Miina Supinen Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

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Inhaltsangabe zu „Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie“ von Miina Supinen

Eine Familie wie aus dem Bilderbuch. Wäre da nicht ... Vater Launo ist Dirigent und Komponist. Mutter Katrina perfektioniert als Innenarchitektin die Häuser der Reichen. Auch ihre Familie könnte perfekt sein, wenn die 22-jährige Tochter nicht auf dem Selbstfindungstrip wäre und ungeniert ihre Sexualität ausprobieren müsste, inklusive Bondage und anderer Spielchen. Wenn sich der 18-jährige Sohn nicht in den Kopf gesetzt hätte, seinen pummeligen Körper durch Bodybuilding und gefährliche Substanzen zu trimmen. Zum Glück gibt es da noch die 4-jährige Pelagia, Nesthäkchen und Sonnenschein der Familie, die aber weder Vater noch Mutter ähnlich sieht. Was ist damals passiert bei dem Tauchlehrgang am Roten Meer? Und was will dieser Tauchlehrer, der an Launos fünfzigstem Geburtstag plötzlich zwischen den Gästen steht?

Merkwürdiges, rührendes, schönes Buch, über das man viel nachdenken kann. Aber nicht muss.

— soetom

Super Idee. Es ist nicht immer alles wie es scheint...

— sarah9512

Eine Eine chaotische Familie, die es so geben könnte.

— Julia127

Schräge Unterhaltung, die für mich aber nicht zur gewünschten Auflösung geführt hat. Holprig, aber amüsant zu lesen.

— louella2209

Vulgär und eigenwillig. Psychologie Fehlanzeige. Aber eigener Stil, deshalb eingängig. Wenn man den derben Witz mag, sogar komisch.

— wandablue

Mal ein ganz anderes Buch. Interessanter Schreibstil.

— marielu

Erzählstil ist gewöhnungsbedürftig. Nicht mein Stil. Darum nur zwei Sterne!

— BeEe26

Kann man lesen, muss man aber nicht.

— Marlee3007

Ganz anders als erwartet, für mich zu anders. Traf überhaupt nicht meinen Humor.

— JasminDeal

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  • Ungewöhnliches Buch, das mir Spaß gemacht hat

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    soetom

    26. June 2017 um 13:20

    Eins vorweg: Das ist kein Buch für jeden Leser. Dich Charaktere sind skurril, überzeichnet und in der Zusammenstellung als Familie völlig absurd. Trotzdem erkennt man sich in manchen Dingen wieder, oder seine Familie, Freunde, Nachbarn... Ein wenig hat mich die Geschichte an A.M. Homes "Grillparty" erinnert. Nur das da von der ersten Seite klar war, dass die Familie bei ihren Versuchen, mit den Herausforderungen der Gesellschaft klar zu kommen, gradewegs auf eine Katastrophe zusteuern. Die dann am Schluss sogar noch drastischer wird als befürchtet. Hier ist alles immer mit einem Augenzwinkern und ohne irgendetwas zu einem endgültigen Ergebnis zu führen. Alle Familienmitglieder sind bis zum Ende auf der Suche nach ihrem Weg. Keiner weiß, ob es noch weitere Katastrophen geben wird. Dass bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Aber ist das "wirkliche Leben" nicht genau so?  Ich habe das Buch gerne gelesen.

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  • Nichts neues, aber trotzdem interessant.

