Milan Kundera Der Scherz

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Inhaltsangabe zu „Der Scherz“ von Milan Kundera

Wütend schickt der Student Ludvik eine Postkarte an seine Freundin Markéta: Optimismus ist das Opium der Menschheit! Ein gesunder Geist mieft nach Dummheit! Es lebe Trotzki! Ludvik. Mit dieser als Scherz gedachten Karte stürzt Ludvik sich ins Unglück. Er wird von der Universität relegiert und mit einem Strafbataillon in die Kohlegruben geschickt. Jahre später versucht Ludvik sich zu rächen.

Für Schüler meines Alters (15) vielleicht nicht gerade geeignet. Eintönig und unspektakulär!

— M1208

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    Der Scherz

    Anna_Molly

    15. May 2016 um 19:59

    In "Der Scherz" setzt sich Milan Kundera kritisch mit dem Kommunismus in Tschechien auseinander, also gewissermassen mit seiner eigenen Vergangenheit.InhaltFür den Protagonisten Ludvik beginnen die Zweifel an dem kommunistischen System mit einem Scherz. Er schreibt seiner Freundin einen Brief, der scherzhaft "trotzkistisch" ist - doch wahre Kommunististen verstehen bei sowas keinen Spass. Pavel, ein Parteimitglied, sorgt dafür, dass der Brief ernste Konsequenzen hat. Ludvik kommt in ein Arbeitslager und hat dort viel Zeit dafür, über alles nachzudenken. Nachdem er entlassen wird, arbeitet er als Mathematik-Professor und begegnet Helena - Pavels Frau. Unser Protagonist wittert Rache und umwirbt Helena, aber auch dieser "Scherz" misslingt. MeinungWer Milan Kunderas Art zu schreiben mag, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Der Schwerpunkt dieses Werkes liegt aber vor allem auf dem Kommunismus, wer also in dieser Hinsicht nicht interessiert ist, sollte die Finger davon lassen. (Es ist eben anders als "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins", in dem die Liebe zumindest im Vordergrund steht.)Mir hat es sehr gefallen, wie der Roman aufgebaut ist - nicht zu vergessen die Ironie, mit der die Geschichte erzählt wird. Jeder Scherz Ludviks endet also irgendwie bitter, gleichzeitig bedeuten diese Enden auch eine Art von Aufwachen aus einer Lüge. Dieser Roman ist sozusagen eine unlustige Satire, in der Ludvic beginnt an allem zu zweifeln. Ich kann es nur empfehlen, Milan Kundera ist meiner Meinung nach sowieso in jedem Fall lesenswert.

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  • Rezension zu "Der Scherz" von Milan Kundera

    Der Scherz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. May 2011 um 18:10

    Schon recht zu Beginn des Romans wird erklärt, dass die Freude nach dem Sieg der Kommunisten 1948 in Tschechien keine unbeschwert-fröhliche, sondern eine ernste Freude war und als Ludvik eine Postkarte mit "es lebe Trotzki" an seine Freundin schreibt, um sich über ihre Naivität lustig zu machen, wird klar, dass der Kommunismus keine Späße versteht - Ludvik wird aus der Partei ausgeschlossen und zum Arbeiten in die Kohlegruben geschickt, wohin alle sogenannten Staatsfeinde geschickt wurden. Dort lernt er trotz seinen wenigen Ausgängen Lucie kennen und eine Weile hilft sie ihm, seine Situation zu ertragen. Jahre später trifft er auf Helena, die Ehefrau seines damaligen Freundes Pavel, und er beschließt sie zu verführen, um sich an Pavel bzw stellvertretend an allen zu rächen, die damals gegen ihn die Hand erhoben und ihn nicht unterstützt haben. Die Geschichte wird von vier Figuren erzählt, wodurch die einzelnen subjektiven Wahrnehmungen der Personen deutlich werden und auch ihrer Verhaftung in ihren jeweiligen Gedankenkosmos. Was mir so gefallen hat, war, dass gerade durch das genaue Beobachten der Figuren und ihren zu späten Erkenntnissen sie eben nicht als tragische Helden, sondern eher als lächerliche Menschen dastehen, was sie mir aber nur näher gebracht hat.

