Milan Kundera Die Identität

(103)

Lovelybooks Bewertung

  • 123 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 8 Rezensionen
(22)
(33)
(35)
(10)
(3)

Inhaltsangabe zu „Die Identität“ von Milan Kundera

Chantal und Jean-Marc sind ein glückliches Paar. Doch als Chantal bemerkt, dass sich die Männer nicht mehr nach ihr umdrehen, hat Jean-Marc einen Plan. Um ihr das Gefühl wiederzugeben, attraktiv und begehrenswert zu sein, schreibt er ihr anonyme Liebesbriefe. Fasziniert beobachtet er, wie Chantal mit jedem eintreffenden Brief strahlender und lebendiger wird. Bis Jean-Marc die Eifersucht packt. Ihre Liebe wird zu einem gefährlichen Spiel, in dem der eine dem anderen zu entgleiten droht.

Eine verstörende Geschichte die einen grübelnd über das Ende zurück lässt. Getreu dem Motto: Man muss nicht alles lesen. - kein Muss!

— bearelic

Schön geschrieben!

— Nil

Stöbern in Romane

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Man muss dem Glück auf die Beine helfen, darf dabei aber nicht aus dem Auge verlieren, was einen wirklich glücklich macht.

Sabine_Hartmann

Die Schlange von Essex

Verwirrend, schön, poetisch, verstörend, authentisch - es gäbe noch so viel mehr, was man sagen kann. Definitiv ein unglaubliches Erlebnis

MartinaSuhr

Sieben Nächte

Ein Klagegesang an der Schwelle zum 30.

dicketilla

Kukolka

Hammerharte Realität, hammerhart erzählt. aber Umsetzung + Stil waren leider nicht so mein Fall. Sehr distanziert. Dennoch grausame Realität

Yuyun

Lauter gute Absichten

Kurzweilige Geschichte um einen angry young man, der sich gegen die Familie auflehnt - und an den eigenen Ansprüchen scheitert.

Marina_Nordbreze

Die Lichter von Paris

Generationenübergreifend. Legt sich wie eine kuschelige Decke romantisch um deine Schultern! Angenehme Atmosphäre.

Simonai

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Reicht leider nicht an "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" heran

    Die Identität

    bearelic

    16. July 2015 um 12:57

    Inhalt: Es geht um die Beziehung zwischen Chantal und Jean-Marc. Nach einigen Schicksalsschlägen – ihrer Scheidung und dem Verlust ihres Kindes – beschließt Chantal beruflich Karriere zu machen und sich eine Wohnung und somit ein Stück Freiheit zu erkaufen.Als Sie mit Jean - Marc zusammen kommt – er ist 4 Jahre jünger und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser – scheint ihre Liebe in ihrer kleinen Welt vollkommen. Ein Ausflug am Meer und ein paar unbedachte Worte ändern jedoch alles. Plötzlich fühlt sich Chantal nicht mehr begehrenswert, weil sich die Männer nicht mehr nach ihr umdrehen und verfällt in eine Art Depression. Jean - Marc möchte ihr wieder ein bisschen von dem Zauber zurück geben, den Chantal so vermisst und schreibt ihr geheime Briefe unter dem Deckmantel eines heimlichen Verehrers. Er belauscht ihre Reaktionen auf die Briefe des vermeintlichen Liebhabers und ist verblüfft, weil er erkennen muss, dass Chantal sich nicht so verhält, wie er es von ihr kennt und erwartet hätte. Sie hingegen ist verwundert, beunruhigt, geschmeichelt und „beschuldigt“ mehrmals den Falschen auf der Straße der ihr nachzuspionieren scheint, bis sie Jean-Marc als Absender entlarvt. Die Situation eskaliert, die Missverständnisse häufen sich und beide finden sich plötzlich in einer fremden Stadt wieder – in Momente gedrängt, derer sie eigentlich entfliehen wollen und alles gerät aus den Fugen…. Meine Meinung: Als ich vor Jahren "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera gelesen habe und es hervorragend und großartig fand, war „Die Identität“ eine kleine Enttäuschung für mich. Zu Beginn fand ich es sehr mühsam in die Geschichte hinein zu finden und Sympathie für die Protagonisten zu hegen. Nach ca. 50 Seiten fiel es mir leichter und ich fand sogar einige Textpassagen ganz gut. Seite 49: ".... Freundschaft ist das Problem der Männer. Das ist ihre Romantik. Nicht unsere." Seite 56: "Das Krematoriumsfeuer überreicht mir seine Visitenkarte." - ein bisschen makaber, aber irgendwie gefällt mir der Spruch. Seite 60: "Mit deinem Tod hast du mich um die Freude gebracht, bei dir zu sein, aber gleichzeitig hast du mich frei gemacht. Frei in meiner Einstellung zur Welt, die ich nicht mag. Und dass ich mir erlauben kann, sie nicht zu mögen, ..." Zum Ende des Buches, als sich die Geschehnisse in eine andere Stadt verlagern, kann ich der Handlung leider gar nicht mehr folgen. Mir ist immer noch nicht klar, wie Jean-Marc seine Chantal in einer so großen Stadt plötzlich wieder fand, wenn er sie noch am Bahnsteig aus den Augen verloren hatte und er keine Spur besitzt, die er nachverfolgen konnte. Die Situation mit Chantal in dem fremden Haus, dem sie nun doch entfliehen wollte, war verstörend und unklar welche Hintergründe zu dem ganzen führten. Und das abstruse Ende, ob es nun ein Traum ist oder nicht, erschließt sich mir nicht. Fazit: Den roten Faden in dem Buch vermisst man gänzlich und selbst die paar schönen Textpassagen über Freundschaft und Tod können nicht darüber weg trösten, dass es eine verstörende Geschichte ist, die den Leser grübelnd über das Ende zurück lässt. Getreu dem Motto: “Man muss nicht alles lesen.“ und „Mut zur Lücke.“ – würde ich zum Lesen dieser Geschichte abraten!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Identität" von Milan Kundera

