Milan Kundera Das Fest der Bedeutungslosigkeit

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Inhaltsangabe zu „Das Fest der Bedeutungslosigkeit“ von Milan Kundera

Milan Kundera legt nach mehr als 14 Jahren wieder ein Stück wundervoller Prosa vor, tiefgründig heiter – zum Lachen und zum Weinen: Treffen sich vier alte Freunde auf einer Party. Der Zufall hat die vier Pariser Flaneure dorthin geführt. Ramon, der sich die Chagall-Ausstellung ansehen will, aber immer wieder vor der langen Schlange zurückschreckt, Charles, der zu berichten weiß, dass man über Stalins Witze nicht lachen konnte, der Schauspieler Caliban, dem keine Rollen mehr angeboten werden, und Alain, der sich immer noch lüsternd nach den jungen Mädchen umdreht. Sie reden über Bedeutsames und Bedeutungsloses, über den Tod und das Vergessen, über Kommunismus und Sex. Was bleibt von uns, wenn wir mal tot sind, fragen sich die Freunde und stoßen auf die Bedeutungslosigkeit des Seins an.

Zu abstrakt und leider weit von dem entfernt, was der Klappentext verspricht.

— katzenminze
katzenminze

Ein wunderbar ironisches und nachdenkliches Buch, das mich zum Lachen und Nachdenken gebracht hat.

— SteffiZi
SteffiZi

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  • Kein Fest

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    katzenminze

    katzenminze

    20. August 2017 um 15:08

    Ich bin ganz ratlos. Ich mag ja solche kleinen, intensiven, toll erzählten Geschichten sehr gerne. (Siehe Die Germanistin oder Seide oder das großartige Ein Monat auf dem Land.) Und das laut Klappentext „Zum Heulen komische und zum Lachen tragische“ Buch von Milan Kundera hörte sich für mich an, als fiele es in die selbe Kategorie. Allerdings bin ich überhaupt nicht reingekommen in dieses Buch. Es gibt die vier Freunde Alain, Raimond, Charles und Caliban, die ich leider kaum auseinanderhalten konnte, weil sie so oberflächlich beschrieben werden und der Autor scheinbar wahllos vom einen zum anderen springt. Und diese Freunde reden eben NICHT wie der Klappentext behauptet darüber, „was bleibt wenn sie einmal tot sind“. Dabei hätten sie allen Anlass dazu. Sie reden NICHT „über Tod und Vergessen und Kommunismus und Sex“. Tatsächlich reden sie gar nicht viel miteinander. Stattdessen mischt sich die Realität mit Vorstellungen und Träumen der Charaktere. Die kurzen Episoden aus ihren Leben die Kundera schildert oder die Gespräche Alains (oder war es Charles?) mit seiner nicht anwesenden Mutter haben mir vom Ansatz her gefallen. Die Ausflüge ins Abstrakte empfand ich aber eher als unpassenden Stimmungskiller. Ich mag den falschen Humor haben, aber ich habe hier nichts Lustiges gefunden. Die Geschichten um Stalin fand ich eher befremdlich, bedeutungsvoll aufgeladen, ohne dass ich die Bedeutung verstanden habe. Auch die Tragik habe ich vergeblich gesucht. Bis auf eine Geschichte, von der ich das Gefühl habe nichts davon verstanden zu haben, hinterlässt das Buch bei mir keinen Eindruck. Kann es mir bitte jemand erklären?

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  • Ohne Sinn gelassen werden

