Mika Krüger Totenläufer

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Inhaltsangabe zu „Totenläufer“ von Mika Krüger

Rina gehört zu jenen in Red-Mon-Stadt, die keinen Wert haben. Sie gilt als nutzlos, wird verfolgt und lebt in ständiger Angst um sich und die Menschen, die sie liebt. Als sie dann in die Mündung einer Waffe blickt, glaubt sie, den Kampf ums Überleben verloren zu haben. Doch der Soldat mit dem Schießbefehl lässt sie laufen, zeigt ihr sogar den Weg zu den Rebellen. Nur wieso hat er seinen Befehl missachtet? Wieso hat er sich gegen die gewandt, die ihm Sicherheit garantieren? Diese Fragen rotieren in Rinas Kopf, bis sie erfährt, wer sich hinter der Uniform verbirgt.

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  • Grandioser Auftakt!

    Totenläufer

    LiehsaH

    28. October 2017 um 17:29

    Das Cover ist ein Blickfang. Ich finde es toll gestaltet, da es genau so viele Fragen aufwirft wie die Geschichte selbst, aber in sich dennoch stimmig ist.Dass "Totenläufer" ein grandioser Titel ist, kann sich wohl jeder denken. ;) Er ist kurz, knackig und interessant. Außerdem spielt der Totenläufer eine markante Rolle in der Geschichte.Erzählt wird aus der personalen Erzählperspektive. Mehrere Figuren kommen dabei zu Wort: Rina, Neel, Tom und Amanda. Normalerweise lese ich eher Bücher mit weniger Erzählern. Wozu sollte eine Liebesgeschichte auch mehr als zwei brauchen? ;) Aber da "Totenläufer" keine Liebesgeschichte ist, passt die Anzahl der Erzähler. Jede Figur ist nämlich so einzigartig, dass es sich durchaus lohnt, so viele Perspektiven zu lesen. Ganz besonders weil die Geschichte so schwer zu durchschauen ist und mehrere Sichtweisen dem Leser einen klareren Blick verschaffen können. Oder sie bewirken das Gegenteil, wer weiß.Der Schreibstil gefällt mir sehr gut! Das meine ich ganz ernst. Er ist beeindruckend, mit ganz eigenen Formulierungen und Besonderheiten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man diese bestimmte "Stimme" nach einigen Romanen der Autorin wiedererkennen würde. Das ist meiner Meinung nach eines der besten Dinge, die einem Künstler passieren können: ein Wiedererkennungswert, Markenzeichen oder wie auch immer man es nennen möchte."Schreie klopften an eine verschlossene Tür. Tropfen von Rot und ein tiefdunkler Hass vermischten sich, wurden zu einer Bedrohung, die hinter einem blickdichten Vorhang auf sie lauerte und das Ende vieler Linien zeichnete." (eBook, 6%, Pos. 381)Damit wären wir schon beim fast entscheidendsten Teil der Rezension: der Handlung. Ich muss sagen, der Klappentext gibt nicht viel her. Er hat mich so weit interessiert, dass ich das angebotene Rezensionsexemplar angenommen habe, aber ich kann nicht guten Gewissens behaupten, dass ich eine dermaßen wundervolle Geschichte erwartet hätte. Wirklich nicht. Ich war neugierig, ja. Aber mit der Komplexität und dem erzählerischen Geschick hätte ich nicht gerechnet. Die Spannung schien während des Lesens niemals zu sinken. Ich habe am zweiten Weihnachtstag etwa 80 Prozent des Titels in einem Rutsch gelesen. Wenn man bedenkt, dass der Roman etwa 400 Seiten umfasst und ich erst nachmittags anfing zu lesen, ist das ein gutes Indiz für die Qualität der Geschichte, nicht wahr? ;)Das "Silver Coin 203"-Universum ist anderen dystopischen Geschichten durchaus ähnlich. Das kann man allein schon anhand der Tatsache, dass sie demselben Genre angehören, entnehmen. Dennoch ist "Totenläufer" sehr erfrischend. Warum? Die Figuren rebellieren nicht in erster Linie wegen einer mehr oder weniger verbotenen Liebe gegen das System. Ich lese bevorzugt Liebesgeschichten, ja. Aber auch mir ist klar, dass Liebe als Grund für eine Revolution eher unpassend ist. Da überzeugen mich die Motive der Rebellengruppe REKA sehr viel mehr. Außerdem sind herkömmliche bzw. bekanntere Dystopien ziemlich oberflächlich. Es geht mitunter brutal zu und es sterben auch mal Leute. Seltsamerweise macht das den Helden aber gefühlt nie was aus. Bei Mika Krügers Roman ist das anders. Besonders mit ihrem Charakter Rina zeigt sie, wie sehr so etwas einen Menschen beeinflussen kann. Im Vergleich würde ich sagen, dass "Totenläufer" authentischer ist als andere Dystopien. Besonders weil die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und die Figuren eher grau sind. Keiner der Beteiligten ist perfekt - und das schätze ich sehr!Fantasy habe ich als Genre übrigens aufgenommen, weil es Wesen namens Lorca gibt, die menschenähnlich sind und über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen können. Was es genau mit ihnen auf sich hat, wird hoffentlich in einem der Folgebände erklärt.Ich bin gespannt, wie Rina sich entwickeln wird. Sie ist meine Favoritin unter den Erzählern. Nicht nur weil sie als Lorca etwas Besonderes ist, sondern weil ihre Gefühle so gut nachvollziehbar sind. Ich hoffe sehr, dass sie sich weiterentwickeln und ihre wahre Stärke finden wird. Denn für mich ist sie die stärkste Figur der Geschichte.Neel ist mehr so der tragische Held. Mehr als seinen Namen werde ich daher nicht verraten können, ohne zu spoilern. Aber vielleicht noch so viel: Ich mag das zwiebelartige Design seines Charakters und seine Beziehung zu Rina.Tom als Idealist steht Rina und Neel charakterlich schon ein wenig entgegen. Er ist zweifellos einer der besten Rebellen, aber gleichzeitig auch etwas naiv. Das wird sich bestimmt noch legen. Solange er nicht wie sein bester Freund Jay wird, ist für mich alles okay. ;)Amanda... Tja, über diese Dame kann ich noch weniger sagen als über Neel. Sie ist Teil der Regierung, aber was sie wirklich will, werden wir wohl erst später erfahren. Ich kann's gar nicht abwarten!Viktor hätte ich gerne kennengelernt. Aber man kann nicht alles haben. Caren mochte ich, obwohl sie sich als schwächer entpuppt hat, als ich anfangs dachte. Jay kann ich kein Stück leiden. Ich hoffe, das geht einigen Lesern so. Auch Higgens sollte bitte möglichst schnell sterben. ;)Kritik habe ich leider auch anzubringen. Es gab ab und an Fehler im Text. Leerzeichen vor Kommata und ähnliche Kleinigkeiten, die nicht tragisch sind, aber die ich bemerkt habe. Außerdem meine ich, auch mal grammatikalische Unstimmigkeiten entdeckt zu haben. Das ist schade, aber ich gebe Selfpublishern in der Hinsicht einen Bonus. Hinzu kommt, dass es wirklich nicht häufig vorgekommen ist. Deswegen ziehe ich nichts von der Bewertung ab. Fazit:  Ich hätte es nicht für möglich gehalten, doch dieser Roman hat mich so positiv überrascht, dass ich ihn sogar meinem Freund empfohlen habe. Gerne werde ich auch andere darauf hinweisen, denn ich finde ihn so gut gelungen, spannend und abwechslungsreich wie schon lange kein Buch mehr. Es ist nicht gelogen, wenn ich sage, dass ich dem nächsten Band entgegen fiebere.(Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin erhalten.)