    Die Identität

    Beagle

    19. May 2012 um 11:53

    Eine verworrene Geschichte über die Liebe – gepaart mir der feinfühligen, psychologischen Art, die Milan Kunderas Romane auszeichnet. Chantal und Jean-Marc leben in einer Beziehung, nachdem Chantal sich von ihrem Ehemann hat scheiden lassen. Sie sind ein ungleiches Paar, denn Chantal ist 4 Jahre älter und arbeitet in einer Werbeagentur, während Jean-Marc sich mit Gelegenheitsarbeiten ein bisschen Geld verdient. Aber, ihre Liebe scheint vollkommen. Zumindest bis zu jenem Tag, als Chantal bei einem Spaziergang am Strand klar wird, dass ihr „die Männer nicht mehr hinterher schauen“. Eigentlich wären dies normale Gedanken, auch, wenn Chantal immer noch anziehend ist. Doch sie spricht in einem unbedachten Moment diesen Satz vor ihrem Freund aus. Kurze Zeit später bekommt Chantal einen Brief ohne Absender. Ein unbekannter Verehrer offenbart ihr, dass er sie schon lange Zeit beobachtet, jeden ihrer Schritte verfolgt. Zuerst macht sich Chantal keine großen Gedanken, doch dann erhält sie weitere und vor Allem ausführlichere Briefe. Wer Kunderas Werke kennt und liebt, für den ist sein jüngerer Roman „Die Identität“ ein wenig kurzweilig und nicht allzu tiefgründig geschrieben wie z.B. „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ oder „Abschiedswalzer“. Es fehlt an einem Plot, der sich durch die Geschichte zieht, eine Nebenhandlung und weitere Protagonisten, mehr tiefgründigere Gespräche. Nichts desto trotz ist das Buch auch ohne diese Dinge eine schöne Liebesgeschichte.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Identität" von Milan Kundera

    Die Identität

    Textravaganzen

    04. April 2011 um 15:44

    Chantal und Jean-Marc sind ein ungleiches Paar: Sie, vier Jahre älter als Jean-Marc, musste bereits den Tod des eigenen Kindes sowie eine darauf folgende Scheidung verkraften, während er sich eher jugendlich ungebunden durch das Leben und verschiedenste Anstellungen treiben ließ. Eines Tages findet Jean-Marc, zuvor schon geplagt von einer unbestimmten Angst, seine Chantal nicht wieder zu erkennen, ihre verschiedenen Gesichter nicht mehr auseinander halten zu können, eben jene völlig verstört in ihrem Hotelzimmer vor. Alles, was Chantal sagen kann, ist: „Die Männer drehen sich nicht mehr nach mir um.“ (25) Was dieser Satz wirklich bedeutet, kann Jean-Marc, hin und her gerissen zwischen Eifersucht und Sorge um seine Partnerin, nur vage erahnen, denn Chantal errötet – zum ersten Mal seit ihrem Kennenlernen. Der Zwischenfall ist jedoch nicht lange Thema zwischen den Beiden, doch vergessen haben sie ihn keineswegs. Kurze Zeit später erhält Chantal dann Briefe von einem heimlichen Verehrer, die sie Jean-Marc vorenthält. Beflügelt von den schmeichelnden Worten eines geheimnisvollen Unbekannten, entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel in einer vertrackten Dreierkonstellation, bei dem die Grenzen zwischen Fantasie und Realität zusehends verschwimmen. Nachdenklich und verstört, so wird der Leser am Ende in seine eigene Wirklichkeit entlassen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Identität" von Milan Kundera

    Die Identität

    Paula 09

    25. January 2010 um 23:19

    Chantal lebt, nach einigen Schicksalsschlägen, mit Jean - Marc zusammen. Sie ,gerade mitten in den Wechseljahren, ist depremiert, weil sie sich nicht mehr begehrenswert findet. Jean - Marc möchte dies ändern und schreibt ihr geheime Briefe, quasi von einem heimlichen Verehrer. Mag sich jetzt spannen anhören, ist es aber nicht. Mag sein, dass dieses Buch für meinen geistigen Horizont zu hoch ist, aber ich habe mich gegen Ende der Geschichte einfach nicht mehr zurecht gefunden. Und das Ende habe ich schon gar nicht verstanden. Also: kann mir jemand das Ende erklären....... Dieses Buch muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt gelesen haben. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Und das ist gut so.....