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    MoniUnwritten

    08. June 2016 um 17:52

    Ich bekam das Buch von einer anderen Bloggerin mit der Begründung, sie komme mit dem Schreibstil nicht zurecht. Das Problem kennt wahrscheinlich jeder. Nach den ersten Seiten wusste ich auch, was sie gemeint hatte, aber ich war fest entschlossen, trotzdem durchzuhalten. Und es hat sich gelohnt. Tatsächlich ist der Stil gewöhnungsbedürftigt. Die Autorin benutzt größtenteils Hauptsätze, ist flach und kaum empathisch. Aber sie nimmt auch kein Blatt vor den Mund, was durchaus angenehm sein kann. Dafür arbeitet sie mit zahlreichen Kommentaren aus einer Metaebene, die man sonst während des Lesens selten erreicht. Nach vielleicht 40 Seiten hatte mich die Autorin. Bis dahin hatte ich mich an die Sprache gewöhnt und die Familiensituation verstanden. Danach tauchten die ersten Probleme in der Geschichte auf und ich wollte wissen, wie es weiter geht.Am Anfang des Buches wird auch ausführlich dargestellt, wie gefährlich Marmelade sein kann und was die anscheinend sehr einseitige Ernährung aus den Kindern gemacht hat. Dabei wird pseudowissenschaftlich argumentiert, aber diese übertriebene Verteufelung scheint mir nicht glaubhaft. Sollen die Eltern ihren Kindern tatsächlich nichts anderes zu essen gegeben haben? Im Laufe der Geschichte verliert die Marmelade wieder an Bedeutung und taucht nur noch ab und zu auf.Keines der dargestellten Probleme war wirklich neu. Im Grunde wird hier die Situation zahlreicher Familien verarbeitet. Es geht um die Schwierigkeiten, seinen Platz in der Welt zu finden. Die vielen unterschiedlichen Charaktere haben dem Ganzen eine gewisse Spannung verliehen. Keine der Personen war mir richtig sympathisch. Sie alle schleppen ihre Probleme und Sorgen mit sich herum und anstatt miteinander zu reden, wird nach außen hin die perfekte Fassade erwartet. Nur als Leser kennt man die privaten Seiten. Auf dramatische Weise kommen die Abgründe ans Licht, aber nach einer kurzen Verwirrung schaffen die Familienmitglieder es, sich zu berappeln und hinterher sogar enger zusammen zu stehen. Eigentlich schade, dass solche Verhältnisse nicht nur in der Fiktion existieren. Es sind keine Figuren zum Liebhaben. Aber Figuren zum Mitfühlen, zum Selberdenken und zum Nachfragen. Es könnte sich lohnen, einmal mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen, um die Astras, Silmus und Pelagiasin unserer Welt zu entdecken.Fazit:Wer durchhält, wird mit einer eindrucksvollen Geschichte belohnt, die alltägliche Probleme offenbart. 

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  • Leserunde zu "Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie" von Miina Supinen

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    Insel_Verlag

    Eine Familie wie aus dem Bilderbuch. Wäre da nicht ... Dieser freche, dieser überraschende Roman einer fast perfekten Familie sorgte in Finnland für Aufsehen und wir freuen uns, dass wir Euch Miina Supinens Debütroman Endlich zu fünft nun auf Deutsch präsentieren können. Jeder hat ein Geheimnis! Wenn Euch die kleinen Geheimnisse hinter glänzenden Familienfassaden interessieren, die Makel und Unzulänglichkeiten, die man noch nicht einmal mit der eigenen Familie teilen möchte, und wenn Ihr herausfinden möchtet, warum es gefährlich ist, zu viel Marmelade zu essen, dann ist dieses Buch genau das richtige für Euch. Und das Beste: Die Autorin ist bei dieser Leserunde mit von der Partie und beantwortet Euch alle Fragen rund um den Roman. Zum Buch: Vater Launo ist Dirigent und Komponist. Mutter Katrina perfektioniert als Innenarchitektin die Häuser der Reichen. Auch ihre Familie könnte perfekt sein, wenn die 22-jährige Tochter nicht auf dem Selbstfindungstrip wäre und ungeniert ihre Sexualität ausprobieren müsste, inklusive Bondage und anderer Spielchen. Wenn sich der 18-jährige Sohn nicht in den Kopf gesetzt hätte, seinen pummeligen Körper durch Bodybuilding und gefährliche Substanzen zu trimmen. Zum Glück gibt es da noch die 4-jährige Pelagia, Nesthäkchen und Sonnenschein der Familie, die aber weder Vater noch Mutter ähnlich sieht. Was ist damals passiert bei dem Tauchlehrgang am Roten Meer? Und was will dieser Tauchlehrer, der an Launos fünfzigstem Geburtstag plötzlich zwischen den Gästen steht? Bald weiß die halbe Stadt, dass auch bei den Silolas nicht alles perfekt ist, und die Silolas begreifen, dass Glück und Harmonie nicht von Perfektion abhängt ... Hier könnt Ihr gleich mal reinlesen » »Ich habe lange kein so witziges Buch mehr gelesen.« Parnasso Wenn Ihr Lust habt, das Haus der scheinbar perfekten Familie Silola zu betreten und herauszufinden, welche Abgründe sich dort auftun, dann bewerbt Euch bis zum 10. Februar über den "Jetzt bewerben"-Button für eines von 25 Leseexemplaren, indem Ihr folgende Frage beantwortet: Welches Geheimnis ist bei Dir eines Tages unverhofft ans Licht gekommen? Über die Autorin: Miina Supinen wurde 1976 geboren und wohnt in der finnischen Hauptstadt Helsinki. Sie studierte Journalismus und schreibt u. a. Kolumnen für die finnische Trendzeitschrift "Image" und hat einen Blog. 2014 erschien Drei ist keiner zu viel, 2015 folgt der Roman Endlich zu fünft, mit dem sie in Finnland debütierte. »Hemmungslos und übermütig: unbedingt lesen und genüsslich lachen!« Uutispäivä Demari *Bitte beachtet, dass Ihr Euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.