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    Totenläufer

    federfantastika

    07. April 2017 um 17:04

    Totenläufer von Mika M. Krüger ist der erste Band der dystopischen Reihe Silver Coin 203.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, lässt eine wunderbar düstere Atmosphäre aufkommen. Die Sprache ist angenehm und flüssig zu lesen. Die CharaktereRina - sie ist ein Lorca und damit erwartete sie in Red-Mon-Stadt nur ein einziges Schicksal: der Tod. Neel - durch und durch Soldat. Er führt einfach nur die Befehle aus, die ihm gegeben werden.Tom - niemand würde auf den ersten Blick in dem Rebellen einen Künstler vermuten.Amanda - sie zieht die Strippen. Von jedem. Auch deine! Die StoryRina ist auf der Flucht. Vor den Soldaten, aber auch vor sich selbst. Sie ist erleichtert, dass sie es bis zu den Rebellen geschafft hat, doch auch hier kann sie niemandem vertrauen. Nicht Tom, der seine Forderungen wenigstens nett verpackt, Jay erst recht nicht, der keinen Hehl daraus macht, dass er sie zerquetschen könnte. Und dann ist da noch Neel. Sie müsste ihn verachten - doch etwas ist an ihm. Etwas Vertrautes. Mein FazitEin gigantisch gutes Buch. Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt, die Charaktere wirken so real, als würden sie gleich aus den Seiten heraussteigen. Das Setting ist durchdacht, lückenlos, hält jeder Prüfung stand. Rebellen gegen die Verwaltung - und Rina mitten drin. Ich kann jedem jungen und alten Leser dieses Buch getrost empfehlen - es wird euch auf keinen Fall enttäuschen!Mein HighlightDas große, düstere Bild in Toms Zimmer.

