Mike Mignola

 4,1 Sterne bei 128 Bewertungen
Autor von Hellboy 1, Hellboy und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Mike Mignola

Der 1962 in den USA geborene Zeichner erlebte seinen internationalen Durchbruch 1988 mit der BATMAN-Geschichte GOTHAM BY GASLIGHT, in der er den Superhelden in einer Art Paralleluniversum auf Jack the Ripper treffen lässt. Mignola gilt spätestens seit diesem Bestseller als Spezialist für atmosphärisch dicht inszenierten, düsteren Comic-Grusel. Mignolas Suche nach einer Figur, die seine Vorliebe für Horror- und Mystery optimal transportiert, mündete 1993 schließlich seiner Kreation HELLBOY. Mit dem Furcht einflößendem Abgesandten der Hölle, der unter Menschen aufwuchs und nun im Dienst einer Organisation zur Bekämpfung paranormaler Phänomene im Einsatz ist, konnte Mignola alle Register seine Könnens ziehen: Hellboy macht ebenso eine gute Figur in kurzen Adaptionen von Legenden, Mythen und Volksmärchen, wie in Horrorepen vom Schlage eines H. P. Lovecraft. Ob Werwölfe, Vampire, Goblins, kosmische Riesenwürmer oder aberwitzige Pulp-Nazis, der um sarkastische Sprüche niemals verlegene Geisterjäger prügelt sie allesamt in die Hölle zurück. Seine Storys um den dämonischen Helden und seine freakigen Mitstreiter bestechen durch wohl kalkulierte Spannung zwischen Humor und Horror, Action und Nervenkitzel, Pathos und Selbstironie. Mignolas einzigartiger, reduzierter Zeichenstil erzeugt eine perfekte Balance zwischen Zeigen, Andeuten und Aussparen. Der Betrachter ist gezwungen, die Freiräume durch die eigene Fantasie zu ergänzen - eine Vorgehensweise, die mehr Grusel generiert als jeder explizite Splatter-Horror. Im Zusammenspiel mit einer düsteren, dem expressionistischen Stummfilm angelehnten Grundatmosphäre wird HELLBOY zu einer unheimlichen Ausnahmeerscheinung unter den modernen Horrorcomics. Mignolas Mystery-Horror-Krimi-Mix schlug ein wie eine Bombe: Die in loser Folge vorgelegten HELLBOY-Comics riefen bei den Lesern und Kritikern Begeisterung hervor und füllen etliche Sammelbände, die in zahlreichen Übersetzungen vorliegen. Über die Jahre entstanden darüber hinaus eine Reihe von HELLBOY-Romanen, Rollenspiele, Merchandising-Produkte und schließlich zwei HELLBOY-Filme unter der Regie von Guillermo del Torro (PANS LABYRINTH). Mignolas Talente blieben auch Hollywood nicht lange verborgen. Neben seiner Arbeit an Francis Ford Coppolas DRACULA trägt auch die zeichnerische Umsetzung des Disney-Abenteuers »Atlantis« mehr als augenscheinlich Mignolas Handschrift, und er selbst steuerte zu diesem Film ebenso Designs und Storyboards bei, wie für BLADE 2 und die Leinwandfassung seines Helden HELLBOY. Währenddesse baute er das so genannte MIGNOLAVERSE in seiner eigentlichen Leidenschaft, den Comics, immer weiter aus und so umspannt sein fiktives Hellboy-Universum jetzt mehrere Serien: Hellboy, B.U.A.P. (auch bei Cross Cult erhältlich), Lobster Johnson, dazu zahlreiche One-Shots und Bände zu den früheren Nebenfiguren Abe Sapien, Witchfinder und vieles mehr.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Batman: Schatten über Gotham (Deluxe Edition) (ISBN: 9783741631146)

Batman: Schatten über Gotham (Deluxe Edition)

Erscheint am 25.10.2022 als Gebundenes Buch bei Panini Verlags GmbH.

Alle Bücher von Mike Mignola

Cover des Buches Hellboy 3 (ISBN: 9783936480108)

Hellboy 3

 (7)
Erschienen am 01.08.2006
Cover des Buches Joe Golem und die versunkene Stadt (ISBN: 9783404207923)

Joe Golem und die versunkene Stadt

 (8)
Erschienen am 15.05.2015
Cover des Buches Hellboy 8 (ISBN: 9783936480825)

Hellboy 8

 (4)
Erschienen am 25.04.2008
Cover des Buches B.U.A.P. 2 (ISBN: 9783936480214)

B.U.A.P. 2

 (3)
Erschienen am 15.12.2006
Cover des Buches Geschichten aus dem Hellboy-Universum 4 (ISBN: 9783864255663)