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    Schelmuffsky

    Schelmuffsky

    02. June 2017 um 08:06

    Zuweilen passiert es, da habe ich das Gefühl, dass mir die passenden Bücher zufallen, gerade sind es zwei "Zufälle", Lütkehaus' "Nichts" und Kunderas "Das Fest der Bedeutungslosigkeit", die beide um ähnliche Themen kreisen, wenn auch auf völlig verschiedene Weise. Kunderas 'Roman' - mit einem Roman im üblichen Sinne hat das Buch wenig gemein - wird locker zusammengehalten durch die Begegnung älterer Männer, die Freunde sind oder auch nicht, ziemlich desillusioniert vom Leben, ohne dies sonderlich betrüblich zu finden, die Bedeutungslosigkeit wird nicht als Verlust erlebt, schon eher als eine Befreiung, die sich einstellt, wenn das Streben nach einem Lebenssinn verebbt, Illusionen allmählich verfliegen, Enttäuschungen als das erlebt werden, was sie sind: die Überwindung von Täuschungen. Das Ganze geht einher mit einem Schuss Sarkasmus, den man leider nur sehr selten findet in der heutigen Zeit, mit einer leisen Melancholie: "Der Mensch ist nichts als Einsamkeit." (...) "Eine von Einsamkeiten umgegebene Einsamkeit." Oder (im Jardin Luxembourg in Paris): "Hier", sagte Ramon, "fühle ich mich besser. Natürlich herrscht überall Uniformität. Aber in diesem Park verfügt sie über eine größere Auswahl an Uniformen. So kann man die Illusion seiner Individualität bewahren."Kunderas Buch ist eine Illustration von Lütkehaus "Nichts", das, so las ich in den Rezensionen, in eine ähnliche Gelassenheit mündet, die sich einstellt, wenn die Fixierung auf das Sein und die damit verbundenen Ansprüche abfallen. Bei beiden Büchern steht im Zentrum die Frage danach, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn Gott sich nicht so gelangweilt hätte, dass er mit dem Schöpfen beginnen musste, um dieser Langeweile zu entkommen. Bei Kundera beobachtet ein Mann die sich zur Mode entwickelnde Nabelschau bei Frauen. Er meditiert darüber, ob der Nabel eine der erotischen Stellen von Frauen sei - in der Bier-Reklame wurde dies ja schon einmal suggeriert -, auf einer höheren Ebene geht es um die Suche nach dem Sinn der Gebürtlichkeit, die auch Lütkehaus umtreibt, so dass die Frage nach dem Sinn des Seins, die Frage nach der ungefragten Existenz bei Kundera auch einer der Fixpunkte des Textes ist. Ein Gespräch zwischen einem der Protagonisten (Alain) und seiner Mutter kondensiert dies auf wenige Zeilen:"Ich werde offen sein. Ich fand es schon immer entsetzlich, jemanden in die Welt zu schicken, der nicht darum gebeten hatte." "Ich weiß", sagte Alain."Schau dich um: Keiner von all denen, die du hier siehst, ist aus eigenem Willen hier. Natürlich, was ich gerade gesagt habe, ist die allerbanalste Wahrheit. So banal, dass man sie nicht mehr sieht und hört."Womöglich heißt Alain ganz bewusst Alain und erinnert so an das Buch "Die Pflicht, glücklich zu sein", das von einem Mann namens Alain verfasst wurde. Ich habe dieses Buch immer als Gegenentwurf zu Ciorans "Vom Nachteil, geboren zu sein" gelesen, auf das es womöglich antwortete. In diesem Spannungsverhältnis steht Kundera und das ist schon deswegen interessant, weil in der heutigen Zeit, in der der Begriff "Glück" zur alles erschlagenden Keule geworden ist, mindestens ein Teil der allgemeinen Hektik und Rastlosigkeit daher resultiert, dass es dieses Spannungsverhältnis nicht mehr gibt, alle dem Glück hinterhecheln, wie schon Brecht wusste:"Ja, renn nur nach dem Glück Doch renne nicht zu sehr Denn alle rennen nach dem Glück Das Glück rennt hinterher. Denn für dieses Leben Ist der Mensch nicht anspruchslos genug. Drum ist all sein Streben Nur ein Selbstbetrug."aus: Bertolt Brecht - Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Planens

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  • Bedeutungslos ist DAS Stichwort

