Mihrali Simsek , Daniel Oliver Bachmann Mit 18 mein Sturz

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Inhaltsangabe zu „Mit 18 mein Sturz“ von Mihrali Simsek

Wie sieht Alltag hinter Gittern aus? Welche Perspektiven bietet die Zukunft? Und wie lebt man mit dem Wissen, etwas nie wieder gutmachen zu können? Mit 18 Jahren wurde Mihrali Simsek* zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Weil er verhindern will, dass anderen Jugendlichen Ähnliches passiert, erzählt er seine Geschichte – klar, direkt und schonungslos ehrlich.

Ich Fand das Buch ganz gut aber das Buch "Verfüttert Welt" von Jan Frey gefällt mir persönlich besser.

— gismolisa
gismolisa

Ein Blick hinter die Kulissen und ein Blick in das Herz eines guten Menschen....

— Binea_Literatwo
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  • Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

    Mit 18 mein Sturz
    LenaBo

    LenaBo

    26. November 2011 um 16:59

    4,5 Sterne Inhalt: Mihrali sitzt im Gefängnis. Als er 18 war eskalierte ein Streit auf der Straße, Mihrali zückte ein Messer, ein Mensch starb. Mihrali wurde zu sechs Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Doch Mihrali bereut seine Tat, möchte Jugendlichen eine Botschaft vermitteln; vermeintlichen Freunden nicht blind zu vertrauen und etwas Anständiges aus seinem eigenen Leben zu machen. Meine Meinung: 'Mit 18 mein Sturz' ist nun das dritte Buch, was ich aus der 'Mein Leben...' Reihe gelesen habe. Und wie auch die anderen Bände, die ich schon kenne, erzählt auch dieses Buch eine tragische Geschichte über das Schicksal eines Jugendlichen, welches von der ersten bis zur letzten Seite unter die Haut geht. Mihrali berichtet in seinem Buch über zwei sehr prägende Teile seines bisherigen Lebens; die Zeit vor und während seiner Haftstrafe. Sehr detailliert und ehrlich erzählt Mihrali über sein Leben, über sein Verhalten und über seine Denkweisen, die ihm zu dem machten, was er heute ist. Was aber am wichtigsten ist und mich auch dazu bewegt hat, diese Geschichte mit großem Interesse zu lesen, ist die Beantwortung der Frage, wie es dazu kommen kann, dass ein 18-jähriger auf die schiefe Bahn gerät und einen beträchtlichen Teil seines Lebens hinter Gittern verbringen muss. Ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen in Mihralis Situation die Schuld bei Mitmenschen, seiner Familie und seinen Freunden, sucht. Nicht aber Mihrali. Er berichtet darüber, dass er stets die Wahl hatte. Nie wurde er dazu gezwungen, mitten in der Woche bis tief in die Nacht auf der Straße rumzuhängen und Alkohol und Drogen zu konsumieren. Keiner hat ihm vorgeschrieben, dass er Mädchen und Frauen wie Objekte behandeln muss. Es gab niemanden, der ihm vorgelebt hat, dass man Konflikte nur mit Gewalt und Waffen lösen kann. Ganz im Gegenteil. All seine Vertrauten, seien es die Eltern oder auch seine Lehrer, wiesen ihn oft darauf hin, dass er Potential hat, er ein ganz Großer werden könnte. Dann ist da wie bereits gesagt noch Mihralis Zeit im Gefängnis. Mihrali beschreibt auf sehr angsteinflößende Art und Weise sein Leben im Knast. Er redet nichts schön, geht dabei ganz speziell auf seine Gefühle und Empfindungen ein und vor allem darauf, wie das Gefängnis seine Denkweisen verändert hat. Mihrali sagt ganz klar, dass er mit seinem Buch Jugendliche ansprechen will. Er will zeigen, dass es an einem selbst liegt, ob man sein Leben in die Hand nimmt und eine Zukunft vor sich hat. Besonders interessant aber auch abschreckend ist in diesen Abschnitten die Beschreibungen von Mihralis Alltag. Mihrali durchläuft in seiner Haft stets denselben trägen Ablauf, sodass er sich beinahe selbst verliert. Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Buch ist das Thema Migration und Akzeptanz in Deutschland. Keiner kann sich wohl wirklich von jeglichen Vorurteilen gegenüber Immigranten freisprechen. Mihralis Geschichte und vor allem die Offenheit, mit Mihrali diese erzählt, ermöglicht einen tiefgründigen Einblick in die Gefühlswelt eines Jungen, der für seine Abstammung in Deutschland verurteilt und in eine Schublade gesteckt wird. Andererseits bleibt es nicht nur bei der Behandlung von Immigration, viel mehr bekommen wir durch Mihralis Erzählung auch eine Einsicht und den muslimischen Glauben, über die Bedeutung des Koran für die persönliche Entwicklung und über die Stellung der Familie im Leben. Gerade durch den Schreibstil und die Erzählweise stellt Mihrali prompt einen Bezug zur Welt der Jugendlichen her. Am Anfang eines jeden Kapitels findet man ein Gedicht, ein Rap oder eine andere Art von Text, die die Emotionen des jungen Mannes auf kreative Weise ausdrückt. Mihrali spricht den Leser immer wieder direkt an, geht auf Themen ein, die wahrscheinlich für jeden Jugendlichen von Bedeutung sind; Schule, Freunde, die eigene Zukunft. Gerade durch diese Aspekte kann ich mir gut vorstellen, dass jeder Jugendliche, der dieses Buch in die Hand nimmt, aufhorchen und durch die tragische Geschichte sein eigenes Handeln und die Gestaltung der Zukunft überdenken wird. Fazit: 'Mit 18 mein Sturz' behandelt viele Themen wie beispielsweise Moral, Nächstenliebe und Freundschaft und schafft es trotz der geringen Seitenanzahl deren Wichtigkeit auf ergreifende Weise auf den Punkt zu bringen. Die Bücher aus der 'Mein Leben...' Reihe sprechen Problem- und Tabuthemen an, vermitteln gleichzeitig aber sehr wichtige und elementare Werte.

