Milan Kundera Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

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Inhaltsangabe zu „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera

Der Prager Chirurg Tomas, der die Frauen begehrt und zugleich fürchtet, ein Erotomane, der seine Scheidung wie eine Hochzeit feierte und fortan der Liebe aus dem Weg ging, bricht für die Kellnerin Teresa mit einigen seiner Grundsätze. Seine erotischen Freundschaften, wie jene mit der Malerin Sabina, führt er aber weiter. Teresa verlässt ihn in Zürich, wo sich die beiden, inzwischen verheiratet, nach dem russischen Einmarsch in Prag, niedergelassen haben. Sie kehrt in ihr Heimatland zurück, er folgt ihr, verliert seine Stellung und arbeitet als Fensterputzer, später als Lastwagenfahrer in einem Dorf fern von Prag. Das Glück endet in der Katastrophe - Tomas und Teresa sterben bei einem Verkehrsunfall nach einem Tanzabend. Der Roman ›Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins‹ verschaffte Milan Kundera den internationalen Durchbruch.

Dies Buch ist so vielschichtig, dass mir eine Rezension richtig schwer fällt. Auch hat es sehr gemischte Gefühle ausgelöst. Empfehlenswert i

— supersusi
supersusi

Ein Klassiker unter den Büchern über das Leben und wie es so spielt. Ich liebe dieses Buch und habe es schon viele Male gelesen.

— dieschmitt
dieschmitt

Es ist zwar eine Liebesgeschichte, die jedoch nur als Rahmen für einen etwas anspruchsvolleren Roman dient.

— elodie_k
elodie_k

Hat großes Potential zum Lieblingsbuch!

— Helentonia
Helentonia

Sehr schönes Buch. Knapp am 5. Stern vorbei. Tiefgehend, mit vielen Überlegungen zum Leben.

— chrica
chrica

Durchaus mit schönen Gedanken und einer spannenden Geschichte (auch aus historischer Sicht), aber auch furchtbar belehrend.

— Leseliebeliese
Leseliebeliese

Ich mag diesen Schreibstil;))

— JieLiMengPeng
JieLiMengPeng

Wahnsinnig schön, irgendwie witzig, poetisch geschrieben und definitiv eines meiner liebsten Bücher.

— PaulaAbigail
PaulaAbigail

Wunderbar, eines meiner Lieblingsbücher und eines, das ich definitiv nochmal lesen werde.

— Knigaljub
Knigaljub

Eins meiner absoluten Lieblingsbücher: Wunderschön geschrieben, mit Tiefgang und Anregungen zum Philosophieren über die Liebe und das Leben.

— Julino
Julino

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    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    supersusi

