Mike Engel

 3.3 Sterne bei 53 Bewertungen
Autor von E.D.E.N..

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E.D.E.N.

E.D.E.N.

 (53)
Erschienen am 16.02.2016

Neue Rezensionen zu Mike Engel

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Rezension zu "E.D.E.N." von Mike Engel

E.D.E.N
leniksvor 2 Jahren

Aufmerksam bin ich durch das Cover auf dieses Buch geworden. Und dem Titel, nicht nur einfach „EDEN“ sondern „E.D.E.N“ das Buch umfasst fünf Teile auf 464 Seiten und 99 Kapiteln.

Wir lernen zunächst  die Herren Max Stoller sowie Anna und Dr. Daniel Meckel kennen. Im Wechsel erzählen sie aus ihrem Leben und was sie beschäftigt. Stoller möchte sich an seinem 40. Geburtstag das Leben nehmen, trifft aber am Müllcontainer auf Anna. Und bringt sich daraufhin nicht um. Er hat sich verliebt.Er ist Bauingenieur. Kurz nach dem Treffen mit Anna hat er ein mystisches Erlebnis, er hat Gott getroffen, und ist mit dem Auftrag zurück geblieben, die Welt in drei Tagen zu retten. Dann ist da noch Daniel erforscht Hirnströme . Das Institut wo er arbeitet bekommt Fördermittel von der Firma 21e und auch mit dem Geheimdienst mauschelt er. Um besser forschen zu können sind er und Anna gerade erst von Bonn nach Berlin umgezogen. Anna hat eigentlich nicht viel nur ihr Klavierspiel und auch sie hat sich in Stoller verliebt. Der Autor versteht es den Leser in seinen Bann zu ziehen, auch wenn die einzelnen Abschnitt unterschiedlich schnell lesbar sind. Manche Stellen musste ich auch noch mal lesen. In dem Buch habe ich zunächst eine reine Liebsgeschichte vermutet, was sich dann schnell erledigt hat.

 

Ich gebe dem Buch drei gute Sterne.

