Mikael Bergstrand Weiße Rache

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Inhaltsangabe zu „Weiße Rache“ von Mikael Bergstrand

KRIEG AUF DEN STRASSEN VON MALMÖ Malmö ist nicht Bullerbü – in der südschwedischen Metropole liegt die Kriminalitätsrate beunruhigend hoch. Bisher waren es oft die ausländischen Ghetto-Kids, die schwedische Jugendliche abzockten, nun hat sich eine fremdenfeindliche Gruppe gebildet. «Die Rächer» begehen gezielt brutale Übergriffe auf Migranten – und schrecken offenbar auch vor Mord nicht zurück. Die junge Journalistin Leyla Abdallah soll über den Bandenkrieg berichten, und sie kann sich denken, warum gerade sie dafür ausgesucht wurde. Mit Engagement und Fingerspitzengefühl stürzt sie sich in die Recherchen – und macht bald eine fürchterliche Entdeckung … «Ein hochaktueller und engagierter Krimi.» SKÅNSKA DAGBLADET

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  • Rezension zu "Weiße Rache" von Mikael Bergstrand

    Weiße Rache

    Nin

    24. April 2011 um 13:10

    „Malmö ist nicht Bullerbü“ steht auf dem Buchrücken von Mikael Bergstrands Krimi „Weisse Rache“- und damit hat er Recht. In der dritt größten Stadt Schwedens hat jeder dritte Einwohner einen Migrationshintergrund und die Zahl steigt. Auch die Arbeitslosenquote ist überdurchschnittlich hoch. Der Frust unter Schweden und Einwanderern ist hoch in Malmö und viele Jugendliche sehen keine Perspektiven für ihre Zukunft. Bisher haben ausländische Jugendliche die Straßen für die schwedische Jugend gefährlich gemacht, doch nun hat sich eine neue, fremdenfeindliche Gruppe gebildet. „Die Rächer“ überfallen ausländische Jugendliche. Am Tatort hinterlassen sie Bekennerschreiben- und die Polizei Malmös steht vor einer ihrer schwersten Aufgaben. Nur einer scheint Kontakt mit den Rächern zu haben: Journalist Frank Borglind. Regelmäßig wird er von ihnen angerufen und er wittert die große Story. Doch auch seine junge Kollegin Leyla Abdallah soll über den Fall berichten. Doch sowohl die Polizei als auch die Medien scheinen mit dem Fall überfordert zu sein und bald steht fest: unter ihnen sind schwarze Scharfe. Als nach der Serie von Gewalttaten dann auch noch ein Mord passiert, wird es höchste Zeit, diese zu entlarven. Mikael Bergstrand liefert mit diesem Kriminalroman einen Überblick über die derzeitige Lage in Malmö. Auch wenn die eigentliche Story frei erfunden ist, stimmen doch die Hintergrundinformationen mit der Wirklichkeit überein. Der Leser liest in kurzen Teilen über die Ereignisse bei den Rächern, der Zeitung, und der Polizei und hat so einen guten Überblick über die Beweggründe der Rächer. Die Informationen über die derzeitige Lage in Malmö, gepaart mit interessanten Persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein können, und einer Geschichte, bei der der Leser meint alles zu wissen, es aber in Wirklichkeit nicht tut, ist dieser Krimi eine Entdeckung für sich. Leider ist es schwer, im ersten Drittel des Buches nicht aufzugeben, denn man meint alles zu wissen und es kommt keine richtige Spannung auf. Der letzte Teil ist dafür zwar umso spannender, allerdings kommt die Spannung ein wenig unerwartet und viel zu schnell. Für Liebhaber von schwedischen Kriminalromanen zu empfehlen, da dieser Krimi mal etwas anders ist als die Anderen.

