Mihrali Simsek

 4.2 Sterne bei 17 Bewertungen

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Mit 18 mein Sturz

Mit 18 mein Sturz

 (17)
Erschienen am 01.01.2010

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Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek
LenaBovor 7 Jahren

4,5 Sterne

Inhalt: Mihrali sitzt im Gefängnis. Als er 18 war eskalierte ein Streit auf der Straße, Mihrali zückte ein Messer, ein Mensch starb. Mihrali wurde zu sechs Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Doch Mihrali bereut seine Tat, möchte Jugendlichen eine Botschaft vermitteln; vermeintlichen Freunden nicht blind zu vertrauen und etwas Anständiges aus seinem eigenen Leben zu machen.

Meine Meinung: 'Mit 18 mein Sturz' ist nun das dritte Buch, was ich aus der 'Mein Leben...' Reihe gelesen habe. Und wie auch die anderen Bände, die ich schon kenne, erzählt auch dieses Buch eine tragische Geschichte über das Schicksal eines Jugendlichen, welches von der ersten bis zur letzten Seite unter die Haut geht.

Mihrali berichtet in seinem Buch über zwei sehr prägende Teile seines bisherigen Lebens; die Zeit vor und während seiner Haftstrafe. Sehr detailliert und ehrlich erzählt Mihrali über sein Leben, über sein Verhalten und über seine Denkweisen, die ihm zu dem machten, was er heute ist. Was aber am wichtigsten ist und mich auch dazu bewegt hat, diese Geschichte mit großem Interesse zu lesen, ist die Beantwortung der Frage, wie es dazu kommen kann, dass ein 18-jähriger auf die schiefe Bahn gerät und einen beträchtlichen Teil seines Lebens hinter Gittern verbringen muss. Ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen in Mihralis Situation die Schuld bei Mitmenschen, seiner Familie und seinen Freunden, sucht. Nicht aber Mihrali. Er berichtet darüber, dass er stets die Wahl hatte. Nie wurde er dazu gezwungen, mitten in der Woche bis tief in die Nacht auf der Straße rumzuhängen und Alkohol und Drogen zu konsumieren. Keiner hat ihm vorgeschrieben, dass er Mädchen und Frauen wie Objekte behandeln muss. Es gab niemanden, der ihm vorgelebt hat, dass man Konflikte nur mit Gewalt und Waffen lösen kann. Ganz im Gegenteil. All seine Vertrauten, seien es die Eltern oder auch seine Lehrer, wiesen ihn oft darauf hin, dass er Potential hat, er ein ganz Großer werden könnte.

Dann ist da wie bereits gesagt noch Mihralis Zeit im Gefängnis. Mihrali beschreibt auf sehr angsteinflößende Art und Weise sein Leben im Knast. Er redet nichts schön, geht dabei ganz speziell auf seine Gefühle und Empfindungen ein und vor allem darauf, wie das Gefängnis seine Denkweisen verändert hat. Mihrali sagt ganz klar, dass er mit seinem Buch Jugendliche ansprechen will. Er will zeigen, dass es an einem selbst liegt, ob man sein Leben in die Hand nimmt und eine Zukunft vor sich hat. Besonders interessant aber auch abschreckend ist in diesen Abschnitten die Beschreibungen von Mihralis Alltag. Mihrali durchläuft in seiner Haft stets denselben trägen Ablauf, sodass er sich beinahe selbst verliert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Buch ist das Thema Migration und Akzeptanz in Deutschland. Keiner kann sich wohl wirklich von jeglichen Vorurteilen gegenüber Immigranten freisprechen. Mihralis Geschichte und vor allem die Offenheit, mit Mihrali diese erzählt, ermöglicht einen tiefgründigen Einblick in die Gefühlswelt eines Jungen, der für seine Abstammung in Deutschland verurteilt und in eine Schublade gesteckt wird. Andererseits bleibt es nicht nur bei der Behandlung von Immigration, viel mehr bekommen wir durch Mihralis Erzählung auch eine Einsicht und den muslimischen Glauben, über die Bedeutung des Koran für die persönliche Entwicklung und über die Stellung der Familie im Leben.