    supersusi

    08. August 2017 um 21:09

    Dies Buch ist so vielschichtig, dass mir eine Rezension zum ersten Mal richtig schwer fällt. Auch hat es sehr gemischte Gefühle ausgelöst. Von manchen Gedanken war ich sehr angetan. Vieles machte nachdenklich. Manches erschütterte. Einiges habe ich mir rausgeschrieben, weil ich zu wichtig fand, um es zu vergessen. Und anderes fand ich so abstoßend, dass ich den ganzen guten Eindruck des Buches in Frage gestellte habe. Wieder andere Dinge fand ich zutiefst verstörend. Zum Inhalt : Die Geschichte spielt in Tschechien zur Zeit der Russischen Okkupation (1968). Tomas, ein Arzt, ist mit Teresa verheiratet, hat aber viele Geliebte. Vor allem mit Sabina hat er eine längere Affaire. Sie wiederum ist im Laufe der Geschichte mit Franz zusammen. Erzählt wird das Ganze aus den verschiedenen Perspektiven der Figuren und der des Autors, sodass man einen tiefen Eindruck gewinnt, von der Gedanken- und Gefühlswelt der Personen, sowie ihre Entwicklung. Es findet ein ständiger Wechsel von Zeiten und Rückblicken, Vorschauen, Träumen und Gegenwart statt, die aber nicht verwirren. Man kann trotz dieser Zeitsprünge dem Geschehen sehr gut folgen. Dies Buch ist einerseits sehr politisch, andererseits werden die Beziehungen der Personen bis ins kleinste Detail philosophisch analysiert, und dann folgt wieder spannende Handlung. Trotzdem ist es nicht chaotisch, sondern läßt sich wunderbar lesen. Erschütternd fand ich, wie die Radioansprache von Dubcek geschildert wird, der nach 6 Tagen Haft kaum noch sprechen kann, so zugerichtet war er. Auch sonst wird immer wieder Bezug auf die geschichtlichen Ereignissen dieser Zeit in Prag genommen. Es wird z.B. erwähnt, wie in allen Städten sämtliche Straßenschilder über Nacht verschwanden als die Russen einmarschierten und diese somit eine Woche lang umher irrten, ohne zu wissen, wo sie waren oder die strategisch wichtigen Gebäude (z.B. Rundfunk und Fernsehen) zu finden. Aber die historischen Geschehnisse sind nicht nur Kulisse, sondern haben auch Einfluß auf das Leben der Figuren. So darf Tomas nicht länger als Arzt praktizieren und wird Fensterputzer. Durch sein Schicksal wird deutlich, wie perfide die Methoden der Besatzer sind, um Leute zu zwingen, das zu tun, was ihnen im innersten (aus moralischen, ethischen oder Loyalitätsgründen) widerstrebt. Das Regime bringt die Leute in eine ausweglose Situation. Um sich selbst zu retten (Job, Wohnung, Ansehen oder auch das Leben selbst), muß man andere fälschlich beschuldigen und somit seine Ehre, seinen Anstand, seine Selbstachtung und seine Seele verkaufen. Dadurch, dass immer mehr Menschen gezwungen werden, Statements oder Dementi zu unterschreiben und somit andere zu denunzieren, kommt es zu einer gezielten, systematischen Demoralisierung des Volkes. Und diejenigen, die versuchen sich dem entgegen zu stellen, indem sie z.B. Unteschriften sammeln, um politische Gefangene zu befreien, wissen, dass sie nichts erreichen werden. Sie stehen also "vor der Wahl : entweder Theater zu spielen oder gar nichts zu tun ". (S. 256). Schlimm fand ich auch die Schilderung, wie das Volk in eine bestimmte Richtung gelenkt wurde, um Hemmschwellen abzubauen, die Aggressivität zu fördern und zu lenken und diese Kampagne (zunächst nur gegen Tiere z.B. Hunde) von den Zeitungen geschürt wurde. Es ist echt erschreckend, wie einfach das geht und das Buch ist daher immer noch ziemlich aktuell. Wie gesagt, wird die Geschichte aus der Sicht der verschiedenen Personen, aber auch der des Autors erzählt. Sei es, dass der Autor einige Seiten einschiebt, wo er detailiert erklärt, was einzelne Begriffe für Sabina und für Franz bedeuten (z.B. Frau, Musik, Friedhof) und weshalb dies so ist, sei es, dass er philosophische Betrachtungen anstellt, warum seine Figuren so handeln.  An einer Stelle schreibt er, dass die Personen seines Romans seine eigenen Möglichkeiten seien, die sich nicht verwirklicht haben. Manchmal mischt er auch die Erzählweisen: " Einige Tage später fiel Tomas ein Gedanke ein, den ich als Ergänzung zum vorigen Kapitel hier anführen will :..." (S.215).  Dieser Schreibstil hat mir sehr gefallen, denn er ist dem Autor unglaublich gut gelungen und bereichert das Buch. Was mich ein wenig verstört hat, ist die Mutter von Teresa und wie sie sich in ihr gegenüber verhalten hat. Teresas daraus resultierende Alpträume werden ausführlich analysiert und da die Mutter Teresa sehr geprägt hat, sind sie in den verschiedensten Situationen immer wieder Thema. Was mich sehr verstört hat, ist eine Szene, in der Tomas Teresa einen Berg hochschickt, wo ein Mann Menschen erschießt, die Selbstmord begehen wollen. Dies ist die einzige Stelle, wo ich nicht sicher bin, ob ein Traum oder Wirklichkeit geschildert wird. Mit keinem Wort wird angedeutet, es könne ein Traum sein, aber wenn das die Wirklichkeit ist, dann will ich dies gar nicht wahrhaben. Völlig daneben fand ich die seitenlange philosophische Abhandlung über Sch... und die Frage, ob Gott auch Darmtätigkeit hat, wo er uns doch nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Da hätte ich das Buch am liebsten weggelegt und nicht weiter gelesen. Den Sch... hätte er sich echt schenken können. Dies ist absolut nicht mein Genre (bin Krimifan), aber es war interessant, lies sich gut lesen und hatte einen ungewöhnlichen Schreibstil, der mir sehr gefiel. Der Klappentext besagt, es sei "einer der witzigsten und intelligentesten Romane", der "höchste inrellektuelle Ansprüche befriedigt." Dem kann ich mich allerdings nicht anschließen. Dennoch kann ich dies Buch empfehlen.

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  • Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Badenserin

    Badenserin

    12. July 2017 um 02:06

    Klappentext: Die verschlungene Liebesgescichte zwischen Tomas und Teresa gibt den Rahmen ab für einen der witzigsten und interlligentesten Romane der vergangenen Jahre, der zugleich Leselust und höchste interllektuelle Ansprüche befriedigt. Ein wunderbares Buch das mti einer,wie ich finde, Leichtigkeit daher kommt. Es hat mich inspiriert und zum Nachdenken gebracht. Es ist mein zweites Buch  von Milan Kundera. Könnte mein Lieblingsautor sein,wenn er es vielleicht nicht längst schon ist! :-) Ich kann jedem dieses Buch wärmstens empfehlen!

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  • Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins...