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MoniUnwrittens avatar

Rezension zu "E.D.E.N." von Mike Engel

Fesselt nicht, regt aber zu Nachforschungen an
MoniUnwrittenvor 3 Jahren

Die Geschichte beginnt mit drei Erzählstränge, die anfangs noch unabhängig voneinander sind, sich später jedoch verflechten. Beim Einstieg hatte ich das Gefühl, schon etwas verpasst zu haben, das für die Handlung wichtig ist. Vieles wurde allerdings im Laufe der Geschichte aufgelöst.
Sowohl die Geschehnisse als auch die Nachforschungen von Stoller und die Arbeit von Daniel, dem Neurologen, werden sehr detailliert beschrieben. Teilweise wird hier natürlich auf eine wissenschaftliche Sprache zurückgegriffen, aber alles ist gut verständlich. Der Schreibstil machte es bloß schwierig, das Buch einfach so runterzulesen wie einen spannenden Roman. Die Geschichte fand ich zwar interessant, so konnte mich jedoch nicht fesseln. Ich habe mich meistens wie ein außenstehender Beobachter gefühlt, was vielleicht auch an der Erzählperspektive lag.
Zwischendurch habe ich mich mal gefragt, ob das Buch ins Fantasy-Genre abdriftet, aber dann begann es, zum wissenschaftlichen Essay zu werden. Auf philosophisch-theologischer Ebene wird hier die Gottesfrage behandelt, jedoch nicht zu einer abschließenden Lösung gebracht. Die letzte Schlussfolgerung bleibt dem Leser überlassen.
Stoller war mir nicht so richtig sympathisch. Das lag vor allem daran, dass so wenig Kontinuität in seinem Wesen zu erkennen war. Die Gottesbegegnung, die er erlebt, ist das zentrale Element der Geschichte. Dabei wird ihm gesagt, er sei auserwählt und der neue Messias. Das war leider überhaupt nicht glaubwürdig, vor allem, wenn man weiß, dass nach christlichem Glauben Jesus der Messias war, in dem sich Gott einmalig und abschließend offenbart hat. Hier vermischt sich Jesus-Faszination mit einer Menge Fantasie.
Stoller ändert regelmäßig seine Meinung und ist jedes Mal total von seinen Erkenntnissen überzeugt. Er begegnet auch diversen Personen, die seine Recherchen in neue Richtungen lenken. Dabei kommen jedoch leider keine normalen Christen vor,was das hier vermittelte Gottesbild doch erheblich beeinträchtigt. Was der Autor an Fakten schildert ist wild zusammengewürfelt. Es ist dabei keine Struktur oder chronologische Reihenfolge zu erkennen. Stattdessen gibt er Informationen zu einzelnen Phänomenen wieder, die in seine Geschichte passen, die jedoch nicht bis ins Detail ausgelegt werden. Selbstverständlich liest Stoller auch die Bibel. Doch anstatt auf den zahlreichen Geschichten liegt sein Augenmerk vor allem auf den abstrusen Offenbarungserzählungen. Insgesamt ist die Suche nach der Wahrheit zwar interessant (vor allem als Anregung zum Selbst-Googeln), hält jedoch den Fortgang der Geschichte auf und hinterlässt bei mir den Eindruck, dass es nur wenig Handlung gibt. Beschreibt der Autor hier seine eigene Suche?
Daniel kam mir ebenfalls etwas sonderbar vor. Bis zum Schluss habe ich nicht ganz verstanden, wie die verschiedenen Personen, die seine Forschung überwachen, miteinander zusammenhängen. Seiner Schwester gegenüber benimmt er sich herablassend und kalt, dabei betont er aber immer wieder, wie oft er ihr schon geholfen hat. Kann er sie überhaupt leiden? Er scheint auch sonst keine engen zwischenmenschlichen Beziehungen zu pflegen.
Anna war noch die vernünftigste Person der ganzen Geschichte. Zwar hatte auch sie ein übersinnliches Erlebnis, doch sie geht damit ganz anders um als Stoller. Ihr Denken erscheint mir zeitweise sogar rationaler als das ihres Bruders Daniel. Ihre Sehnsucht nach Liebe konnte ich nachvollziehen, auch wenn sie vielleicht etwas übertreibt. Im Gegensatz zu den anderen Protagonisten strebt sie nicht nach der ganz großen Erfüllung, sondern sucht ihr Glück eher in den kleinen Dingen des Alltags.
Gut gefallen hat mir, dass in diesem Buch nicht nur die Sonnenseite des Lebens dargestellt wird, sondern auch menschliche Schwächen und Abgründe ihren Platz finden. Vielleicht ist das sogar etwas, dass man aus der Lektüre lernen kann; es kommt darauf an, seine Fehler zu erkennen und damit konstruktiv umzugehen. Niemand ist immer nur gut.

Fazit:
Ein Buch, dass weniger mit seinen Protagonisten als mit seinen zahlreichen Fakten punkten kann. Theologisch fragwürdig wird hier ein Thema behandelt, dass die Menschheit seit Jahrtausenden bewegt. Die Handlung könnte besser ausgearbeitet werden, ist aber durchaus interessant.

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Marapayas avatar

Rezension zu "E.D.E.N." von Mike Engel

Erleuchtung auf Knopfdruck
Marapayavor 3 Jahren

Schon mal etwas vom Gottes-Algorithmus gehört? Nein? Und wie steht es mit Erleuchtung? Noch kein göttliches Erweckungserlebnis gehabt? Max Stoller geht es ähnlich. Mit Kirche, Glaube und dem ganzen Kram hat er nichts am Hut. Aber sein eigenes stupides Leben als saufender Bauingenieur findet er dennoch so erbärmlich, dass er sich fest vorgenommen hatte, über die Klinge zu springen, wäre ihm nicht die Betriebsfeier und ein klassischer Filmriss in die Quere gekommen. Also verschiebt er seinen Tod auf später, wenn der Kater überwunden ist. Doch der Selbstmord gerät stark ins Hintertreffen als er im Hof der neuen Nachbarin begegnet. Bei Stoller schlägt der Blitz ein und zwar ein göttlicher. Er hat eine Offenbarung und soll die Welt retten. Und irgendwie scheint das alles mit Anna und ihrem merkwürdigen Bruder zusammen zu hängen.