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    • 430
  • Ziemlich nette Familiengeschichte im derben Schreibstil

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    Tine2502

    23. March 2016 um 09:26

    Die finnische Familie Silola wirkt auf dem ersten Blick recht normal. Die Eltern verheiratet und erfolgreich im Beruf als Starpianist und Innenarchitektin. Dazu kommen dann die drei scheinbar glücklichen Kinder in verschiedenen Altersstufen.Alles scheint so perfekt bis das neue Kindermädchen ihren neuen Freund der Familie vorstellt bzw. ihm das Domizil der Familie präsentiert.Plötzlich bröckelt die ach so perfekte Fassade und das ganze Familienleben wird durcheinander gewürfelt.Am Anfang des Buches hat mir der Schreibstil der Autorin ziemliche Schwierigkeiten bereitet. Sexszenen wurden alá Shades of Grey dargestellt und der Ton war ziemlich derb und rau. Doch im Laufe des Buches hat man sich daran gewöhnt und der Schreibstil wurde etwas seichter. Dennoch wurde jedes einzelne Detail perfekt beschrieben und man konnte sich wunderbar in die Welt der Familie Silola hinein versetzen.Leider hat zum Ende des Buches auch die Spannung nach gelassen. Vieles wirkte übertrieben und eine Nummer zu groß.Trotz einiger unrealistischer Momente fand ich das Buch im Großen und Ganzen ziemlich gut. Es war definitiv nicht das schlechteste Buch das ich je gelesen habe.

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  • Schein oder Sein?

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    miro76

    Katriina Silola hat es geschafft. Sie hat ihr Elternhaus hinter sich gelassen, ist erfolgreiche Innenarchitektin und verheiratet mit Launo, dem berühmtesten Dirigenten Finnlands. Sie ist Mutter von Drei Kindern – die wunderschöne, leicht magersüchtig Astra, der etwas dickliche Silmu und die Nachzüglerin Pelagia. Die Familie lebt in einem Traumhaus, mit Blick aufs Meer, stilvoll eingerichtet, denn sie sind glücklicherweise reich. „Innen war es eine Oase der Effektivität, des Komforts, der Eleganz und der Gemütlichkeit. Besucher wurden neidisch und fühlten sich als minderwertige Menschen: Ihnen fehlten die Voraussetzungen für eine so große Liebe und ein solches Glück. Manche Gäste dachten natürlich, dass diese Familie heuchelte, was das Zeug hielt.“                                          (S. 44) Und damit hatten sie nicht ganz Unrecht, denn Katriina versucht mit allen Mitteln den Schein zu wahren. Astra flüchtet sich in Sexpraktiken, die eher an Prostitution erinnern, Silmu will seinen Körper stählen und versucht sich an anabolen Steroiden, Pelagia protestiert gegen den Kindergarten in dem sie immer wieder einnässt und Katriina birgt ebenfalls schwerwiegende Geheimnisse, die sie in regelmäßigen Abständen in Alkohol ertränken muss. Nur Launo scheint dies alles nicht zu berühren. Er lebt in seiner Welt aus Musik, scheint seine Frau und seine Kinder aber wirklich zu lieben. Selbstredend geht das nicht für immer gut und es kommt zum Eklat. Ein richtiges Grande Finale hat uns Miina Supinen hier vorgesetzt. Die Situation spitzt sich zu, droht zu entgleiten, doch die Familie hält zusammen und das Schlimmste wird abgewehrt. Als krönenden Abschluss gibt es für alle einen Lichtstreif am Horizont. Ganz sanft und nur andeutungsweise hat die Autorin allen ein Happy End beschert. Völlig kitschfrei! Ich liebe dieses Finale! „Endlich zu fünft“ ist das Debüt dieser jungen finnischen Autorin, aber auf Deutsch bereits ihr zweites Buch. Hätte ich das nicht gewusst, hätte ich es nicht gemerkt. Mir hat auch das erste sehr gut gefallen. Dieses hier begeistert mich allerdings noch mehr. Die Handlung ist zum Teil wirklich verzwickt, die Wege der Figuren kreuzen sich immer wieder, dennoch fügt sich alles. Die Figuren entwickeln sich, sind individuell und facettenreich gezeichnet und das Ganze ist mit einer Brise schwarzen Humors gewürzt. Ein Buch, ganz nach meinem Geschmack. Ich habe mich köstlich amüsiert bei der Lektüre!

