Mila Lippke Morgen bist du noch da

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Inhaltsangabe zu „Morgen bist du noch da“ von Mila Lippke

Als Lio und ihre Mutter sich nach einer längeren Funkstille in Berlin wiedersehen, bricht die Tochter das größte Tabu. Sie fragt, wer ihr Vater ist. Die Mutter antwortet nicht und geht zurück ins Hotel, wo sie nachts einen Schlaganfall erleidet. Lio erkennt: Sie muss wissen, wer ihre Mutter wirklich ist. Die Suche nach ihrer Familiengeschichte beginnt und führt sie über Köln zurück nach Berlin. Und als sie Antworten findet, ist nichts mehr, wie es einmal war.

Lio eine feministische 42 jährige Künstlerin, mit derenWerken ich zu Anfang einige Probleme hatte,lädt ihre Mutter zu ihrer Austellungseröff

— Langeweile

Eine Geschichte anders als erwartet. Eine Geschichte über die Nachwirkung der Judenverfolgung für die Kinder und Kindeskinder.

— 19angelika63

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Ein Buch, das still vor sich hin plätscherte. Nette Lektüre für zwischendurch, aber irgendwie hatte ich mir mehr Substanz erhofft.

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  • Wer ist mein Vater?

    Morgen bist du noch da

    Langeweile

    02. January 2016 um 13:33

    Lio eine feministische 42 jährige Künstlerin, mit derenWerken ich zu Anfang einige Probleme hatte,lädt ihre Mutter zu ihrer Austellungseröffnung nach Berlin ein. Sie will endlich erfahren ,wer ihr Vater ist.Bevor sie auf diese Frage eine Antwort bekommt,erleidet ihre Mutter einen Schlaganfall.Trotz der eigenen Probleme-sie ist von ihrem verheirateten Liebhaber schwanger-und weiß nicht ob sie das Kind bekommen will,begibt sie sich nach Köln auf Spurensuche. In der Wohnung ihrer Mutter findet sie Dokumente und Fotos ,die viele Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit aufdecken. Die Geschichte entwickelt nach kurzer Zeit einen Sog,dem man sich nicht entziehen kann. Die zwei Erzählebenen erzeugen weitere Spannung. Ich möchte keine weiteren Details verraten ,kann dieses Buch aber nur wärmstens empfehlen. Buchtitel: Morgen bist du noch da

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  • Lio - reich an Problemen

    Morgen bist du noch da

    badwoman

    11. October 2015 um 22:38

    Lioba ist 42, Künstlerin und erstmals schwanger. Ihre Lebensituation wird zusätzlich durch einen Streit mit ihrer besten Freundin, dem Ende ihrer Beziehung zum verheirateten Vater ihres ungeborenen Kindes und dem Besuch ihrer Mutter zu Lios Ausstellung durcheinander gebracht. Als dann ihre Mutter auch noch einen Schlaganfall erleidet und fortan nicht sprechen kann, verschärft das die Situation noch. Wollte Lio ihre Mutter doch endlich fragen, wer ihr Vater ist. So macht sie sich also auf nach Köln, der Heimat ihrer Mutter, um Papiere und Kleidung für ihre Mutter zu holen, die ja nun in Berlin, Lios Wohnsitz, auf der Intensivstation liegt. In der Wohnung der Mutter findet sie dann doch Hinweise auf das Leben ihrer Mutter, wie sie es nicht kennt. Vieles hat ihre Mutter ihr verheimlicht, vieles musste sie durchleiden, von dem Lio bis dahin nicht einmal etwas ahnte. Zeitgleich erfaren wir von einer Mutter, die sich mit zwei kleinen Kindern und anderen Menschen auf einem dunklen Dachboden verstecken muss. Erst langsam geht einem beim Lesen auf, wie diese Geschichten zusammenhängen. Diese Geschichte ist gut geschrieben, auch die beiden unterschiedlichen Erzählperspektiven gefallen mir. Man kann sich gut in Lio einfühlen, wenn der Streit mit Tetra auch für mein Gefühl etwas überbewertet ist. Insgesamt ist die Story für meine Begriffe etwas überladen mit verschiedensten Problematiken. Dem gegenüber steht dann ein allzu harmonisches Ende. Mein Fazit: Ganz nett zu lesen, regt stellenweise zum Nachdenken an. Die Sprache ist sehr schön beschreibend, vor allem was unterschiedliche Farben angeht.

