Mikki H. Kossu & Ouzo

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Inhaltsangabe zu „Kossu & Ouzo“ von Mikki H.

Haben Sie schon einmal Lust verspürt einfach alles hinzuschmeißen, das Glück beim Schopf zu packen, die Heimat, den Alltagstrott und Ihre Probleme hinter sich zu lassen? Wie wäre es mit einem Tapetenwechsel auf Zeit? Zwei völlig unterschiedliche Charaktere, der wohlhabende griechische Hotelier Paris Kamakis und der Finne Kim Rantala, Hoteldiener, tauschen für ein Jahr das Leben, obwohl sie sich gerade erst begegnet sind. Doch kann ein so verrückter Tauschhandel, der alles mit einschließt - Bankkonten, Arbeitsplätze, Fortbewegungsmittel, soziale Kontakte - funktionieren? Das Gewohnte, der Alltag, holt uns immer wieder ein. Doch ist das Fremde, vermeintlich Interessante, wirklich besser? Der Homosapiens ist nie zufrieden. Es ist ihm meist zu kalt oder zu warm. Die Arbeit zu eintönig oder zu verantwortungsvoll. Wie reagiert ein besser Gestellter auf das Leben eines Anspruchslosen und umgekehrt? Ein spaßiger unterhaltsamer Entwicklungsroman zweier zielloser junger Männer, die ihr Glück suchen! Erleben Sie ›Efcharisto‹ in Finnisch-Lappland und ›Kiitos‹ auf der griechischen Insel Rhodos. Eine Geschichte für jene gehetzten Menschen unter uns, die auch mal gerne alles hinter sich lassen würden, um dann vielleicht festzustellen: »So schlecht geht es mir doch gar nicht..«

Ein Jahr ein fremdes Leben? Ein Finne und ein Grieche machen es möglich - unterhaltsame Einblicke in fremde Kulturen... :)

— parden
parden
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  • Mikki H. - Kossu & Ouzu

