Mike Mullin

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Ashen Winter, Ashfall und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Mike Mullin

Ashfall

Ashfall

 (3)
Erschienen am 14.10.2011
Ashen Winter

Ashen Winter

 (3)
Erschienen am 01.09.2013
Sunrise

Sunrise

 (0)
Erschienen am 14.04.2015

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Rezension zu "Ashen Winter" von Mike Mullin

Zeigt die Menschheit von ihrer schlimmsten Seite
Wortmagievor 2 Jahren

Die Trilogie „Ashfall“ von Mike Mullin begann ich im Februar 2014. Der gleichnamige erste Band „Ashfall“ erhielt von mir 3 Sterne; ich fand ihn gut, aber unspektakulär. Es war mir daher nicht so wichtig, die Geschichte weiterzuverfolgen. Ich brauchte knapp drei Jahre, um mir den zweiten Band „Ashen Winter“ vorzunehmen. In dieser Zeit war Mike Mullin nicht untätig. 2015 verkündete er, dass aus der Trilogie eine Tetralogie werden würde. Mullins Deadline für das Manuskript des vierten Bandes ist der 31.12.2017. Schwer zu sagen, wann mit einem Erscheinungstermin gerechnet werden kann. Ich sehe das entspannt, weil ich ohnehin nicht sicher bin, ob ich die Entscheidung, die Geschichte um eine Episode zu erweitern, gutheiße. Abwarten und Tee trinken.

10 Monate sind vergangen, seit der Supervulkan unter dem Yellowstone Nationalpark ausbrach und die USA in ein Katastrophengebiet verwandelte. Nach ihrer beschwerlichen Reise haben sich Alex und Darla gut auf der Farm seines Onkels Paul eingelebt. Die Familie arbeitet hart, um einen bescheidenen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Doch all die anstrengende Arbeit vermag Alex nicht von seiner Sorge um seine Eltern abzulenken, die noch immer nicht aus Iowa zurückgekehrt sind. Als ihm unerwartet ein Hinweis auf ihren Verbleib in die Hände fällt, hält er es auf der Farm nicht länger aus. Gemeinsam mit Darla wagt er sich abermals hinaus in den vulkanischen Winter, um seine Eltern zu retten. Schnell wird den beiden klar, dass der Überlebenskampf der Menschheit in vollem Gange ist – gnadenlos und brutal. Ressourcen werden knapp und humanitäre Grenzen verwischen zusehends. Alex und Darla müssen entscheiden, wie weit sie zu gehen bereit sind, um einander zu beschützen. Bewahrt ihre Liebe sie davor, zu Monstern zu werden?