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  • Rezension zu "Weiße Rache" von Mikael Bergstrand

    Weiße Rache

    michael_lehmann-pape

    28. January 2011 um 12:58

    Licht und Schatten Ein hochaktuelles und brisantes Thema hat Mikael Bergstrand ins einem Krimi verarbeitet und dies mit Licht und Schatten, was das Buch angeht. Migration, Integrationsproblematik, marodierende und gewalttätige Banden jugendlicher Migranten einerseits, Versuche der Integration und gelungene Integration (bei der Hauptperson des Romans) andererseits und zu guter Letzt gewaltbereite, vordergründig sich „nur wehrende“ „Rächer“ andererseits, bei denen allerdings noch das ein oder andere zu Anfang verdeckte Motiv durchaus mitschwingt. Leyla Abdalla ist ein Musterbeispiel gelungener Integration, studierte Journalistin, die durchaus nun Anfangserfolge in ihrem Beruf nachzuweisen hat. Ihr neuestes Projekt, gemeinsam mit einem ihr unfreundlich gegenüber eingestellten Kollegen ist die zunehmende Jugendkriminalität mit Migrationshintergrund in Malmös Problemviertel Nr. 1. Eine Kriminalität, der sich eine Gruppe selbsternannter, ebenfalls jugendlicher „Rächer“ entgegenstellt, die vordergründig Rache für konkret begangene „Untaten“ nimmt. An der Spitze der „Rächer“ findet sich der schon ältere, knapp 30jährige Arved, der mit besten Verbindungen ausgestattet zu sein scheint und durch rhetorisch geschickte Ansprachen Jugendliche zu Instrumenten der Rache zu formen gedenkt. Wer aber sind denn jene guten Verbindungen? Je weiter Layla in die Probleme des Viertels eindringt, desto deutlicher wird ihr, dass hier beileibe nicht nur fehlgeleitete Jugendliche aller Seiten ihre Kämpfe austragen, sondern dass durchaus gewichtige Interessen sich diese Jugendlichen zu Nutze machen. Eine Verbindung, die auch zum Mord bereit ist. Je mehr nun Layla die Hintergründe beginnt, aufzudecken, desto mehr gerät sie selber in Gefahr und in den Fokus der „Rächer“. Einerseits ist das Buch ein durchaus geschickt konstruierter Kriminalroman mit überraschenden Wendungen und mehreren Überraschungsmomenten zum Ende hin, die aufzeigen, dass einige der Protagonisten ein doppeltes Spiel betreiben. Andererseits wirkt das Buch phasenweise wie eine sozialpädagogische und amateurpsychologische Studie. Ausufernde Dialoge, die in Teilen doch arg künstlich wirken wollen hier einerseits das Innenleben der eher stereotyp gehaltenen „Fronten“ im Blick auf die Migration darstellen, Erläuterungen und Blicke auf Hintergründe das Ganze dann im gesellschaftlichen Rahmen verständlich gestalten. Hier kratzt Bergstrand aber letztendlich nur an der Oberfläche und bringt nur allgemein sattsam diskutierte Erklärungsmuster zur Sprache. Zudem tauchen gerade in jenen Passagen auch Längen auf, die der Spannungskurve des Buches selber eher abträglich sind. Es dauert lange, fast bis in die Mitte des Buches hinein, bis wirklich Bewegung hineinkommt und die verschiedenen Parteien und Protagonisten in ihrer persönlichen Geschichte und den inneren Motivationen sattsam vorgestellt sind. Zu breit vorgestellt sind. Dem „Mini Hitler“ Arved nimmt man seinen tiefen Einfluss auf die Jugendlichen nicht wirklich ab, zu gekünstelt sind seine Monologe in Sprache und Stil angelegt. Gut gelungen wiederum die Darstellung der jugendlichen Migranten in den verschiedenen Lebenssituationen, die sich auch in der sprachlichen Darstellung durch Bergstrand gut differenziert darstellen. Es gelingt dem Autor mit dieser Form, die Funktion von cooler Sprache für den Status in der Gruppe hervorragend auszuarbeiten. Auch der dann in Schwung kommende Spannungsanteil des Buches versöhnt im zweiten Teil mit einigen Längen des ersten Teiles und nimmt den Leser mitten hinein in diese Parallelwelt, die an fast allen Orten Europas intensiv diskutiert wird. Ein gut konstruierter Krimi mit einigen sprachlichen Längen und zu breiter Darstellung vermeintlicher Hintergründe gesellschaftlicher Problematiken, der allerdings im Gesamten das Problem der Migration, der Ghettoisierung und der zunehmenden Aggression aller Seiten letztlich gelungen aufnimmt und verarbeitet.

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