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    Fornika

    Fornika

    26. October 2016 um 17:00

    Alain, Ramon, Charles und Caliban. Vier Männer, die in Paris ihren Lebensmittelpunkt haben und sich seit Jahren kennen, miteinander älter geworden sind. Vier Männer, die sich durch 144 Seiten philosophieren, denken, sinnieren und witzeln. Vier Männer, denen ich so gar nichts abgewinnen konnte. Wahrlich bedeutungslose Dialoge, Monologe und Gedankengänge füllen die Seiten. Bedeutungslose kleine Episoden aus dem täglichen Leben der vier ebenfalls. Ich konnte der Handlung leider nichts abgewinnen, was wahrscheinlich auch daran lag das es keine gab ; ) Zumindest keinen roten Faden, der die Episoden verbunden hätte. Ich weiß, dass Kundera auch anders kann, seine wunderbare Art zu erzählen hat er nicht verloren. Aber sein Talent, eine berührende und ansprechende Geschichte zu ersinnen. Man hat lange auf seinen neuen Roman gewartet, doch vielleicht hätte ich auch einfach noch ein bisschen länger gewartet um dafür einen Roman von „alter“ Qualität zu bekommen.

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  • Der Verlust der Leichtigkeit

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    12. September 2016 um 19:38

    Vier alte Männer, alle miteinander befreundet, streifen durch Paris, sinnieren über das Leben und treffen in unterschiedlichen Zusammensetzungen aufeinander. Alain, von seiner Mutter als Kind verlassen, betrachtet die Bauchnabel von jungen Frauen und entwickelt Theorien, was die Erotisierung des Bauchnabels für eine Gesellschaft bedeutet. Ramon möchte gerne die Chagall-Ausstellung sehen, kehrt aber beim Anblick der Menschenschlange von Besuchern immer wieder um. Charles unterhält seine Freunde mit Anekdoten über Stalin und dessen Witze, über die niemand lachen konnte. Caliban, ein arbeitsloser Schauspieler, spielt auf Empfängen einen Diener und erfindet zu seiner eigenen Unterhaltung eine eigene Sprache, die er als Pakistanisch bezeichnet. Die Handlung von Milan Kunderas erstem Roman seit 14 Jahren, Das Fest der Bedeutungslosigkeit, ist eigentlich kaum der Rede wert.  Auch wenn der Roman knapp 140 Seiten umfasst, ist er so großzügig gedruckt, dass es ohne Probleme möglich ist, ihn in sehr kurzer Zeit zu lesen. Die vier Männer flanieren durch den Jardin du Luxembourg oder am Seineufer und hängen ihren Gedanken nach, wenn sie sich nicht gerade mit ihren Freunden unterhalten. Einen roten Faden oder mehr Hintergrundinformationen sucht man vergebens. „Menschen begegnen sich im Leben, plaudern, diskutieren, streiten miteinander, ohne sich bewusst zu machen, dass sie aus großer Entfernung miteinander sprechen, jeder von einem Beobachtungsposten aus, der an einem anderen Ort in der Zeit steht.“ Durch die Kürze des Buches ist mir auch keine Figur oder ihr Schicksal nahe gegangen. Manche ihrer Unterhaltungen, wie etwa die komisch anmutenden Anekdoten zu Josef Stalin, sind immerhin ganz unterhaltsam und amüsant. Andere, wie Alains Gedanken über die Bauchnabel der jungen Frauen, waren mir eher suspekt. Zum Glück gibt es im weiteren Verlauf des Buches eine Auflösung, warum Alain dem Nabel so viel Bedeutung zumisst und seine erotische Anziehungskraft über die der Brüste, des Pos und der Schenkel stellt. Grundsätzlich schwingt in den Gedanken und Gesprächen der Figuren eine Melancholie mit, die darin gipfelt, dass Ramon die Bedeutungslosigkeit als „Essenz der Existenz“ ansieht und sie zum „Schlüssel zur Weisheit“ erhebt. Mir persönlich ist das eine viel zu pessimistische Sicht auf das Leben, gerade aus dem Mund von alten Männern. Viel spannender als die philosophischen Gedanken und Unterhaltungen, fand ich die Art des Erzählens, die Milan Kundera hier gewählt hat. Er bricht mit einigen Konventionen und gibt sich selbst an wenigen Stellen sehr direkt als Autor zu erkennen: Ich wiederhole mich? Ich beginne das Kapitel mit denselben Worten, die ich ganz am Anfang des Romans benutzt habe? Ich weiß. War ich vor einigen Jahren noch von der Lektüre Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seinssehr fasziniert, kann ich Milan Kundera in seinem neuen Roman nur sehr schwer folgen. Resignation oder nur heiteres Nicht-ernst-nehmen gegenüber dem Leben ist keine Einstellung die ich teile. Von daher ist Milan Kunderas Spätwerk für mich leider eine Enttäuschung.

