Miika Nousiainen Die Wurzel alles Guten

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Inhaltsangabe zu „Die Wurzel alles Guten“ von Miika Nousiainen

Schon bei der Anmeldung ist es Pekka Kirnuvaara aufgefallen: Sein neuer Zahnarzt trägt denselben ungewöhnlichen Nachnamen wie er. Und dann hat er praktisch die gleiche Nase. Auf Pekkas bohrende Fragen nach Herkunft und Familie antwortet Esko seinerseits mit unablässigem Bohren. Erst kurz vor Ende der Behandlung gibt er endlich zu, dass sie Halbbrüder sein müssen – und willigt ein, mit Pekka nach dem gemeinsamen Vater zu suchen. Auf ihrer Reise finden sie weitere Halbgeschwister; ihr Erzeuger hat eine Spur von Nachkommen durch die halbe Welt gelegt. Eine originelle Komödie aus Finnland über Herkunft, Identität und Vorurteile – und dazu die schönste Geschwistergeschichte südlich des Polarkreises.

Lustig, philosophisch, nervig ... durch die Charaktere kommt all das zum Vorschein. Nur das Thema Familie war mir teilweise zu schwülstig.

— DanielaN

Kann ich sehr empfehlen. Witzig, scuril und warmherzig. Besser als alles was ich bisher gelesen habe.

— Winterzauber

Pekka findet neue Geschwister und zu sich selbst

— Wuestentraum

Ein skurriler und unterhaltsam Roman, der von Zahnhygiene geprägt ist.

— nellsche

Geht ein Mann zum Zahnarzt, der sich als sein Bruder entpuppt ... wunderbar komisches "dentales" Roadmovie mit hohem Unterhaltungswert.

— Buchstabenliebhaberin

Die etwas andere Suche nach dem Vater & dem Auffinden von Halbgeschwistern.Humorvoll, nachdenklich, berührend erzählt.Ein wundervolles Buch.

— Tom_Read4u

Teilweise witzig. Auf jeden Fall schnell zu lesen und kurzweilig

— andrea_strickliesel

Ein wundervoller Roman um die Suche nach den eigenen Wurzeln, mit herrlichen Dialogen und immer mal wieder was zum Schmunzeln

— brenda_wolf

Geschichte um das Finden von Geschwistern, dem Haltgeben und verändern der Sichtweisen untereinander - amüsant mit Zahnarztthema vermischt.

— simone_richter

Familienzusammenführung trifft auf Zahnmedizin trifft auf sozial- politische Anekdoten trifft auf Road- Trip Abenteuer.

— Jessy1189

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  • Die Wurzel alles Guten

    Die Wurzel alles Guten

    -sabine-

    04. October 2017 um 09:30

    Ich hatte keine großen Erwartungen an die Geschichte, aber schon nach wenigen Seiten war das anders, weil ich mich sofort wohlgefühlt habe - mit der Geschichte und mit dem Schreibstil.Es geht um die beiden Halbbrüder Pekka und Esko, aus deren Sicht immer abwechselnd das Geschehen erzählt wird. Die beiden Brüder haben sich gerade erst gefunden, beide kennen ihren Vater nicht und machen sich nun auf die Suche – und das führt sie ganz schön weit rum, und immer gibt es neue Familiengeheimnisse, die sich eröffnen. Meist ist es Pekka, der zu Wort kommt und durch die Ich-Erzählweise war ich ihm sehr nahe. Er ist ein sympathischer Zeitgenosse, der manchmal etwas tollpatschig wirkt und ungeschickt handelt, das aber macht ihn sehr liebenswert. Ich mochte seine zupackende Art, den Dingen auf den Grund zu gehen – ganz anders da sein Bruder Esko, der deutlich seltener zu Wort kommt und bei dem ich etwas Zeit brauchte, um ihn ebenfalls zu mögen. Esko lebt sehr zurückgezogen nur für seinen Beruf als Zahnarzt, und die Suche nach seinem Vater ist gleichzeitig auch eine Suche nach sich selbst – er macht eine tolle Entwicklung durch, die aber nie unglaubwürdig oder überzogen wirkte, sondern authentisch und glaubhaft. Die Geschichte führt den Leser fast um die ganze Welt und man lernt viele verschiedene Personen kennen, die alle ganz unterschiedlich sind und auch wenn es oft nur Nebenfiguren sind, trotzdem gut ausgearbeitet waren. Der Schreibstil ist sehr klar und präzise, manchmal mit einem Hauch von Ironie, aber voller Humor ohne dabei billig oder klamaukig zu sein. Eingebettet ist die Geschichte in den Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung – das klingt jetzt erst mal komisch, trifft aber den Nagel wirklich auf den Kopf; und war für mich einfach mal ganz was neues und damit sehr erquicklich.Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, weil es sich abhebt von üblichen Geschichten, bei denen es um Herkunft und Identität geht – je mehr man die Charaktere kennenlernt, umso mehr habe ich sie ins Herz geschlossen und gerne begleitet. Spannend oder fesselnd ist die Geschichte nicht, dennoch aber wollte ich wissen, ob die beiden ungleichen Brüder ihren Vater finden; und so habe ich das Buch in sehr kurzer Zeit gelesen. Das Ende ist anders als erwartet, aber es passt sehr gut und bietet einen runden Abschluss. Ich gebe 4 von 5 Sternen und werde den Autor weiter im Auge behalten.Mein FazitZwei völlig unterschiedliche Halbbrüder, die sich auf die Suche nach ihrem Vater machen – klingt erst mal nach altbekanntem, trotzdem ist diese Geschichte hier besonders und erfrischend anders. Die Charaktere wachsen einem nach und nach ans Herz, der Schreibstil ist zwar klar, aber auch voller Humor mit einer Prise Ironie. Und zwischen den Zeilen gibt es zudem noch eine schöne Botschaft – ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen und bin schon gespannt auf weitere Werke des Autors.

