Mike Floyd

 3.9 Sterne bei 7 Bewertungen
Autorenbild von Mike Floyd (© 2014 - Mike Floyd/Michael Schröder / Quelle: Autor)

Lebenslauf von Mike Floyd

Mike Floyd, geboren 1967 in Heidelberg, wohnt mit seiner Familie in Berlin. Er studierte Publizistik, Psychologie und Theaterwissenschaft und war einige Jahre als Aufnahmeleiter im Filmbereich tätig. Seit vielen Jahren arbeitet er als freier Korrektor und Lektor und schreibt Kurzgeschichten, Drehbücher und Romane. "Mein Credo lautet: keine Zensur im eigenen Kopf! Es macht Spaß, alles Mögliche und Unmögliche auszuprobieren! Jedes Genre, jeder Stil, jede Erzählperspektive, jedes Thema ist erlaubt. Denn nichts ist für einen Autor langweiliger, als immer wieder dasselbe zu schreiben oder, aufgrund irgendwelcher echten oder vermeintlichen Zwänge, schreiben zu müssen." Und so finden sich in Mike Floyds Werk heitere, satirische oder melancholische Alltagsgeschichten aus Berlin ("Ein Loch im Zaun", "Begegnung") genauso wie abgedrehte psychedelische Science-Fiction-Storys und Romane ("Tetos Trip", "Tausend explodierende Sonnen", "Psychonaut") oder beängstigende Bewusstseinsstrom-Geschichten ("Der Blick").

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Rezension zu "Psychonaut: Kampf um Neu-Berlin" von Mike Floyd

Ungewöhnlicher und spannender Social-Fiction-Roman mit gesellschaftskritischem Hintergrund
myra_frostvor einem Jahr

Titel/Cover:

Das Cover zeigt einen kosmischen Nebel mit den Hauptfarben Blau und Grün in vielen Schattierungen. Es passt sehr gut zum Inhalt des Buches, indem es den Cyberspace verkörpert. Der Titel machte mich neugierig. Den Klappentext fand ich interessant, aber zu lang. Informationen über den Autor nebst weiteren Werken lese ich lieber auf der Autoren-Infoseite nach. Ich versprach mir eine ungewöhnliche, spannende Geschichte und wurde nicht enttäuscht.

Inhalt:

Im Zuge eines schrecklichen Kriegs werden große Teile der Welt durch eine Psychodroge verseucht. Auch Berlin ist von der Apokalypse betroffen. Im von der Psychodroge nicht betroffenen Teil der Stadt herrscht die Firma unter der Leitung des skrupellosen Creed Tenthos. Widerstand regt sich mit dem Ziel, die Stadt von der Schreckensherrschaft zu befreien. Kleindealer Zed wird ohne sein Zutun mitten in die Ereignisse katapultiert. Anstatt sich mithilfe einer Net-Droge mit seiner Freundin schöne Stunden zu machen, steckt er mitten im Kampf um seine Heimatstadt.

Charaktere:

Protagonist Zed ist ein Kleindealer, was ihn mir nicht direkt unsympathisch machte, da in Neu-Berlin die Einnahme von Drogen tägliche Normalität ist. Zu Beginn der Geschichte lässt sich Zed treiben und zeigt wenig Initiative. Dennoch kümmert er sich um seine Freundin und seinen Mitbewohner, weswegen ich Zed sympathisch fand. Im Lauf der Handlung macht Zed eine starke Entwicklung durch. Er wurde mir immer sympathischer, und ich schloss ihn ins Herz.

Die Nebencharaktere hat der Autor sehr gut ausgearbeitet. Alle haben eine Geschichte und ihre Geheimnisse. Bis auf den Antagonisten ist keiner rein gut oder böse. Ihre Handlungen konnte ich jederzeit nachvollziehen. Alle Charaktere machen eine Entwicklung durch.

Schreibstil:

Mike Floyd erzählt die Geschichte aus der Sicht von Zed in der ersten Person Präsens und Präteritum; abhängig davon, ob sich Zed geistlich auf der Netebene oder körperlich in Neu-Berlin befindet. Der Wechsel hat mir sehr gut gefallen, da er es mir erleichterte, mich gedanklich in die verschiedenen Ebenen zu versetzen.

Sehr gut fand ich die Abwechslung zwischen ruhigeren und temporeichen Passagen. Beide waren auf der psychologischen Ebene spannend. Erhöhte der Autor das Tempo, kam actiongeladene Spannung hinzu. An die Handlungsorte konnte ich mich problemlos hineinversetzen, nicht zuletzt durch die für mich genau richtige Dosis an Umgebungsbeschreibungen. Überraschende Wendungen vervollständigten mein Lesevergnügen.

Story:

Die Idee fand ich sehr spannend und ungewöhnlich. Meiner Meinung nach ist Mike Floyd die Umsetzung hervorragend gelungen. Die Einbeziehung von Bands ab den 1970er Jahren in Verbindung mit diversen Songtiteln empfand ich als Bereicherung in Bezug auf moderne Technik. Da ich die meisten Lieder kenne, transportierte ihre Erwähnung die entsprechende Stimmung.