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  • Farben sind Ideen und Gefühle

    Morgen bist du noch da

    dicketilla

    02. March 2014 um 19:42

    Lioba, steht kurz vor ihrer ersten Ausstellung in einer bekannten Berliner Galerie. Ihre Freundin Tetra , aus alten Hausbesetzerzeiten, jetzt bekannte Modedesignerin , hat ihr extra ein Kleid dafür geschneidert. Ihre Kunstobjekte sind farbenfroh, provozierend , von einer starken Weiblichkeit , Sexualität, eine Vulva mit kunstvollen Stickereien versehen., aber auch Mahnmahl gegen Genitalbeschneidungen. Sticken , wurde ihr von ihrer Mutter ,in immer wieder neu beginnenden Übungen , bis zur Perfektion abverlangt. “ Die Nadel als Heilende. Der Stich , den sie hinterlässt als Bitte um Vergebung.” ( S.69 ) Ihre Mutter, die sie nach Jahren bei der Vernissage wieder sehen sollte, und ihr bereits Unbehagen bereitete, die ihr Verschwinden nie hinterfragte, und den Kontakt reduzierte. War sie doch nie eine körperlicher Mensch, Zärtlichkeiten wurden sparsam verteilt. “ Die Vulva war für meine Mutter immer nur “da unten”. Im Grunde war unser beider Geschlecht für sie eine Leerstelle, ein schwarzes Fenster,…”( S. 37) Lioba , ging in ihrem bisherigen Leben keine feste Bindung ein, ihre Beziehung zu einem verheirateten Mann , von dem sie jetzt mit 42 schwanger ist, scheint ihr Leben verändern zu wollen, er der ihr als Künstlerin diese Sicherheit gab. Daher drängt sie ihre Mutter auch, ihr endlich den Namen ihres Vaters zu nennen. Diese erleidet einen Schlaganfall , wieder hat sie sich jeglicher Auseinandersetzung entzogen, wie es Lioba erscheint ,und sie reist nach Köln, um dort Unterlagen ihrer Mutter zu holen. Dabei stößt sie auf unbekannte Fotos und Briefe, und beginnt sich zu fragen, wer ihre Mutter eigentlich war, und was sie so zurückhaltend, verschlossen, hart werden ließ. Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Sichtweisen erzählt. Wir lernen Lioba kennen, aber es gibt auch eine zurückliegende Geschichte, die man nach längerem Lesen, als die der Mutter erkennt. Versteckt auf einem Dachboden, mit ihrer vierjährigen Tochter, und mit unterdrücktem Schrei, eine weitere Tochter zur Welt bringt, umgeben von Fremden. Und es wirft sich die Frage auf, was scheinen wir vom Leben des Anderen zu wissen, und was sind sie bereit uns darüber zu berichten. Ist man bereit auch die eigenen Verdrängungen aus sich heraus zu lassen, um sie mit dem eigenen Kind zu teilen. Familie was bedeutet es uns, und wieweit geht mein Schutz darüber hinaus. Eine außergewöhnliche Geschichte, hinterlässt viele Fragen, die man versucht ist zu stellen, oder denen man sich selbst stellen sollte. Herkunft, ein Segen oder Fluch , wer hat das Recht darüber zu entscheiden. Und geht die Pflicht, ein Versprechen über das eigene Wollen hinaus. 

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, deren Hauptfigur 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 20 austauschen!