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  • Ein ganz besonderer Roadtrip

    Die Wurzel alles Guten

    michael_lehmann-pape

    22. September 2017 um 13:16

    Ein ganz besonderer RoadtripSo einiges fällt umgehend zu Beginn der Lektüre überaus positiv ins Auge, nur eine kleinere Schwäche macht sich nach einigen Seiten bereits bemerkbar. Beides sind Empfindungen, die sich durch das gesamte Buch hindurchziehen und die Lektüre zu einem weitgehenden Vergnügen gestalten.Was tun, wenn ein Zahn pocht? Und wenn die Zähne an sich in keinem guten Zustand sind. Woran man im Übrigen auch selbst hohen Anteil trägt, wenn Zahnpflege ungewohnt, lästig und überhaupt nicht anregend wahrgenommen wird.Die Wurzel entzündet sich. Und ein guter Zahnarzt (der Esko mit Leib und Seele ist!) geht systematisch und gründlich vor. Bis zur perfekt passenden Krone, die dann das Problem (dieses eine zunächst) löst.Dass da zufällig sein Halbbruder vor ihm sitzt, das irritiert dann aber doch. Und alles „sich wehren“ gegen die Vertiefung der Begegnung nutzt ja nichts (wie bei einer entzündeten Wurzel).Wobei die Zähne im Mund seines Bruders Pekka (in fließendem, ständig chronologisch aufeinander aufbauendem Wechsel erzählt Nouisaeinen die Geschichte der Brüder, was nahtlos ineinander übergeht) im Roman natürlich nur ein passendes und griffiges Symbol für den Lebenszustand (letztlich beider Brüder) darstellt.Bei Pekka, ganz moderner Vater, alles richtiggemacht, denkt eher, ist die Ehe geschieden und er ein 14tägiger Wochenendvater. Bei Esko kam sowas gar nicht erst in Betracht, außer seiner Freude an der Arbeit gibt es wenig in seinem Leben.Beider Vater ist aus dem Leben verschwunden, bei beiden im Alter von drei Jahren. Ein Schuft. Einer, der verlässt. Ein Egoist. Einer, der durch dieses Verhalten, so denkt man im Stillen, erst die Weichen für die leicht verkorksten Leben gestellt hat.Und bei beiden gilt, dass wird im Verlauf der Lektüre immer klarer, dass nur eine gründliche „Wurzelbehandlung“ den Seelenfrieden herstellen könnte.Mit vielen im Übrigen kleinen Szenen, die das Herz erwärmen. Wenn Eskos einen Patienten freundlich, aber bestimmt, aus seinem Stuhl verbannt. Das erste Mal in seinem Berufsleben. Und es fühlt sich gut an. Wenn Pekka mit einer Liebe, die den Leser an das Beste im Menschen gemahnt, seine beiden Kinder betrachtet.Munter erzählt Nouisainen. Leger und locker in den Dialogen, humorvoll und doch stringent in der Reise, die beide unternehmen werden, um auf die Spuren des Vaters zu kommen.Eine Reise, die Kreise bis auf andere Kontinente ziehen wird und vielfache, originelle und berührende Begegnungen für die Brüder und den Leser enthält.Durch Verwandte, Bekannte, Orte. Eine äußere und innere Reise, die einiges an Überraschungen bereithält und das Bild, dass beide fest „verwurzelt“ ins ich tragen langsam, aber sicher, erschüttern.Und wie nebenbei werden die Themen des modernen Alltags mit verhandelt. Vater sein bei zugfachen Trennungen. Patchworkfamilien. Isolation, die nicht nur selbstgewählt ist in einer Welt, in der wohl nur der extrovertierte, laute Mensch wahrgenommen wird und ansonsten die stillen leicht in Gefahr stehen, zu versauern.Flüchtlinge und Rassismus, schon bevor es Flüchtlinge gab. Der Wille auf der andren Seite, diese zu integrieren. Immer wieder überrascht Nouisainen mit kleinen, aber geschickten Wendungen und Einflechtungen.Wobei die teils mäandernden Assoziationsreihen gerades bei Pekka in teils einfach zu langen Welterklärungen und Reflexionen der eigenen Position in dieser Welt doch hier da ein Kribbeln zum überblättern auslösen. Was aber die einzige, hier und auftretende, leichte Schwäche des ansonsten bestens unterhaltenden Romans ist.

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  • Wurzelbekämpfung

    Die Wurzel alles Guten

    Ceciliasophie

    19. September 2017 um 09:58

    Pekka Kirnuvaara landet auf dem Zahnarztstuhl eines Arztes, der lustiger Weise den selben ungewöhnlichen Nachnamen trägt wie er. Und schnell ist dem Finnen klar, das es sich bei dem Zahnarzt Esko Kirnuvaara um seinen (Halb-)Bruder handeln muss. Doch dieser ist anfangs gar nicht so begeistert von Pekka. Doch nach und nach kommen sich die beiden so unterschiedlichen Menschen näher und als sie dann von einer möglichen (Halb-)Schwester erfahren, packen die beiden Finnen ihre Sachen und machen sich auf den Weg zu ihr und in die Welt hinaus. Pekka und Kirnuvaara, so wie die anderen auftretenden Charaktere, waren ganz einfach wunderbar. Der Wechsel der beiden Erzählperspektiven aus Eskos und Pekkas Sicht hat mir sehr gut gefallen und ich bin froh, dass der Autor sich auf diese beiden beschränkte und nicht auch noch andere Halbgeschwister mit aufnahm. Schon an der Wortwahl und dem Erzählton konnte man schnell erkennen, welcher Bruder gerade erzählte, falls man das Buch einmal mitten im Kapitel aus der Hand legte. Dies gefiel mir wirklich außerordentlich gut, da beide Charaktere unheimlich toll gestaltet waren, jeder seine Macken hatte und gut vom anderen differenzierter war. Oftmals verschwimmen in Romanen mit mehreren Erzählperspektiven die Charaktere sehr. Dies war hier nicht einmal der Fall.Beide Charaktere entwickeln sich mit zunehmender Seitenzahl ganz hervorragend und erscheinen niemals flach.Obwohl die Geschichte an sich etwas skurril ist, wurde es mir dann leider im letzten viertel etwas zu viel und die Geschichte traf nicht mehr zu hundert Prozent meinen Geschmack.Es geht um Wurzeln. Sowohl die Zahnwurzeln, die sich so schnell so böse entzünden können, als auch familiäre Wurzeln, die auch gehegt und gepflegt werden müssen. Und erst, wenn das Problem an der Wurzel bekämpft wurde, lässt es sich in Ruhe und Frieden und im Einklang mit sich selber leben. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Durch die nicht allzu langen Unterkapitel flogen die Seiten nur so dahin, was unterstützt wurde durch den sehr humorvollen Schreibstil. So musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln. Der Titel ist wirklich toll gewählt und passt perfekt zum Inhalt. Auch das Cover passt, deutet der Weg doch an, dass es im Leben nicht einen gradlinigen Weg gibt, sondern ab und an auch ein paar Schlenker dabei sind. Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten können und ich vergebe deshalb 4.5 Sterne.