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  • Spannender Auftakt

    Totenläufer

    wicherla

    20. March 2017 um 17:07

    INHALT  Red-Mon-Stadt im Jahr 2075:  Rina ist eine Lorca. Sie gehört zu einer Gruppe von Menschen mit besonderen Merkmalen, die gejagt und getötet werden. Gerettet von DEM Symbol der Tötungsmaschinerie Red-Mon-Stadts, dem Totenläufer, wird sie später von der Rebellengruppe REKA aufgenommen, die ein Ziel verfolgt: den Totenläufer gefangen zu nehmen und für ihre Zwecke einzuspannen. Um den Tod ihrer Freunde zu rächen, willigt Rina ein, den Rebellen bei ihrem Vorhaben zu helfen. Sie ahnt nicht, welche Auswirkungen ihre erneute Begegnung mit dem Totenläufer auf ihr Leben haben wird. MEINUNG Red-Mon-Stadt und das Festland sind in einer komplexen Welt angesiedelt, in der ich mich gut  zurechtgefunden habe. Zu Beginn bekommt der Leser einen Eindruck von der Stimmung, die auf der Insel mitten im Ozean herrscht. Er erfährt anhand von Zeitungsausschnitten und einem Brief an den Totenläufer, wem gegenüber die Gesellschaft im Jahr 2075 loyal ist, und wer um sein Leben fürchten muss!  Mika M. Krüger beschreibt die Lorca als eine vom System verfolgte Menschengruppe, die aufgrund ihrer Andersartigkeit - schneeweiße Haut, goldene Fäden in der Iris und besondere Fähigkeiten - für die Propaganda der Stadtverwaltung herhalten muss. Der Totenläufer und seine Gefolgsleute eliminieren die Lorca, da von ihnen eine Krankheit ausgehen soll, welche die Menschheit in Gefahr bringt. Eine Lüge, die funktioniert und den Tod bedeutet. Ich habe beim Lesen eine Gänsehaut bekommen und mich bei dem Gedanken ertappt, dass diese Welt hoffentlich niemals real wird.  Der Plot um die Lorca erinnert mich an die Marvel-Serie X-Men, mit der ich aufgewachsen bin und die ich heute noch lese. Mika M Krüger spart jedoch mit Details und Hintergrundinformationen, woher die Lorca stammen, ob sie seit ihrer Geburt oder erst später über den Lorcaism verfügen, und hält sich somit die Möglichkeit offen, etwas Eigenes zu schaffen. So kann Rina zum Beispiel die Gedanken von Menschen zu ihren Gunsten beeinflussen. Telepathie im Sinne von Professor X. und Jean Grey. Eine Fähigkeit, die in Totenläufer allerdings nicht bei jedem Menschen wirkt. Die Figuren sind vielschichtig angelegt und werden lebendig dargestellt. Die wechselnde Erzählperspektive gibt mir als Leser die Möglichkeit, mehr über Rina und Co zu erfahren und an Informationen zu kommen, die den anderen Figuren vorenthalten bleiben. Fragen werden beantwortet und gleichzeitig aufgeworfen, wodurch die Spannung erhalten bleibt.  Für mich sticht klar Neel Talwar heraus. Seit seinem Auftritt im Zusammenspiel mit Tom Lichterfeld in Kapitel 2 hat er mich am Schlafittchen gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Leser erfährt mehr über Tom und über den Mann, der Totenläufer genannt wird, jedoch anders erscheint, als Tom Lichterfeld es erwartet hat: als Mensch mit Emotionen. Der Dialog und das Spiel mit der Münze fesseln und machen das Kapitel zu einem Lesegenuss! Die Ambivalenz ist so grandios dargestellt, dass es mich sofort gefesselt hat. Der Totenläufer zählt zu meinen Lieblingsfiguren in der Welt von Silver Coin 203.  Neben ihm verblasst der restliche Cast im Laufe der Geschichte.  Nicht ganz überzeugen konnte mich Amanda Whitman. Als Charakter angelegt, der skrupellos agiert und zum Erreichen ihrer Ziele über Leichen zu gehen scheint, ist es mir schwergefallen, sie als Bedrohung wahrzunehmen. Allerdings gibt es eine Szene, in der ich dann doch gedacht habe „Bitch, Du!“. Welche, wird nicht verraten!   Die Sprache ist ein Plus des Romans. Krüger erzählt Totenläufer aus wechselnden Perspektiven und gibt Jedem eine eigene Stimme, die nicht übertrieben, sondern nuanciert eingesetzt wird. Durch die mitunter lyrische, aber klare Erzählweise, sind sowohl die Emotionen der Figuren als auch die örtlichen Stimmungen spür- und greifbar.  Ich habe nie den Überblick verloren, aber in einer Rückblende nicht sofort erkannt, dass es sich um eine solche gehandelt hat, und war etwas verwirrt. Auch, dass einige Figuren ohne Namen bleiben und als „Namenlose“ oder „Bruder der Namenlosen“ bezeichnet werden, hat sich mir nicht erschlossen. Das sind aber nur Kleinigkeiten und mindern nicht den Spaß am Lesen. FAZIT Der Auftakt zur Reihe Silver Coin 2013 von Mika M. Krüger ist absolut gelungen. Neben einem tollen Figurencast überzeugt die Autorin mit einem spannenden und ereignisreichen Plot, der in einer düsteren Zukunft angesiedelt ist. Der Sprachstil und die Erzählstimme überzeugen auf ganzer Linie und machen den Roman, trotz des düsteren Themas, zu einem Lesespaß. Mein klarer Favorit ist der Totenläufer, Neel Talwar. Mir hätte es Spaß gemacht, den Roman komplett aus seiner Perspektive erzählt zu bekommen. Neben ihm verblassen die anderen Charaktere etwas. Das überraschende Ende und die offengebliebenen Fragen entlassen den Leser mit dem Gefühl, nicht zu lange auf eine Fortsetzung warten zu können!

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  • Leserunde zu "Totenläufer: Silver Coin 203"

    Totenläufer

    neobooks

    Herzlich willkommen zur Leserunde von "Totenläufer - Silver Coin 203" von Mika M. Krüger!KlappentextRina gehört zu jenen in Red-Mon-Stadt, die keinen Wert haben. Sie gilt als nutzlos, wird verfolgt und lebt in ständiger Angst um sich und die Menschen, die sie liebt. Als sie dann in die Mündung einer Waffe blickt, glaubt sie, den Kampf ums Überleben verloren zu haben. Doch der Soldat mit dem Schießbefehl lässt sie laufen, zeigt ihr sogar den Weg zu den Rebellen. Nur wieso hat er seinen Befehl missachtet? Wieso hat er sich gegen die gewandt, die ihm Sicherheit garantieren? Diese Fragen rotieren in Rinas Kopf, bis sie erfährt, wer sich hinter der Uniform verbirgt.Wir freuen uns, dass die Autorin Mika M. Krüger an der Leserunde teilenehmen wird!Zu gewinnen gibt es 10 Bücher: 1 gedrucktes Exemplar und 9 Ebooks (epub oder mobi).Du möchtest in den Lostopf hüpfen?Dann schreib uns doch, warum du dieses Buch gerne lesen möchtest. Wir wünschen dir viel Erfolg!

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  • Leserunde zu "Totenläufer: Silver Coin 203"