    Kossu & Ouzo
    Buechereule

    Buechereule

    17. July 2015 um 17:50

    Klappentext von der Verlagsseite: Haben Sie schon einmal Lust verspürt einfach alles hinzuschmeißen, das Glück beim Schopf zu packen, die Heimat, den Alltagstrott und Ihre Probleme hinter sich zu lassen? Wie wäre es mit einem Tapetenwechsel auf Zeit? Zwei völlig unterschiedliche Charaktere, der wohlhabende griechische Hotelier Paris Kamakis und der Finne Kim Rantala, Hoteldiener, tauschen für ein Jahr das Leben, obwohl sie sich gerade erst begegnet sind. Doch kann ein so verrückter Tauschhandel, der alles mit einschließt – Bankkonten, Arbeitsplätze, Fortbewegungsmittel, soziale Kontakte – funktionieren? Das Gewohnte, der Alltag, holt uns immer wieder ein. Doch ist das Fremde, vermeintlich Interessante, wirklich besser? Der Homosapiens ist nie zufrieden. Es ist ihm meist zu kalt oder zu warm. Die Arbeit zu eintönig oder zu verantwortungsvoll. Wie reagiert ein besser Gestellter auf das Leben eines Anspruchslosen und umgekehrt? Ein spaßiger unterhaltsamer Entwicklungsroman zweier zielloser junger Männer, die ihr Glück suchen!Erleben Sie ›Efcharisto‹ in Finnisch-Lappland und ›Kiitos‹ auf der griechischen Insel Rhodos. Eine Geschichte für jene gehetzten Menschen unter uns, die auch mal gerne alles hinter sich lassen würden, um dann vielleicht festzustellen:»So schlecht geht es mir doch gar nicht..« Autoreninfo von der Verlagsseite: »Mikki H.«, finnischer Staatsbürger, geboren 1978 in Waidhofen/Ybbs Österreich, wuchs in eben diesem Land als Sohn einer Finnin und eines Österreichers auf. Im Alter von 25 Jahren, 2003, wanderte er mit seiner Ehefrau nach Finnisch-Lappland aus, wo er auch heute im eigenen Häuschen in einem 900-Einwohner-Dorf lebt. Drei Kinder bereichern das Leben des Paares. Mit etwa dreizehn Jahren, zeitgleich mit Erhalt seines ersten Computers, formulierte er erstmals das Ziel Schriftsteller zu werden.So wirklich loslegen konnte er jedoch erst in der Freiheit, der Natur und dem Frieden Lapplands. Im September 2013 entschloss er sich einen alternativen Weg zu gehen und gründete schließlich im Dezember desselbigen Jahres die Firma »ATPC Media«. Das Unternehmen sieht sich unter anderem als Verlags- beziehungsweise Medienhaus. Seine Romane werden in Eigenregie verlegt und erscheinen bei Amazon in der Druckversion als Taschenbuch und als E-Book. Die elektronische Variante wird ebenso auf anderen Buchplattformen angeboten, wie zum Beispiel Kobo. Weiters bietet das Unternehmen auf seiner Internetseite Informationen und einen Blog mit Artikeln über das Leben oberhalb des Polarkreises,eine umfangreiche Fotogalerie (mit Kaufmöglichkeiten) sowie einen Internetshop für lappisches Kunsthandwerk und andere Artikel aus dem Norden. Erster Satz:  Helios lenkte, sehr zu Freude Paris, den Sonnenwagen über den strahlenblauen Himmel Kopenhagens. Aufbau: “Kossu & Ouzu” umfasst den Prolog, 12 Kapitel, wobei die Kapitelüberschriften in finnisch sind und jeweils einen Kalendermonat benennen und einen Epilog. Außerdem gibt es eine sprachliche Einführung, einen Sprachknigge zum Roman sowie Wörterbücher Deutsch – Finnisch und Deutsch – Griechisch. Außerdem ist dem Buch eine Danksagung an seine Familie enthalten. Das Cover zeigt zwei Schnapsflaschen Kossu & Ouzu, ein Komboloi, welches öfters im Buch noch erwähnt und eine tanzende Paar-Silhouette. Inhalt: Paris, ein junger Grieche, und Kim, ein junger Finne, treffen sich an der Meerjungfrau in Kopenhagen. Beide gehen jeweils davon aus, dass der andere ein Frau ist, denn schließlich haben sie sich im Internet kennengelernt. So ist die Verwunderung groß als sie erkennen, dass ihre Vermutung nicht stimmt. Paris, ist Hotelmanager auf der griechischen Ferieninsel Rhodos, und bei einem abendlichen Backgammonspiel mit dem trinkfreudigen Kim, wetten sie. Bei der Wette geht es darum, dass Kim, sollte er gegen den Backgammonerfahrenden Paris gewinnen, für ein Jahr Paris’ Posten in Rhodos übernehmen soll. Und wie der Teufel es passiert es auch. Beide erleben in dem Jahr einige Überraschungen. Meinung: “Kossu & Ouzu” ist der zweite Entwicklungsroman von Mikki H. und ich muss sagen, er ist gelungen. Er hat mit Paris und Kim zwei Charaktere geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite ist Paris, ein erfolgreicher griechischer Hotelmanager, der es nur nicht so mit der Treue hat und auf der anderen Seite steht Kim, ein in den Tag hineinlebender Finne, der mehr Alkohol zu sich nimmt als gut für ihn ist. Gerade Letzteres hat mich immer wieder gestört während des Lesens, teilweise hatte ich den Eindruck, dass Kim nichts anderes als ein Säufer ist und er ging mir wirklich auf den Geist. Auch kam er mir etwas tollpatschig rüber und teilweise auch einfältig. Aber es wäre kein Entwicklungsroman, wenn sich Mikki H.’s Charaktere nicht weiter entwickeln würden. Im Laufe des Jahres erleben sowohl Kim als auch Paris einschneidende Veränderungen. Paris, der zunächst erstaunt war, dass Kim nicht auf der gleichen Führungsebene arbeitet wie er, lernt das finnische Leben kennen und im Laufe eines Jahres auch die Ruhe und Abgeschiedenheit von Kims Hütte lieben. Aber Paris wäre nicht Paris, wenn nicht auch in Finnland das Weib locken würde. Störte mich Kims ewiges Trinken von Ouzu, so musste ich dermaßen oft über Paris lachen, dass mir der Bauch wehtat. Für den Griechen war Finnland absolutes Neuland: Eisfischen, Sauna, Schlittenhundefahrt, Elchjagd und Beerensammeln sowie die Dunkelheit im finnisch-lappländischen Winter hat ihn beeindruckt. Zu Beginn der Lektüre musste ich schon öfters Lachen, denn es war locker und flockig geschrieben. Allein die Szenen bei der Meerjungfrau oder das Backgammonspiel haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Auch im Laufe der dahin fliegenden Seiten, musste ich noch öfters Lachen, aber zunehmend wurde die Geschichte ernster und nachdenklicher. Je mehr Monate dahin flossen und die beiden Charaktere Erfahrungen im Land des anderen sammelten, so mehr hinterfragten sie ihr bisheriges Tun. Beiden gelingt es im Laufe des Jahres ihr bisheriges Leben zu überdenken und wichtige Entscheidungen zu treffen, die ihr weiteres Leben beeinflussen wird. Je mehr Seiten ich gelesen hatte umso überzeugter war ich, dass beide ihr jeweiliges Leben in den Griff bekommen und ihren Weg gehen werden. Gerade die Beschreibung der Jahresverläufe in Finnland als auch auf Rhodos hat mir sehr gut gefallen. Mikki H. hat mir einen guten Eindruck sowohl über die finnische als auch die griechische Lebensweise gegeben. Beide sind herzlich und zuvorkommend. Wobei ich vor allen Kims Chefin stellenweise toll und stellenweise einfach kaltschnäuzig fand. Aber ein spannender Charakter, der viel im Leben von beiden Männern verändert. Fazit “Kossu & Ouzu” entführt einen in zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, mit Humor aber auch mit nachdenklichen Momenten.

