch, häufig wird ihnen sogar ziemlich übel mitgespielt.
In dem sehr guten und aufschlussreichen Nachwort der Übersetzerin wird deutlich, dass sich schon ganze Generationen von Schriftstellern und anderen Geistesgrößen mit diesem Werk kritisch auseinandergesetzt haben und auch hier gehen die Meinungen weit auseinander, ob es sich letztendlich um eine Komödie oder eine Tragödie handelt. 
Die Anmerkungen sind sehr ausführlich und interessant und tragen sehr zum Verständnis des Textes bei. 

Fazit: Alles in allem war es schon ein riesiger Kraftakt dieses Monumentalwerk zu lesen, aber ich bin froh, dass ich zu dieser "Langversion" gegriffen habe, weil ich denke, dass sie am besten dem Geist und dem Anspruch dieser Geschichte gerecht wird.

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Rezension zu "Don Quijote von der Mancha" von Miguel de Cervantes Saavedra

Miguel de Cervantes - Don Quijote
Jarivor 2 Jahren

Eigentlich sollte man Klassiker so lesen, wie sie jemand zum damaligen Erscheinen gelesen hat. Doch selbst Literaturwissenschaftler wissen, dass dies unmöglich ist. Wir können ja nicht einfach unser gesamtes Leben ausblenden und Zeitreisen haben bisher auch noch nicht zuverlässig funktioniert. Deshalb nahm ich meine ganze persönliche Lebens- und Leseerfahrung mit, als ich mich ein weiteres Mal an Don Quixote versuchte (das erste Mal war ein Reinfall).
Auch hatte ich den Blogeintrag einer Rezensentin im Hinterkopf, die vor einigen Monaten mal gefragt hat, ob man Klassiker auch nicht mögen darf. Seit ich dieses Genre freiwillig und aus eigenem Interesse lese, habe ich die grundsätzliche Ablehnungshaltung der Schulzeit hinter mir gelassen, aber antworte auf diese Frage immer noch mit "Ja, man darf einen Klassiker nicht mögen."
Klassiker sind deshalb Klassiker, weil sie einen starken Einfluss auf die damalige Zeit hatten und weil irgendwo ein Gelehrter den Kanon bestimmt hat. Nun sind wir aber wieder beim persönlichen Lesehintergrund. Man darf einen Klassiker nicht mögen, sollte ihm aber seinen Status in der Literaturgeschichte nicht absprechen und diesen respektieren.
So geht es mir mit Cervantes und seinem Ritter von trauriger Gestalt. Zwar mochte ich die Figuren und ihre frühen Abenteuer, aber grundsätzlich war das Buch nichts für mich. Dennoch respektiere ich den Einfluss, den Don Quixote damals hatte und auch, wie sehr dieses Buch unsere Gesellschaft geprägt hat. So waren Don Quixote und Sancho Pansa die ersten Vertreter der Gattung grosser Dünner und kleiner Dicker, von denen es unterdessen unzählige Paare gibt.
Ansonsten traf das Buch weniger meinen Geschmack. Wobei ich denke, dass es mir kürzer gefasst gefallen hätte. Zumindest zu Beginn sind die geschilderten Abenteuer wirklich unterhaltsam und Quixote und Sancha ein tolles Gespann mit sehr viel Charme. Doch auf 600 Seiten (oder mehr, je nach Ausgabe) zieht sich das Ganze ziemlich in die Länge und auch fehlte mir ein Ziel, ein Höhepunkt.
Cervantes schildert diverse Abenteuer seiner Protagonisten (wobei die berühmten Windmühlen gerade mal eine Fussnote sind bezogen auf die Länge des Buches), wobei es zum Schluss immer unglaubwürdiger wird. Es werden mehr und mehr Figuren eingeführt, die natürlich alle irgendwie miteinander verbandelt sind. Auch bekommen wir x Liebesgeschichten serviert - meiner Meinung nach hätte eine gereicht.
Der Aufbau der Geschichte an und für sich dagegen ist richtig grossartig. Wir haben nicht nur eine Rahmen- und eine Binnenhandlung, sondern die unterschiedlichsten Erzähler, die wiederum Geschichten erzählen, Briefe schreiben oder Gedichte vortragen. Der Grundton des Buches ist ironisch-lustig, wobei von allem Don Quixote immer wieder vom Erzähler mehr oder weniger liebevoll gefoppt wird.