    Totenläufer

    MikaKrueger

    IM NAMEN DER SICHERHEIT „Eine Stadt, in der Sicherheit wichtiger ist als Freiheit. Zwei Menschen, die auf völlig verschiedenen Seiten stehen. Ein Wunsch, der sie verbindet: Ich möchte niemanden mehr verlieren.“Totenläufer ist der erste Band der dystopischen Reihe Silver Coin 203, die am 01. November ihren Anfang nahm. Es ist der Auftakt zu einem düsteren Spektakel, das schockiert, mitreißt und abseits vom Mainstream läuft. Es geht um einen Soldaten, der gezwungen ist, Dinge zu tun, die abscheulich und grausam sind. Um eine junge Frau auf der Flucht, die nirgends sicher sein kann. Um einen Rebellen, der einsehen muss, dass moralische Werte nicht immer zum Ziel führen. Und um eine eiskalte Frau, deren Motive noch verborgen bleiben.Totenläufer ist meine zweite Veröffentlichung. Es verbindet bedrückende Elemente aus dem Genre Dystopie mit actionreichen Kampfszenen, technischen Details und ein winziges bisschen Fantasy. Ich habe mich an diese Geschichte gewagt, weil ich der Frage nachgehen wollte, was wir bereit sind zu tun, wenn es um die Sicherheit von uns oder unseren Lieben geht. Meinen Hang zu Mystery und Thrill habe ich dabei nicht verloren. Romantik findet ihr in Totenläufer deshalb eher weniger, aber ich kann euch versprechen, es ist ein Buch, in dem mit den typischen Klischees gebrochen wird. Ich möchte euch deshalb einladen, an meiner Leserunde teilzunehmen und hoffe, trotz der finsteren Thematik einige Neugierige begrüßen zu können. Wer teilnehmen will beantwortet einfach die folgende Frage:Was ist dir wichtiger: Freiheit oder Sicherheit?Das Buch könnte generell Lesern gefallen, die sich für Stephen Kings Schwarzer Turm, die Metro Reihe von Dmitry Glukhovski oder auch den Klassiker 1984 von George Orwell begeistern können. Klappentext Rina gehört zu jenen in Red-Mon-Stadt, die keinen Wert haben. Sie gilt als nutzlos, wird verfolgt und lebt in ständiger Angst um sich und die Menschen, die sie liebt. Als sie dann in die Mündung einer Waffe blickt, glaubt sie, den Kampf ums Überleben verloren zu haben. Doch der Soldat mit dem Schießbefehl lässt sie laufen, zeigt ihr sogar den Weg zu den Rebellen. Nur wieso hat er seinen Befehl missachtet? Wieso hat er sich gegen die gewandt, die ihm Sicherheit garantieren? Diese Fragen rotieren in Rinas Kopf, bis sie herausfindet, wer sich wirklich hinter der Uniform verbirgt.Zu verschenken habe ich 10 ebooks und 2 Taschenbücher. Die ebooks gibt es in jedem Format, das Taschenbuch nur in einem.  Die Bewerbungsfrist endet am 11.12.2016. Ich bedanke mich schon jetzt für euer Interesse und bin sehr gespannt, wer mich auf dieser Reise nach Red-Mon-Stadt begleiten wird.Und wer noch mehr Infos zum Buch möchte oder einen ersten Eindruck bekommen will, der schaut einfach auf meiner Webseite vorbei. Dort habe ich einige Details über das Buch veröffentlicht: www.dunkelfeder.com.

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  • Düster, aber richtig guuuuuuut!

    Totenläufer

    Sabine_Schulter

    12. January 2017 um 15:47

    Vorweg muss ich wohl zugeben, dass ich Dystopien nicht so gern lese. Sie sind mir zu düster und oftmals sehr schwer. Daher war ich selbst überrascht, wie sehr mir Totenläufer gefallen hat!Nicht nur der Schreibstil der Autorin ist einfach nur genial, auch die Story ist sehr gut durchdacht und treibt einen als Leser an, immer wieder wissen zu wollen, wie es weitergeht. Allerdings ist sie wirklich sehr düster. Wer auf einen Sonnenstrahl wartet, der den Leser mal verschnaufen lässt, wird hier nicht fündig. Deswegen musste ich das Buch immer wieder ruhen lassen - mein Gemüt war dafür zu sonnenverwöhnt. Aber wie gesagt, ich lese sonst keine Dystopien, weswegen ich die Tatsache dem Buch nicht anlaste.Die Charaktere sind ebenfalls sehr unterschiedlich und gut ausgearbeitet. Ich mochte Rinas immer wiederkehrende Angst, da sie bisher ein Leben auf der Flucht führte. Sowas kann man nicht innerhalb von zehn Seiten abschütteln, weswegen ihre manchmal kopflosen Entscheidungen in Gefahrensituationen sehr glaubwürdig waren.Tom dagegen ist sehr durchdacht, mit Idealen versehen und für mich der sympathischste Charakter. Ein Situationsberuhiger sozusagen ;)Am faszinierendsten war jedoch Neel ... Sobald er einen Part im Buch hatte, war ich zu 100% da und weiß nicht einmal, warum. Ihn kann man nicht beschreiben, ihn muss man erleben :)Das einzige, was mich vielleicht ein wenig gestört hat, ist, dass allesamt durch die Band weg echt stur sind ... Obwohl die Story düster und wenig hoffnungsvoll erscheint, habe ich die Geschichte geliebt und mit Spannung verfolgt. Ich freue mich schon auf Band zwei und stelle mich seelisch schonmal auf die Stimmung ein, damit ich das Buch dann weniger häufig zur Seite legen muss ;)

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  • Ein absolutes Highlight!

    Totenläufer

    JessicaLiest

    05. January 2017 um 16:41

    Rina gehört zu jenen in Red-Mon-Stadt, die keinen Wert haben. Sie gilt als nutzlos, wird verfolgt und lebt in ständiger Angst um sich und die Menschen, die sie liebt. Als sie dann in die Mündung einer Waffe blickt, glaubt sie, den Kampf ums Überleben verloren zu haben. Doch der Soldat mit dem Schießbefehl lässt sie laufen, zeigt ihr sogar den Weg zu den Rebellen. Nur wieso hat er seinen Befehl missachtet? Wieso hat er sich gegen die gewandt, die ihm Sicherheit garantieren? Diese Fragen rotieren in Rinas Kopf, bis sie erfährt, wer sich wirklich hinter der Uniform verbirgtCover:Das Cover finde ich richtig klasse. Im Hintergrund ist die Red-Mon-Stadt abgebildet, in eine dunkle und in eine helle Hälfte unterteilt. Ich interpretiere die dunkle Hälfte als die Regierung, die helle Hälfte, die wie in Feuer liegt sind für mich die Rebellen. Das die Stadt sozusagen zweigeteilt ist finde ich dadurch perfekt ausgearbeitet. Im unteren Bereich ist der Hauptcharakter Rina zu sehen, sie vervollständigt das Cover super.Charaktere:Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, sie waren wirklich detailliert ausgearbeitet. Besonders Rina finde ich gelungen. Beim Lesen kommt sie distanziert und argwöhnisch rüber. Aber das ist sie eben, nach allem was sie durchgemacht und erlebt hat. Ich finde es schön von ihr zu lesen und sie auf ihren persönlichen Weg und Entwicklung begleiten zu dürfen. Ebenso die anderen Charaktere. Sind sie wirklich so wie sie sich ausgeben? Oder schlummert tief in ihren inneren eine andere Person, versteckt, die nur darauf wartet von uns Lesern entdeckt zu werden? Ich finde sie alle sehr gelungen.Schreibstil:Die Grundidee ist genial und wurde auch in meinen Augen super und gekonnt umgesetzt. Die Geschichte fesselt einen, sie ist etwas ganz besonderes. Der Schreibstil war im allgemeinen super angenehm und leicht zu lesen. Es wurde zudem aus mehreren Charakterperspektiven geschrieben, dass fand ich sehr gut. Man hatte dadurch einen größeren Blickwinkel auf das Geschehene und die persönlichen Ansichten der jeweiligen Charaktere. Die Red-Mon-Stadt hat mich mit all ihren Geheimnissen und Taten begeistern können. Auf den Folgeband bin ich schon mehr als gespannt!