    Mehr
  • Rezension zu "Die Identität" von Milan Kundera

    Die Identität

    Xirxe

    01. November 2009 um 14:50

    Ein etwas spröde und daher teilweise mühevoll zu lesendes Buch. Es gibt wenig Anschauliches, Beschreibungen von Äußerlichkeiten (Personen, Umgebung) werden eher vernachlässigt. Der Text bezieht sich meist auf die Innenansicht, Gedanken, Gefühle der HauptdarstellerIn. Gegen Ende wird die Geschichte zusehends wirrer und unsinniger, bis sich zuguterletzt alles in einem Happy End auflöst. In einer Kritik der ZEIT stand Folgendes: "Der Text ermöglicht unsere Gedanken- und Phantasieproduktion, und er fordert sie. Er weist über die bloße Anschauung hinaus, er will Erkenntnis, ist also philosophisch." Ist zum Teil recht treffend. Nachdenkenswerte Abschnitte sind beispielsweise die über Freundschaft oder über den Zwang (?) in unterschiedlichen Bereichen des Lebens die entsprechenden Masken tragen zu müssen. Alles in Allem: Keine Liebesgeschichte der herkömmlichen Art.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Identität" von Milan Kundera

    Die Identität

    Ritja

    14. September 2009 um 19:22

    Chantal, eine erfolgreiche Frau, die bereits einige Höhen und Tiefen in ihrem Leben meistern musste und Jean-Marc, ihr Lebensgefährte, ein paar Jahre jünger und weniger erfolgreich, erreichen einen Punkt in ihrem Leben, der sie zum Zweifeln anregt. Das Buch berührte mich leider gar nicht. Teilweise zogen und wiederholten sich die Gedanken der Charaktere über mehrere Seiten ohne am Ende zu einem wirklichen Ergebnis zu kommen. Aber vielleicht ist es ja auch so gewollt?

    Mehr
  • Rezension zu "Die Identität" von Milan Kundera

    Die Identität

    The iron butterfly

    06. September 2009 um 11:52

    Chantal und Jean-Marc sind ein Paar. Chantal ist wenig älter als Jean-Marc, im Beruf erfolgreicher, sie hat ihr Kind verloren, sich von ihrem ersten Mann getrennt, sie errötet leicht, ekelt sich vor Zungenküssen und diesem Austausch zu feuchter Lippen die aufeinandertreffen. Unbemerkt hat sich bei ihr die Sorge eingeschlichen, dass sie nicht mehr begehrenswert und attraktiv genug ist, um die Blicke anderer Männer auf sich zu ziehen. Jean-Marc hat gerade einen alten Schulfreund verloren, der Kontakt war vor langer Zeit von ihm abgebrochen worden, warum kann er eigentlich nicht konkret begründen. Er ekelt sich vor der „Sekretionsmaschine“ Mensch, schon ein Augenblinzeln lässt ihn Ekel verspüren, abgesehen davon macht er sich Sorgen darüber, dass er Chantal irgendwann nicht mehr erkennen wird, weil sie eine andere sein wird, als die die er liebt. Beide befinden sich in einer absoluten Identitätskrise, leider zeitgleich. Sie scheinen gefangen in ihren Gedanken und sprechen nur zögerlich oder gar nicht über das, was wirklich in ihnen vorgeht. Chantal konfrontiert Jean-Marc nun eines Tages unverhofft mit der Aussage: „Die Männer drehen sich nicht mehr nach mir um.“ Unfähig damit umzugehen, wiederholt er lediglich Chantals Worte und fragt sie, ob dies der Grund für ihre Traurigkeit ist. Sie errötet und manifestiert ihre Aussage durch die Wiederholung erneut. Am nächsten Tag findet Chantal im Briefkasten einen Brief mit den Worten: „Ich folge Ihnen wie ein Spion, Sie sind schön, sehr schön.“ Unangenehm berührt und doch unfähig diese Nachricht zu ignorieren oder zu entsorgen, versteckt Chantal den Brief in ihrem Schrank. Das Verwirrspiel beginnt. Wer ist der Unbekannte? Chantal vermutet ihn in jedem Fremden, nur nicht in Jean-Marc. Ein fataler Fehler oder notwendiges Übel? Milan Kundera verliert sich gen Ende für mich zu sehr in den Phantasien. Ich hätte mir eher gewünscht, dass die Protagonisten nicht wie unfähige Statisten dargestellt werden, die irgendwann schweißgebadet aus einem Alptraum erwachen und die Welt hat sich wie von selbst reguliert. Vor allem bleibt die Frage, „in welchem Augenblick genau hat sich die Wirklichkeit in Unwirkliches, die Realität in Träumerei verwandelt?“.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Identität" von Milan Kundera

    Die Identität

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. October 2008 um 19:26

    Nach der hervorragenden "Unerträglichen Leichtigkeit des Seins" eine herbe Enttäuschung für mich, eine hergeholte Geschichte ohne wirklichen Tiefgang.

    Ein entbehrliches Buch.

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks