Mike Krüger , Till Hoheneder Mein Gott, Walther

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Inhaltsangabe zu „Mein Gott, Walther“ von Mike Krüger

»Der Nippel«, »Die Supernasen«, »Vier gegen Willi«, »7 Tage, 7 Köpfe« – Egal, woran Mike Krüger mitwirkte, es hat Fernsehgeschichte geschrieben. Doch mühelos verlief sein Leben vor der Ausnahmekarriere keineswegs. Ähnlich wie im Kultsong »Mein Gott, Walther!« kannte er das Hadern, die Sehnsucht nach Akzeptanz und fühlte sich erst frei, als er begriff, dass es manchmal in Ordnung ist, »unter den Kleinen einer der Größten zu sein«. Anlässlich seines 40. Bühnenjubiläums wirft er einen Blick zurück und erzählt, warum eine einsame Kindheit auch humorbildend sein kann und wie er aus Versehen zu einem der beliebtesten Entertainer der Republik wurde. Denn das Leben ist oft Plan B.

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  • Ein Muss für alle Mike-Krüger-Fans

    Mein Gott, Walther

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    In diesem Buch berichtet Mike Krüger, wie er zu dem wurde, der er heute noch ist. Warum er in Ulm geboren wurde, jedoch in Hamburg aufgewachsenr ist.  Dass seine Mutter ihn zwar vergötterte – sein Vater weniger – und er trotzdem seine Eltern nicht besonders oft sah. Dazu kam, dass seine Mutter´- er war gerade mal drei Jahre alt – in Paris gestorben ist, und Mike nie erfuhr, woran. Denn sein Vater schwieg sich darüber aus. Und heiratete ein halbes Jahr danach seine Sekretärin. Angeblich soll Mike ein sehr aufsässiges Kind gewesen sein, das viele Kindermädchen verschlissen hat. Mike Krüger erzählt in dem Buch von den verschiedenen wichtigen Stationen seines Lebens. Wie er als Kind ins Internat gesteckt wurde. Mit seinem Vater verstand er sich nicht sonderlich gut, mit seiner Stiefmutter eben auch nicht. Und das Verschweigen der Todesursache seiner Mutter tat wohl sein Übriges. Aber er hat sein Leben gemeistert, hatte die Fachhochschulreife erworben und hatte vor, an der HAW Hamburg Architektur zu studieren. Begleitet wurde er durch sein Leben von einer Frau, die er in noch jungen Jahren kennenlernte, und die für ihn alles wurde. Ehefrau, Geliebte, Freundin, Vertraute, Managerin, Vermögensverwalterin und vor allem die Mutter seiner Tochter.  Und er ist zum Star geworden. Obwohl er lange nicht daran glaubte, denn immer wieder dachte er, dass es das wohl jetzt war. Er erzählt in diesem Buch wie es zu den Hits kam, sie er gesungen hatte, wie es zu den Filmen kam, die er mit Thomas Gottschalk gedreht hatte. Und es fehlte ihm nie an Humor, auch wenn vieles nicht nach Plan A lief. Denn das Leben war eben oft Plan B.   Meine Meinung Mike Krüger hat mit diesem Buch sein Leben beschrieben.  Und ich finde, aus dem ‚aufsässigen‘ Kind ist ein wunderbarer Mensch geworden. Ein Mensch, der andere Menschen das Lachen lehren konnte und natürlich auch noch kann. Ich habe oft über ihn Tränen gelacht.  Das Buch ist wunderbar und humorvoll geschrieben, und man ist immer wieder gespannt, was jetzt wohl als nächstes kommt.  Nun hat er es bis zu seinem vierzigsten Bühnenjubiläum geschafft. Und anlässlich dieses Jubiläums dieses interessante Buch geschrieben und erzählt, wie eben das leben auch für ihn oft Plan B war. Ein Buch das ich jedem empfehlen kann, der sich für Biografien interessiert, und hier natürlich für die von Mike Krüger. Für Fans ist dieses Buch ein MUSS.

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  • Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche zieh'n.....