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  • Buchempfehlungen: Jeden Monat, eine Buchempfehlung der anderen lesen - Abstimmung für November 2013

    Kanjuga

    Hallo Ihr Lieben, ihr wolltet es nicht anders, deswegen bin ich weiterhin eure Themeneröffnerin *freu* Worum geht es hier eigentlich? Nun, bestimmt kennt das jeder von euch: man steht vor seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher, wahlweise auch Regal oder Berg ^^ ) und weiß einfach nicht, welches Buch man als nächstes lesen soll. Wir wollen uns bei diesem Problem gegenseitig helfen ;o) Die Idee: Jeder Teilnehmer nennt hier  maximal 10 Bücher, die er sich eventuell vorstellen könnte, im nächsten Monat zu lesen. Alle anderen Teilnehmer stimmen ab und wählen jeweils den Favoriten aus den bis zu 10 vorgeschlagenen Büchern aus. Das am häufigsten vorgeschlagene Buch wird dann versucht zu lesen. Gern aber natürlich auch mehr! Bitte schreibt einen Hauptbeitrag, in dem ihr die Bücher anhängt, die ihr zur Wahl stellen möchtet und schreibt hierin auch für jeden der anderen Teilnehmer eure Buchempfehlung rein. Als Vorlage könnt ihr euch einen der bereits vorhandenen Beiträge nehmen. Wer bisher noch nicht mitgemacht hat, kann natürlich jederzeit einsteigen (gerne auch "kurz vor knapp") - wir freuen uns immer über neue Gesichter. Und wer nur abstimmen möchte, darf das auch sehr gern tun :-) Die Teilnehmer trage ich immer hier im Startbeitrag in einer Liste ein und verlinke den jeweiligen Hauptbeitrag. Damit es übersichtlich bleibt, wird für jeden Monat ein neues Thema gestartet. Man kann sich also jeden Monat aufs neue überlegen, ob man mitmachen möchte oder nicht. Und es ist ja auch nicht schlimm, wenn es mit dem Buch dann doch nicht klappt. Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt einfach hier einen Kommentar. Ihr könnt dort direkt schon eure 10 Bücher anhängen. Bei diesem Thema geht es um ein Buch, das dann im November 2013 gelesen werden sollte. Das Buch, das am 31. Oktober 23:59 Uhr die meisten Stimmen hat, sollte also DAS Buch für den November sein. Schön fände ich, wenn jeder am Ende des Monats berichtet, ob es mit dem Buch geklappt hat und wie es gefallen hat! Bei Fragen, einfach hier melden! Teilnehmer: SteffiFeffi Kanjuga Lizz LadySamira091062 Bluebell2004 Sommerleser Sunny Rose Lese-Krissi mamenu Lesewutz Mikki 78sunny Lilasan Nymphe Ajana LibriHolly Carina2302 somaya niob Daniliesing Si-Ne LaDragonia synic Bücher booklover_42 (nur abgestimmt) chatty68 Hier lang gehts zur Dezemberrunde!