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    • 4
  • Ein ungewöhnlicher Roman

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    mistellor

    12. March 2016 um 19:25

    Der Roman der Finnin ist schwierig zu beurteilen. Und er wird die Lesergemeinschaft spalten und vermutlich zu sehr unterschiedlichen Bewertungen führen. Der Roman beginnt furios. er ist witzig und beschreibt voller Humor sehr schräge Gestalten. Leider kann er in den folgenden Abschnitten das Niveau nicht halten. Die finnische Autorin Miina Supinen beschreibt in ihrem Roman das Leben einer Familie, die aus fünf Personen besteht. Alle Familienmitglieder sind mehr oder wenig ungewöhnlich. Die Mutter Katriina bewahrt ein Geheimnis vor der Familie und ist Alkoholikerin. Der Vater Launo ist Musiker und lebt nicht in dieser Welt. Die älteste Tochter Astra ist 22 Jahre alt und immer noch in der sexuellen Findungsphase. In dieser Geschichte probiert sie die SM-Szene, Bondage-Szene und Prostituierten-Szene aus, ohne zu begreifen, dass sie einfach auf der Suche nach Liebe ist. Der Sohn, der 18-jährige Silmu rutscht in die Fitness- und Muskelmänner-Szene ab, konsumiert Stereoide und erlebt alle Nebenwirkungen. Die 4-jährige Pelagia protestiert auf ihre eigene Weise, indem sie im Kindergarten ständig auf den Boden pullert oder ihre Stofftiere überall verteilt. Die Erzählungen von Astra werden von der Autorin hemmungslos und ungeniert beschrieben. Oft haben diese Beschreibungen Porno-Charakter und sind mehrmals schwer zu verdauen. Die unterschiedliche Darstellung Astras, einmal als selbstbewusste, feministische und tatkräftige Frau und andererseits als demütiges, schwaches Sexualobjekt, dass sich prostituiert und unglaublich quälen lässt, ist als Leserin nur schwer verdaulich. Auch die Beschreibungen der anderen Familienmitglieder sind nicht immer nachvollziehbar. Obwohl es in der Familie nur so vor Problemen strotzt, gibt es nie eine Lösung, oder man bekommt eine Erklärung für das Verhalten oder die Protagonisten ändern etwas. Dies sind meine inhaltlichen Bewertungen. Über den Schreibstil, die Erzählstruktur oder den Aufbau des Romanes kann man nichts Negatives sagen. Der Stil ist frisch und lebendig, es gibt keine Logikfehler. Zu bemängeln ist nur, dass die Autorin das Niveau nicht bis zum Ende halten kann.

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  • Lese - Tipp

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    Bella5

    Als Vielleserin habe ich oft das Gefühl, immer wieder das Gleiche in abgewandelter Form zu lesen. Miina Supinens Werk "Endlich zu Fünft" hat mich schliesslich aus meinem Lesetrott gerissen, da es wirklich innovativ ist. Ein frischer Stil, der oft ins Absurde bzw. Groteske abgleitet und sich am ehesten mit Ćosićs Stil in "Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution" vergleichen liesse. Die Sprache von MIINA SUPINEN ist poetisch und explizit, dabei aber so dosiert, dass mich die vulgären Passagen nie abgestoßen haben. Seltsam, aber irre gut! Der Humor ist geistreich und funktioniert meines Erachtens auf mehreren Ebenen. Supinen übt ohne erhobenen Zeigefinger Gesellschaftskritik, sie wendet sich auch gegen Misogynie, stets leichtfüßig, ironisierend und in teils sarkastischem Ton. Ein third person narrator nimmt den Leser mit auf die Reise. "Roman einer fast perfekten Familie" beschreibt die story ganz gut: Es geht um die finnische Familie Silola: Nesthäkchen Pelagia (die Vierjährige habe ich während der Lektüre ins Herz geschlossen), Studentin Astra, Teenager Silmu und die Eltern, Katriina und Launo. Im Prinzip eine Vorzeigefamilie - der Vater ein berühmter Dirigent, die Mutter Innenarchitektin; ihr Heim ein Wohntraum am Meer. Die finnische Sippe hat wie fast alle Familien ihre handfesten Probleme. Wenn sich Vater Launo wundert, wie ein junger Mensch wie Astra Biologie studieren kann und sich statt für Kunst "für Zytoplasma" begeistern kann, ist das komisch, denn eigentlich gibt es gravierendere Mißstände. Astra möchte sich, ganz dem Zeitgeist entsprechend,dem Sadomasochismus hingeben. Die Suche nach einem geeigneten Meister gestaltet sich indes schwierig: Online findet sie einen dyslexischen Möchtegernmaster….der Frauen gerne 'füsisch' züchtigen will. " Was ist daran falsch?" ,- fragt Bruder Silmu, obwohl er lieber von Astras persönlichen Angelegenheiten verschont bleiben will. "Die Rechtschreibung!… " entgegnet Astra trocken. Ich habe während der Lektüre viel gelacht, ich bin aber auch ins Grübeln gekommen und habe mich an manchen Passagen gestört. So soll ein gutes Buch sein! Keine Sekunde lang habe ich mich gelangweilt und ich war traurig, dass der Roman so schnell ausgelesen war. Der Roman ist aber kein Familienkitsch, wer eine handzahme , heitere Erzählung erwartet, wird enttäuscht sein. Was die Familie Silola so besonders macht und welche Probleme sie unter den Teppich kehrt, müsst ihr selbst entdecken! Ich kann das Buch nur empfehlen. Von mir gibt es für "Endlich zu Fünft" fünf von fünf möglichen Sternen!