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  • Etwas passt nicht..

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    Rotkäppchen

    Rotkäppchen

    07. March 2016 um 22:47


    Ich hatte mir mehr erwartet. Gelungen im Ansatz, doch irgendwie fehlt die Tiefe. Aber vielleicht fehlt mir momentan auch die richtige Perspektive.

  • Zu kurzes Fest!

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    Ginevra

    Ginevra

    09. May 2015 um 16:05

    Vier Männer, vier Lebenskrisen, und jede Menge kreativer Lösungen. Alltägliche Situationen laden zu tiefsinnigen Betrachtungen ein: der arbeitslose Schauspieler Caliban erfindet seine eigene Sprache und schlüpft in erfundene Rollen. Alain betrachtet junge Frauen in bauchfreien Tops - und zieht messerscharfre Rückschlüsse über den Zustand einer Gesellschaft von Nabelbeschauern. Dazwischen finden wir Anekdoten über den zynischen Stalin, der sich erwartungsgemäß nicht immer wie ein Staatspräsident benahm. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da die Vorankündigungen richtig genial klangen, und die "Leichtigkeit" setzte die Messlatte natürlich sehr hoch. Doch diesen Roman fand ich viel zu kurz, das Tiefgründige und Philosophische wurde oft nur angerissen, die Charaktere blieben blass. Schade, dass keine interessanten Frauengestalten auftreten durften.  Fazit: Mehr wäre hier mehr gewesen! Deshalb nur 3 von 5 Sternen.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Vielleicht habe auch ich meinen Humor verloren

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    Bibliomania

    Bibliomania

    25. March 2015 um 09:59

    Nach 15 Jahren endlich wieder ein Buch von Milan Kundera "Das Fest der Bedeutungslosigkeit". Das musste ich unbedingt haben. Vier Männer in Paris. Jeder findet sich auf seine eigene Weise witzig: Alain stellt Theorien zu den Bauchnabeln von Frauen an, Ramon lässt sich jedes Mal von der Schlange am Eingang zur Chagall-Ausstellung abschrecken, Charles sieht absoluten Witz in Stalin-Anekdoten und Caliban findet Freude daran sich eine Sprache auszudenken, die er für Pakistanisch ausgibt. Nun stellt sich mir jedoch die Frage, was ich nicht verstanden habe. Ja, sie alle halten sich für witzig und zwar nur allein. Der ganze Rest kann weder über die Männer lachen, noch über irgendetwas, das sie für lustig halten. Vielleicht habe auch ich meinen Humor verloren. Das Buch liest sich wunderbar, wenn auch für mich ganz anders als seine bisherigen Bücher. Der Ton ist irgendwie anders. Aber nicht schlecht. Am liebsten würde auch ich in philosophischen Gedanken versunken den Jardin du Luxembourg entlangschlendern...

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  • Was ewig währt, wird endlich gut?