Gerade durch den Schreibstil und die Erzählweise stellt Mihrali prompt einen Bezug zur Welt der Jugendlichen her. Am Anfang eines jeden Kapitels findet man ein Gedicht, ein Rap oder eine andere Art von Text, die die Emotionen des jungen Mannes auf kreative Weise ausdrückt. Mihrali spricht den Leser immer wieder direkt an, geht auf Themen ein, die wahrscheinlich für jeden Jugendlichen von Bedeutung sind; Schule, Freunde, die eigene Zukunft. Gerade durch diese Aspekte kann ich mir gut vorstellen, dass jeder Jugendliche, der dieses Buch in die Hand nimmt, aufhorchen und durch die tragische Geschichte sein eigenes Handeln und die Gestaltung der Zukunft überdenken wird.

Fazit: 'Mit 18 mein Sturz' behandelt viele Themen wie beispielsweise Moral, Nächstenliebe und Freundschaft und schafft es trotz der geringen Seitenanzahl deren Wichtigkeit auf ergreifende Weise auf den Punkt zu bringen. Die Bücher aus der 'Mein Leben...' Reihe sprechen Problem- und Tabuthemen an, vermitteln gleichzeitig aber sehr wichtige und elementare Werte.

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Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Mihrali ist 18 Jahre alt und wurde wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Sein bester Freund hat ihn verraten und Mihali muss damit leben - in Gefangenschaft!

Mihrali (der Name wurde von der Redaktion geändert) erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive. Allerdings erzählt er sie nicht in Roman-Form und auch nicht in chronologischer Reihenfolge. Er erzählt etwa so von seinem Leben wie man es einem Freund berichten würde, mal aus seinem jetzigen Leben und mal aus der Vergangenheit. Die entsprechenden Abschnitte tragen die Überschriften 'Drinnen' und 'Draußen'.

Der Leser erfährt viel über Mihrali, seine Familie und seine Freunde. Von den Fehlern, die er gemacht hat, die zu seiner Verurteilung geführt haben. Mihrali erzählt auch von seinen Träumen, ist aber realistisch genug, um zu erkennen, dass es schwer werden wird, diese zu verwirklichen.

Mihrali berichtet auch über die Probleme, die es mit sich bringt, ein Türke in Deutschland zu sein. Welche Vorurteile den Alltag eines Ausländers in Deutschland belasten.

Zu Beginn jeden Kapitels bekommt der Leser eines von Mihalis Gedichten zu lesen. Diese haben mir sehr gut gefallen und mich auf jede Fall zum Nachdenken angeregt.

Das Buch ist mit 156 Seiten recht dünn. Das finde ich sehr schade, denn ich hätte gerne noch mehr von Mihrali gelesen.

Fazit: Ein wirklich interessantes, leicht zu lesendes Buch zu einem Thema, über das man selten spricht oder überhaupt nachdenkt. Ich hätte mir allerdings mehr Situationen aus dem Gefängnisleben gewünscht.

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*cheyenne_girl*s avatar

Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek
*cheyenne_girl*vor 8 Jahren

Rezension:

Mihrali ein Junge der mit 18 Jahren zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten verurteilt wurde, nicht wegen Diebstahl, Erpressung, Körperverletzung oder ähnliches, nein wegen Totschlag. Ein junger Mann der sich sein komplettes Leben versaut hat, begreift im Gefängnis wo alles zu spät zu scheinen ist, dass er was ändern muss und widmet sich dem schreiben. Er schreibt Gedichte, wahre Erlebnisse im Gefängnis und erzählt seine Erlebnisse in Freiheit die ihn ins Gefängnis gebracht haben. Diese Geschichte zieht sich durchs komplette Buch. Eindeutigere Angaben zum Inhalt will ich nicht geben, da ich sonst wieder zu viel verrate.

Meine Meinung:

Ich finde, dass der Arena-Verlag mit der Buchreihe mein Leben interessante Themen aufgreift um Jugendlichen die Augen zu öffnen. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages komplett durchgelesen, da mich die Geschichte total gefesselt hat. Ich bin ein Mensch der gerne Schicksalsbücher liest und genau aus diesem Grund werde ich mir wahrscheinlich die komplette Reihe zulegen. Es liest sich sehr leicht und man bekommt einen Einblick in die Hintergründe warum Jugendliche manche Dinge tun die sie besser nicht tun sollten. Das einzige Problem was ich an dieser Reihe sehe, die Jugend die es lesen müsste wird es erst lesen wenn das eigene Leben wahrscheinlich auch schon nahe am Abgrund steht.

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