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Das Ende ist ein Anfang

    Morgen bist du noch da

    19angelika63

    01. July 2013 um 08:53

    Klappentext Nach einigen Jahren Funkstille lädt die Künstlerin Lioba ihre Mutter zu einer Ausstellungseröffnung in einer Berliner Galerie ein. Sie will das Schweigen brechen und endlich erfahren, wer ihr Vater ist. Sie erhält jedoch keine Antwort. Ihre Mutter verlässt die Galerie und erleidet in der Nacht einen Schlaganfall. Für Lioba steht schnell fest: Sie muss herausfinden, woher sie stammt und wer sie wirklich ist. Doch die Spurensuche führt auf Umwegen von Berlin nach Köln, und schließlich bleibt nichts mehr wie es war. Lioba ist Künstlerin. Sie näht Vaginas aus Fell und Plüsch. Nun hat sie eine Ausstellung und lädt ihre Mutter dazu ein, die sie seit Jahren nicht gesehen hat, um endlich die entscheidende Frage nach ihrem Vater zu stellen, den sie nicht kennt. Ihre Mutter hat bis dato immer dazu geschwiegen, aber Lioba hat es satt und will endlich die Wahrheit erfahren. Doch ehe es dazu kommt, erleidet die Mutter einen Schlaganfall und kann nicht mehr sprechen. Lioba reist nach Köln, um die Papiere ihrer Mutter für die Krankenkasse, sowie ein paar Kleidungsstücke für die Mutter zu holen. In ihrem ehemaligen Zuhause angekommen, stöbert sie in den Unterlagen ihrer Mutter und erfährt Dinge, die sie nicht glaubt. Lioba macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch schnell muss sie merken, dass es manchmal besser ist die Wahrheit nicht zu kennen. Wenn man sich das Cover und den Titel anschaut, dann vermutet man nicht, dass eine solche Geschichte dahinter steckt. Eine Geschichte über das Leben und Sterben während der Judenverfolgung und die daraus entstehenden Lebensgeschichten für die Kinder und Kindeskinder. Die Autorin versteht es diese Geschichten sehr geschickt und einfühlsam in diesen Roman zu packen. Von Anfang an hat mich Liobas Leben und das ihrer Mutter berührt und interessiert. Es gibt zwei Erzählstränge, wobei der zweite immer nur sehr kurz ist und aus Rückblenden von Liobas Mutter bestehen, die aber sehr ergreifend und wichtig für die ganze Story sind. Ein anderer Roman als ich erwartet habe, aber durchaus lesenswert und sehr gut geschrieben.

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  • Rezension zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da

    gamaschi

    02. November 2012 um 11:38

    Auch wenn die Handlung immer wieder in die Vergangenheit springt, kann man die Geschichte trotzdem gut verstehen. Das sich zum Schluss alles zum Guten wendet, hat mit gefallen, allerdings war ich immer ziemlich überrascht, wie leicht sie an Personen und Informationen aus der Vergangenheit kam.

  • Rezension zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. October 2012 um 16:12

    "Lioba stand ihrer Mutter nie nahe. Da war immer dieses Gefühl von Fremdheit. Sind sie einfach zu unterschiedlich? Und dann ist da noch das Geheimnis: Wer ist Liobas Vater? Als ihre Mutter schwer erkrankt, macht sich Lio auf die Suche. Sie muss wissen, woher sie kommt, um zu verstehen, wer sie selbst ist. Aber als sie Antworten findet, ist plötzlich nichts mehr, wie es einmal war..." (Quelle: Buchrücken) :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: "Morgen bist du noch da" ist eine wunderschöne, aber auch sehr traurige Geschichte, die sich sehr intensiv mit der Bewältigung einer dunklen Vergangenheit auseinandersetzt. Mir hat sehr gut gefallen, dass zwei Geschichten parallel erzählt werden, die am Ende zum selbsen Schluss kommen. Bei der ersten Geschichte, die nebenbei auch die Hauptgeschichte ist, geht es um die Künstlerin Lio, die sich auf die Suche nach Anworten zu ihrer Vergangenheit macht. Dabei stellt sich heraus, dass es in ihrem Leben "viele Lügen" gab. Die zweite Geschichte dreht sich um die Vergangenheit der Mutter von Lio. Es war interessant zu lesen, welche Zusammenhänge es zwischen Lios Gegenwart und der Vergangenheit ihrer Mutter gibt. Von diesen Zusammenhängen hatte Lio aber nie eine Ahnung. Die geschichtlichen Hintergründe wurden von der Autroin nur ganz kurz angerissen, was für das Verständnis der gesamten Geschichte auch völlig ausreichend ist. Der Schreibstil der Autroin ist sehr angenehm zu lesen. Alles in allem verdient "Morgen bist du noch da" fünf Sterne.

