Mikael Niemi

 3.9 Sterne bei 373 Bewertungen
Autor von Populärmusik aus Vittula, Die Flutwelle und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Mikael Niemi

Mikael Niemi wurde 1959 geboren und wuchs im hohen Norden Schwedens in Pajala auf. Dort lebt er heute noch. 2000 erschien sein Debütroman "Populärmusik aus Vittula". Er konnte damit einen großen Erfolg feiern. Das Buch stand monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste, verkaufte sich über eine Million mal, wurde in 24 Sprachen übersetzt und ebenso erfolgreich verfilmt.

Alle Bücher von Mikael Niemi

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Cover des Buches Populärmusik aus Vittula (ISBN: 9783442738915)

Populärmusik aus Vittula

 (221)
Erschienen am 29.09.2008
Cover des Buches Die Flutwelle (ISBN: 9783442749928)

Die Flutwelle

 (43)
Erschienen am 12.10.2015
Cover des Buches Der Mann, der starb wie ein Lachs (ISBN: 9783641157494)

Der Mann, der starb wie ein Lachs

 (41)
Erschienen am 27.11.2014
Cover des Buches Das Loch in der Schwarte (ISBN: 9783641160005)

Das Loch in der Schwarte

 (33)
Erschienen am 24.11.2014
Cover des Buches Erschieß die Apfelsine (ISBN: 9783442753024)

Erschieß die Apfelsine

 (27)
Erschienen am 09.06.2011
Cover des Buches Wie man einen Bären kocht (ISBN: 9783442758005)

Wie man einen Bären kocht

 (1)
Erschienen am 16.03.2020
Cover des Buches Die Flutwelle (ISBN: 9783836807432)

Die Flutwelle

 (4)
Erschienen am 01.04.2014
Cover des Buches Das Loch in der Schwarte (ISBN: 9783866040823)

Das Loch in der Schwarte

 (1)
Erschienen am 09.01.2006

Neue Rezensionen zu Mikael Niemi

Neu

Rezension zu "Wie man einen Bären kocht" von Mikael Niemi

Der Bär, der keiner ist
bootedkatvor 4 Monaten

In Kengis in Nordschweden geht es 1852 auf Bärenjagd. Die reißende Bestie, so glaubt man, habe eine junge Frau angegriffen und getötet. Kurz darauf wird eine weitere junge Frau angegriffen und weist die gleichen Verletzungen auf. Unter anderem Würgemale am Hals. Noch bevor sie bestätigen kann, dass dies kein Bär, sondern ein Mann getan hat, sind der vielseitig gebildete protestantische Geistliche Laestadius und sein samischer Ziehsohn Jussi auf der richtigen Spur und haben sogar bereits einen Verdacht. Laestadius wird im Dorf jedoch kritisch, mitunter auch misstrauisch, beäugt und hat es alles andere als einfach, seinen Verdacht zu Gehör zu bringen.

Mit „Wie man einen Bären kocht“ hat Mikael Niemi einen unglaublich vielschichtigen Roman geschrieben, der die damalige Zeit in vielen verschiedenen Nuancen abbildet. Sowohl die Konflikte zwischen den Schweden, den Finnen und den Samen werden deutlich, als auch die Skepsis gegenüber dem Protestantismus. Hinzu kommt die Autoritätsgläubigkeit der einfachen Landbevölkerung gegenüber dem Landjäger Brahe, die aus Unsicherheit und auch aus Unwissen heraus entsteht. Während Brahe allerdings nur sieht, was er sehen will und es sich damit einfach macht, geht Laestadius deutlich offener an seine Ermittlungen.

Die Geschichte bewegt sich zwischen Erzählung, historischem Roman und Krimi und wird aus der Sicht des samischen jungen Manns Jussi erzählt. Jussi ist als Kind aus einem Elternhaus geflohen, in dem Alkohol, Vernachlässigung und Gewalt an der Tagesordnung waren. Da seine Herkunft für die Dorfbewohner unklar ist und er zudem den Samen angehört, ist er innerhalb der Dorfgemeinschaft eher ein Außenseiter. Für die Geschichte selbst, ist dies jedoch von Vorteil, da er außer zu Laestadius zu niemandem gehört. Das Auftreten der beiden erinnert an einen Kommissar und seinen Assistenten, obwohl beide keine Polizisten sind. Dennoch bemühen sie sich um Aufklärung, des Falls und geistige. Zusammen mit den Konflikten innerhalb des Dorfes spinnt Mikael Niemi so eine Geschichte, die auch über die Haupthandlung hinaus einiges zu bieten hat.

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Rezension zu "Die Flutwelle" von Mikael Niemi

Das Zeug zum Welterfolg
Pongokatervor einem Jahr

Kaum zu glauben, dass dieses Buch kein Riesenerfolg geworden ist. Die Geschichte der Geschehnisse nach einem (fiktiven) Dammbruch im äußersten Norden Schwedens ist nicht nur unglaublich spannend, sondern bringt auch eine Fülle von Denkanstößen über die Natur des Menschen. Niemi führt vor, wie sich verschiedene Menschen angesichts der drohenden Naturkatastrophe verhalten, wie sie jeweils um ihr Leben kämpfen. Dabei wechselt er zwischen den Personen hin und her, führt manche unerwartet zusammen und dannwieder auseinander. Er zeigt, wie unter dem Druck der Todesnähe Menschen ihr wahres Ich zeigen. Einer wird sogar unter diesen Umständen zum Mörder, andere helfen uneigennützig fremden Menschen, und riskieren dabei ihr eigenes Leben. Ein Buch, das eigentlich das Zeug zum Welterfolg gehabt (???) hätte. Als Hörbuch ist es außerdem von Gerd Köster unglaublich gut gelesen.

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Rezension zu "Der Mann, der starb wie ein Lachs" von Mikael Niemi

Sprachlich top, inhaltlich flop
AnjaLG87vor einem Jahr

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

Zwar ist Niemis Sprache wirklich toll und sehr
unterhaltsam, und auch die Geschichte rund
um einen Mordfall und die historische Besonderheit 
des Tornedal als Handlungsort konnte mich
fesseln. Jedoch ist das Buch durchzogen von vielen 
Sex-Themen und -Fantasien rund um die Protagonistin
Therese, was ich als "Charakterstudie" reichlich 
uninteressant fand. Zweitens nimmt das Buch viele
Nebenstränge auf, die dann aber leider nicht zuende
erzählt werden. Wer ist Petterson? Welche Rolle spielt
der Neffe des Mord-Opfers? Schließlich hat mich das
völlig abstruse Ende leider zu dem Fazit bewogen, dass
die Ideen für das Buch zwar gut waren, aber völlig mangelhaft 
umgesetzt worden sind. Das kann Niemi aber besser!

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