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    • 6

    Bella5

    12. March 2016 um 16:31
  • Ein chaotisches Familienporträt voller Absurditäten

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    louella2209

    10. March 2016 um 11:09

    Die Familie Silola wirkt von außen betrachtet, wie eine glückliche Familie, der es an nichts fehlt. Vater Launo gehört zu den erfolgreichsten Dirigenten Finnlands, Mutter Katriina verschönert den Wohnbereich der High Society. Tochter Astra hat eine äußerst schräge Auffassung von Sexualität und probiert sich auch ungeniert in alle Formen der Züchtigung aus. Sohn Silmu kämpft mit seinem Gewicht und allerlei Komplexen und versucht diesen Problemen im Fitnessstudio entgegenzuwirken. Nesthäkchen Pelagia ist mit ihren 4 Jahren der Sonnnenschein der Familie, mit einem Hang zu skurrilen Plüschtieren und einer immer mal wieder auftretenden Inkontinenz als Trotzreaktion. Mutter Katriina ist sehr bemüht diesen Schein aufrechtzuerhalten. Dabei ist sie selbst mit den meisten Problemen behaftet. Sie ist eine Meisterin des Vertuschens und kehrt Konflikte einfach unter den Teppich. Um sich das Vergessen zu erleichtern greift sie auch gerne Mal zum Alkohol. Es brodelt mächtig unter ihrer Oberfläche und es ist nur eine Frage der Zeit, wann dies alles ausbricht. Denn es gibt da noch das ein oder andere Familiengeheimnis zu klären. Spätestens als der ominöse Tauchlehrer, mit einer Erpressung im Gepäck, bei Launo`s fünfzigstem Geburtstag auf der Matte steht, droht Katriina`s Lügengeflecht wie ein Kartenhaus einzustürzen. Die Autorin Miina Supinen hat mit ihrem Roman "Endlich zu fünft" ein kurioses und skurriles Porträt einer eigentlich "perfekten" Familie geschaffen. Hier wird mit bissigen unterschwelligen Humor und einer gut dosierten Portion Zynismus, die heile Welt einer gut situierten Familie gehörig auf die Schippe genommen. Der Einstieg in das Buch war für mich etwas holprig, das lag wohl auch an dem ungewöhnlichen Erzählstil der Autorin. Doch hat man sich erstmal darauf eingelassen, ist man sofort gefangen und fasziniert von dem bitter-bösen Charme, der versprüht wird. Der Humor ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Typisch finnisch, eben. Wer jedoch seine Freude an Absurditäten und schrägen Persönlichkeiten hat, ist mit diesem Buch bestens bedient. Die Autorin versteht es den Leser unspektakulär zu unterhalten. Sie lässt einfach ihre erschaffenen Figuren für sich sprechen und das macht diese Lektüre zu einem kleinen Juwel. Es ist sicherlich noch etwas Feinschliff notwendig, aber das wird defintiv nicht das letzte Buch von Miina Supinen für mich sein. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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  • Vulgär oder Satire - das ist hier die Frage!