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  • Frage zu "Papillon" von Henri Charrière

    Papillon
    Anja_Hilscher

    Anja_Hilscher

    Hallo, vor kurzem hab ich mir die Frage gestellt, ob es eigentlich überhaupt Bücher von ehemaligen Knackis über die "Subkultur" des Gefängnislebens in Deutschland gibt. So Wallraffmäßig, also Erfahrungsberichte. Danke - mfG Anja

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  • Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

    Mit 18 mein Sturz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. August 2011 um 22:37

    Mihrali ist 18 Jahre alt und wurde wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Sein bester Freund hat ihn verraten und Mihali muss damit leben - in Gefangenschaft! Mihrali (der Name wurde von der Redaktion geändert) erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive. Allerdings erzählt er sie nicht in Roman-Form und auch nicht in chronologischer Reihenfolge. Er erzählt etwa so von seinem Leben wie man es einem Freund berichten würde, mal aus seinem jetzigen Leben und mal aus der Vergangenheit. Die entsprechenden Abschnitte tragen die Überschriften 'Drinnen' und 'Draußen'. Der Leser erfährt viel über Mihrali, seine Familie und seine Freunde. Von den Fehlern, die er gemacht hat, die zu seiner Verurteilung geführt haben. Mihrali erzählt auch von seinen Träumen, ist aber realistisch genug, um zu erkennen, dass es schwer werden wird, diese zu verwirklichen. Mihrali berichtet auch über die Probleme, die es mit sich bringt, ein Türke in Deutschland zu sein. Welche Vorurteile den Alltag eines Ausländers in Deutschland belasten. Zu Beginn jeden Kapitels bekommt der Leser eines von Mihalis Gedichten zu lesen. Diese haben mir sehr gut gefallen und mich auf jede Fall zum Nachdenken angeregt. Das Buch ist mit 156 Seiten recht dünn. Das finde ich sehr schade, denn ich hätte gerne noch mehr von Mihrali gelesen. Fazit: Ein wirklich interessantes, leicht zu lesendes Buch zu einem Thema, über das man selten spricht oder überhaupt nachdenkt. Ich hätte mir allerdings mehr Situationen aus dem Gefängnisleben gewünscht.