In „Ashen Winter“ beschreibt Mike Mullin eine neue Stufe gesellschaftlichen Verfalls. Während „Ashfall“ die unmittelbaren Auswirkungen des Vulkanausbruchs beleuchtet – das Chaos, die Überforderung, die kopflose Panik – zeigt der zweite Band, welche Möglichkeiten die Menschen gefunden haben, um sich mit den neuen Umständen zu arrangieren. Mullin stellt der Menschheit unmissverständlich ein Armutszeugnis aus. Er skizziert ihr wahres Gesicht als hässliche, destruktive, egoistische und grausame Fratze, die sich erst offenbart, wenn die Kontrollmechanismen der Zivilisation wegfallen. Die bittere Vision, die er prophezeit, fand ich als Zynikerin definitiv glaubhaft. Lediglich der äußerst kurze Zeitraum des Verfalls erschreckte mich. Nicht mehr als 10 Monate braucht die Menschheit laut Mullin, um ihre Menschlichkeit abzustreifen. Selbstverständlich begegnen Alex und Darla auf ihrer Rettungsmission durchaus auch gütigen, rechtschaffenen Menschen, aber meist werden sie mit barbarischer, herzloser Anarchie konfrontiert. Ich fand die Darstellung der sozialen Konsequenzen des vulkanischen Winters überzeugender als die Handlung selbst. Obwohl „Ashen Winter“ im Vergleich zum Vorgänger deutllich aufregender ist, hatte ich erneut Schwierigkeiten mit dem Spannungsbogen, der meiner Meinung nach inkonsequent konstruiert ist. Immer wieder manövriert Mullin seinen Protagonisten und Ich-Erzähler Alex in langatmige, schwer aufzulösende Sackgassen, die sowohl ihn als auch die Leser_innen in eine Warteposition zwingen. Um Alex zu befreien, muss Mullin zu extremen Mitteln greifen, was zu übertrieben abenteuerlichen Actionszenen führt, die problemlos von einem Spezialeffekte-Team aus Hollywood stammen könnten. Wir sprechen von Verfolgungsjagden, Überfällen, Schießereien und – man glaubt es kaum – einer Fahrt auf dem Dach eines Transporters. Alex ist nun nicht der besonnenste Mensch der Welt, doch etwas weniger draufgängerische Impulsivität hätte der Autor ihm ruhig zugestehen können.
Nichtsdestotrotz gefiel mir seine charakterliche Entwicklung grundsätzlich gut, weil er sich an einem Scheidepunkt befindet. Seine Erlebnisse ließen ihn rasend schnell reifen; er schwankt zwischen erwachsenem Verantwortungsbewusstsein und jugendlicher Naivität. Besonders seine Gefühle für Darla sind seinem Alter weit voraus. Die äußeren Bedingungen entfachten eine Verbindung zwischen ihnen, die viel tiefer ist als eine normale Teenagerromanze. Sie sind ein Team und verlassen sich aufeinander, obwohl Alex sich sicher stärker auf Darla stützt als sie auf ihn. Ihre herrische, aggressiv-fürsorgliche Art kommt ihm meiner Ansicht nach entgegen, weil sie ihn an seine Mutter erinnert. Nachdem, was Alex über die Beziehung zu seiner Mutter offenbart, sind Parallelen erkennbar und man sagt ja nicht grundlos, dass man meist einen Partner wählt, der den eigenen Eltern ähnlich ist. Vor diesem Gesichtspunkt ist die Dynamik zwischen ihnen wirklich interessant und ich frage mich, ob Mike Mullin sie bewusst beabsichtigte.

Unter dem Yellowstone Nationalpark liegt tatsächlich ein Supervulkan, der jeder Zeit ausbrechen könnte. Das geologische Untersuchungsamt, das für dessen Überwachung verantwortlich ist, hält eine baldige Eruption zwar für unwahrscheinlich, aber die Möglichkeit besteht. Deshalb finde ich die „Ashfall“-Tetralogie so faszinierend: das Ausgangsszenario ist schlicht und realistisch. Dadurch unterscheidet sich die Reihe maßgeblich von der Masse der Young Adult – Dystopien auf dem Markt. „Ashen Winter“ ist ein guter zweiter Band, der die Menschheit überzeugend von ihrer schlimmsten Seite zeigt. Wenngleich es Mike Mullin etwas an schriftstellerischer Finesse und einem Gespür für inhaltliche Ausgewogenheit mangelt, hat mich diese Fortsetzung gut unterhalten. Ich mag den Protagonisten Alex und beobachte sein persönliches Wachstum mit Freude, weil es einen so starken, positiven Kontrast zur Degeneration der Gesellschaft darstellt. Fragt sich nur, ob er als edler Held in einer zerfallenden Gesellschaft menschlicher Monster langfristig überleben kann.

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Rezension zu "Ashen Winter" von Mike Mullin

Rezension zu "Ashen Winter" von Mike Mullin
readeralexvor 6 Jahren

_Responsibility’s a cruel bitch. She comes for you whether you want it or not.
Mike Mullin: Ashen Winter_

Fans of Dystopian literature, get ready for the second installment of Mike Mullin’s Ashfall Trilogy.

Ten months have passed since Alex has last seen the sun. The Yellowstone’s eruption has hurled billions of tons of fine ash and sulfur dioxide into the stratosphere and even the biggest optimists don’t expect the sky to return to normal within the following years. In the past months Alex and his girlfriend Darla haven’t only seen the sky go dark but also their entire society. They have to watch first hand how cruel and malicious people can be when chaos rules the world. Darwin’s ‘Survival of the Fittest” has gained a new meaning.