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  • Ganz grandiose Dystopie!

    Totenläufer

    inflagrantibooks

    03. January 2017 um 09:50

    Meinung„Totenläufer“ war seit langem mal wieder ein Leserundenbuch, das mich wirklich von Anfang an angesprochen hat. Ich durfte mit der Autorin auf der BuchBerlin schon mal kurz quatschen und die Leseprobe zu dem Buch war wirklich interessant. So endete also meine Leserundenabstinenz mit dieser Geschichte. Hat es mir etwas genutzt oder hätte ich lieber die Finger davon lassen sollen? Die Geschichte handelt von Rina. Rina ist eine Lorca und lebt in Red-Mon-Stadt. Leben ist vielleicht zu viel gesagt, denn in dieser Stadt gelten Lorca als gefährlich, werden gejagt und umgebracht, damit sie die Lorcaseuche nicht verbreiten. Außerdem erfüllen sie keinen nutzen und einen Nutzen zu haben ist das wichtigste in dieser Stadt. Wer keinen Nutzen hat, muss gehen. Oder verschwindet auf andere Art und Weise.  Die Grundidee hat mir richtig gut gefallen. Das ist eine Dystopie, die in ihrem eigentlichen Sinne daher kommt, aber dennoch nicht auf alte Klischees baut.  Die Geschichte handelt vom Totenläufer. Dem Mann, der die Lorca alle erschießen muss. Dem Mann, dem eine „geheime“ Mannschaft zugewiesen ist, damit diese Arbeit auch wirklich richtig erledigt wird und keiner dieser Lorca überlebt. Dem Mann, der urplötzlich und ohne erkennbaren Sinn beschließt, diese eine bestimmte Lorca eben nicht zu töten. Der Totenläufer ist zu Anfang eine sehr mystische Figur, die nach und nach Leben eingehaucht bekommt. Der Totenläufer ist nicht einfach nur ein Mann, der ohne mit der Wimper zu zucken andere Menschen abknallt. Er ist auch ein Mann mit Vergangenheit und diese holt ihn nun leider ein. Er muss handeln, irgendwas tun. Er sucht jemanden, der ihm hilft, allerdings ist sein Verhalten immer sehr Ich-bezogen. Ich fand den Totenläufer interessant und meiner Meinung nach war das eine der stärksten Figuren in der Geschichte denn gerade in seinem Verhalten und in seinem Antrieb erkennt man sehr gut, dass alles zwei Seiten hat, wie eine Münze.  Die Geschichte handelt von Tom. Tom gehört zu der Rebellenorganisation REKA, die sich vorgenommen hat, die Stadt zu befreien, damit alle Menschen frei und selbstbestimmt leben können. Außerdem sind sie Lorca-Freunde und versuchen, diese zu retten, wenn es geht. Natürlich handelt die REKA meistens im Geheimen, sie haben zwar ein paar Unterstützer, aber Rebellen haben es nun mal nicht leicht. ^^ Die Rebellenorganisation hier zu beschreiben würde zu lange dauern, aber Tom ist ein guter Ansatz. Er ist ganz anders, als ich einen Rebellen einschätzen würde, denn er handelt meistens emotional und viel zu menschlich. Sobald er an etwas Interesse hat, denkt er nicht mehr rational und trifft deswegen auch gern mal falsche Entscheidungen. Das machte ihn meinen Augen aber nur um so menschlicher, vor allem wenn man seinen REKA Partner und Freund Jay dagegen setz, der mir stellenweise wie eine gefühllose Maschine rüberkam. Sicherlich hat das alles seinen Zweck, der erste Band ist ja nicht umsonst ein erster Band.  Die Geschichte handelt von Amanda. Amanda handelt stets genau Gesetzeskonform und würde nie etwas tun, was der Stadt schadet. Sie ist ganz die Tochter eines funktionierenden Systems und weiß, was die Stadt braucht und was eben nicht. Amanda ist etwas undurchsichtig im ersten Band. Ich weiß nicht, woher sie kommt und was sie plant, geschweige denn, was sie vorhat. Irgendwas hat sie, soviel ist klar, aber was, warum und mit wem… ich hab keine Ahnung. Ich erhoffe mir von Band 2, ein bisschen mehr in die Gedankenwelt von Amanda eintauchen zu dürfen und nicht so außen vorgelassen zu werden.  Die Autorin hat hier einen wirklich grandiosen Start im ersten Band hingelegt. Die Lorca, die Red-Mon-Stadt und der Totenläufer sind Figuren, wie ich sie mir in einem alten Noir-Film vorstelle. Es hat hin und wieder auch geregnet. :-D  Sie zeigt auf ganz eindrucksvolle Weise mit gut gewählten Worten und einprägsamen Bildern, dass alles, egal was, immer zwei Seiten hat und das nichts, rein gar nichts, genauso ist wie es auf den ersten Blick scheint. Die ganze Geschichte ist eine Münze und muss immer von beiden Seiten betrachtet werden, nur so ergibt sich ein Gesamtbild. Fazit„Totenläufer“ Band 1 hat mir persönlich viel gegeben. Auch wenn es „nur“ eine Dystopie ist, ist die Sichtweise „Alles hat zwei Seiten“ sehr stark ausgeprägt und hat mich immer wieder zum Nachdenken gebracht. Nichtsdestotrotz ist „Totenläufer“ eine spannende Geschichte, mit starken, mysteriösen Figuren, von denen ich nur zu gern mehr lesen will! Ich bin angefixt, Frau Autorin!Bewertung„Totenläufer“ bekommt von mir ohne Frage volle 5 von 5 Marken. Auch wenn ich hin und wieder ein paar Anmerkungen hatte, so ist diese Geschichte doch einer der besten Dystopien, die ich seit langem gelesen hab und ich freue mich, dass hier das Ende noch nicht erreicht ist! „Totenläufer“ verdient meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit, weil das eine wirklich wirklich grandiose Geschichte ist und noch wird!