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  • Fremde Leben...

    Kossu & Ouzo
    parden

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    FREMDE LEBEN... Wenn man mit seinem Leben nicht zufrieden ist, gibt es viele Möglichkeiten, sich Ablenkungen zu schaffen. Manch einer kommt dabei auf ziemlich verrückte Ideen - so z.B. die Verabredung zu einem 'Blind Date' auf halbem Wege. An sich nichts Ungewöhnliches, mag man denken - nur dass hier der eine aus Lappland kommt und der andere aus Griechenland. Kopenhagen ist der Treffpunkt der beiden, und jeder erwartet eine Frau als Gegenüber. Groß ist daher die Überraschung als Kim Rantala sich nicht als formvollendete Blondine herausstellt, sondern als ein einfacher finnischer Hoteldiener, und Paris Kamakis auch nicht wie erwartet gut gebaute Kurven präsentiert, sondern sich als wohlhabender griechischer Hotelier entpuppt. Doch die internationale Verständigung funktioniert nach der ersten Verblüffung gut mithilfe diverser Spirituosen. Der finnische Kossu und der griechische Ouzo lockern die Situation sichlich auf, Kneipengänge schließen sich an, es wird gespielt, es wird gewettet - und das Ende vom Lied ist ein verrückter Tauschhandel. Für ein Jahr, so die Vereinbarung, tauschen der Lappe und der Grieche ihr Leben. Was erst wie ein Schnellschuss erscheint, nimmt plötzlich doch konkrete Formen an, und ehe die beiden es sich versehen, sind sie unterwegs - der Grieche nach Lappland, der Finne nach Griechenland. Der Tausch beinhaltet alles ohne Ausnahme - Autos, Arbeitsplätze, Bankkonten, Freunde. Unmöglich? Die Zeit wird es erweisen... Nachdem Mikki H. bereits mit seinem Debütroman 'Pilluralli' bewiesen hat, dass er unkonventionelle Bücher schreiben kann, legt er auch mit seinem zweiten Roman ein solches vor. Ein Rollentausch der besonderen Art erwartet den Leser hier - der wohlhabene Grieche muss nun mit der spartanischen Bleibe Kims in einer einsamen, meist schneebedeckten Einöde vorlieb nehmen, den Finnen dagegen verschlägt es in ein deutlich luxuriöseres Ambiente. Nicht nur die krassen Temperaturunterschiede der beiden Länder machen Kim und Paris zu schaffen, auch die fremde Mentalität ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. Gerade am Anfang kommt es daher zu allerlei witzigen Verwicklungen, Missverständnissen und Fettnäpfchen, doch als das Neue seine Herausforderungen zu verlieren beginnt und auch in der Fremde der Alltag Einzug hält, gibt es ernstere Töne. Die Unzufriedenheit mit dem Leben verliert sich nicht mit einem Umzug, sei er auch noch so krass. Doch beide Helden beginnen über sich und ihr Leben nachzudenken, und allmählich setzt eine Entwicklung ein. Mikki H. nutzt diese Idee zu einer Geschichte, um dem Leser sozusagen 'nebenher' einiges von Land und Leuten zu vermitteln. Aus eigenem Erleben - der Autor lebt seit 2003 in Finnisch-Lappland - schildert er authentisch Landschaft, Natur, Bräuche und Mentalität in der Region, doch ebenso bildhaft erscheint die Schilderung der griechischen Bräuche und Gepflogenheiten, die Mikki H. sich nach eigenen Angaben angelesen hat. Landeskunde auf diese Art macht einfach Spaß, und es ist erstaunlich, wo sich Ähnlichkeiten im Vergleich auftun, aber eben auch eklatante Unterschiede. Bei mir ist dabei so ganz schleichend eine leise Sehnsucht erwacht, einmal die unberührte Natur Lapplands mit eigenen Sinnen zu erleben, die unendlichen Weiten des Schnees, die endlosen Wälder, das Polarlicht. Doch bitte ohne dabei komplett mein Leben zu tauschen... ;) Ein unterhaltsames Buch in zwölf Monatskapiteln über die Entwicklung und Reifung zweier Leben, eine verrückte Idee, die dem Leser zwei mir bis dahin recht unbekannte Länder näher bringt. Meist flüssig geschrieben, weckt das Buch die Neugier nicht nur auf das Schicksal der zwei Hauptcharaktere, sondern auch darauf, was das Leben vielleicht für einen selbst noch an Überraschungen parat hält. Gerne mehr davon! © Parden

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