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Lange hat die Fangemeinde auf einen neuen Roman Milan Kunderas gewartet, doch "was ewig währt, wird endlich gut"? Allein dieses schmale Bändchen einen "Roman" zu nennen, erscheint mir ehrlich gesagt überzogen, vielmehr kommt es wie eine Schreibübung eines Autors daher mit viel Esprit, aber fehlender Muße, diese Ideen auszuarbeiten. Auch formal ist "Das Fest der Bedeutungslosigkeit" nicht ganz Roman, eher halb Farce, halb Brechtsches Theater. Die Figuren werden vom "Meister", dem Autor selbst, eingeführt, sie bieten keinen Raum zur Identifikation, das Intervenieren des "Meisters" schafft Distanz zur fiktiven Erzählung, derer man sich als Leser so immer bewusst ist. Das Spiel im Spiel im Spiel zieht sich wie ein roter Faden durch den Text: Caliban spielt einen Pakistani, D`Ardelo einen an Krebs erkrankten, die Anekdote über Stalin und Kalinin wird zum Marionettentheater umgeschrieben und ein wenig bekommt man den Eindruck, dass auch der "Meister" höchstpersönlich hier nur ein kleines Marionettenstück vorspielt. Das Alles geschieht durchaus mit Humor, sowohl formal wie auch inhaltlich, und das scheint mir das für den Leser eigentlich Essentielle zu sein. Innerhalb dieser unerträglichen Melancholie, in der sich die Figuren im Leben bewegen, z.B. Alain und sein Nabelkomplex, der als sexualisiertes Sinnbild der Mutter-Kind-Beziehung zu verstehen ist oder Ramon, der nicht in die Chagall-Ausstellung geht, weil es andere Menschen auch wollen und man daher warten muss, all diese absurd wirkenden "Problemchen" nehmen die Charaktere mit Humor, ja fast einer Tragikomik. Das Leben, das Sein erscheint ihnen unerträglich und doch zugleich so leicht, dass sie die Feste feiern, wie sie kommen. (Z.B. als Alain doch schon den Armagnac hervorholt, der für seinen Geburtstag vorgesehen ist) Das ist das Lebensbejahende an dem Text, doch was nützt es, wenn man sich als Leser ständig des "Meisters" bewusst ist, der diese Charaktere geschaffen hat? Ich hätte mir gewünscht, dass die vielen, wie ich finde, tollen und auch philosophisch interessanten Fragen, wie z.B.: Was machen wir mit unserer Zeit? Was bedeutet Geschichte (vgl. Stalin/Kaliningrad) für die Gegenwart? Wie gehen wir mit dem Tod um? mehr ausgearbeitet worden wären, deutlicher hervorträten und uns als Leser intensiver berührten, um dann -von mir aus gerne- in einem tosenden Fest der Bedeutungslosigkeit all dieser Seinsfragen beantwortet zu werden. Sowohl inhaltlich als auch formell hätte der tragikomische Effekt für mein Empfinden sogar noch mehr Zeit gebraucht, um in die perfekte Form gegossen auf dem Buchmarkt zu erscheinen. Wer 15 Jahre warten kann, den werden auch ein paar mehr nicht davon abhalten, ein neues Buch eines großen Autors zu kaufen.

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    • 2
  • Das Fest der Bedeutungslosigkeit

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    ANATAL

    ANATAL

    18. March 2015 um 21:58

    Vor ein paar Jahren habe ich „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ begeistert gelesen und habe mich natürlich gefreut, dass dieses Buch jetzt erschienen ist. Der Titel „Das Fest der Bedeutungslosigkeit“ lässt auf gewisse Weise Ähnlichkeiten, zumindest die Stimmung betreffend, vermuten. Zunächst geht es eben, wie im Klappentext zureichend beschrieben um die vier Freunde Alain, Ramon, Charles und Caliban, als sozusagen äußeren Rahmen der Erzählung. Die Freundschaft selbst allerdings spielt keine Rolle. Die Figuren sinnieren, analysieren und annektieren über sich und andere, mal gemeinsam und ein anderes Mal wieder für sich allein. Milan Kunderas neuestes Buch ist in der Tat ein Fest der Bedeutungslosigkeit und zwar im positiven Sinne. Uns, wie auch D`Ardelo, wird der Wert der Bedeutungslosigkeit in verschiedensten Situationen vor Augen geführt. Es war mir eine Freude dieses Buch zu lesen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und ich weiss nicht was mich genau daran so gefesselt hat. Auf jeden Fall ist es lesenswert, am besten in einer selbstzufriedenen und ruhigen Stimmung.