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  • Düster und emotional

    Totenläufer

    kabalida

    01. January 2017 um 20:00

    Totenläufer: Silver Coin 203 Die Geschichte fand ich sehr interessant und spannend. Ich fand die Geschichte neu und gut durchdacht. Man kommt schnell in die Geschichte rein und ist sofort gefesselt. Dies liegt vorallem am Schreibstil, denn dieser ist wirklich angenehm und flüssig. Es wird aus vier Perspektiven geschrieben und der Schreibstil wird an jede Person angepasst, sodass man sich auch den einzelnen Figuren verbunden fühlt. Die Figuren sind alle realistisch dargestellt und man fühlt und fiebert mit denen mit. Meistens kann man auch die Handlungen der Figuren nachvollziehen. Fazit: Zusammenfassend ist das Buch wirklich spannend und interessant. Vorallem die düstere Atmosphäre, und der Schreibstil sind wirklich gelungen. Leider kann ich nicht die volle Sternen Anzahl geben, da mir das Ende einbisschen zu unrealistisch war. Aber ansonsten ist das Buch sehr lesenswert. 

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  • Wenn die Sicherheit die Freiheit nimmt

    Totenläufer

    raveneye

    31. December 2016 um 14:26

    In Red-Mon-Stadt ist jeder sicher und kann in Freiheit leben. Solange er für die Verwaltung von nutzen ist.Das Cover ist in relativ düstere Farben getaucht und passt deswegen gut zum Ton des Buches. Der Schreibstil ist klar, verständlich und lässt sich flüssig lesen. Wenn man einmal in der Geschichte angekommen ist lässt sie einen so schnell nicht wieder los.Die Geschichte wird abwechselt aus den Perspektiven von vier Personen durch einen übergeordneten Erzähler erzählt. Jede Perspektive ist vom Erzählton der jeweiligen Person angepasst und lässt diese dadurch lebendig und individuell erscheinen.Da haben wir Rina, eine Ausgestoßene die ständig auf der Flucht ist und niemanden vertraut.Tom, der gerne etwas verändern würde.Neel, der ein Opfer des Systems ist und alles für seine Familie tun würde.Und Amanda, die sich nicht so einfach in die Karten gucken lässt.Das Buch zeichnet eine düstere Sicht auf die Stadt, die unter dem Deckmantel der Sicherheit für ihre Bürger nur ihren eigenen Vorteil sucht. Wenn man keine Nutzen mehr hat wird man gnadenlos fallen gelassen. Die Geschichte hat mir gut gefallen und ich fiebere jetzt schon dem zweiten Band entgegen um zu erfahren wie es weitergeht.

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  • Totsicher ein lebendiges Leseerlebnis

    Totenläufer

    Laurun

    27. December 2016 um 00:10

    "Silver Coin 203: Totenläufer" hat mir Spaß gemacht. Eine düstere Welt. Eine spannende Handlung. Gefallene Charaktere, die trotz allem nicht aufgeben. Die Zutaten sind da, und Mika M. Krüger versteht es über weite Strecken, daraus einen schmackhaften Lesehappen zuzubereiten. Die Szenen sind wirkungsvoll aufgezogen und voller Nervenkitzel. Die Figuren sind schillernd und abwechslungsreich, das Bühnenbild fantasievoll und präzise. Die Sprache ist flüssig und wortgewandt. Dramaturgisch fühle ich mich im Großen und Ganzen gut unterhalten und kann mir durchaus vorstellen, auch die Fortsetzung zu lesen. Ein wenig Luft nach oben sehe ich bei Orthografie und Schriftsatz. Da kleben Wörter aneinander oder es gibt Zwischenräume, wo keine hingehören, wenigstens in der hier rezensierten eBook-Fassung. Beides tut dem Lesevergnügen aber kaum Abbruch. Fazit: Wer (so wie ich) Endzeitgeschichten in einer Zukunft voller Grimm und Niedergang mag, kommt hier auf seine Kosten.

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    • 2
  • Eine Dystopie voller Rätsel..

    Totenläufer

    L-Jay

    26. December 2016 um 18:20

    Eine Stadt mitten auf dem Meer.. abgeschottet.. das ist Red-Mon-Stadt. Sie garantiert der Menschheit Wohlstand und Sicherheit, denn auf dem Festland herrscht Gewalt und Chaos. Die Menschen zahlen dafür einen Preis.. die Freiheit. Jeder von ihnen muss einen bestimmten "Nutzen" erfüllen. Diejenigen, die als Nutzlos eingestuft werden oder die Lorcakrankheit besitzen werden von der Verwaltung als Bedrohung betrachtet und getötet. Rina, die eine sogenannte Lorca ist wird eines Abends in der Wohnung ihres Lorcafreundes von Soldaten überrascht und muss fliehen. Sie wird verfolgt und schaut letztlich in den Lauf einer Pistole, jedoch lässt der Soldat sie laufen und sie sucht Schutz bei den Rebellen. Diese planen die Gefangennahme des Helden der Stadt, dem Totenläufer. Dabei tauchen eine Menge Probleme auf, mit denen man nicht gerechnet hat... Meinung: Mit einem flüssigen und gut lesbaren Schreibstil wird der Leser in die Welt von Red-Mon-Stadt entführt. Besonders angetan bin von der Darstellung der Charaktere. Sie wirken auch auf den Leser sehr kühl und distanziert. Man hat auch am Ende des Buches nicht das Gefühl die Protagonisten gut zu kennen.   Fragen über Fragen tauchen immer wieder auf und der Leser macht sich augenblicklich Gedanken über mögliche Lösungen. Da nicht alles offensichtlich dargeboten wird, muss der Leser tiefgründiger nachdenken. Ein durch und durch gelungenes Buch, was sich zunächst wie eine typische "Rebellen gegen Verwaltung" Geschichte angehört hat und sich als viel mehr entpuppt hat. Die Autorin schafft eine Dystopie weg von den typischen Klischees und entführt uns in eine Welt, wo alles zwei Seiten hat.