At the beginning of Ashen Winter, Alex and Darla are still staying on Alex’s uncle’s farm not knowing what has happened to his parents. When Alex finally uncovers some information that his parents might still be alive he is hell-bent and no fear, warning or plea can stop him from going on his search. Together, Alex and Darla set out in the disastrous world where they have to face kidnappers, zombie-like cannibals, hunger, disappointment and desperation.

I don’t want to spoil too much of the story, just give away some clues. Again, a lot of catastrophes happen and then shit hits the fan when Alex and Darla get separated by accident and he has to do everything to find and rescue her. In a few words, Ashen Winter is sort of a thrilling roller coaster ride in a tunnel of horror, a constant fight for survival, freedom and love.

After my classification of Ashfall as one of my favorite books this year, my expectations for Ashen Winter were – carefully worded – huge, gigantic, overwhelming. Well, I think you know what I want to say. And, did it meet my expectations? NO, it exceeded them by far! This second installment is even better than the first one and provides non-stop action, fantastic new characters, tragic and moving moments and for all who can’t do without this a not at all cheesy romance.

Ashen Winter is a quite long book with almost 600 pages but I can promise that it doesn’t feel long at all because it has you constantly on the edge of your seat. I can only hope that Mike Mullin doesn’t wait too long for the final installment of the Ashfall series. Five Stars for this page-turner that describes a dystopian future that is in many ways too realistic and scary to be a comfortable read.
_

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Rezension zu "Ashfall" von Mike Mullin

Rezension zu "Ashfall" von Mike Mullin
readeralexvor 6 Jahren

“For the first time ever, I felt ashamed of my species. The volcano had taken our homes, our food, our automobiles and our airplanes, but it hadn’t taken our humanity. No, we’d given that up on our own“ (Alex in ASHFALL by Mike Mullin)

Alex is a typical teenage boy, almost constantly fighting with his Mom. The topics? Well, I’d say they are quite typical, too: poor study habits, excessive video games and so on. So, Alex is really happy to be allowed to stay alone at home for the weekend while his parents and little sister visit his Uncle’s farm.

But his happiness about having dodged stinky country life and instead of that playing World of Warcraft without any parental disapproval doesn’t last long. Already after a few hours alone he gets the first hint that that wouldn’t be the normal Friday evening. At first there is only a rumble, the house shakes a little and power goes out, but then all hell breaks loose. Alex hears a loud cracking noise and the floor tilts, followed by a loud boom and a whistling sound almost like incoming artillery from a war movie. The house practically caves in on itself and Alex has a hard time escaping the chaos.

But who has sent this bomb? The supervolcano at Yellowstone National Park has erupted and blast off a huge chunk of rock that hit Alex’s house. A few hours later, tons of ash cover the country and overcast the sky.

After the destruction of his home, Alex is forced to leave and try to make his way to find his parents. Only, they are over 100 miles away at his Uncle’s farm and there is no possibility to go there by car or bus with all that ash on the streets. Alex has to set out on foot to reunite with his parents. When he starts his journey, he hopes that he could make the trip in about a week. But his worst nightmares couldn’t have shown him what he has to face on his much longer journey. He has to fight for his life, watch murder, rape and cannibalism and people starving and freezing to death.

During all this horrible events he meets Darla, a girl who saves his life more than once. Can Alex and Darla survive in this dreadful world of ash and find Alex’s family?

ASHFALL is an awesome page-turner, one of my favorite post-apocalyptic stories I have read this year and I have already read a lot of those! The scenario is unthinkable but yet absolutely realistic. A natural catastrophe as described in the book could happen tomorrow and I don’t doubt that people can make the disaster even worse. The author describes the evil behavior appropriately, sometimes a bit gory, but never too much. I really liked the well developed characters, especially Alex and and Darla. They are teenagers with special talents but no superheroes who can do everything in any possible situation. Darla is neither the “damsel-in-distress-type” nor the geek (like Hermione Granger) and Alex isn’t the muscle-bound but stupid hero. Together they are a perfect team that can do a lot but nothing supernatural. I absolutely enjoyed how the author handled the relationship between these characters, it never sounded cheesy.

In my opinion ASHFALL is a must-read for all male and female readers who like post-apocalyptic/dystopian literature.

Absolutely awesome story – I can’t wait to read the sequel ASHEN WINTER. Five Stars!

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