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  • Rezension zu "Der Scherz" von Milan Kundera

    Der Scherz

    Beagle

    02. November 2010 um 11:40

    „Der Scherz“ ist Milan Kunderas erster Roman aus dem Jahr 1965. Die Grundproblematik beschäftigt sich mit den Anfängen des Kommunismus, als alle in Tschechien noch stolz waren, dass ihr Land nach dem 2. Weltkrieg nun neu erblühen sollte. Es werden Versammlungen abgehalten, bei denen tausende von Anhängern den Rednern zujubeln. Auch Ludvik ist ein begeisterter Kommunist, Mitglied der Partei und zu dieser Zeit Student in Prag. Seine Freundin nimmt alles sehr ernst, weshalb sie von vielen immer wieder aufgezogen wird. Als sie in den Ferien in einem kommunistischen Lager ist, von wo aus sie Ludvik schreibt, wie gut und toll sie die Ideen der Partei findet, erlaubt dieser sich einen Scherz und verunglimpft ihre Reden in einem kurzen Text auf einer Postkarte. Doch, was als Scherz gedacht ist, entpuppt sich schon bald als bittere Wahrheit. Ludvik wird angehört, niemand glaubt ihm. In der Folge wird er aus der Partei ausgeschlossen und muss somit auch sein Studium aufgeben, da das Volk nicht das Studium eines Trotzkyisten bezahlt. So kehrt Ludvik nach Hause zurück und schon bald wird er zum Militärdienst eingezogen. Diesen verbringt er allerdings nicht, wie die anderen, parteitreuen Soldaten in einer militärischen Grundausbildung, sondern mit anderen politisch verdächtigen Personen in den Kohlegruben, wo er sich nun – fast wie ein Gefangener – täglich abrackern und sich die Erniedrigungen gefallen lassen muss. Zu dieser Zeit in Ostrava lernt er Lucy kennen. Mit diesem schüchternen Mädchen verbindet ihn schon bald eine tiefe Liebe, sie wird bald die einzige sein, die ihm über den Militärdienst hinweghilft, auch, wenn er sie nur einmal in der Woche sehen kann. Erzählt werden auch die Geschichten von Helena, Kostka und Jaroslav. Alle drei Personen stehen in Verbindung mit Ludvik. So lernte Helena ihn fünfzehn Jahre nach seinem Studium kennen und verliebt sich. Sie wollen sich in Ludviks Heimatstadt treffen, da Helena noch verheiratet ist. Die Reporterin soll dort einen Bericht über den Ritt der Könige – ein traditionelles Volksfest – machen, weswegen sich Ludvik entschließt, nach vielen Jahren ebenfalls wieder seine Heimat zu besuchen, um sich mit ihr treffen zu können. Der Ritt wird von Jaroslav organisiert, Ludviks bestem Freund aus Kindertagen, den er ebenfalls seit Jahren nicht gesehen hat. Kostka hat Ludvik einst zu einer guten Stelle verholfen, weswegen dieser ihm seine Wohnung für einen Nachmittag zur Verfügung stellt, damit er sich mit Helena allein treffen kann. Die Problematik wird hervorragend geschildert, das Buch ist spannend zu lesen. Aber es lässt noch die Feinfühligkeit späterer Romane Kunderas vermissen, die Charaktere werden noch nicht so eingehen in ihren Gedanken und Handlungen analysiert, weswegen ich dem Buch nur 4 Sterne gebe. Als geschichtliches Werk gesehen, ist es dennoch brillant verfasst.

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  • Rezension zu "Der Scherz" von Milan Kundera

    Der Scherz

    Frankfurter

    26. November 2009 um 17:36

    Eine gute Geschichte und doch lässt sie einen (oder zumindest mich) etwas ratlos zurück. Zugegebenermaßen ist der Hintergrund trotz zeitgeschichtlicher Relevanz ein sehr spezieller und jenen, die den Kommunismus nur aus der Berichterstattung kennen, wahrscheinlich etwas fern. Gelesen habe ich es dennoch gerne,

  • Rezension zu "Der Scherz" von Milan Kundera

    Der Scherz

    MrSlowhand

    29. August 2008 um 17:31

    Sehr gutes Buch, sehr empfehlenswert!

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