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  • Rezension zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da

    stefanie_maucher

    28. August 2012 um 13:18

    Mila Lippkes „Morgen bist du noch da“ erreichte mich als „kreatives Wanderbuch“, von der Autorin via lovelybooks auf Reisen geschickt. Ich bin Station Nr. 15 und inzwischen wurde dieses Buch 15 Mal gelesen, bestickt, bebastelt und mit Kommentaren versehen. Trotzdem oder gerade deswegen, besticht das Cover und das Buch selbst ist in einem zwar gebrauchten, aber noch immer guten Zustand. Hier kauft man Qualität! Selbiges gilt nicht nur für die Aufmachung, sondern vor allem für den Inhalt des Buches. Mila Lippke erzählt, aus der Perspektive der Künstlerin Lio, die Geschichte einer 42-jährigen Frau, die durch den Schlaganfall, den ihre Mutter erleidet und eine ungeplante Schwangerschaft, an einen Punkt ihres Lebens gelangt, an dem sie sich zum ersten Mal, seit sie in jungen Jahren auszog und dieses Thema weitestgehend verdrängte, mit dem Thema „Mutterschaft“ und der Vergangenheit beschäftigt. Sehr distanziert, und doch eindringlich erzählt, erwartet den Leser noch ein zweiter Handlungsstrang. Die Geschichte eines jüdischen Mädchens zur Zeit des 2. Weltkriegs, das sich gemeinsam mit ihrer Mutter und der neugeborenen Schwester auf einem Dachboden versteckt hält, in jahrelanger Dunkelheit und Mutters Stimme, die von den Farben der Welt erzählt. „Eisblau“ klingt die Stimme der holländischen Frau herauf, welche die Mädchen zu sich nimmt. Zum Abschied bürdet ihr die Mutter, welche der Deportation und dem Tod im KZ nicht entkommt, die Verantwortung für die jüngere Schwester auf… Diese Handlungsstränge fügen sich im Verlauf immer mehr zusammen und erzählen so die eindringliche Geschichte von 3 Generationen, sowie einer werdenden. Lio lernt, ihre Vergangenheit und ihre Mutter neu zu betrachten, zu verstehen und damit auch, zu verzeihen. Dabei ist der Roman zu keiner Zeit gefühlsduselig oder gar kitschig. Im Gegenteil, manches besticht, gerade weil es schlicht gehalten wird. Ich bin keine typische Leserin von Frauenromanen, doch dieser hat mir gefallen und mich berührt. Ich kann ihn nur weiterempfehlen. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!

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  • Rezension zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da

    Pennelo

    25. July 2012 um 23:39

    Lio liebt ihr Leben und liebt es so wie es ist. Sie hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann und das ist gut so. Sie will keine Beziehung, sie geht auf Demos und vor allem liebt sie ihre Kunst, denn die ist außergewöhnlich und feministisch. Doch dann kommt der große Schock: Lio ist schwanger. Und ihre Mutter, die zu Besuch aus Köln in Berlin ist erleidet einen Schlaganfall und verliert ihre Sprache. Von einen auf den nächsten Tag ist bei Lio nichts mehr wie es mal war. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit, nach ihrer Geschichte und stößt auf manches, sehr große Geheimnis. Mir hat es Spaß gemacht Lio zu begleiten auf der Reise in ihre Vergangenheit. Sie selbst wird nur von ihrem Leben her dargestelllt: also durch ihre Kunst und ihren Lebensstil, und vor allem durch ihre Vergangenheit. Ich habe bis heute kein klares Bild von ihr im Kopf, aber das ist meiner Meinung nach auch nicht wichtig. Wichtiger ist ihre Mutter. SPOILER Deren Geschichte wird, wie sich später herausstellt, immer wieder in kleinen Geschichten am Ende der Kapitel wiedererzählt SPOILER ENDE So lernt man viel über ihre Vergangenheit und was sie zu dem gemacht hat, was sie ist. Kurz und knapp ein Urteil: zwischendurch doch sehr trocken, an winzigen Stellen etwas langgezogen, aber alles in allem ein sehr schönes Buch über das, was unsere Mütter zu dem macht, was sie sind und warum sie so sind. Absolut lesenswert.