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  • Meine Zähne haben ein mieses Karma

    Die Wurzel alles Guten

    Winterzauber

    18. September 2017 um 22:26

    Pekka und Esko beide schon etwas in die Jahre gekommen, begegnen sich zufällig als Patient und Zahnarzt. Pekka ist schon wegen des gleichen Nachnamens sofort überzeugt seinem Bruder gegenüber zu stehen, Esko ist etwas zurückhaltender und lässt sich auf kein Gespräch ein. Pekka ist hartnäckig und dank seiner schlecht gepflegten Zähne, sehen sich die beiden nun öfter. Nach einigen Recherchen stellt sich raus, dass sie in Schweden noch eine Schwester haben und beschließen, ihr einen Besuch abzustatten. Die Familie wird mit der Zeit immer größer. Alle haben im Leben mehr oder weniger Glück gehabt, eigentlich eher weniger und ein Puzzleteil hat ihnen immer gefehlt, durch die Geschwister fühlen sie sich wieder als Einheit und als Familie. Die Geschwister sind total unterschiedlich, was mit den Charme der Geschichte ausmacht. Hintergründig ging es immer darum den Vater zu finden, den alle Kinder so schmerzlich vermisst haben. Er ist eine tragische Figur in dieser Story.Die Geschichte wird abwechselnd von Pekka und Esko erzählt, was sehr erfrischend ist. Das ist mit Abstand das witzigste und absurdeste Roadmovie was ich je gelesen habe. Der Schreistil ist reduziert und mit viel trockenem Humor gespickt. Die Geschichte ist schön und tragisch zugleich. Die Menschen sind interessant und warmherzig, völlig durchgeknallt und großartig. Die Reise geht durch einige Länder und es werden Missstände aus der Vergangenheit ans Licht gebracht, die kurz abgehandelt werden, das macht der Autor ganz geschickt ohne erhobenen Zeigefinger. Das Thema Zähne nimmt in diesem Buch viel Raum ein, aber auf eine sehr witzige Art.Ein Satz hat mir besonders gefallen „Nichts ist so hinterhältig wie Zahnfleisch und Paarbeziehungen - beide entzünden sich in aller Heimlichkeit und machen erst dann auf sich aufmerksam, wenn es zu spät ist."

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  • Ahnenforschung

    Die Wurzel alles Guten

    andrea_strickliesel

    17. September 2017 um 21:41

    Der Finne Pekka Kirnuvaara, getrennt lebender Familienvater, steht vor dem Problem, einen Zahnarzt zu brauchen. Er sitzt auf den Behandlungsstuhl und stellt fest, dass der Doktor glatt sein Bruder sein könnte. Und tatsächlich, sie haben den gleichen Vater. Die Brüder sind sehr unterschiedlich. Pekka ist sehr redefreudig und pflegt seine Zähne nicht. Esko Kirnuvaara, der Ältere, hält dagegen viel von der Pflege der Zähne. Klar, er ist ja auch Zahnarzt. Dafür ist er der Ruhige und redet nicht gerne. Die beiden Männer sind als Kleinkinder von ihrem Vater verlassen worden. Ihre Mütter waren nicht gut auf den Vater zu sprechen. Und doch wollen die Söhne herausfinden, wo der Vater abgeblieben ist und warum er sie allein gelassen hat. Sie machen sich auf die Suche nach ihrer Wurzel. Seine Familiengeschichte mit einer Wurzelbehandlung zu vergleichen, das ist schon mal ein besonderes Erlebnis. Der Autor hat die Kapitel mit den einzelnen Stationen der Behandlung überschrieben. Und witziger Weise, passt es tatsächlich. Am Anfang muss man eben erst einmal den Zahn aufmachen, um an das Übel heran zu kommen. In der zweiten Station wird gesäubert und provisorisch verschlossen… So kann man eben auch den Vorgang erklären, wenn es um die Aufarbeitung der Beziehung zum verschwundenen Vater geht. Auf ihrer Suche nach dem Vater treffen die alten Männer auf immer mehr Geschwister. Einer Spur, die ihr Erzeuger hinter sich her zog. Und alle Kinder haben eine Gemeinsamkeit, sie wurden als Kleinkinder mit ihren Müttern allein gelassen. Miika Nousiainen hat eine witzige Art zu schreiben. Spitzer und feiner Humor bringt immer wieder Lacher hervor. Seine beiden Hauptfiguren sind so unterschiedlich und so herrlich beschrieben, dass es Spaß macht sich auf die Beiden einzulassen. Pekka und Esko erzählen abwechselnd aus ihrer Sicht. Jeder in seiner Art, was die Geschichte sehr unterhaltsam und sehr lebendig macht. Zum Ende hin, kam mir dann doch alles etwas zu sehr herangezogen vor. Als wollte der Autor möglichst viel und schnell noch abhandeln. Dabei erfährt man doch einiges über das Gesundheitssystem in Finnland und andern Orts. Über die Finnen an sich, und die Behandlung und Verwahrung von Kindern in anderen Ländern. Miika Nousiainen wickelt einen mit seiner leichten Schreibweise ein und vermittelt nebenbei noch Politisches und Soziales, ohne mit dem Zeigefinger zu wackeln. Ich fand es ein erfrischendes Buch, das man gut lesen kann. 