    Mein Gott, Walther

    Cherrygirl_Tina

    18. February 2016 um 19:07

    In den 80/90ern wuchsen viele mit Michael Jackson, Nirvana, Madonna, Kylie Minogue, den Beatles, den Rolling Stones und vielen mehr auf. Bei mir war das nicht anders, zwar kann man von der vorgenannten Liste Michael Jackson, Nirvana und Rolling Stones streichen, dafür dann ABBA, The Rubetts und Mike Krüger auflisten. Ja, richtig gelesen. Mike Krüger. Schon als Kind schauten wir als Familie „Piratensender Powerplay“ oder „2 Nasen tanken super“ und auch der Song „Mein Gott, Walther“ oder auch der „Nippel“ dröhnten durch unsere Musikboxen. Später war mir Mike Krüger selbstverständlich auch durch „7 Tage, 7 Köpfe“ oder zugegeben durch die etwas nervige „Krüger Cappucino“ Werbung besser bekannt. Beim Besuch der Frankfurter Buchmesse 2015 erblickte ich beim Stöbern doch tatsächlich Mike Krüger, der gerade ein Interview zu seinem frisch zum 40 jährigen Bühnenjubiläum erschienen Buch „Mein Gott, Walther“ gab. Ich stellte mich interessiert zu den Leuten und erntete erstaunte Blicke, als ich den – zugegeben nicht ganz so netten Kommentar, den aber wirklich nur die Leute in unmittelbarer Nähe gehört haben – „der ist aber alt geworden“ fallen ließ. Das war keineswegs böse gemeint, nur machte ich den Leuten um mich herum damit deutlich, dass ich Mike noch quasi aus seinen Jugendzeiten kannte. Genauso wie Thomas Gottschalk… und so kam ich mit einigen Leuten ins Gespräch. Ich schweife aber ab. Noch lange nach der Messe überlegte ich, ob ich mir „Mein Gott, Walther“ kaufen sollte. Ich bin bei Biografien immer etwas skeptisch, man weiß nie, was einen erwartet bzw. was man erwarten soll. Allerdings interessierte mich dann doch sehr, wie Mike Krüger seine Karriere begonnen und, was er über einige seiner Kollegen zu schreiben hat. Und so landete die Biografie schließlich in meinem Bücherregal. Sprachlich ist das Buch sehr einfach geschrieben und vor allem lustig. Man kann sich während des Lesens sehr gut vorstellen, wie Mike Krüger es einem vorlesen würde. Zwischendrin gibt einige private Fotos wie z. B. bei Dreharbeiten zu den „Supernasen“, mit anderen bekannten Kollegen, mit seiner langjährigen Freundin und Ehefrau, ein Foto kurz nach der Geburt mit seiner Tochter. Es lockert den vielen Text gut auf, denn richtige Absätze, wie hier z. B. bei diesem hier, gibt es im Buch nicht. Das machte es für mich gerade am späten Abend etwas schwer zu lesen. Inhaltlich beginnt das Buch da, wo jede Biografie beginnen sollte: Bei der Geburt des Michael Krüger. Man erfährt etwas über die scheinbar recht schwierigen Familienverhältnisse, seine chaotische Schullaufbahn, seine Lehre zum Betonbauer und vom späteren Architekturstudium (ob er es tatsächlich abgeschlossen hat, hab ich zugegeben nicht so ganz herausgefunden). Ganz erstaunt hat mich sein Wehrdienst bei der Marine. Das waren schon ein paar Punkte, die mich sehr überrascht haben. Ich hätte nie gedacht, dass Mike Krüger wirklich eine Lehre abgeschlossen und sogar ein Studium begonnen oder gar abgeschlossen hat. Nicht, dass ich ihm das nicht zutrauen würde, aber irgendwie ist er für mich schon so lange in den Medien präsent, dass es mir schien, er hätte nie etwas anderes im Leben gemacht. Wir begleiten Mike durch seine jungen Jahre, in denen er schon viele Songs schrieb. Ermutigt durch zahlreiche Freunde und Bekannte, trat er schließlich in einem Hamburger Club auf und kam ziemlich gut an, weshalb er gebeten wurde, doch regelmäßig aufzutreten. Und so wurde Mike was er bis heute blieb: bekannt. Es folgten Plattenverträge, zahlreiche Erfolge, Auftritte, skurrile Bekanntschaften und Erlebnisse. Zu Anfang fand ich dass auch sehr interessant, wo er aufgetreten ist, wie er noch bekannter geworden ist, wen er dabei getroffen hat und vor allem, wie die Plattenverkäufe damals waren. In den Jahren, wo es noch die