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  • Ich hatte mir mehr erwartet

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    HarIequin

    HarIequin

    17. March 2015 um 16:22

    Ein namenloser Erzähler stellt die verschiedenen Charaktere zu Beginn vor und führt den Leser durch ihre Geschichte. Alain ist vom weiblichen Bauchnabel fasziniert, Caliban erfindet als erfolgloser Schauspieler seine eigene Sprache und spielt so eine Rolle jenseits der Bühne, Charles erzählt mit Vorliebe Anekdoten und Witze über Stalin und Ramon läuft jeden Tag zum Chagall-Museum, um dann angesichts der Schlange wieder umzukehren. Vorweg, das war mein erster Roman von Kundera, deshalb habe ich keine Vergleichsaspekte zu seinen anderen Werken und kann es nur losgelöst betrachten. Das Cover und der Titel suggerieren meiner Ansicht nach sehr gut, was den Leser erwartet – einen federleichten, zarten und harmonischen Roman, ohne großen Spannungsbogen oder Höhepunkt. Dieser liest sich durch die große Schrift, die wenigen Seiten und die kurzen Kapitel sehr schnell. Manchmal irgendwie tragisch und dann wieder humorvoll, schafft Kundera es, eine Atmosphäre mit typisch französischem Charme entstehen zu lassen. Auch die Charaktere sind allesamt interessant gestaltet und nicht alltäglich. Trotzdem hat es mich nicht ganz gepackt und umgehauen. Es waren mir persönlich zu viele Menschen und Situationen, die nur kurz angeschnitten und dann fallengelassen wurden. Dadurch entstand bei mir am Ende ein Gefühl von Unvollständigkeit, als wäre der Roman nur die Skizze von einem größeren Werk. Auch hatte ich mir durch den Klappentext ein richtiges Finale, ein Fest als Höhepunkt erhofft, was aber leider ausblieb. So ist der Roman genauso leise ausgeklungen, wie er angefangen hat. Alles in allem ein ordentlicher Roman, von dem ich mir aber mehr erwartet hatte. Vielleicht war es nicht die richtige Zeit für mich, den Roman mit seinen leisen Tönen richtig würdigen zu können und in ein paar Monaten sehe ich ihn mit anderen Augen. Bis dahin behalte ich ihn als gutes Mittelmaß in Erinnerung und versuche mich vielleicht an einem anderen Werk von Kundera.

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  • Brillant!

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    Beagle

    Beagle

    „Atmen Sie, D´Ardelo, mein Freund, atmen Sie diese Bedeutungslosigkeit ein, die uns umgibt, sie ist der Schlüssel zur Weisheit, sie ist der Schlüssel zur guten Laune...“ Ein neuer Roman von Milan Kundera - „Das Fest der Bedeutungslosigkeit“ war mit dem Nimbus der früheren Bücher wie „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ gezeichnet. Ich war gespannt und gleichzeitig skeptisch, ob dieses nur 138 Seiten starke Büchlein seinen brillanten Vorgängern entsprechen würde. Und, ich wurde nicht enttäuscht! Auch in diesem Buch zeigt sich Kundera als Meister der Philosophie, er beschreibt alltägliche Szenen, die im Grunde nichts aussagen, mit einer Tiefe und leichten Melancholie, wie nur er es zustande bringt. Erzählt wird die Geschichte von den Freunden Alain, Charles, Ramon und dem arbeitslosen Schauspieler Caliban. Es sind vollkommen alltägliche Dinge, die diesen Männern passieren: Die wartende Schlange vor der Chagall-Ausstellung, die Ramon davon abhält, sich die Bilder anzusehen, die Faszination Alains über die neue, bauchfreie Mode der jungen Frauen, oder der Witz, sich als Pakistani auszugeben, der kein Wort Französisch spricht, wie es Caliban bei seinen „Auftritten“ als Kellner bei Cocktailpartys macht, um sein schauspielerisches Talent nicht zu verlieren. Sie alle umkreist die stete Melancholie ihrer Gedanken, denen Kundera, der sich kleine Auftritte als ihr Meister leistet, seinen philosophischen Witz und superbe Tiefe verleiht. Daneben wird die fiktive Geschichte von Stalin und seinen Genossen beschrieben, als dieser ihnen einen Witz, verkleidet als Anekdote über einen Jagdausflug erzählt, bei dem er 24 Rebhühner geschossen haben will. Auf der Toilette wettern die hohen Herren der Sowjetregierung über ihren Führer, sie verunglimpfen ihn und erkennen nicht, dass er sie auf den Arm genommen hat. Stalin, der an der Toilettentür lauscht, amüsiert sich prächtig. „Das Fest der Bedeutungslosigkeit“ ist ein Buch, das sich nahtlos in das brillante Werk Kunderas einfügt und einen festen Platz neben „Abschiedswalzer“ und „Die Unsterblichkeit“ einnimmt. Nicht nur für Fans des tschechisch-französischen Autors lesenswert. „Natürlich herrscht überall Uniformität. Aber, in diesem Park verfügt sie über eine größere Auswahl an Uniformen. So kann man die Illusion seiner Individualität bewahren.“

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    • 4
  • Betrachtungen mit philosophischem Hintergrund.