Ein paar winzige Ungereimtheiten schmälerten mein Lesevergnügen nicht. Unnötig ist für mein Empfinden der Prolog. Die Vorabinformationen und neuen Bezeichnungen verwirrten mich eher, als dass sie mich auf die Geschichte einstimmten. Im Verlauf der Handlung lernte ich die Begebenheiten der apokalyptischen Welt intuitiv. Den Schluss hat der Autor meiner Meinung nach zu schnell abgewickelt. Auch passte der Stil nicht zum Rest des Buches.

Fazit:

Der Autor schuf einen ungewöhnlichen und spannenden Social-Fiction-Roman mit gesellschaftskritischem Hintergrund. Das Buch hat mir schöne Lesestunden beschert.

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Titel/Cover:

Das Cover ist schlicht gehalten und trotzdem kann man erahnen, um was es eigentlich geht. Weihnachten kann eben doch ganz schön nervig sein. Wem das nicht sofort auffällt, dem hilft der Titel auf die Sprünge. Wobei der Titel durchaus zweideutig verstanden werden kann und sollte.

Klappentext:

Der Klappentext gibt für jede der vier Geschichten den Inhalt kurz und prägnant wieder.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist flüssig. Die Geschichten sind leicht zu lesen und laden zum Schmunzeln ein. Ja solche Weihnachtserlebnisse hatte wohl schon jeder von uns einmal. Wer sich zwischen dem Plätzchen backen, Geschenke einkaufen und den Vorbereitungen für das Fest ein wenig Ruhe und Erholung können möchte, ist mit diesem kleinen Buch gut beraten. Leider nur als Kindle erhältlich.

Fazit:

Wer lernen möchte, wie er die Weihnachtsstolpersteine geschickt umgehen kann, sollte zu diesem Buch greifen. Es lohnt sich!

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Rezension zu "Psychonaut: Kampf um Neu-Berlin" von Mike Floyd

Realität ist das was übrig bleibt wenn sämtliche Projektionen endgültig zertrümmert worden sind
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Mike Floyd begibt sich mit seinem Science Fiction Thriller Psychonaut ins beschauliche Berlin, nur das nichts mehr so beschaulich dort ist wie es sein sollte nachdem das Acidium L große Teile der Bevölkerung zu Psychoten gemacht und die Umgebung verseucht hat.

Wir leben in der Zukunft, genauer gesagt im Jahr 2033 und Berlin ist wieder einmal in mehrere Areale geteilt. Nicht das was ihr jetzt denkt sondern noch ein bisschen krasser und abgedrehter. Es geht um Videospiele, Macht , Drogen aber auch um Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe. Alles wird von einer Macht und einer Firma kontrolliert bis ein paar wenige Aufbegehren gegen das System und versuchen es zu unterlaufen…..

Er verknüpft aktuelle Themen und Meinungen mit seinen Schauplätzen im futuristischen Berlin und gibt diesen damit ein neues Gesicht und eine neue Bühne. Die Grundidee war es die mich sofort reizte das Buch zu lesen. Insgesamt drei Teile und 14 Kapitel begleiten den Leser durch die Entwicklung Berlins und der Figuren die sich dort noch bewegen können.
Im Großen und Ganzen existieren viele Dinge aus der Vergangenheit weiter sei es z.B. der Euro, das Bier, die Drogen und die Videospielkonsolen doch alles heißt irgendwie anders und fühlt sich für den Leser auch anders an.

Die Geschichte selber startet für mich persönlich etwas schwierig, da ich auf der Kürze der Seiten die ganzen Informationen die der Autor loswerden will und auch muss gar nicht verarbeitet und in Zusammenhang gebracht bekomme. Nach vielen Seiten werden auch die Informationen weniger, das was man danach noch wissen muss wird wohldosiert an mich in Rahmen einzelner Dialoge an mich weitergereicht und der Autor widmet sich voll und ganz der fulminanten Story.

Habe ich mich sich aber erstmal in das Buch eingefunden, Blut geleckt an dem Abenteuer das einen erwartet entwickelt sich die Story rasant weiter und weiß den Leser sehr gut zu unterhalten und mitzureißen.

Die Figuren sind alle sehr unterschiedlich. Als Leser habe ich ausreichend Zeit diese kennen zu lernen und mich mit ihrem individuellen Charakter und Handlungsmustern bekannt zu machen, so dass sich ein Profil ergibt mit dem ich was anfangen kann. Auch die Beziehung der Figuren untereinander kann der Autor in eindrucksvollen Szenen sehr gut vermitteln. Ich kann mir die Figuren vorstellen und bin in der Lage schon recht früh im Roman so etwas wie Sympathie und Antipathie zu entwickeln, was mich im späteren Verlauf der Geschichte unterstützen wird.

Insgesamt ist der Roman ein wirklich abgedrehter aber gut konstruierter sauber geschriebener Science Fiction Thriller der mich an vielen Stellen unterhalten hat, aber auch an einigen Stellen nachdenklich machte – z.B. wo unsere Gesellschaft in der Zukunft hinsteuern wird. Auf jeden Fall etwas abseits des Mainstreams, wohin ich ja mal gerne eine Reise unternehme. Auch wenn der Anfang etwas holprig war hat sich der Roman sehr gut entwickelt und ist wirklich lesenswert. Eigentlich 3,5 Sterne aber weil man beim Lesen wirklich merkt dass der Autor Herzblut in seine Geschichte steckt runde ich für diese schriftstellerische Leistung und den wirklich guten Fortgang der Geschichte auf 4 Sterne auf und sage nicht nur für Science Fiction Fans lesenswert.

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