Mikael Niemi

 3,9 Sterne bei 397 Bewertungen
Autor von Populärmusik aus Vittula, Die Flutwelle und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Mikael Niemi wurde 1959 geboren und wuchs im hohen Norden Schwedens in Pajala auf. Dort lebt er heute noch. 2000 erschien sein Debütroman "Populärmusik aus Vittula". Er konnte damit einen großen Erfolg feiern. Das Buch stand monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste, verkaufte sich über eine Million mal, wurde in 24 Sprachen übersetzt und ebenso erfolgreich verfilmt.

Alle Bücher von Mikael Niemi

Cover des Buches Populärmusik aus Vittula (ISBN: 9783442738915)

Populärmusik aus Vittula

(225)
Erschienen am 29.09.2008
Cover des Buches Die Flutwelle (ISBN: 9783442749928)

Die Flutwelle

(49)
Erschienen am 12.10.2015
Cover des Buches Der Mann, der starb wie ein Lachs (ISBN: 9783641157494)

Der Mann, der starb wie ein Lachs

(42)
Erschienen am 27.11.2014
Cover des Buches Das Loch in der Schwarte (ISBN: 9783641160005)

Das Loch in der Schwarte

(34)
Erschienen am 24.11.2014
Cover des Buches Erschieß die Apfelsine (ISBN: 9783442744978)

Erschieß die Apfelsine

(27)
Erschienen am 14.01.2013
Cover des Buches Wie man einen Bären kocht (ISBN: 9783442771400)

Wie man einen Bären kocht

(10)
Erschienen am 11.10.2021
Cover des Buches Wie man einen Bären kocht: Roman (ISBN: B07ZTFZXM4)

Wie man einen Bären kocht: Roman

(3)
Erschienen am 16.03.2020
Cover des Buches Die Flutwelle (ISBN: B00JH05BMQ)

Die Flutwelle

(4)
Erschienen am 04.04.2014

Neue Rezensionen zu Mikael Niemi

Cover des Buches Die Flutwelle (ISBN: 9783442749928)
kupfis_buecherkistes avatar

Rezension zu "Die Flutwelle" von Mikael Niemi

kupfis_buecherkiste
Beeindruckend

In irgendeiner Grabbelkiste hatte ich dieses Buch entdeckt. Ein Buch über eine Flutwelle, die eine Katastrophe hervorruft. Zugegeben, der Klappentext ist sehr dürftig in der ersten Ausgabe von 2015 gestaltet. Es wird lediglich die Frage gestellt, wie man sich im Angesicht einer Katastrophe verhalten würde, zudem eine Kurzmeinung. Nun, die Frage ist entscheidend für dieses Buch. Hoch im Norden gibt es einen Staudamm. Dieser tat bisher gute Dienste, doch nachdem es im Herbst so stark und viel regnet, kommt der Staudamm an seine Grenzen und bricht. Die Zeichen werden zu spät erkannt, und der Staudamm bricht. Die Vorwarnungen kommen zu spät, die Evakuierung vor Ort gestaltet sich schwierig und chaotisch. Mikael Niemi nimmt uns mit mitten ins Geschehen. Wir erleben in mehreren Handlungssträngen, wie die verschiedensten Betroffenen damit umgehen. Ob der Hubschrauberpilot, der eigentlich vor einem Selbstmord stand, oder eine Frau, die mit einer Künstlergruppe unterwegs war. Jeder geht anders mit der Situation um. Jeder muss auf seine eigene Art ums überleben kämpfen. Und dann kommt die wichtigste Komponente hinzu: wie geht man mental mit der Notsituation um? Trotz der Vorwarnungen der Ingenieure, die den Zustand des Staudamms gesehen haben und zur Handlung aufgerufen haben, passiert die Katastrophe, Zeit zum Reagieren bleibt nicht. Man kann im Prinzip nur das, was man am Leib trägt, mitnehmen. Weiter weg vom Staudamm bleibt einem noch vielleicht noch etwas mehr Zeit, und doch: was nimmt man in der Situation mit? Steht mein Zuhause heute Abend noch, wem kann ich helfen?