Geschichten aus dem Hellboy-Universum 4

 (3)
Erschienen am 13.04.2015
Cover des Buches Hellboy 6. Sieger Wurm (ISBN: 9783936480061)

Hellboy 6. Sieger Wurm

 (3)
Erschienen am 01.08.2006

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Mike Mignola

Cover des Buches Dracula (ISBN: 9783928108171)Archers avatar

Rezension zu "Dracula" von Roy Thomas

Ozeane der Zeit
Archervor einem Jahr

Dracula. Ein Klassiker. Wer kennt diese Geschichte nicht? Es geht um Vlad Dracula, einen rumänischen Adligen, der im 15. Jahrhundert eine weitaus größere türkische Armee besiegt, aber das Liebste verliert, was er hat: seine Frau Elisabeta. Wütend auf einen Gott, der ihn im Stich ließ, entsagt er sich allem Christlichen und wird zu einem Wanderer in der Zeit. Im 19. Jahrhundert trifft ein junger Anwalt auf ihn, tief in den Karpaten. Er soll ihm Grundstücke in England verkaufen. Jonathan Harker, so der Name des Anwalts, wird noch viel Zeit haben, diese Reise zu bereuen, denn so holt er einen Vampir nach England und bringt damit auch seine Verlobte Mina Murray in höchste Gefahr. Erst als sich Professor van Helsing der Sache annimmt, kommt Licht ins Dunkel ...

Ein bisschen Licht im Dunkel wäre auch bei den Zeichnungen manchmal angebracht gewesen. So sind sie eigentlich wirklich gut gelungen, aber es gab Szenen, wo ich lange hinsehen musste, um zu begreifen, was jetzt dargestellt werden sollte. Und was ich persönlich ärgerlich fand, war das teilweise miese Lektorat. Wenn gleich mal auf Seite 1 Jonathan Harker als Jonathan Hacker bezeichnet wird, lässt das nicht auf nötige Sorgfalt schließen. Ansonsten hat mir die Graphic Novel des Klassikers gut gefallen. 

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Cover des Buches Batman Noir: Gotham by Gaslight - Eine Batman-Geschichte im Viktorianischen Zeitalter (ISBN: 9783741617928)Annejas avatar

Rezension zu "Batman Noir: Gotham by Gaslight - Eine Batman-Geschichte im Viktorianischen Zeitalter" von Brian Augustyn

Zwei absolut packende Batman-Abenteuer im Noir-Stil
Annejavor 2 Jahren

Wenn es um Batman geht, bin ich von ihm und seiner Geschichte einfach nur fasziniert. Allerdings konnte ich seine Heldentaten bisher nur in Farbe oder als Film betrachten, weswegen ich gespannt war wie sich ein Abenteuer ganz in schwarz-weiß anfühlen würde, das zudem auch noch in einer anderen Zeit spielte. Gesagt getan, denn mit Gotham by Gaslight zog es mich in das viktorianische Gotham.

 


Um es gleich vorweg zu sagen, dieser Comic war ein echtes Highlight. Ich ging sehr gespannt in die Geschichte und war bereits nach den ersten Seiten förmlich an die Handlung gefesselt. Dies lag nicht nur daran das man die Geschichte von Bruce Wayne in das viktorianische zurückversetzte und der Mord seiner Eltern dadurch einen ganz anderen Flair bekam, sondern auch am Schwarz-Weiß-Look.



War ich anfangs noch etwas skeptisch, zeigte sich schnell, dass die Schwarz-Weiß-Aufmachung ein absolutes Highlight darstellte. Die sonst schon sehr düstere Umgebung Gothams bekam förmlich ein Update und wirkte dadurch fast schon einschüchternd. Trotzdem war ich einfach nur fasziniert. Gerade die Gesichter hatten es mir unglaublich angetan, da sie aufgrund der vermehrten Schattensetzung noch furchteinflössender wirkten. Am besten war aber das ohne jede Nutzung einer weiteren  Farbe eine unglaubliche Tiefe geschaffen wurde. Nichts wirkte platt oder eindimensional, sondern stets greifbar. Ein echtes Erlebnis für die Augen. 

 


Schließlich waren da noch die beiden Geschichten im Buch, welche ich ebenfalls nur loben kann. Was würde mir auch anderes übrig bleiben, denn sowohl die Jagd von Jack the Ripper durch Gotham, als auch das Abwenden von Gothams Zerstörung bei einer Weltausstellung waren einfach nur spektakulär. Hier erlebte ich wirklich ein Spektakel der Extraklasse, dass ich so schnell nicht vergessen werde. 