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    wandablue

    Vulgär oder Satire? Miina Supinens Roman „Endlich zu fünft“ hat mir gründlich missfallen. Doch dieser Roman ist Geschmacksache. Es wird eine Familiengeschichte dargestellt, Vater Launo, Mutter Katriina, die fast erwachsenen Kinder Astra, Silmu und Pelagia, ein Nachkömmling. Familiengeschichten, gute und schelchte, gibt es wie Sand am Meer. Um sich zu unterscheiden, nimmt die finnische Autorin den Familienroman auf die Schippe. Dazu schreibt sie den Familienmitgliedern absolut verrückte Eigenschaften zu. Die älteste Tochter treibt harte Sadomaso-Spielchen, der Sohnemann, ein Einzelgänger, gerät in die Welt der Muskelmänner, die jüngste Tochter wird eine konsequente Pinklerin, die Mutter hat ein Kindheitstrauma, das sich dem Leser erst so nach und nach erschließt, sie säuft, ist eine erfolgreiche Innenarchitektin und legt Wert auf Äußerlichkeiten. Der Meister des Hauses ist ein harmloser Trottel, äh, ein verträumter, international geachteter Dirigent. So weit so gut. Das ist immerhin mal etwas anderes. In die Handlung eingebaut wird Verrat, Todeserfahrung, Entführung, Vergewaltigung, Erpressung, Trauma. Einfach zu viel für meinen Geschmack. Zu viel aussen, zu wenig innen. Zu viel Spektakuläres, zu wenig Psychologie. Hätten wir nun einen satirischen Roman vorliegen, dann frage ich mich, wo das Feindbild ist. Ist es die Familie als funktionierendes gesellschaftliches Modell? Dazu passt das versöhnliche Ende nicht. Ist es das Bild der heilen Familie generell, die es nicht gibt? Ja, vielleicht, aber ist das nicht allzu platt? Eine Binsenwahrheit! Dass ich den Inhalt dieses Romans nicht mochte, ist eine Sache, doch Miina Supinen hat zumindest etwas, dessen Fehlen ich z.B. Claire Winter im letzten rezensierten Buch heftig angekreidet habe, einen eigenen Stil. Darum kann ich ihren Roman nicht verdammen, obwohl ich ihn nicht mochte. Er hat mich allerdings auch niemals berühren oder wirklich interessieren können, wofür ihre brutalen Überzeichnungen verantwortlich sind. Gelacht habe ich auch nicht. Was ich bei Satire sicherlich getan hätte. Zwischen ein bisschen witzig und vulgär, wäre meine Einschätzung. Ohne tieferen Sinn, eine andere oder sogar sinnfrei? Immerhin ist es Miina Supinen aber gelungen, auf sich aufmerksam zu machen und das ist im Dschungel der vieltausend pro Jahr veröffentlichten Romane schon ein ordentlicher Pluspunkt bei der Leserschaft. „Endlich zu fünft“ hat mich inhaltlich/thematisch weder interessiert noch überzeugt, dennoch ist Miina Supinen eine junge Autorin, die nicht nur dabei ist, sich auszuprobieren, sondern dabei einen eigenen Stil entwickelt. Fazit: Vulgär oder Satire oder gar beides, muss der geneigte Leser selbst entscheiden. Kategorie: Unterhaltung Verlag: Insel, 2016

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    • 3

    gst

    07. March 2016 um 15:09
  • Seltenes Werk mit seltenem Humor

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    nemo91

    05. March 2016 um 23:24

    Also ich muss zugeben solche Bücher liest man nicht oft. Der Schreibstil ist sehr entspannend und die Story hat es echt in sich. Leider konnte ich keinen richtigen Bezug zu dem Buch finden. Die Charaktere haben alle ihre Tiefe und es gibt sehr viele Geheimnisse. Leider waren mir die einzelnen Familienmitglieder um die es hier geht nicht wirklich sympathisch. Einzig und allein dem Vater, der jedoch leicht in seiner eigenen Welt lebt, konnte ich nachfühlen und etwas Sympathie abringen. Zu Anfang fand ich gibt es keinen eindeutigen roten Faden, es wird über jeden Charakter berichtet und erst zum Schluss fliest alles zusammen. Gegen Ende dachte ich das Buch könnte mich noch überzeugen, leider wurde ich dann aber nochmal enttäuscht. Es blieben mir zu viele Fragen offen. Der Hauptgrund warum ich mich mit dem Buch nicht anfreunden konnte, vermute ich ist wohl der finnische Humor. Ich bin was Humor angeht sehr empfindlich und so war dies leider nicht mein Fall. Wer also ein Fan davon ist, sollte sich mal an dem Buch versuchen. Da mir allerdings der Schreibstil sehr gut gefällt, versuche ich vielleicht mal ein anderes Buch von Miina Supinen. Vielleicht habe ich dann ja mehr Glück einen Bezug zur Story zu finden.