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  • Leserunde zu "Die Wurzel alles Guten" von Miika Nousiainen

    Die Wurzel alles Guten

    diewortklauberin

    »Eine Axt haben und schneller sein, das ist bei einer Schlägerei die halbe Miete.« Dieser Satz ist so gut wie alles, was Pekka von seinem Vater mit auf seinen Lebensweg bekommen hat. Pekka ist drei, als der Vater die Familie verlässt. Die Mutter beschließt, dass es über den "elenden Feigling" fortan nichts mehr zu sagen gibt und so wächst Pekka ohne Wissen über seinen Vater auf. Umso größer die Neugierde, als er als erwachsener Mann überraschend auf seinen Halbbruder trifft – seinen Zahnarzt. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Spuren ihres Vaters. "Die Wurzel alles Guten" von Miika Nousiainen ist eine originelle Komödie aus Finnland über Herkunft, Identität und Vorurteile – und dazu die schönste Geschwistergeschichte südlich des Polarkreises. Du hast Lust Pekka auf seiner Suche zu begleiten? Dann mach mit bei unserer Leserunde und gewinne eines von 25 Buchexemplaren!Mehr zum InhaltSchon bei der Anmeldung ist es Pekka Kirnuvaara aufgefallen: Sein neuer Zahnarzt trägt denselben ungewöhnlichen Nachnamen wie er. Und dann hat er praktisch die gleiche Nase. Auf Pekkas bohrende Fragen nach Herkunft und Familie antwortet Esko seinerseits mit unablässigem Bohren. Erst kurz vor Ende der Behandlung gibt er endlich zu, dass sie Halbbrüder sein müssen – und willigt ein, mit Pekka nach dem gemeinsamen Vater zu suchen. Auf ihrer Reise finden sie weitere Halbgeschwister; ihr Erzeuger hat eine Spur von Nachkommen durch die halbe Welt gelegt. »Ich dachte, ein Buch, das berührt und belustigt, das spannend ist, ohne ein Krimi zu sein, und unterhaltsam, ohne sich anzubiedern, gebe es nicht. Hier ist es. Es schrie danach, eingelesen zu werden. Zum Glück schrie es nach mir.« – Christoph Maria Herbst>> Hier geht's zur LeseprobeMehr zum Autor Miika Nousiainen, 1973 in Jyväskylä, Finnland geboren, ist Schriftsteller, TV-Journalist und Drehbuchautor. Er wohnt mit seiner Frau und zwei Kindern in Helsinki. Die Wurzel alles Guten (im Original Juurihoito) ist sein vierter Roman und der erste, der auf Deutsch übersetzt wird. Auf nach Finnland! Gemeinsam mit Nagel und Kimche vergeben wir 25 Exemplare von "Die Wurzel alles Guten". Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis einschließlich 16.08. für die Leserunde! Klickt auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Was war dein schlimmster oder außergewöhnlichster Zahnarztbesuch? Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien zur Teilnahme an Leserunden!Ich drücke euch die Daumen und freue mich auf die Leserunde!

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    • 612

    Winterzauber

    13. September 2017 um 12:43
    Betsy schreibt Was mir mit am besten gefiel ist der Satz: "Nichts ist so hinterhältig wie Zahnfleisch und Paarbeziehungen - beide entzünden sich in aller Heimlichkeit und machen erst dann auf sich aufmerksam, ...

    Den Satz fand ich auch großartig.

  • Auf den Zahn fühlen

    Die Wurzel alles Guten

    Jessy1189

    10. September 2017 um 22:44

    „Eine Axt haben und schneller sein, das ist bei einer Schlägerei die halbe Miete.“ Mit diesem sonderbaren väterlichen Ratschlag eröffnet der Roman „Die Wurzel alles Guten“ von Miika Nousiainen. Pekka Kirnuvaara hat starke Zahnschmerzen, eine Wurzelbehandlung ist unvermeidbar und so landet er auf dem Behandlungsstuhl des Zahnarztes Esko Kirnuvaara. Der ungewöhnliche Nachname und die fehlenden „Fünfer“ offenbaren schnell eine Verwandtschaft, die nicht zu leugnen ist. In abwechselnden Kapiteln erzählen die Halbbrüder aus ihrer Perspektive, die unterschiedlicher nicht ausfallen könnte: Während Pekka einen lebensfrohen, offenen und humorvollen Familienvater darstellt, ist Esko ein zurückgezogener Eigenbrödler, der die Zahnmedizin in den Lebensmittelpunkt gerückt hat. So ist das Buch auch in vier Leseabschnitte gegliedert, die die einzelnen Arbeitsstufen einer Wurzelbehandlung aufzeigen. Das ist ein sehr witziges Detail, da der gesamte Roman immer wieder mit der Zahnsymbolik spielt und viele Anekdoten und Weisheiten damit umschreibt. Der Schreibstil des Autors lässt sich daher auch als bildhaft, klar und flüssig beschreiben, so dass sich der Roman zügig lesen lässt. Im weiteren Verlauf begeben sich die Brüder dann auf eine Art Road- Trip, um nach Spuren ihres Vaters zu suchen. Währenddessen begegnen ihnen allerdings immer wieder weitere Geschwister und die Familie vergrößert sich stetig. Ab diesem Zeitpunkt hat mir das Buch leider nicht mehr so gut gefallen, da es enorm an Geschwindigkeit zunahm und an Tiefgang verloren hat. Während der Autor sich zu Beginn viel Zeit genommen hat, um auf die Brüder und deren Charakter und Entwicklung einzugehen und sie sehr einfühlsam und detailliert zu schildern, ließ das im Laufe der Geschichte immer weiter nach. Stattdessen werden zu jedem Land, das die Geschwister bereisen, dessen gesellschaftliche und soziale Probleme beleuchtet. Nicht, dass diese Aspekte uninteressant wären, aber ich empfand sie als deplatziert und einfach zu viel an dieser Stelle, und hätte mir das Augenmerk an anderer Stelle gewünscht. Im Fazit möchte ich dieses Buch jedem empfehlen, der gerne eine leichte, humorvolle Familiengeschichte lesen möchte, die auch mal den mahnenden Zeigefinger erheben darf. Vermutlich habe ich aufgrund des Covers, eine deutlich tiefgreifende Story erwartet, denn ich persönlich habe mir mehr Tiefgang gewünscht und fand den Roman letzten Endes eher enttäuschend.

