Mihai Eminescu Gedichte

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  • Rezension zu "Gedichte" von Mihai Eminescu

    Gedichte

    DrGordon

    29. January 2012 um 13:50

    Eine fast vollständige Zusammenfassung des lyrischen Werkes von Mihai Eminescu. Eminescu gilt als der wichtigste Lyriker Rumäniens, welcher durch seine Gedichte einem jungen Staatsvolk im 19 Jahrhundert eine eigene Sprache gegeben hat. Bis zum heutigen Tag sind Gedichte und Werk ein fixer Bestandteil des Schulunterrichtes in Rumänien. Vergleichbar mit Schiller und Goethe in Deutschland. Das vorliegende Buch ist komplett zweisprachig in deutsch und rumänischer Sprache. Nicht nur Klassiker wie "Der Diamant des Nordens (rumänisch: Diamantul nordului) oder die Serie Erster bis Vierter Brief (Scrisoarea I-IV), sondern auch unbekanntere Gedichte wie Page Kupido ( Pajul Cupidon) werden dem deutschsprachigen Leser näher gebracht. Kurze Biographie zu Mihai Eminesciu: geboren 1850 im nördlichen Teil der rumänischen Moldau (Botosani). In das damals österreichische Chernowitz (heutige Ukraine) in eine deutsche Schule gegangen. Universität in Wien und Berlin. Eminescu hat also sehr gut deutsch gesprochen, obwohl seine Muttersprache rumänisch war und er ausschliesslich in rumänisch Gedichte geschrieben hat. Sein gesamtes Werk hat er innerhalb von 17 Jahren geschrieben (1867-1883). Danach tritt seine geistige Umnachtung ein. 1889 stirbt er ein eine Bukarester Irrenanstalt. Zur Problematik von Übersetzungen von Gedichten: Es wird sehr gut geschrieben wie schwierig es ist, Gedichte in eine fremde Sprache zu übersetzen. Man muss einerseits möglichst Nahe am wortwörtlichen Inhalt der Gedichte bleiben, andererseits das Gedicht als solches erhalten. Eminescu schreibt sehr oft in Paarreimen. Schwierig zu übersetzen ohne inhaltliche oder lyrische Verluste. Mihai Eminescu ist ein wortgewaltiger Lyriker , der der rumänischen Sprache ihre „lyrische Souveränität“ gibt. Wichtig ist es also Übersetzer zu finden, die komplett zweisprachig sind als auch möglichst Lyriker. In der vorliegenden Fassung werden verschiedene Übersetzer genutzt. Unter anderem Konrad Richter, Alfred Margul –Sperber, Frányo Zóltán, Georg Scherg, Maximillian Schroff oder Lotte Berg. Selbst Königin Elisabeth von Rumänien (aus dem fürstlichen Haus Wied-Neuwied) hat sich 1881 als erster an Übersetzungen von Eminescu probiert. Mit geringen (qualitativen) Erfolg . Auch in der vorliegenden Fassung wirken manche Übersetzungen sehr mühsam zu lesen in deutscher Sprache. Hervorheben will ich die Übersetzungen von Georg Scherg. Auch in deutscher Sprache ein Genuss Beispiel: Wie traurig muss die Seele sein ( Ce suflet trist....) Wie traurig muss die Seele sein, Die mir mein Ahn geschenkt, Daß Raum genug der Gram drin fand. Den er hineingesenkt! Wie traurig und wie ohne Sinn, Aus trägem Lehm geprägt, Daß die so oft Betrogne stets Aufs neue Hoffnung hegt! Wie kommt´s, daß sie den Fluch nicht fühlt, Die alle Qualen litt? O Wellen ihr, des heligen Meers! Ihr Wellen, nehmt mich mit. (1880)

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