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  • Eine fast ganz normale Familie

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    Simi159

    Die finnische Familie Silola scheint nach außen mehr als perfekt. Der Vater, Launo, ist ein erfolgreicher Konzertdirigent. Seine Frau, Kathriina nicht minder erfolgreiche Innenarchitektin. Ihre Kinder, Sohn Silmu und Tochter Astra und das Nesthäkchen Pelagia machen die Familie komplett. Doch was nach außen so Bilderbuch mäßig scheint, ist in Wahrheit ein sehr fragiles Gebilde. Simlu, etwas übergewichtig, versucht sein Selbstbild und Bewusstsein mit Bodybuilding aufzupolieren. Seine Schwester, Astra, definiert sich und ihr Leben durch ihre spezielle und ausschweifende SM-Sexualität. Einzig Nesthäkchen Pelagia scheint glücklich mit ihren Stofftieren und ihrer eigenen Welt. Pelagia ist ein kleines Urlaubsmitbringsel von Kathriina, und so recht scheint niemand zu merken, dass sie Launo nicht ähnlich sieht. Kathriina ertränkt diese Tatsache immer mehr in Alkohol, doch Launo interessiert dies nicht wirklich. Als Pelagias wahrer Vater auftaucht, bringt er das fragile Familengebäude ins wanken... Fazit: "Endlich zu fünft" ist ein herrlich erfrischender Familienroman, der erst sehr romantisch beginnt: "Es war einmal eine Mutter"....und dann den Leser sehr schnell in die Realität zurückholt. Jede Figur hat ihren eigenen Erzählstrang, die untereinander verwoben sind. Das gibt eine gehörige Dynamik und macht auch Spaß beim Lesen. Jedes Familienmitglied entwickelt sich und Stück für Stück fügt sich ihre Familiengeschichte und auch der Roman zusammen. Und während man als Leser immer mehr gespannt ist, ob dieses Gefüge explodiert oder nicht, führt die Autorin zu einem überauschenden Und guten Ende zusammen. Das alles in einer locker und leicht bösen, mit schwarzem Humor versehenen Art, die den Leser schmunzeln und gleichzeitig stocken läßt. Unterhaltsam, facettenreich und liebenswert sind die Charaktere, die zwar so manches unter den Teppich kehren, doch sich ihrem Leben auch stellen müßen. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, denn es ist anders, Finnisch eben.... Von mir gibt 5 STERNE.

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    • 2

    Bella5

    04. March 2016 um 11:27
  • Verrückte Familie

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    Estrelas

    Familie Silola macht in der Öffentlichkeit was her: international bekannter Dirigent, Innenausstatterin und drei Kinder. Hinter den Kulissen geht es jedoch heiß her. Wer Miina Supinens vorigen Roman gelesen hat, weiß, dass er keine gewöhnliche Familiengeschichte zu erwarten hat. "Unkonventionell", wie auf dem Buchumschlag betitelt, trifft es ganz gut. Sämtliche Familienmitglieder (inkl. die Hausstofftiere) vollführen einige Kapriolen, aber wenn es drauf ankommt, halten sie zusammen. Trotz verrückt anmutender Ereignisse konnte ich die Figuren schnell in mein Herz schließen. In verschiedenen Zeitebenen und Handlungssträngen erfährt man, wie die einzelnen Familienmitglieder ticken, und das in ausgefallenen und komischen Szenen. Der intelligente und humorvolle Schreibstil der Autorin hat bei mir für viele Lacher und großen Lesegenuss gesorgt.

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    • 2
  • Nicht nur Elche und Schnee

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    Mrs. Dalloway

    Die Finnen können auch schreiben! Zumindest eine Finnin: Miina Supinen (Drei ist keiner zu viel, 2014). Ich bin schwer begeistert von diesem skurrilen Buch über eine fünfköpfige Familie, die aus lauter Querulanten besteht, von denen mir jedes einzelne Mitglied ans Herz gewachsen ist. Die kleine Pelagia ist eine 4-Jährige, die einfach jeder lieben muss. Silmu, der einzige Sohn, verfällt dem Fitnesswahn und Astra, die erwachsene Tochter hat ausgiebigen und harten Sex mit fremdem Männern. Der Vater wirkt stets wie in einer anderen Welt und die Mutter ist eh eine Nummer für sich... Miina Supinen hat es geschafft, mich bestens zu unterhalten. Die kurzen Kapitel lassen sich sehr schnell lesen, sodass man wirklich einfach nur über die Seiten fliegt. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie hat keine Angst vor Ekel und Sex. Ich kann verstehen, dass dieses Buch deswegen auch stark polarisiert, aber mich hat dieser ungewöhnlich erfrischende und straighte Schreibstil total in seinen Bann gezogen. Das Buch war ruckzuck verschlungen. Für mich steht fest: ab jetzt bin ich Finnland-Fan.