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  • Rezension: "Die Wurzel alles Guten" (M. Nousiainen)

    Die Wurzel alles Guten

    Anchesenamun

    10. September 2017 um 12:50

    Die Geschichte wird abwechselnd aus Pekkas und Eskos Sicht erzählt, wobei Pekka deutlich mehr erzählt, während Eskos Passagen eher kurz waren. Ich fand das passend, denn es spiegelt die unterschiedlichen Charaktere der beiden wider. Pekka war mir von Anfang an sympathisch. Er ist ein liebevoller Sohn und Vater und steht allem offen gegenüber, geht auf Menschen zu. Amüsant ist seine Angst vor dem Zahnarzt, die letztendlich dazu führt, dass er sich bei Esko einer aufwändigen Behandlung unterziehen muss. Mit Esko hingegen musste ich erstmal warm werden. Er hat schon fast etwas Autistisches an sich, es wird jedoch im Laufe der Geschichte klar, wieso er so ist, und er macht eine enorme Wandlung durch. Seine Erzählungen werden dann auch immer länger, was ich als gelungenes Stilmittel empfand. Pekka und Esko sind beide auf ihre eigene Art sehr amüsant und liebenswert. Während Pekka eher mit Selbstironie glänzt, fällt Esko durch seine Schrulligkeit auf. Er ist ganz extrem auf seinen Beruf als Zahnarzt fixiert, und so gibt es in diesem Buch unzählige Metaphern, die sich um die Zahnpflege drehen. Diese sind teils skurril und haben mich sehr zum Lachen gebracht. Einige sind aber auch sehr weise. Mir hat das sehr gut gefallen. Im Laufe der Geschichte treffen die Brüder auf weitere Personen, die auch alle sympathisch und auf ihre Weise einzigartig sind. Mehr möchte ich aber über diese Figuren nicht verraten. Der Schreibstil ist lebendig, und ich bin wirklich durch das Buch geflogen. Nousiainen hat einen feinen Humor, den ich sehr mochte. Dennoch kommen auch ernste Themen zum Tragen. Allen voran die Frage nach den eigenen Wurzeln, die Suche nach dem Vater und letztendlich nach der eigenen Geschichte. Es ist für die Brüder ein Selbstfindungstrip, der nicht nur Angenehmes zu Tage fördert. Nousiainen schafft den Spagat zwischen Tragik und Komik meisterhaft. Neben den persönlichen Problemen der Protagonisten kommen auch ernste gesellschaftliche Probleme zur Sprache wie das finnische Gesundheitssystem, der Rechtspopulismus in Skandinavien oder die Entmündigung der Aborigines. Und natürlich alle Aspekte der Zahnhygiene! Auch die Eigenheiten der Finnen wird hier mit einem Augenzwinkern liebevoll skizziert. Ich musste hier öfter schmunzeln. Ich war scshon mehrere Male in Finnland, und mir kam doch einiges bekannt vor, das ich während meiner Urlaube mit Staunen oder Kopfschütteln wahrnahm. Selbst unter Skandinaviern gelten die Finnen als skurriles Völkchen. Aber genau das macht die Finnen auch so liebenswert. Mich hat "Die Wurzel alles Guten" sehr gut unterhalten, und ich habe Esko und Pekka sehr gerne auf ihrer Suche nach dem Vater und sich selbst begleitet. Für mich ist dieses Buch ein kleines Highlight, und ich kann es jedem wärmstens empfehlen.

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  • Besser als eine Wurzelbehandlung

    Die Wurzel alles Guten

    buchjunkie

    09. September 2017 um 16:11

    Pekka Kirnuvaaras Zähne machen Probleme, also steht ein Zahnarztbesuch an. Der Zahnarzt trägt den gleichen seltenen Nachnahmen und die gleiche Nase. In Pekka entsteht der Verdacht, dass der ernste Zahnarzt Esko sein Halbbruder sein könnte. Denn alles was Pekka von seinem Vater behalten hat, war dessen Rat: Eine Axt haben und schneller sein, das ist bei einer Schlägerei die halbe Miete.Der Vater verliess die Familie schon,als Pekka noch ein Kleinkind war  und außer dessen Namen weiss dieser nichts von ihm.Pekka spricht Esko auf eine eventuelle Verwandschaft an und nach einigem Sträuben sieht der Zahnarzt das genauso.Er willigt sogar ein, sich mit Pekka auf die Suche nach ihrem Vater zu machen.Gemeinsam machen sich die ungleichen Brüder auf die  Reise, auf der sie weitere Halbgeschwister finden. Ihr Erzeuger hat eine Spur von Nachkommen durch die halbe Welt gelegt.Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Pekka und Esko.Pekka ist ein lebensfroher , geschiedener Vater von zwei Kindern und arbeitet in einer Werbeagentur .Esko ist Zahnarzt aus Berufung. Zahnpflege ist ihm heilig und die Liebe hat er leider auch noch nicht kennen gelernt. Er lebt alleine und nur für seinen Beruf.Im Laufe der Geschichte entwickeln sich die beiden Brüder weiter, während sie nach Schweden ,Thailand und Australien reisen.Pekka wird etwas nachdenklicher und Esko entwickelt Lebensfreude.Und zudem bekommen die beiden noch ein paar Geschwister dazu.Ein feiner finnischer Humor durchzieht diesen Roman, doch wie nebenbei schildert der Autor auch soziale, politische oder geschichtliche Hintergründe der Länder, die das Geschwisterpaar bereist.Mir hat dieser Roman gut gefallen , es war eine Freude ihn zu lesen.Es war spannend, die Entwicklung zu beobachten und neugierig war ich darauf, was der Vater wohl für ein Mensch ist. Dies lies mich lange an einem Stück lesen und langatmige Stellen gab es auch keine.Zum Abschluss noch ein Zitat von Esko, dass ich sehr rührend fand:“Auf einmal wird mir klar, dass ich während meiner Reise zum achtfachen Onkel geworden bin. Jetzt gibt es auch  in meinem Leben Menschen, denen ich Postkarten schicken und zum Geburtstag gratulieren kann, die ich vermissen kann.“Ein empfehlenswerter und besonderer Roman, der auch zur Benutzung von Zahnseide anregt😉