Dieses Buch hat mich getroffen. Wie geht man mit einer solchen vor allem unerwarteten Katastrophe um? Wie nah bin ich meinem Nächsten? Wem würde ich wirklich helfen, und wie überlebe ich selbst? Mit schon fast brutaler Eindringlichkeit nimmt Niemi kein Blatt vor den Mund. Er selbst wertet nicht, liefert jedoch verschiedene Beispiele in den Erzählungssträngen, wie Menschen reagieren könnten. Helfen sie, oder kümmern sie sich nur um sich selbst? Wie geht man selbst mental mit so einer Situation um? Welcher Lebenswille treibt einen an? Es ist definitiv ein Buch, dass mich etwas aus der Fassung gebracht hat. Weil ich dieses Buch so nicht erwartet habe, weil es mich zum Nachdenken gebracht hat. Naturkatastrophen werden uns in jeglicher Art weiter beschäftigen, ob Dürreperiode oder Flutkatastrophen, die Natur ist sehr mächtig. Doch sind wir alle darauf vorbereitet? Nicht nur mit einer Notfalltasche, sondern auch mental? Das Buch beschäftigt sich rein mit der Flutkatastrophe selbst, was während dieser Katastrophe passiert. Die Folgen lässt der Autor offen, was ich für mich in Ordnung fand, da die Folgen ein ganz anderes ebenso schwerwiegendes Thema ist. So hat mich der erste Eindruck, dass dieses Buch vielleicht nicht ohne Grund in der Grabbelkiste liegt, getäuscht. Ein Buch, das nicht umsonst gelobt wurde.

Lesenswert, jedoch sollte man sich bewusst machen, dass dieses Buch einen sehr mitnehmen kann.

Cover des Buches Wie man einen Bären kocht (ISBN: 9783442771400)
bigpandas avatar

Rezension zu "Wie man einen Bären kocht" von Mikael Niemi

bigpanda
Glaube und Tod im schwedischen Norden!

Langsam erzählte, aber trotzdem sehr spannende Geschichte um ein Dorf im Norden Schwedens, welches durch eine Mordserie erschüttert wird. Der sehr gebildetste Dorfpfarrer nimmt den Samenjungen Jussi, den er bei einer seiner Wanderungen trifft auf und lässt ihn in seinem sehr aufgeklärten Haus mit seiner Familie leben. Als die Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird, glaubt man zuerst sie sei einem Bären zum Opfer gefallen, aber Jussi und der Probst merken bald, dass hier etwas ganz anderes vorgefallen ist. Angesiedelt ist der Roman im 19. Jahrhundert und vermischt Fiktion und Realität. Sehr packend und sinnlich wird die Lebenswelt der Dorfbewohner erzählt. 

Cover des Buches Wie man einen Bären kocht: Roman (ISBN: B07ZTFZXM4)
Pongokaters avatar

Rezension zu "Wie man einen Bären kocht: Roman" von Mikael Niemi

Pongokater
Historischer Lappland-Krimi vom Feinsten

Als Schwedischsprecher lese ich schwedische Roman normalerweise in der Originalsprache. Ich weiß gar nicht mehr, warum ich hier die deutsche Version gekauft habe. Im Nachhinein muss ich aber sagen: Gut so! Denn die Übersetzung trifft den bibeltextgeschwängerten Erzählton des 19. Jahrhunderts brillant . Auf Schwedisch hätte ich den sicher nicht erfasst. Die Story ist in jeder Sprache umwerfend gut konstruiert. Die Freuden, aber vor allem auch die Leiden eines von Pastor Laestadius aufgenommenen Sami-Jungen sind eingepackt in die Geschichte rätselhafter Mordtaten. Die Humanität von Laestadius, Begründer der christlichen Erweckungsbewegung im schwedischen Norden, wird ebenso deutlich, wie die rassistische Brutalität der schwedischfinnischen und schwedischen Bevölkerung des hohen Nordens. Niemi scheint mit jedem Roman besser zu werden.

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