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  • Endlich mal wieder eine klassische Dystopie!

    Totenläufer

    LinaLiestHalt

    26. December 2016 um 16:38

    "Totenläufer: Silver Coin 203" ist eine klassische Dystopie aus der Feder von Mika Krüger.Red-Mon-Stadt ist der düstere Handlungsort dieser Dystopie. Die Stadt ist eingekesselt vom Meer und wird strengstens kontrolliert. Jeder Mensch muss hier seinen Nutzen unter Beweis stellen. Rina gehört zu der verfolgten Mindertheit der Lorca, die man an der hellen Haut und den Augen erkennt und muss wieder flüchten, als ihr Versteck enttarnt wird und alle ihre Freunde umgebracht werden. Sie entkommt als einzige und fieht durch die feindliche Stadt. Am Strand wird sie schließlich von einem Soldaten gestellt, doch als sie ihr Leben schon aufgegeben hat, verschont dieser sie unbegreiflicher Weise und schickt sie zu den Rebellen...Der Handlungsort der Geschichte ist einmalig. Red-Mon-Stadt ist eine lebensfeindliche und grausame Welt, die beim Lesen die unangenehmsten Gefühle aufkommen lässt. Kontrolle und Gewalt sind an der Tagesordnung. Die Stadt raubt einem jegliches Gefühl von Sicherheit.Auch die Charaktere sind besonders: Rina ist eine der misstrauischsen Figuren, die mir je untergekommen sind, was aber bei ihrer Geschichte nur verstaändlich ist. Keiner ist hier wirklich unschuldig, jeder opfert etwas im Kampf ums Überleben und um seine Ideale. Dabei werden wichtige Fragen aufgeworfen: Heiligt der Zweck alle Mittel? Wann beginnt man seine eigenen Ideale zu verraten? Ab wie viel Gegengewalt mache ich mich selbst schuldig? All diese Dinge gingen mir beim Lesen beständig durch den Kopf - und das ist doch das Beste, was einem bei einer fiktiven Geschichte passieren kann. Die ganze Gewalt und Angst der Rebellen lässt die Geschichte aber auch distanziert erscheinen. Die interessanteste Gestalt dieser Dystopie ist sicherlich der Totenläufer, eine Art Idol der Stadt, der erbarmungslos Jagd auf die Lorca macht und ein totbringender Schatten ist. Auch diese Figur befindet sich in einem großen Zwiespalt und fasziniert dadurch.Eine unpassende Liebesgeschichte, die in vielen Jugenddystopien quasi schon penetrant auftritt, findet man hier allerdings nicht, was auch mal ganz erfrischend war."Totenläufer" hat mir mit seinem realistischen und beängstigenden Setting sehr gut gefallen. Wer mal eine spezielle Dystopie sucht, die sich außerhalb des Gewöhnlichen dieses Genres bewegt, sollte hier mal reinlesen!

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  • Alles hat zwei Seiten

    Totenläufer

    Tinken

    23. December 2016 um 19:02

    "Totenläufer; Silver Coin 203" ist der Auftakt einer dystopischen Reihe geschrieben von Mika Krüger, erschienen am 30.10.16 im KDP Selfpublishing. Red-Mon-Stadt ist eine düstere Stadt, mitten im Meer künstlich erschaffen. Es herrschen strenge Regeln, jeder hat einen Nutzen zu erfüllen, ansonsten wird er der Stadt verwiesen. Eine Minderheit, die Lorca, erkennbar an ihrer hellen Haut und den Augen, werden erbarmungslos verfolgt und getötet. Rina ist eine von ihnen. Innerlich erfüllt mit Angst und dem Verlust von Familie und Freunden, befindet sie sich ständig auf der Flucht, versuchend, ihre Lieben zu vergessen und niemals zurückzublicken. Aber sie ist auch voller Schuldgefühle, da sie überlebt hat. "Schau niemals zurück, sprinte in die Zukunft, denn alles andere hat keine Bedeutung." Als sie wieder einen Verlust erleiden muss, lässt ein Soldat sie laufen und verschont ihr Leben. Er weist ihr den Weg zu den Rebellen. Verwundert darüber, ist sie auch voller Hass, da dieser Soldat kurz vorher ihre Freunde getötet hat. Sie und der Totenläufer, eine Werbeikone, als Held gefeiert, da er die Stadt von den Lorca befreit, lernen sich kennen. In diesem Roman gibt es keine wirklichen Helden. Jeder hat eine dunkle, aber auch eine helle Seite. Manch einer zahlt einen hohen Preis, um die Menschen, die er liebt, zu schützen. Heiligt der Zweck die Mittel, erlaubt dieser Schutz, den man gewähren möchte, grausame Taten? In der personellen Erzählform schildert uns die Autorin eine dunkle Welt. Eine Stadt regiert von Kontrolle und Gewalt. Mit klaren Worten lässt sie uns die Angst, die Trauer, aber auch Wut und Hass spüren. Die Hauptfigur Rina, abweisend ihren Mitmenschen gegenüber, wirkt auch distanziert zu uns. Ich fand es beeindruckend, dass ich das Gefühl hatte, sie habe auch kein Vertrauen zu mir als Leser. Über den zwiegespaltenen Charakter des Totenläufers schien ich ihr näher kommen zu können. "Nach außen erkaltet wie Asche, innen aufgewühlt wie Schnee im Sturm. Widersprüchlich und zwiegespalten. Er war wie sie." Das Setting ist verständlich aufgebaut, wirkte realistisch und glaubhaft auf mich. Ich hatte alles gut vor Augen, auch die Protagonisten. Der Spannungsbogen wurde konstant gehalten. Eins spannende Dystopie, wo man sich das eine oder andere Mal fragen wird, wie man selbst handeln würde. Zwischenzeitlich grausam und brutal, aber realistisch wirkend, weil keine Hoffnung gegeben wird, wo keine ist. Auch fand ich es angenehm, dass keine unpassende Liebesgeschichte mit im Spiel war. LESEEMPFEHLUNG