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    • 8
  • Die Wurzel alles Guten

    Die Wurzel alles Guten

    Wuestentraum

    08. September 2017 um 13:13

    Pekka Kirnuvaara muss zum Zahnarzt. Er bemerkt sofort, dass dieser nicht nur den gleichen seltenen Nachnamen wie er trägt, sondern praktisch auch die gleiche Nase wie er hat. Auf sein Nachfragen, ob es sein kann, dass sie den gleichen Vater haben, weicht Esko der Zahnarzt aus. Doch zum Ende der Behandlung gibt Esko zu, dass sie Halbbrüder sein müssen und willigt widerstrebend ein, sich mit Pekka auf die Suche nach ihrem Vater zu machen. Esko ist ein eigenbrödlerischer Einzelgänger, für den es nur seine Arbeit gibt und sein ganzes Interesse nur der Zahnmedizin gewidmet ist. Pekka hat es nicht ganz leicht mit ihm auf der Reise. Aber nach und nach taut Esko ein wenig auf und dann ist er sogar mehr als froh, sich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben. Man erfährt auch einiges über Pekka, der zwei Kinder hat und eine schwierige Exfrau, die ihn immerzu ärgert und ihm das Leben schwer macht. Seine Kinder liebt er über alles und er würde zu gerne mehr Zeit mit ihnen verbringen. Die beiden reisen um die halbe Welt. Überall, wo ihr Vater war, erfahren sie immer neue Dinge über ihn, Spuren wohin er weitergereist ist und finden auch überall neue Halbgeschwister, und sogar Tante und Onkel. Von Helsinki nach Schweden, weiter nach Thailand und schließlich bis Australien geht ihre Reise und die Suche nach ihren Wurzeln. Es wird zu einer Reise zu sich selbst, doch das bemerken die beiden erst am Ende der Reise. Miika Nousiainen hat einen flüssigen und klaren Schreibstil. Die Protagonisten sind authentisch und sympathisch dargestellt, mit ihren eigenen Schicksalen und ihrem Macken. Somit haben fast alle ihre Ecken und Kanten, was sie noch sympathischer macht. Die Geschichte um Pekka und Esko ist mitreißend und humorvoll zugleich geschrieben. Gefühlvoll, liebevoll, melancholisch und gleichzeitig humorvoll ist es dem Autor gelungen, mich als Leser gefangen zu nehmen und durch die Geschichte zu führen. Traurige Schicksale werden erzählt, Hoffnung und Liebe tauchen auf und am Ende ist dieser Roman eine wunderschöne Geschwistergeschichte. Fazit: Ein mitreißender, melancholisch-humorvoller Roman, mit einer der schönsten Geschwistergeschichten, tiefgehend und berührend geschrieben. Mir hat dieser Roman bestens gefallen, er hat mich gefesselt und berührt, einfach toll.

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  • Ohne Wurzel fehlt uns was

    Die Wurzel alles Guten

    Jule_liest

    07. September 2017 um 20:12

    Rezension zu „Die Wurzel alles Guten“ von Miika NousiainenInhalt:Pekka entdeckt, dass sein Zahnarzt eine ungewöhnliche Ähnlichkeit mit ihm hat. Der Mann könnte sein Bruder sein. Nach einigem Sträuben sieht der Zahnarzt das genauso. Die ungleichen Brüder machen sich auf die Suche nach ihren Wurzeln.Meinung:Der Einstieg in das Buch fällt leicht und durch den einfachen Schreibstil lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen. Der Perspektivwechsel ist hier super angelegt, da man dadurch viel mehr über die beiden Charaktere erfährt. Das ist gerade bei Esko von Vorteil, der ansonsten eher schweigsam ist. Den Charme des Buches machen die angesprochenen Themen und die Charaktere aus. Auffallend ist sofort die Authentizität der beiden Hauptcharaktere. Pekka und Esko sind von Beginn an interessant und vielschichtig. Beiden schleppen viel mit sich herum und sind alles andere als perfekt. Sie könnten so unvollkommen wie sie sind, in jeder Stadt leben. Toll ist auch, dass die Charaktere sich auf interessante Art und Weise weiterentwickeln, und am Ende immer noch nicht perfekt sind. Diesen Umstand habe ich als sehr erfrischend empfunden, da die Charaktere der meisten Geschichten ja doch perfekt sind und/oder einem Klischee entsprechen. Dies ist hier gar nicht der Fall, auch nicht bei den weiteren Figuren, die im Laufe der Geschichte auftauchen. Über die möchte ich aber nicht zu viel verraten, da sie Spannung in die Geschichte bringen. Gerade zu Beginn ist außerdem beeindruckend, wie Esko und Pekka einander kennenlernen und sich aufeinander einlassen. Der gesamte Roman macht deutlich, wie wichtig Familie und das Wissen um die eigene Herkunft ist. Mich hat der Roman begeistert, da er außerdem soziale und politische Themen anspricht, die zum Nachdenken und zu Diskussionen anregen. Dazu gehören Flüchtlinge/Rassismus/Multikulturalität, Armut und aus ihr begründete Prostitution, die Stolen Generation und weitere. Verpackt sind diese ganzen Themen, und vor allem die Entwicklung der Protagonisten, in eine Zahnsymbolik, die einfach nur genial ist. Vor allem die Verbindung zwischen der Zahnwurzel und der Wurzel im Sinne von Herkunft finde ich sehr passend und ansprechend.Insgesamt würde ich den Roman jedem empfehlen, der Romane mag, die auf vielen Ebenen zum Nachdenken anregen. Die Reise der Geschwister zu verfolgen ist außerdem sehr interessant und spannend, da sie ungeahnte Wendungen und Überraschungen birgt.