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  • Rezension zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da

    Liselotte

    08. July 2012 um 12:20

    "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke ist ein Roman über eine Mutter-Tochter-Beziehung und deren Schicksale. Lioba ist früh von zu Hause ausgezogen, damals war sie 18, und von Köln nach Berlin gezogen. Sie hat sich nicht richtig von ihrer Mutter verabschiedet und ist Hals über Kopf gegangen. In Berlin findet sie eine neue beste Freundin (Tetra) und viele Kontakte, welche in ihr Lebensbild reinpassen. Künstler und politische engagierte prägen ihr neues Leben. Doch als sie schwanger von einem verheirateten Mann ist, holt sie ihre Vergangenheit ein. Ihre Mutter kommt zum gleichen Zeitpunkt zu einer Ausstellungseröffnung von Lioba. Lioba wollte ihr Leben lang schon wissen wer ihr Vater ist, doch aus irgendwelchen Gründen sagt ihre Mutter dies nicht. Von einem Schlaganfall betroffen kann ihre Mutter ihr nun auch nichts mehr dazu sagen, selbst wenn sie wollte. Lioba begibt sich also allein auf die Suche nach ihrem Vater, der Vergangenheit ihrer Mutter und der ganzen Familie. In diesem wunderbar realistischen Roman wird aufgezeigt, wie wichtig es ist zu wissen wo man herkommt. Zwischenzeitlich gibt es immerwieder Passagen im Roman, die in einer anderen Zeit spielen. Sie sind nicht lang uns somit auch nichts was aufhält. Ganz im Gegenteil, wenn man genau liest wird man schon etwas früher auf Liobas Vergangenheit und die Wahrheit stoßen als sie selbst. Auch das Thema Freundschaft kommt hier nicht zu kurz. Liobas Freundin ist eine Art Mutterersatz, wie sie selbst später feststellen wird, was wiederum die ganze Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da

    Ajana

    04. July 2012 um 20:03

    Inhalt Lioba und ihre Mutter standen sich nie nahe. Ihren Vater kennt Lioba nicht und viel über ihre Mutter weiß sie eigentlich auch nicht. Doch dann stößt sie auf Gegenstände und Briefe aus der Vergangenheit, die ihr Leben durcheinanderwirbeln... Meine Meinung Viel möchte ich eigentlich nicht zu diesem Buch sagen, da es mich doch ziemlich enttäuscht hat. Vom Bücherrücken her klang das Buch wirklich toll, doch im Nachhinein muss ich sagen, dass mir die Geschichte überhaupt nicht gefallen hat. Der Schreibstil der Autorin hat mich nicht angesprochen und ich muss ehrlich gestehen, ich verstehe nicht, warum so viele hier über das Buch so begeistert sind. Der Charakter Lioba gefiel mir überhaupt nicht. Besonders ihre Kunst hat mich in diesem Buch total gestört. Nicht, dass ich prüde wäre, aber für mich passte es irgendwie überhaupt nicht zur Geschichte. DIe Entwicklung von Lioba im ganzen Buch hat mich nicht wirklich berührt .Auch nicht, als sie anfängt, in der Vergangenheit ihrer Mutter zu wühlen und sich in ihrem Leben durch eine Schwangerschaft alles ändert. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen der Gegenwart und die Zeit, als Liobas Mutter klein war, hin und her. Die Passagen aus dem Leben von Liobas Mutter erklären zwar einiges, aber für mich waren sie eher störend in diesem Buch. Es ist zwar schön, dass Lioba mehr über ihre Vergangenheit rausfindet, aber irgendwie kam für mich einfach alles nur platt rüber. Null Gefühl für meinen Geschmack. Fazit Mutter-Tochter-Beziehung ohne den Aha-Effekt.

