Mila Sophie Haertel Seit gestern ist es Liebe

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Inhaltsangabe zu „Seit gestern ist es Liebe“ von Mila Sophie Haertel

Das Leben ist nicht immer einfach. Manchmal reichen ein Speeddating, ein altes Haus, ein Haufen Erinnerungen, eine Oma, neue Freundinnen und ganz viel Chaos, um alles durcheinanderzuwirbeln. Marie, eine junge Köchin, erfährt dies am eigenen Leib. Und dann ist da noch ihr Chef, der geradezu unwiderstehlich wirkt...
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  • Eine romantische Geschichte für zwischendurch

    Seit gestern ist es Liebe
    MoniUnwritten

    MoniUnwritten

    08. June 2016 um 17:48

    Der Einstieg ist ruhig gehalten. Man erfährt zuerst etwas über die Hauptperson Marie und ihre Beziehung zu ihrer Oma. Diese spielt in der gesamten Geschichte eine wichtige Rolle. Beide waren mir auf Anhieb sympathisch.Marie ist eine talentierte Köchin, aber auch etwas tollpatschig. Bei dem Versuch einen guten Eindruck zu machen, tritt sie in jedes nur mögliche Fettnäpfchen. Dank ihrer lieben Art kann man ihr aber einfach nicht böse sein. Die Geschichte ist aus ihrer Perspektive geschrieben, sodass ihr Handeln zwar manchmal skurril wirkt, aber letztlich immer nachvollziehbar bleibt. Ich konnte mich gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzen.Maries Oma bekommt eine parallele Geschichte, die nie vernachlässigt wird. Auch sie hat einiges zu erzählen. Für mich war das eine willkommene Abwechslung zu der typischen, etwas komplizierten Liebesgeschichte.Das Buch ist fesselnd geschrieben und sehr angenehm zu lesen. Mila Sophie Haertel verwendet eine alltagsnahe Sprache ohne auf guten Stil zu verzichten. Dabei schafft sie es, auf erstaunlich wenige Seiten eine vollwertige Story zu bringen, bei der man nicht das Gefühl hat, dass etwas zu kurz kommt. Oft wird die Geschichte richtig witzig, beispielsweise als Marie und ihre neue Freundin Else beim Speeddating die Männer vergraulen. Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass nicht abgeblendet wird, als es dann endlich zur Sache geht. Auch hier beweist die Autorin ihr Gespür für schöne Worte, die die Fantasie anregen.Nachdem das Liebesglück mit Maries Chef Alex perfekt zu sein scheint, taucht unvorhergesehen doch noch ein Drama auf. Hier bedient sich die Autorin doch einiger Klischees, was aber für den unkritischen Leser kein Problem ist. Man merkt genau, wie die beiden nun mit jeder Begegnung weiter auf die Katastrophe zusteuern. Trotzdem gibt es immer wieder was zu lachen.Am Ende gibt es dann noch einen Bruch mit dem Klischee. Marie ist nicht das kleine Dummchen, das ohne den starken Mann nicht leben kann. Und Alex ist nicht der Held in Strumpfhosen, der alles richtig machen muss. Beide können zu ihren Fehlern stehen und gemeinsam einen Neuanfang wagen.Es geht nicht nur um die Suche nach dem perfekten Partner, sondern auch darum, sein Leben in die Hand zu nehmen und sein persönliches Glück zu finden. Mit den Nebencharakteren werden unterschiedliche Lebensmodelle vorgestellt, die alle gleichberechtigt nebeneinander stehen. Fazit: Ideal für alle, die Liebesromane mögen, aber sich auch mal überraschen lassen wollen.

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  • Nicht ganz so starker Stil, dafür lebendige Protagonisten und das Potenzial zu mehr.

    Seit gestern ist es Liebe
    Schneekatze

    Schneekatze

    03. May 2016 um 22:43

    Maries Großmutter zieht ins Altenheim und hat ihr Haus verkauft. Um ihr zu helfen, zieht die Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Marie zurück in ihre Heimatstadt. Schnell findet sie einen neuen Job und damit fängt das ganze Chaos eigentlich erst an, das sich auch im Stil wiederfindet: Marie springt von einem Erlebnis ins nächste, zwischendurch mit Rückblenden der vorigen Wochen oder Erinnerungen an früher. Die Figuren sind lebendig, mir allerdings teilweise auch etwas zu überzogen. Das macht diesen Roman aber aus: Eine große Prise Verrücktheit der Protagonisten. Besonders einige der Dialoge sind witzig geschrieben, nur erscheinen sie manchmal zu gewollt. Ein bisschen weniger Witz an ein paar Stellen hätte den humorigen Stil besser hervorgehoben. Marie hat ihre ganz eigene Art, stolpert in peinliche Situationen und macht sie selbst schlimmer als sie eigentlich sein müssten, nur um einer unangenehmen Konfrontation zu entgehen. Dabei fällt ihr so die ein oder andere unkonventionelle Lösung ein, die mich schmunzeln lassen hat. Auch ihre neue Nachbarin ist eine Persönlichkeit für sich: Sehr extrovertiert, und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, poltert sie in Maries Leben und entwickelt sich zu einer guten Freundin. Der Schreibstil ist okay, aber mit Luft nach oben: Es gibt viele Worthäufungen und Ausdruckswiederholungen, die das Lesen beschwerlicher machen als notwendig. Auch sind mir die Zufälle im Plot zu viele, dadurch wirken einige Wendungen gestellt und nicht ganz glaubhaft. Fazit: 3/5 Liest sich trotz Schwächen gut und besitzt das Potenzial zu weitaus mehr.

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