Dodos auf der Flucht

von Mikael Vogel und Brian R. Williams
5,0 Sterne bei2 Bewertungen
Dodos auf der Flucht
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Erschreckend, poetisch, schön. Wow!

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Dieses Buch gehört in jedes Regal!

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Inhaltsangabe zu "Dodos auf der Flucht"

Mikael Vogel spürt in seinen Gedichten Fallgeschichten und Singularitäten nach, legt mit seiner Sprache vergessene Wissensbestände frei. Nach Morphine und Massenhaft Tiere widmet er sich in Dodos auf der Flucht ausgestorbenen Arten: Ein Requiem für ein verlorenes Bestiarium.
Vogel nähert sich den Arten mit dem empathischen Blick eines Naturforschers und bewahrt damit nicht nur Namen, sondern zugleich die Persönlichkeit, die Stimme und das Federkleid jedes Tiers. Die akribisch recherchierten Gedichte falten den sprachlichen Naturkosmos ihrer Protagonisten auf: Pflanzen, Nahrung, Gewohnheit, Habitat. Eingebettet in die Fallgeschichten des letzten Vertreters einer Art dokumentiert Vogel als Kontrapunkt den Aufstieg des Menschen. So spinnt er ein Netz aus Naturbeobachtung und Kapitalismus-, Kolonial- und Machtgeschichte – ein Spiel mit der Form von Lexikoneinträgen, das diese an Eleganz und Dichte weit übertrifft. So entsteht ein Wissen, das die ausgestorbenen Tiere nicht als Objekt begreift, sondern lebendig macht. Die Gedichte sind Monumente, die vor dem Vergessen bewahren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945832264
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:136 Seiten
Verlag:Verlagshaus Berlin
Erscheinungsdatum:01.02.2018

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    Pialalamavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch gehört in jedes Regal!
    Ein wunderbarer Mix aus Poesie und Wissen!

    Mikael Vogel erzählt in seinem Gedichtband die Geschichte von ausgestorbenen und vom Aussterben bedrohten Tierarten. Seine Gedichte stecken voller interessanter, aber auch bedrückender Informationen. Gleich zu Beginn wird einem klar: Das hier ist nicht nur die Geschichte dieser Tiere, sondern auch die der Menschen. Und tatsächlich wird parallel zum "Untergang" der vielen Arten in gewisser Weise der Aufstieg des Menschen skizziert. Einige Sätze machten mich wütend. Schockierten mich und machten mich auch traurig. Natürlich war dem Menschen nicht immer bewusst, was er da mit seinem Einzug auf fremde Inseln anrichtet, aber manchmal - leider viel zu häufig - war der Mensch eben auch mit seinem vollem Bewusstsein dafür verantwortlich, dass Tierarten plötzlich nicht mehr vorhanden waren. Ausradiert. "Wie ist es der Allerletzte zu sein [...]" steht da in einem Gedicht. Und irgendwie ging mir dieser Satz nicht mehr aus dem Kopf. Noch bedrückender fand ich das passenderweise als "Totempfahl" bezeichnete Inhaltsverzeichnis. Jedem Tier ein Gedicht. Manchmal auch mehr. Manchmal eine ganze Seite, manchmal nur ein Wort. Auf 194 Seiten.


    Die Poesie und das Wissen, dass in den Texten steckt, sind meiner Meinung nach sehr gut ausgewogen. Es wird vor allem mit den Farben und den Tier-Lauten gespielt, und auch einige der Artennamen sind an sich schon wunderschön zu lesen. Bis man ihre Geschichte hört. Ich selbst konnte zu Beginn gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Irgendwie war ich plötzlich ganz gebannt von all den Schicksalen. Ein Name nach dem Anderen. Ein Tod folgte dem nächsten.


    Auf den letzten Seiten befinden sich die Sonargramme, ein weiterer interessanten Einblick in die Welt der Aussterbende Tiere, diesmal ohne Lyrik, aber nicht weniger schön geschrieben. Zudem sind sie mehr auf wenige Beispiele konzentriert und geben auch einen kleinen Einblick in den Schreib- und Recherche-Prozess von Vogel.


    Fazit Mir selbst hat dieser Gedichtband sehr gut gefallen und ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch in jedes Bücherregal gehört. Ganz unabhängig von den schönen Gedichten, ist es doch auch ein sehr wichtiges Thema! Vogel schafft es, die nötigen Informationen mit der nötigen Portion Lyrik zu vereinen und damit den Leser zu bannen.

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    Vaniis avatar
    Vaniivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Erschreckend, poetisch, schön. Wow!
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