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit
    Clari

    Clari

    23. February 2015 um 12:44

    Milan Kundera hat uns 15 Jahre auf seinen neuen Roman warten lassen. Der letzte erschien im Jahr 2000 unter dem Titel “Die Unwissenheit.“ Am bekanntesten ist der Roman von der „...unerträglichen Leichtigkeit des Seins“. Wie die Titel seiner Werke schon erkennen lassen, sind seine Erzählungen durchdrungen von tiefenpsychologischen und philosophischen Fragen über das Wesen des Menschen und seiner Abgründe. In seinem neuen Roman begegnen wir vier Freunden unterschiedlichen Alters, die sinnierend ihrem Alltag nachgehen. Der eine und andere spaziert durch den Jardin du Luxembourg in Paris; Charles, einer der Haupterzähler, amüsiert mit Anekdoten aus dem Leben Stalins; Alain denkt über die Beziehungen zum weiblichen Geschlecht nach, Caliban, der Schauspieler, schlüpft gerne in fremde Rollen. Ramon schließlich, der Älteste von allen, sieht dem Treiben seiner Freunde zu. Ihre Gespräche zielen immer auf Fragen nach dem tieferen Sinn des Lebens, sind zuweilen schwierig meist jedoch leicht und humorig in ihrer Diktion. Wie tief ihre Gedanken bei ernstem Hintergrund verweilen, besagen Aussagen wie diese, die Charles aus einem Buch von Chruschtschow zitiert: “Die Zeit rennt. Dank ihr sind wir zunächst Lebende, was bedeutet: Angeklagte und Verurteilte. Dann sterben wir und bleiben noch ein paar Jahre bei denen, die uns gekannt haben, aber sehr bald folgt eine andere Veränderung: Die Toten werden alte Tote, niemand erinnert sich mehr an sie, und sie verschwinden im Nichts; nur einige, sehr, sehr wenige, hinterlassen ihren Namen in den Gedächtnissen, verwandeln sich jedoch, ohne jeden authentischen Zeugen, jede echte Erinnerungen, in Marionetten....“ Um Alains Geburt gibt es ein Geheimnis. Die imaginären Gespräche mit seiner Mutter, die ihn gleich nach seiner Geburt verlassen hat, führen zu der Erkenntnis, dass Geborenwerden und Sterben nicht unserem Willen unterworfen sind. Auch die Individualität des Menschen unterliegt eigenen Gesetzen; ist sie vielleicht nur eine Illusion? Die vorgetragenen Thesen spiegeln zahlreiche Fragen, mit denen sich unsere Helden beschäftigen. Ein wenig schaut die Sinnlosigkeit aus allen Ecken, und doch hört man dieses: wir leben! Als Tenor der Gespräche. Selten habe ich ein so hintergründiges, tiefschürfendes und gelegentlich verrücktes Buch gelesen wie dieses. Kundera bezieht sich in seinen Betrachtungen über das Leben auf Philosophen wie Schopenhauer, Hegel und Kant. Die Handlung besteht aus Episoden. Zeit und Orte wechseln. Man erfährt aber genug, um von jedem einzelnen der Protagonisten einen Eindruck zu gewinnen. In den Gesprächen geht es immer wieder um die Frage unserer menschlichen Bedeutung für heute und immer. Als Fazit kann man konstatieren: wir haben keine! Zuletzt ist es die Comédie Humaine im Sinne Balzacs, die dieser Roman zeigt: wir alle sind Spieler in dem großen Lebensspiel, in dem jedem seine besondere Rolle zugedacht ist. Für anspruchsvolle Leser ist die Lektüre ein Gewinn!

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