 


Wer Batman vermehrt nur seinen Kampf gegen die „Patienten“ von Arkham Asylum kennt oder als Mitglied der Justice League, der sollte sich sich diesen Band einmal greifen, um etwas völlig neues aus der Welt zu erleben. Damit meine ich natürlich nicht nur die Handlung, sondern eben auch den Zeichenstil, welche nur in schwarz-weiß war. Was eigenartig klingen dürfte, entpuppte sich für mich allerdings als ein unglaubliches Erlebnis, zudem ich bestimmt noch vermehrt zurückgreifen werde. Oder anders gesagt dieser Comic-Band war zu gut, um ihn nur einmal gelesen zu haben.

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Cover des Buches Hellboy 1 (ISBN: 9783936480085)Yoyomauss avatar

Rezension zu "Hellboy 1" von Mike Mignola

Genial, einfach mega!
Yoyomausvor 3 Jahren

Zum Inhalt:

Der Vorweihnachtsabend 1944. Auf einer schottischen Insel vollzieht ein Magier im Auftrag der Nationalsozialisten ein düsteres Ritual mit dem Ziel, die drohende Kriegsniederlage durch ein Bündnis mit den Mächten der Finsternis im letzten Moment abzuwenden. Ein glücklicher Zufall will es, dass der heraufbeschworene Abgesandte der Hölle jedoch in den Händen der Alliierten landet: Hellboy. Ein halbes Jahrhundert später trifft Hellboy, inzwischen Ermittler einer Sondereinheit gegen paranormale Bedrohungen, erneut auf den Mann, der ihn einst rief und der ihn nun endgültig für seine apokalyptischen Pläne einsetzen will...


Cover:

Zu dem Cover braucht man wohl kaum noch etwas sagen. Wir sehen hier mitten darauf den Protagonisten und Helden dieser Serie. Hellboy in seiner ganzen Pracht und Einzigartigkeit. So, wie er in diesem Comic dargestellt wird. Schattenhaft, mit sparsamen Details und trotzdem absolut gut und stimmig. Mir gefällts.


Eigener Eindruck:

England 1944. Etwas versetzt die Bewohner eines englischen Dorfes in Angst und Schrecken in dem sich die US-Soldaten nieder gelassen haben, aber keiner will ihnen Antwort auf ihre Fragen geben. Von den Nazis jedenfalls geht es nicht aus, so viel ist sicher. Unweit dieses Ortes haben sich zuvor genannte mit einem Beschwörer in Stonhenge versammelt, um hier die finsteren Mächte für eine ultimative Rache anzurufen. Doch die Beschwörung geht scheinbar nach hinten los, denn es sind nicht die Nazis, die diese Waffe erhalten, sondern die US-Soldaten. In Form eines kleinen teuflischen Jungen, dem sich einer der Soldaten annimmt und ihn fortan Hellboy nennt. 

Jahre später kommt dieser Soldat als Professor von einer Expedition aus der Arktis wieder und ruft Hellboy zu sich. Er spricht in Rätseln und scheint an Alzheimer erkrankt. Als er sich schließlich in ein froschartiges Monster verwandelt und Hellboy dem Angriff knapp entgehen kann und sein Ziehvater dadurch stirbt, beginnt Hellboy mit seinen Kollegen Elizabeth Sherman und Abraham Sapien der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Reise führt sie zu einer alten Villa auf der scheinbar ein Fluch liegt und in der sie bereits erwartet werden…


Anhand der Filme bin ich ehrlicherweise erst auf den Charakter des Hellboy gekommen und ich muss sagen, dass ich mich doch ein bisschen in diesen Charakter verliebt habe, denn die Geschichte die hier in den Comics präsentiert wird ist spannend aufgebaut. Man erlebt die Geschichte rund um Hellboy wie eine Art Bericht erst aus der Sicht des Professors und dann aus Sicht von Hellboy, aber immer noch so, dass man das Ganze distanziert betrachtet, was ich wirklich richtig raffiniert finde. Neben ausschweifenden Details und Informationen ist es aber vor allem der Zeichenstil, der mich wirklich begeistert. Normalerweise bin ich ja ein absoluter Freund von Details, aber diese werden hier ausgelassen. Dieses minimalistische Feeling ist einfach genial und hat mich sofort gepackt. Diese Geschichte, die der Autor hier erschaffen hat, packt einen ab der ersten Minute, man kann gar nicht anders, als immer weiter zu lesen. Es gibt so viele Dinge die es zu entdecken und zu entlarven gibt, dass man richtig enttäuscht ist, als das Buch endet. So muss ein guter Comic sein. Von mir gibt es hierfür eine absolute Leseempfehlung! Das ist wirklich einmal etwas völlig Neues!


Fazit:

5 von 5 Sterne


Daten:

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Cross Cult; Auflage: 3., veränd. (1. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936480087
  • ISBN-13: 978-3936480085
  • Verpackungsabmessungen: 21,4 x 14,4 x 2 cm


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