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  • Die Wurzel alles Guten

    Die Wurzel alles Guten

    nellsche

    06. September 2017 um 23:18

    Pekka Kirnuvaara muss zum Zahnarzt. Dass sein neuer Zahnarzt ausgerechnet den gleichen und seltenen Nachnamen trägt, macht ihn stutzig. Ist Esko sein Bruder? Auf die Frage nach seinem Vater reagiert Esko zuerst nicht, sondern widmet sich voller Hingabe dem Bohren an Pekkas Zähnen. Doch zum Ende der Behandlung gesteht Esko Pekka, dass sie Halbbrüder sein müssen. Und dann beschließen sie, nach ihrem gemeinsamen Vater zu suchen. Auf ihrer Reise treffen sie auf weitere Halbgeschwister, die ihr Vater auf der ganzen Welt zurückgelassen hat.Dieser Roman hat mich gut unterhalten, denn er war mal was ganz anderes.Die Geschichte wird im Wechsel aus den Sichten von Pekka und Esko jeweils in der Ich-Form erzählt. Durch die Überschrift war klar, von wem ich gerade lese und so kam ich auch nicht durcheinander. Durch die Perspektivwechsel bekam ich einen prima Einblick in beide Brüder und konnte die Gefühle und Gedanken von beiden sehr gut kennenlernen. Das brachte mir beide unglaublich nahe.Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Dabei wurde alles recht bildhaft beschrieben und ich konnte gut folgen.Sehr gut gefallen hat mir der leichte Humor, der ganz oft durchkam und mich mehrfach zum Grinsen brachte.Pekka ist ein ziemlich normaler Charakter, getrennt lebend und Teilzeitvater. Zum Leidwesen seines Bruders Esko, der sich der Zahngesundheit verschrieben hat, investiert Pekka in die Pflege seiner Zähne eindeutig viel zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit. Pekka ist ohne Vater aufgewachsen und glaubte stets, dass sein Vater Onni die Familie plötzlich verließ, als er noch ganz klein war.Esko lebt für seinen Beruf als Zahnarzt und die Zahnhygiene. Er verbringt viel Zeit mit der Pflege seiner Zähne und verzichtet auf Zucker und andere zahnungesunde Lebensmittel. Doch sein Leben außerhalb seines Berufs ist sehr eintönig und langweilig - es existiert eigentlich gar nicht. Kein Wunder also, dass das Auftauchen seines Halbbruders und die anschließende Suche nach dem gemeinsamen Vater sein Leben komplett durcheinander bringt. Wie Pekka ist auch Esko ohne seinen Vater aufgewachsen.Die Reise der beiden Halbbrüder gleicht einem Roadtrip, der unter dem Stern der Zahnpflege und der Zahnbehandlung steht. Wie sie auf ihre weiteren Geschwister treffen und was sie mit ihnen so erleben, fand ich unterhaltsam, teilweise aber auch nachdenklich stimmen. Eines haben sie alle gemeinsam, nämlich einen Vater, der sich stets aus dem Staub machte und sich nicht mehr blicken ließ.Das Ende fand ich passend und ich konnte das Buch entspannt zuklappen.Ein unterhaltsamer, teilweise skurriler Roman, den ich gerne gelesen habe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Eine Wurzelbehandlung der besonderen Art

    Die Wurzel alles Guten

    Tom_Read4u

    06. September 2017 um 19:59

    Bereits bei der  Anmeldung fällt Pekka Kirnuvaara auf, dass  sein neuer Zahnarzt denselben ungewöhnlichen Nachnamen wie er hat. Und äußerlich sehen sie sich auch etwas ähnlich. Das lässt Pekka natürlich keine Ruhe und in jeder freien Minuten in der Zahnarzt Esko nicht in seinem Mund herumwerkelt, stellt Pekka immer wieder Fragen nach Eskos Familie bzw. Herkunft. Doch dieser bleibt zunächst ernst und will lediglich die Zähne seines Patienten Pekka herrichten. Kurz vor Ende der Behandlung lässt sich Esko dann doch erweichen und gibt zu, dass die beiden Halbbrüder sein müssen und begründet dies mit dem Auftreten eines genetischen Defekts und somit dem Fehlen bestimmter Zähne. Nach anfänglichem Zögern, willigt Esko schließlich ein, sich mit Pekka auf die Suche nach ihrem gemeinsamen Vater zu machen. Was sie dabei alles erleben, wen und wo überall sie am Ende auf der Welt nach ihm suchen, wird hier natürlich nicht verraten. Nur so viel – am Ende sind die beiden nicht alleine und die Suche nach dem Vater ist zeitgleich eine wundervolle Reise/Suche nach sich selbst. Bereits der Anfang fesselt und liest sich unglaublich geschmeidig. Die beiden Halbbrüder können nicht unterschiedlicher sein, was einem beim Lesen immer wieder schmunzeln lässt. Da ist der liebenswerte Pekka, der es eigentlich allen recht machen will und so Pech mit seiner Frau hatte und nun auf der Suche nach seinem Vater ist. Dann ist da noch der nüchterne Zahnarzt Esko, der fast schon gefühlskalt wirkt, bzw. nach außen Distanz wahren will, aber innerlich gern anders würde. In seinem bisherigen Leben stand die Mundhygiene an erster Stelle. Die Zähne sind sein Element, da taut er auf, erfreut  oder beklagt sich an der Zahnpflegekultur. Die Geschichte wird stets im Wechsel dieser beiden Hauptpersonen geschildert, was diesem Buch eine unglaubliche Tiefe gibt, die man so anfangs eigentlich nicht erwartet hätte. Denn dadurch erhalten wir einen wunderbaren Einblick in die jeweilige Gefühlslage der 2 Halbbrüder und dürfen uns immer wieder durch humorvolle Zahnarztmetaphern an Eskos Gefühlen erfreuen. Im weiteren Verlauf ihrer Suche wird es aber auch ein stückweit ernster. Die beiden werden während ihrer Suche mit den Schicksalen anderer Menschen konfrontiert, die es nicht alle so einfach hatten. Trotzdem verliert mit den dabei anklingenden gesellschaftsrelevanten Themen das Buch nie seine gewisse Leichtigkeit. So nimmt es uns Leser auf eine Reise mit, bei der wir nicht nur neue Länder/Kontinente kennenlernen, sondern wir erfahren auch eine kleine Wandlung unserer Charaktere. Analog könnte man auch diese Entwicklung an den Kapitelüberschriften erkennen, denn die Geschichte ist in 5 größere Abschnitte unterteilt, die mit Überschriften einer Zahnbehandlung tituliert sind. Diese Überschriften beschreiben einen Prozess und diesen Prozess machen Esko und Pekka auch durch. Jeder der beiden verändert ein stückweit seine Einstellung zum Leben und seine Art insgesamt. Wie der Prozess zur Heilung eines kranken Zahns, könnte man hier quasi als Heilung der jeweiligen Seelen ansehen. Das Buch hat mich absolut positiv überrascht, da es aufgrund seiner humorvollen, aber auch nachdenklichen Art mal was komplett anderes war. Eine wundervolle Reise zweier unterschiedlicher Halbbrüder auf der Suche nach ihrem Vater und ihrer Identität. Schade, dass schon nach 254 Seiten Schluss war. Dieses Buch sollte man gelesen haben.