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    • 2
  • 2,5 Sterne

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    Caro2929

    02. March 2016 um 20:36

    Zum Inhalt: Man lernt eine fünfköpfige sehr skurrile Familie und ihr Familienleben kennen.  Der Vater, Launo, ist ein berühmter Dirigent und Komponist, welcher an Depressionen leidet. Er lebt in seiner eigenen Welt und bekommt aus der Familie nicht das allermeiste mit. Die Mutter, Kathriina, ist begnadete Innenarchitekten und will um alles in der Welt den Schein einer perfekten Familie aufrecht erhalten. Die älteste Tochter, Astra, leider an Sexsucht und geht ihrer Sucht auch fragwürdig nach. Ihr Bruder, Silmu, ist zu dick, was wohl auf den zu hohen Konsum von Marmeladenbroten zurückzuführen ist. Er begibt sich in ein Fitnessstudio und gerät so an verbotene Substanzen. Dann gibt es noch das Nesthäkchen der Familie, Pelagia. Sie sieht allerdings keinem ihrer Elternteile ähnlich. Darüber hinaus gibt es noch den Tauchlehrer, Tom, den die Eltern in einem Urlaub kennengelernt haben. Eines Tages steht er bei der Familie vor der Tür und danach weiß die halbe Stadt, dass der Schein des Öfteren trügt! Meine Meinung: Mir persönlich hat das Buch ehrlich gesagt gar nicht gefallen, was aber nicht bedeuten soll, dass es schlecht ist.  Ich musste mich vor allem zu Beginn an den Schreibstil gewöhnen, der doch recht derb ist, aber wahrscheinlich einfach nur ehrlich. Trotzdem kam ich schnell in den Lesefluss und hatte es dann auch recht zügig gelesen.  Allerdings durchzieht das Buch auch einen derben Humor, der so gar nicht meiner ist, wie ich feststellen musste. Ich habe dieses Buch innerhalb einer Leserunde bekommen und in dieser gaben viele zum Besten, dass sie des Öfteren Schmunzeln oder Lachen mussten. Mir ging es gar nicht so, ich musste nicht einmal Schmunzeln oder Lachen.  Eine Szene ist mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben, mit der ich gar nicht umgehen konnte und als sehr geschmacklos empfunden habe. Auch kam ich mit der Mutter-Tochter-Beziehung gar nicht zurecht, sie war doch sehr skurril.  Man lernt in diesem Buch jedes Familienmitglied kennen. Jedes Kapitel dreht sich im Hauptkern um eines der Familienmitglieder.  Mir blieb das Buch jedoch irgendwie zu oberflächlich bzw. mir fehlte irgendwie der rote Faden. Das Ende war dann zwar ganz nett, auf Grund dessen, dass zumindest die Kinder doch wissen, was sie aneinander haben, aber leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Als Lektüre für zwischendurch ohne große Erwartungen aber durchaus gelungen.  Fazit: Leider hat dieses Buch meinen Geschmack nicht getroffen! Ich empfehle es denjenigen, die nicht vor "derben" Humor zurückschrecken. 

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  • schräge derbe Familiengeschichte

    Endlich zu fünft - Roman einer fast perfekten Familie

    Lesefreund76

    01. March 2016 um 21:42

    Familie Silola führt nach außen hin ein Bilderbuchleben. In einem Haus am Meer lebt Vater , Dirigent und Mutter, angesehene Innenarchitektin mit 2 erwachsenen Kindern und Bilderbuchnesthäckchen ihr reines und sauberes Familienleben. Aber im Kern der Familie brodelt ein hefitger Kern der dadurch zum Vorschein tritt, dass die Tochter ein heftiges und derbes Liebesleben auslebt , der übergewichtige Sohn versucht mit Krafttraining und all ihren Nebenwirkungen seinem Außenseiterleben aus dem Weg zu gehen und das Nesthäckchen doch irgendwie keine Ähnlichkeit mit Vater und Mutter hat. Diese Geheimnisse und viele andere die nach und nach heftig aufbrechen werden besonders von Mutter Katriina unter der Zuckergußfamilie nach außen verschwiegen. Doch die Situationen eskalieren so sehr, dass die Geschichte so sehr Fahrt aufnimmt, dass am Ende keiner mehr die Kontrolle hat. (Auch nicht der Leser= Durch den außergewönlich leichten, modernen und flüssigen Schreibstil der Autorin, bleibt man an dem Buch kleben und ist mitten in dieser Geschichte. Aber die Ausdrucksweise und dieses derbe sexistische Leben und das Leben am gesellschaftlichen Limit war mir persönlich zu heftig und zu vulgär. Außerdem steckte mir zu viel in diesem Buch, das ich nach dem Lesen des Buches überfüllt war. Mir war zu viel reingesteckt in die Geschichte und mir fehlten die leisen und sauberen Töne. Leider nicht so mein Buch

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