Daneben kommt es leider immer mal wieder zu grösseren Exkursen diverser Figuren zu irgendeinem Thema. Diese Monologe gehören wahrscheinlich zu den Punkten, die das Buch so berühmt gemacht haben, da sich der Autor über die verschiedensten Themen des damaligen Lebens hermacht. Für mich als Leserin ohne wissenschaftlichen Hintergrund waren diese Seiten jedoch ziemlich anstrengend zu lesen, da sie einfach nicht mehr meinen Lebenserfahrungen entsprechen und ich mehr davon gehabt hätte, hätte sich Cervantes kürzer gefasst. Dann hätte ich die Stellen genauer gelesen und einen besseren Einblick in das Spanien um 1600 erhalten.

Da ich, wie gesagt, nur mit einigen Punkten des Buches Mühe hatte, überlege ich mir, die zwei anderen Bücher vielleicht doch noch irgendwann zu lesen. Aber erst in ein paar Jahren. Momentan bin ich zufrieden damit, dieses Buch von Don Quixote geschafft zu haben.

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Rezension zu "Die Geschichte des Zigeunermädchens" von Miguel de Cervantes Saavedra

Ein toller Klassiker
CorinaPfvor 2 Jahren

Inhalt:


In diesem Buch geht es um die junge Zigeunerin Preciosa. Sie hat eine Ausstrahlung,  wenn sie singt und tanzt erliegt ihr jeder. So wird Preciosa auch in die adeligen Familien eingeladen um sie zu unterhalten. Immer dabei ihre Mutter, die ihr nicht von der Seite weicht. Ein junger Mann namens Don Juan de Carcamon verliebt sich in die junge Preciosa. Diese findet ihn auch anziehend, doch sie beschließt ihn zu testen und verlangt von ihm, dass Don Juan ein Jahr lang mit Preciosa gemeinsam unter den Zigeunern leben solle. 
Don Juan beschließt, dass er ohne Preciosa nicht mehr leben kann und lebt von nun an mit den Zigeunern. Er hat sich jedoch, damit er nicht aufällt einen neune Namen verpasst nämlich Andres. So beginnt das Abenteuer und die suche nach sich selbst. Ob Preciosa und Andres zusammen kommen müsst ihr selber lesen.




Protagonisten:


Am Anfang dreht sich das Buch um Preciosa. Sie ist eine junge Frau, die sehr gebildet ist, wo sie keine Bücher liest. Sie merkt schnell ob es jemand gut meint oder nicht. 
Sie behandelt alle gleich und wünscht dass dies auch die anderen Menschen machen. 
Sie gibt immer wieder gut Ratschläge. Doch nach und nach kam sie mir verschlossen vor, denn sie zeigte Andres (Don Juan) ihre Gefühle nicht. 
Dies liegt wahrscheinlich auch an der Zeit in der das Buch geschrieben wurde.




Wir lernen in dem Buch auch Don Juan der später dann Andres heißt näher kennen. Wir begleiten ihn dabei wie der reiche Mann sich immer mehr in einen "Zigeuner" verwandelt. 
Er würde alles für Preciosa tun, doch er hat immer wieder Eifersuchtsphasen in denen er rüpelhaft wird und immer wieder Gedanken hägt die nicht angebracht sind für einen Edelmann.




Schreibstil:


Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es passiert in jedem Kapitel etwas, dass man immer wieder weiter liest. Auch generell der Schreibstil war nicht zu schwer man kam leicht in das Buch hinein, auch wenn es ein Klassiker ist. Ich komme meist in Klassiker recht spät hinein, doch hier war es anders.
Das Ende war für mich dann etwas zu schnell und alles Friede Freude Eierkuchen, hätte mir 50-100 Seiten mehr gewünscht damit dass Ende etwas besser ausgeschmückt wird.




Autor:


Miguel de Cervantes schrieb ein sehr bekannten Klassiker nämlich Don Quijote. Die Geschichte des Zigeunermädchen wurde später veröffentlicht im Jahre 1613. Sie wurde in Spanien das erstemal veröffentlicht.


Fazit:


Mir gefiel das Buch sehr gut, nur das Ende war zu schnell. Deshalb ziehe ich einen Punkt ab. Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen auch die Charaktere darin waren gut ausgearbeitet. Der Schreibstil war toll. Deshalb gebe ich dem Buch 4 Sterne.

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Cover des Buches Don Quijoteundefined
"An einem Orte der Mancha..." so beginnt die Geschichte des Don Quijote, dessen Kampf gegen die Windmühlen unvergessen bleibt. Im Rahmen der Klassiker-Leserunden werden wir im Mai alle Geschichten des Don Quijote kennen lernen. Jeder der mit uns lesen möchte ist eingeladen einzusteigen und mit uns zu Diskutieren. Beginn wird der 1. Mai sein.
154 Beiträge
Letzter Beitrag von  Favolevor 8 Jahren

Zusätzliche Informationen

Miguel de Cervantes Saavedra wurde am 18. September 1547 in Alcalá de Henares (Spanien) geboren.

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