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    • 3
  • Familienzuwachs

    Die Wurzel alles Guten

    Buchstabenliebhaberin

    05. September 2017 um 20:22

    Die Basis dieses Buchs ist die Zahnhygiene. Wer bis dato keine Zahnseide benutzt hat, wird dies nach dem Genuss tun. Garantiert. Für Esko gibt es nicht wichtigeres als Zähne, sein Leben besteht aus seinem Beruf, er ist Zahnarzt, arg viel mehr hat er nicht. Außer seine Patienten und Fertiglasagne am Abend. Dann sitzt Pekka in seinem Patientenstuhl, mit schlechten Zähnen und nervigen Fragen. Plötzlich hat er einen Bruder, der sein Leben ordentlich auf den Kopf stellt.Vater Onni hat in der Vergangenheit nichts anbrennen lassen, sich in die Mütter der Brüder verliebt, diese samt Kind sitzen lassen und von dannen gegangen. Die beiden ungleichen Brüder ziehen los, diesen Erzeuger kennenzulernen!Dabei lernen Sie weitere Kinder des fruchtbaren Onni kennen. Auch wenn alle ein markantes Merkmal aufweisen, allen fehlt ein bestimmter Zahn, eine Erbangelegenheit, könnten sie verschiedener nicht sein. Der Autor zeigt jede Menge Fantasie, er lässt das bunte Geschwistervölkchen von Kontinent zu Kontinent hoppsen ...Die Geschichte wird immer unglaublicher. Wilde Lebensgeschichten, die die Geschwister vorzubringen haben. Aber sie freuen sich über den neuen Familienzuwachs. Endlich Familie. Die Suche nach dem Vater wird hierbei beinahe nebensächlich. Der Weg ist das Ziel, so scheint es.Finden Sie ihn? Das verrate ich nicht.Dieses Buch ist kein Familiendrama, es geht nicht um eine psychologisch ausgefeilte Handlung, es gibt keinen Tiefgang. Das Buch will unterhalten, es ist hochaktuell, es streift aktuelle politische Themen, dies aber recht selbstverständlich, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Der Leser darf sich selbst ein Urteil bilden, die Geschwister selbst sind großherzig, trotz durchgängig harter Kindheiten tragen sie ihrem abwesenden Vater nichts nach. Und sie freuen sich, einander gefunden zu haben. Eine schöne, leichte Feelgood-Geschichte.

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    • 3
  • von Zähnen, Finnen und Familiengeheimnissen

    Die Wurzel alles Guten

    Tsubame

    05. September 2017 um 10:32

    "Die Wurzel alles Guten" von Miika Nousiainen ist ein kurzweiliger Roman, in dem sich zwei Brüder erstmals auf bzw. vor dem Zahnarztstuhl begegnen: der eine, Pekka, geschieden, zweifacher Vater und in der Werbebranche tätig, der andere Esko, ledig, Zahnarzt aus Leidenschaft und eher nüchtern und wortkarg."Meiner Ansicht nach stellt das Leben uns vor drei große Fragen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Brauche ich eine Betäubung? Bisher habe ich erst auf die dritte Frage eine Antwort - ja, bitte betäuben.Doch Pekka, den sein Vater im Alter von 3 Jahren verlassen hat und der sich nur an einen Spruch von ihm erinnern kann, drängt so lange, bis sich die beiden Brüder gemeinsam auf die Suche nach ihren Wurzeln machen. Dabei entdecken sie, dass sie längst nicht die einzigen Kinder ihres Vaters sind, reisen nach Schweden, Thailand und schließlich nach Australien.Der schweigsame Esko taut auf dieser Reise immer mehr auf und versäumt es natürlich nicht, auch die Zähne seiner neu dazugewonnenen Familienmitglieder zu versorgen. Die Geschichte ist amüsant, auch wenn sie einen ernsten Kern birgt, denn alle Geschwister mussten ohne ihren Vater aufwachsen.Dass der Autor den meisten von ihnen eine schwere Kindheit und Jugend auf den Leib geschrieben hat, fand ich persönlich ein bisschen 'too much', noch dazu, weil diese Themen alle eher an der Oberfläche bleiben. Getragen wird die Geschichte von den Hauptcharakteren Pekka und Esko, die aber im Laufe der Geschichte leider immer blasser werden.Originell fand ich die Idee der Familienzusammenführung und das Thema Zähne. Es gab mehrere Stellen, an denen ich laut lachen musste ... für mich somit eine nette kleine Geschichte, bei der sich der Autor vielleicht etwas zu viel vorgenommen hat ...

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