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  • Spannende Dystopie mit brisanter Thematik

    Totenläufer

    buchstabentraeumerin

    13. December 2016 um 20:40

    „Freiheit gegen Sicherheit, das war das Versprechen der Verwaltung.“ (Seite 165) Eine Insel, auf der alle Menschen in Sicherheit leben? Wo jeder seinen Nutzen hat, zufrieden ist, und dadurch die Kriminalitätsrate auf Null reduziert wird? Das soll möglich sein in Red-Mon-Stadt, einer Insel mitten im Meer. Hier leben die Menschen abgeschnitten vom Festland, das gefährlich und von Seuchen heimgesucht sein soll. Viele Menschen kommen voller Hoffnung nach Red-Mon-Stadt, und diejenigen, die ein Testverfahren bestehen und von Nutzen sind, dürfen bleiben. Was nach einer utopischen Lebenswelt klingt, ist in Wahrheit jedoch eine skrupellose Welt. Denn die Bewohner werden kontrolliert von einer Verwaltung, die die Medien und die Menschen nach ihrem Willen steuert. Viele Elemente erinnern an reale Vorkommnisse der Vergangenheit und Gegenwart. Rassismus, Unterdrückung, Verfolgung von Minderheiten, Staatsgewalt und Widerstand, das sind alles bekannte Komponenten, die hier einen spannenden, futuristischen Mix ergeben. Hinzu kommen fantastische Elemente, wie die Lorca, eine Minderheit in der Bevölkerung, der nachgesagt wird, die gefährliche Seuche zu übertragen. Sie sollen ausnahmslos der Stadt verwiesen werden, doch in Wahrheit werden alle Lorca sowie Bewohner mit Status PON (Person ohne Nutzen) verfolgt und getötet. Mich hat die komplexe Story von Seite eins an in den Bann gezogen. Die Autorin wählte mit Red-Mon-Stadt ein interessantes Setting und würzte ihre Dystopie mit unerwarteten und cleveren Wendungen. „Totenläufer: Silver Coin 203“ ist ein faszinierendes Katz und Maus Spiel, bei dem ich mir bis zum Ende nicht sicher sein konnte, wer welche Ziele verfolgt und wer zu wem hält. Was mich aber vor allem begeisterte, waren die Emotionen, die Mika M. Krüger transportieren konnte. Die Ängste, Sorgen und Hoffnungen ihrer Charaktere waren so greifbar, dass ich mich selbst mittendrin wähnte.Charaktere Ebenso komplex wie die Story sind auch die Charaktere. Rina ist eine Lorca, die ständig in Gefahr lebt, von der SDF, einer Spezialeinheit der Verwaltung, verfolgt und getötet zu werden. Jeder, dem sie sich bisher anschloss, wurde eliminiert, so dass sie immer wieder auf sich alleine gestellt ist. Dieses Schicksal hat sie zu einer Einzelgängerin gemacht. Ich konnte sofort eine Bindung zu Rina aufbauen, sie ist sympathisch und ihre Gedanken und Taten sind nachvollziehbar. Als Protagonistin nehmen ihre Gedanken einen Großteil der Handlung ein, doch neben ihr gibt es noch weitere sehr differenzierte Charaktere. Allen voran Neel Talwar, der Totenläufer, und Tom, ein Mitglied der Rebellengruppe REKA. Beide entwickeln sich im Roman recht individuell und verfolgen vermehrt eigene Ziele. Weitestgehend waren diese Entwicklungen für mich vorhersehbar, doch das empfand ich nicht weiter als störend. Das lag daran, dass der Schwerpunkt meiner Meinung nach auf der eingehenden und ausgefeilten Darstellung der Charaktere lag – was sie antreibt, welche Gefühle sie verbergen oder unterdrücken und wie sie zueinander stehen. Dadurch entsteht innerhalb der an sich schon brisanten Story eine weitere starke Dynamik, die mir sehr gut gefiel. Als Gegenspieler hat die Autorin mit Amanda eine skrupellose und eiskalte Figur geschaffen, die sich gut einfügt und mit Fortschreiten der Geschichte eine immer größere Rolle spielt. Amanda ist getrieben von dem Willen alles zu kontrollieren und zu leiten, dabei handelt sie intelligent und kompromisslos. Ich bin gespannt, wie sich ihr Charakter weiter entwickeln wird.Schreibstil„Die Verwaltung spielte mit den Menschen, ihren Hoffnungen und ihren Ängsten. Gezielte Manipulation, etwas anderes war das nicht.“ (Seite 328) Der Schreibstil ist eingängig, so dass sich das Buch wunderbar lesen lässt. Ich war sehr positiv überrascht, wie pointiert Mika M. Krüger die Gefühle ihrer Charaktere mit wenigen Worten oder Beobachtungen zum Leben erwecken konnte. Auch die Stimmungen innerhalb der Stadt sowie innerhalb der Rebellengruppe werden gut transportiert. Dadurch wurde „Totenläufer“ zu einem Buch, das ich schwer aus der Hand legen konte. Vor allem ab der Mitte, wenn weitere Erzähler Rück- und Einblicke in ihre Gedankenwelt erlauben. Diese waren geschickt platziert, so dass die Story insgesamt an Komplexität gewann.Fazit Eine sehr spannende Dystopie mit einem äußerst kritischen Blick auf eine unterdrückte Gesellschaft mit fragwürdigen Strukturen. Mika M. Krüger greift historische und aktuelle Missstände auf und formt daraus eine beängstigende und beklemmende Zukunftsvision. Ich freue mich schon auf den Folgeband!

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