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  • Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

    Mit 18 mein Sturz
    *cheyenne_girl*

    *cheyenne_girl*

    06. February 2011 um 11:03

    Rezension: Mihrali ein Junge der mit 18 Jahren zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten verurteilt wurde, nicht wegen Diebstahl, Erpressung, Körperverletzung oder ähnliches, nein wegen Totschlag. Ein junger Mann der sich sein komplettes Leben versaut hat, begreift im Gefängnis wo alles zu spät zu scheinen ist, dass er was ändern muss und widmet sich dem schreiben. Er schreibt Gedichte, wahre Erlebnisse im Gefängnis und erzählt seine Erlebnisse in Freiheit die ihn ins Gefängnis gebracht haben. Diese Geschichte zieht sich durchs komplette Buch. Eindeutigere Angaben zum Inhalt will ich nicht geben, da ich sonst wieder zu viel verrate. Meine Meinung: Ich finde, dass der Arena-Verlag mit der Buchreihe mein Leben interessante Themen aufgreift um Jugendlichen die Augen zu öffnen. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages komplett durchgelesen, da mich die Geschichte total gefesselt hat. Ich bin ein Mensch der gerne Schicksalsbücher liest und genau aus diesem Grund werde ich mir wahrscheinlich die komplette Reihe zulegen. Es liest sich sehr leicht und man bekommt einen Einblick in die Hintergründe warum Jugendliche manche Dinge tun die sie besser nicht tun sollten. Das einzige Problem was ich an dieser Reihe sehe, die Jugend die es lesen müsste wird es erst lesen wenn das eigene Leben wahrscheinlich auch schon nahe am Abgrund steht.

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  • Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

    Mit 18 mein Sturz
    Cara_Elea

    Cara_Elea

    22. July 2010 um 20:14

    Mihrali Simsek ist Türke - obwohl er in Deutschland geboren ist und sich als Deutscher fühlt. Doch für alle anderen ist er ein Türke. Ein Kanake, wie Mihrali selbst sagt. Und das macht das Leben nicht einfach..... Ein Buch über Vorurteile, Ehre, Familie, Freundschaft und das Leben im Gefängnis. In klarer und direkter Sprache schildert Mihrali den Alltag im Gefängnis und erklärt, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Er räumt mit Klischées auf und bringt den Leser dazu, über Vorurteile anderen gegenüber nachzudenken. Eine glaubhafte Darstellung die dem jugendlichen Leser gerecht wird. Sicherlich auch gut als Schullektüre geeignet.

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  • Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

    Mit 18 mein Sturz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. June 2010 um 13:24

    Mit diesem Buch legt der Arena Verlag ein weiteres Buch aus der sehr beachtenswerten Reihe „Mein Leben“ vor. Eigentlich für junge Erwachsene und Teenager gedacht, sollte diese Reihe gerne von Erwachsenen gelesen werden, insbesondere von Eltern, denn sie verschafft Einblicke und Sichtweisen und nimmt Vorurteilen den Raum. Mihrali Simsek beschreibt in seinem Buch immer das Draußen, sprich die Vergangenheit und wie es zur Tat kam und das Drinnen, den Alltag im Knast. Etwa nach zwei Dritteln gibt es einen Wechsel des Draußen in die Zukunft. Dieses Buch macht einen tief betroffen und man ließt es mit Scham. Ich hatte eine vorgefertigte Meinung und die wird widerlegt. Ja, Mihrali Simsek ist ein Mörder. Er ist aber auch ein Opfer. Das Opfer einer deutschen Gesellschaft , die für „Kanacken mit Abitur“ keinen Raum hat. Er ist das Opfer einer Geschichte, die in Anatolien beginnt und die Integration nicht wirklich zulässt. Er ist das Opfer seiner Tradition, die Ehre und Treue zu seinen Freunden und zu seiner Familie höher stellt, als Eigennutz. Mihrali beschreibt seine Zerrissenheit und seine Resignation, seine brutale Wut und den Wunsch, eigentlich anders sein zu wollen. Zugleich zeigt dieses Buch die wunderbare Poesie eines jungen Mannes, der schreibt und der Gedichte und Lektüre ließt, die man nicht erwartet hätte , zum Beispiel Heinrich Heine. Es beschreibt auch, wie er für einen tadellosen Aufsatz eine drei bekommt und wieder resigniert: Kanacken bekommen keine eins. Man sollte meinen, es sollte nicht schlimmer kommen, aber das ist nicht der Fall. Weil er an seinem 18. Geburtstag im Knast saß konnte er keinen deutschen Pass beantragen und ihm droht jetzt die Abschiebung in das Heimatland seines Großvaters. Weder Mihralik noch sein Vater sind in der Türkei länger gewesen, als der deutsche Pauschaltourist. Man könnte verzweifeln und das Buch macht wütend. Verdammt, da ist ein junger Deutschtürke, gebildet, vorbildlich und sozial als Gefangenensprecher gefestigt. Würde man ihn als Streetworker in Deutschland belassen, könnte man sicher viel dafür tun das Jungs wie Mihralik nicht straffällig werden und bessere Perspektiven erlangen. Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer an die jungen Migranten im Land, es besser zu machen . Mihralik möchte die Menschen erreichen und ich würde mir wünschen, dass man ihm die Möglichkeit dazu gibt.