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  • Rezension zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da

    Eka

    02. July 2012 um 14:28

    "Weil man erst verstehen muss, bevor man verzeihen kann". Dieser Satz hat mich durch das Buch begleitet. Lioba ist bereits 42 Jahre alt, als sie feststellt, dass sie von ihrem Geliebten Dominic schwanger ist. Doch dieser hat ihr von Anfang an erklärt, daß er sich niemals von seiner Frau trennen würde. Lioba ist Künstlerin und bereitet sich auf ihre Eröffnungsausstellung vor, zu der sie auch ihre Mutter eingeladen hat. Leider haben beide kein gutes Verhältnis zueinander. Lioba möchte wissen, wer ihr Vater ist, und stellt diese Frage seit vielen Jahren immer und immer wieder. Doch ihre Mutter schweigt. Nach der Ausstellung bekommt die Mutter im Hotel einen Schlaganfall und Lioba findet sie im Krankenhaus wieder und stellt fest, daß sie wohl niemals mehr eine Antwort auf ihre Fragen bekommt, denn die Mutter kann nicht mehr sprechen. Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt, aus der Sicht von Lioba in der Gegenwart und Rückblenden in die Vergangenheit ihrer Mutter, deren Schwester und zurück bis zu ihrer Großmutter. Es sind zum Teil ergreifende Ausschnitte aus der Kindheit ihrer Mutter. Dabei greift die Autorin auch auf die Judenverfolgung zurück. Am Anfang konnte ich mich zunächst nicht so recht anfreunden mit der "Kunst" von Lioba, aber dann hat mich der spannende Schreibstil der Autorin gepackt. Erst als ich das Buch zuende gelesen hatte, habe ich es richtig verstanden und noch einige Zeit darüber nachdenken müssen. Es ist ein Roman mit viel Tiefgang und unbedingt zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da

    melanie_reichert

    27. June 2012 um 10:22

    Meine Meinung: Ehrlich gesagt hatte ich auf den ersten Seiten so meine Schwierigkeiten mit der Sprache des Buches. Ich hab zwei Seiten gelesen, dann wurde es wieder weggelegt und dann aber doch noch mal in die Hand genommen. Und siehe da: Sobald man sich darauf einlassen kann, überrascht einen die Schreibweise der Autorin durch wunderschöne Metaphern, Bilder und Gleichnisse. Besonders gut hat mir die Baustelle vor Lios Fenster gefallen. Zunächst war es nur eine Baustelle, aber wer das Buch liest, sollte unbedingt von Anfang an darauf achten. Ich liebe solche Spielereien ;) Doch nicht nur die Schreibweise sondern auch die Charaktere bestechen hier durch Vielschichtigkeit und Überraschungen. Lio hat es mir schon nach wenigen Seiten angetan. Sie ist ein starke, unabhängige Frau, die sich über das ganze Buch hinweg weiter entwickelt. Auch für jemanden, der in geordneten Verhältnissen aufgewachsen ist, ist es nachvollziehbar, dass sie mehr über ihren Vater bzw. ihre Vergangenheit erfahren möchte. Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Lio geschrieben ist, sind wir als Leser ganz nah an ihren Gedankengängen und somit an ihren Gefühlen dran. Gerade weil sie nicht perfekt ist, ist sie so real und greifbar. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll ausgearbeitet und in sich stimmig. Durch kleine Details, die aber nicht über Seiten beschrieben werden sondern immer nur nebenbei erwähnt werden, erwachen sie für uns zum Leben. Durch Rückblenden am Ende jedes Kapitels setzen sich die Geschichten der Vergangenheit und Gegenwart langsam zusammen. Ich persönlich finde solche Wechsel zwischen den Perspektiven immer spannend, da sie abwechslungsreich sind und wie hier die Spannung noch zusätzlich hoch halten. Der Leser bekommt immer nur Schritt für Schritt einen Einblick und am Anfang sind zunächst mehr neue Fragen da, als sie beantwortet werden. Aber das Weiterlesen lohnt sich in jedem Fall. Ich kann diesen Roman wirklich jedem Leser ans Herz legen, der sich zusammen mit Lio auf die teilweise traurige aber in jedem Fall tiefsinnige Suche nach der Vergangenheit begeben möchte. Der Roman besticht durch eine tolle Sprache und eine spannende Handlung. Hier kann ich eine Leseempfehlung ohne Einschränkungen aussprechen. Bewertung: 5/5 Sterne

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