schwarze Schallplatte gab, waren 70.000 verkaufte Exemplare schon Goldstatus. Das reicht heute nicht mehr aus. Und so kam es, dass Mike auch in einer der erfolgreichsten damaligen Musiksendungen „Disco“ mit Ilja Richter auftrat. Die Sendungen schaue ich heute hin und wieder gerne und jedes Mal denke ich mir, wenn ich Frisuren und Klamotten sehe „Ohje, die 70er“. Besonders laut lachen musste ich, als Mike als einer der wenigen Gäste tatsächlich live in der Show spielen wollte. Mit dieser Aussage sorgte er schon für sehr viel Wirbel: >> „Der singt live! Dann braucht der ja ein Mirko!“ Das war zu der Zeit absolut unüblich, dass ein Künstler ‚live’ sang. Aber ich hatte noch eine Überraschung. „Ich brauche sogar zwei Mikros – noch eines für meine Gitarre!“ Mit diesen technischen Komplikationen war der Tonmann so überfordert, wie „Disco“-Moderator Ilja Richter mit seinen ‚lustigen’ Sketchen.“ (S. 76) Ich musste schon fast schallend lachen. Endlich, ist jemand mit mir einer Meinung, was die „lustigen“ Sketche betrifft. Oder ich verstehe einfach den tieferen Sinn hinter den Sketchen nicht. Wer weiß. Jedenfalls fand ich die Schilderung sehr lustig. Es gibt viele lustige Anekdoten die Mike Krüger zu erzählen hat und oftmals sind Leute mit beteiligt, die man heute auch noch kennt wie z. B. Jürgen von der Lippe, Karl Dall oder der unvergessliche Rudi Carrell. Beim Lesen ist mir leider wieder klar geworden, wie lange letzterer schon fehlt. Ich denke jedes Jahr an ihn, wenn der Sommer da ist, der aber eigentlich keiner ist. Wie ich bereits erwähnte, fand ich die Schilderung seiner Tätigkeiten, sei es Konzerte, Plattenaufnahmen, Filme oder Shows zu Beginn sehr interessant, aber ab einem bestimmten Punkt wiederholte sich alles wieder und an einigen Stellen fand ich es dann schon so spitz dargestellt, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob das wirklich so geschehen ist oder ob Mike Krüger da sein Talent ausgepackt und es witziger und übertriebener dargestellt hat. Jedenfalls wurde es dann für eine gewisse Zeit langweilig für mich und das Buch begann sich in die Länge zu ziehen. Richtig spannend fand ich erst die Entwicklung zur Show „7 Tage, 7 Köpfe“ und war wieder einmal sehr überrascht, als ich las, welche heutigen Top-Comedians dort ihre Karriere begannen (z. B. Mario Barth oder Dieter Nuhr). Es war schön, in selbsterlebten Erinnerungen zu schwelgen. Den Schluss bzw. das letzte Kapitel hingegen fand ich überflüssig. Warum es unbedingt mit seinen 2 Seiten noch ins Buch musste, hab ich nicht verstanden. Ich hätte den Abschluss nach dem hier vorletzten Kapitel viel besser gefunden, zumal er den Titel noch einmal mit aufgreift. Nichtsdestotrotz habe ich mich eigentlich bis auf einige Kapitel ab der Mitte hin, immer gut unterhalten gefühlt und musste mehrfach auf Grund der Schreibweise schmunzeln und lachen. Ich habe einiges von dem Menschen hinter Mike Krüger erfahren und im gleichen Zug auch etwas über andere in der Öffentlichkeit stehenden Personen. Die abgebildeten Fotos zeigten eine ganz private Seite und sind sicherlich so noch nie in der Öffentlichkeit rumgegangen. Allerdings habe ich mir noch während des Lesens überlegt, ob ich mir nicht noch die Biografie der anderen „Supernase“ Thomas „Tommy“ Gottschalk kaufen soll. Denn auch mit seiner Show „Wetten dass…?“ bin ich aufgewachsen. Vielleicht sollte man nicht zu viel darüber nachdenken, was man von Biografien erwartet soll, sondern sich einfach positiv oder negativ überraschen lassen. Ich bin froh, dass „Mein Gott, Walther“ nicht zur negativen Kategorie gehört, aber auch nicht zur „Wow, super, klasse“ Kategorie. Dennoch würde ich das Buch denjenigen empfehlen, die wie ich mit den Liedern, Filmen und Shows mit Mike Krüger aufgewachsen sind und die etwas mehr über seine Person erfahren möchten.

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