Naja, mag der ein oder andere bei dieser knappen Zusammenfassung denken, will ich jetzt wirklich einen knapp fünfhundert Seiten starken Roman über einen Spinner mit Gotteserlebnis lesen? Mike Engel macht es aber schon ganz geschickt. Er füttert seinen Leser mit kurzen Kapiteln an, in denen gerade soviel preis gegeben wird, um der Handlung zu folgen und die Neugierde wirken zu lassen. Die Figuren werden ganz allmählich ausgestaltet. Aus drei Perspektiven erhält man Einblick in die Handlung, weiß immer ein bisschen mehr als die einzelnen Figuren selbst und dennoch zu wenig, um alles sofort zu überblicken und einordnen zu können. Damit wird die Spannung gehalten. Und ehe man es sich versieht, hat man diesen grummeligen Typen ins Herz geschlossen und findet es selbst ganz spannend, wie er versucht mit seiner Mission umzugehen. Am Ende ist es ein Buch, indem der Autor mit einigen grundsätzlichen Fragen unseres Daseins aus verschiedenen Perspektiven jongliert und nicht von ungefähr finden sich Faust-Anspielungen im Text (u.a. ein Mepisto mit Flügeln) – Liebe vs. Glaube vs. Wissenschaft.

Mut zum Kürzen während des Lektorats hätte den Roman noch runder gemacht, so kommt er zuweilen recht sperrig und manchmal etwas langatmig daher. Ein wenig mehr sprachliche Würze und Raffinesse wünschte ich mir auch ab und an. Aber grundsätzlich hat mir der Aufbau der Handlung und der Figuren gefallen, die Richtung war mir nicht sofort klar und das mag ich an meiner Lektüre auch recht gern. Und trotz der vielen verschiedenen Verschwörungstheorien seiner verschrobenen Figuren blieb der Text glaubhaft, weil er eben mehr als eine Position beleuchtet.

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Gespräche aus der Community

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literaturschocks avatar

Der Autor wird an dieser Leserunde teilnehmen!

Verlost werden Taschenbücher und auf Wunsch auch das E-Book.

Mystik. Spannung. Liebe.

Gibt es Gott oder ist er eine Erfindung des Gehirns?

Das ist hier die Frage.

Der lebensmüde Bauingenieur Stoller begegnet kurz vor seinem geplanten Selbstmord der Liebe auf den ersten Blick und hat wenig später ein mystisches Erlebnis, das sein Leben auf den Kopf stellt. Stoller muss herausfinden, was er erlebt hat: Ist er im Gefühlsrausch verrückt geworden oder tatsächlich auserwählt? Wahn oder Wahrheit?
    „Vom Himmel sah er blendend weißes Licht,
    rein und überirdisch. Aus diesem Himmelslicht
    lösten sich sphärische Gebilde,
    weiß umhüllte Engelswesen formten sich
    und flossen im geistigen Strom heran.

    Fürchte dich nicht.“

Ein Atheist sucht Gewissheit, eine Pianistin Liebe,
ein Neurologe den Gottes-Algorithmus.
Und der Teufel?

Zum Autor:
Mike Engel lebt in Berlin, hat Soziologie studiert und mehr als 300 Drehbücher für 20 TV-Reihen geschrieben. Im Emons-Verlag erschien 2015 sein Kriminalroman "Alt mit Schuss" (zusammen mit Michael Naseband).

Zusammen mit dem Autor verlosen wir 15 Exemplare von "E.D.E.N." unter allen, die sich auf ein ganz besonderes Abenteuer einlassen wollen. Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet, müsst ihr euch dafür über den "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, indem ihr bis zum 14.02. auf diese Frage antwortet:

Wenn es einen Gott gäbe, wie würde er eurer Vorstellung nach aussehen?

Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir nur Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

Weitere Leserunde ab 29.04. auf Leserunden.de geplant. Dort werden ebenfalls bis zu 10 Exemplare des Buches verlost.

Viel Spaß und viel Glück!
Susanne
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in 58 Bibliotheken

auf 5 Wunschlisten

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