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  • Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

    Mit 18 mein Sturz
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    15. April 2010 um 09:35

    Drinnen und Draußen. Mihrali Simsek ist drinnen, vorher war er draußen. Er sitzt im Gefängnis und erzählt in neun Kapitel, in denen sich drinnen und draußen abwechseln, wie er von seinem normalen Leben ins Gefängnis gekommen ist. Eigentlich war sein Leben ja für einen „Kanaken“ in Deutschland, so bezeichnet er sich, wirklich okay. Trotz seiner eher zurückgebliebenen und gewalttätigen Freunde geht Mihrali auf das Gymnasium. Er könnte andere Freunde haben, bessere, aber er mag Mahmut, Erman und Han. Mahmut ist sein Blutsbruder, für ihn würde er alles tun, denn Mahmut würde auch alles für ihn tun. Doch würde er das wirklich? Würde er genauso loyal wie Mihrali sein und wenn es darauf ankommt den Mund halten und schweigen? Dann kommt der Tag, an dem Mihrali einem Jungen das Leben nimmt. Mihrali hat immer die Grenzen gekannt, gewusst, wann man aufhören musste, doch an diesem Tag hat er sämtliche Grenzen überschritten, denn es hatten zwar alle Waffen, doch nur er hat sie benutzt. Das Stoppschild übersehen, an dem er sonst immer angehalten hat. Warte ab mit deinem Urteil, bis du die Geschichte kennst! Daniel Oliver Bachmann hat Mihrali Simsek im Gefängnis besucht und hat als Co-Autor für ihn nun dieses Buch geschrieben. Ein Buch, ohne etwas schön zu schreiben, ohne etwas richtig zu stellen, ohne damit irgendwas wieder gut zu machen. Mihrali Simsek schilderte Daniel Oliver Bachmann, wie er sein damaliges Leben gesehen hat, wie es dazu kam und wie er darüber denkt, was er im Gefängnis erlebt, wie er sich und andere Häftlinge sieht. Zugleich wagt er einen kurzen Blick in die noch ungewisse Zukunft. Wie wird sein Leben nach sechseinhalb Jahren in einer Zelle aussehen und was wird er danach empfinden? In bin ein einfacher Gefangener Der meistgehasste Mensch der Welt Zu Hitlers Zeiten wäre ich tot Was mich am Leben hält, weiß ich nicht Jeden Tag denke ich an die Nacht Im System bin ich das Virus Im Satz der Grammatikfehler Am Fließband die Fehlproduktion Nur meine Texte schaffen es aus der Zelle Wer urteilen will, muss verstehen Wer verstehen will, muss wissen Über mich weiß man nichts Mihrali Simsek: Wer solche Bücher liest, landet nicht im Gefängnis.

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  • Rezension zu "Mit 18 mein Sturz" von Mihrali Simsek

    Mit 18 mein Sturz
    Träumerin

    Träumerin

    01. March 2010 um 16:01

    Wie landet man im Jugendknast? Und welche Kettenreaktionen sieht man erst dann, wenn es zu spät ist?
    Sehr authentischer Roman, über das heutige Deutschland und seine eigenen Bürger.