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Fabula

    Fabula

    09. September 2015 um 17:00

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins... Ja es war dieser Titel, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hatte. Das Buch hat in einer Zeit zu mir gefunden, in der es mir selber nicht gerade bestens ging. Ich legte mein Wohlergehen in die Hände der 'literarischen Therapie', suchte Zuflucht in der Welt der Bücher, in der Welt der unerträglichen Leichtigkeit des Seins. ((Exkurs: Es gibt ein Buch vom Suhrkampverlag "Die Romantherapie", worin ich in der Buchhandlung geblättert habe. Darin sind verschiedene 'Leiden' aufgeführt und Bücher dazu, mit denen man diese 'therapieren' kann. Siehe auch: http://www.zeit.de/kultur/literatur/2014-01/buch-die-romantherapie . Auf jeden Fall stand da 'Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins' unter der Rubrik Depression. Ein Thema, welches mich in letzter Zeit auf Grund von mir nahestehenden Personen sehr beschäftigte. Das war der Punkt der mich nach dem verführerischen Titel definitiv zum Kauf von Kunderas Roman überzeugte. Nach Vollenden der Lektüre denke ich zwar nicht, dass dieses Buch Menschen von ihren Depressionen befreien vermag, ABER es hat definitiv eine positive Wirkung auf die eigene Lebenseinstellung. Viel mehr als unter dem Stichwort 'Depression' würde ich es unter 'Liebeskummer' einordnen. Ja, dass es mir dabei geholfen hat, kann ich bestätigen! Aber kommen wir lieber zur eigentlichen Rezension...)) Veröffentlicht wurde Milan Kunderas Roman im Jahr 1984. Der erfahrene Leser denkt sofort an George Orwell. Die Parallele ist nicht einmal so schlecht! 'Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins' spielt im Kalten Krieg in Prag... Prager Frühling, tschechoslowakische Reformpolitik, Kommunismus, Warschauer Pakt... Das ist der geschichtliche Hintergrund der Erzählung. Tatsächlich berichtet die Geschichte von versteckten Kameras, Abhörgeräten und Spitzeln der Polizei. Eine Überwachungssituation wie in Orwells fiktivem Roman '1984'. Solche und ähnliche 'Background' Informationen über die politische Situation der Zeit (Tschechoslowakei in den späten 1960er & 1970 er Jahren) durchziehen den ganzen Roman, machen aber nicht seinen Hauptanteil aus. Vielmehr als auf die geschichtlichen Hintergründe möchte ich auf die zahlreichen Philosophischen Einschübe des Romanes verweisen. 'Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins' ist nicht einfach eine leichte Liebesgeschichte. Die mit anderen 'Liebes'geschichten verschlungene Geschichte von Thomas und Theresa bildet vielmehr einen Rahmen für philosophische, witzige, intelligente, politische, lebenskünstlerische, unterhaltsame, zum Nachdenken anregende, manchmal langsam vor sich hin plätschernde gedankliche Einschübe & Konstrukte des Autors. Selten habe ich ein Buch mit so viel Tiefgang gelesen. Unaufhaltsam macht man sich als Leser Gedanken über die Liebe (die hier alles andere als klischeehaft funktioniert) und das Leben! In meinen Augen ist dieses Buch ein wahnsinnig intelligenter Roman, für den man sich Zeit nehmen sollte. Der Umschlagtext meint, dass er zugleich Leselust und höchste intellektuelle Ansprüche befriedigt. -> Das würde ich definitiv SO unterschreiben. Meine lieben Leute LEST DIESES BUCH! Ich war von vorne bis hinten fasziniert, habe sehr viel nachgedacht und konnte eine Menge für mein eigenes Leben mitnehmen. Dass es mir gegen Liebeskummer geholfen hat, habe ich ja bereits erwähnt. Doch das ist noch lange nicht alles: Mein Buch ist jetzt voll von angestrichenen Passagen und Sätzen. Selten habe ich so viel aus einem Buch ziehen können wie hier. Es ist einfach nur fantastisch geschrieben... diese Mischung aus intellektuellem, philosophischen, liebesgeschichtlichen, historischem und unterhaltsamen machts einfach aus! Definitiv 5 Sterne!

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  • Nicht so ganz nach meinem Geschmack

    Das Leben ist anderswo
    gst

    gst

    „Jeder Mensch bedauert, nicht auch ein anderes Leben als das eine, einzige leben zu können; auch Sie würden gerne alle Ihre nicht verwirklichten Möglichkeiten durchleben, alle Ihre möglichen Leben. Unser Roman ist wie Sie. Auch er wünscht sich sehr, andere Romane zu sein, jene, die er hätte werden können, aber nicht war.“ (Seite 297) Milan Kunderas Roman beginnt in Prag zu Ende des zweiten Weltkrieges. Er erzählt die Geschichte von Jaromil. Als Kind sonnt er sich in der uneingeschränkten Bewunderung seiner Mutter und wird von ihr als Wortjongleur gefeiert. Schnell zeigt sich, dass sie nicht beziehungsfähig ist. Gerade deswegen geht sie eine innige Symbiose mit dem Sohn ein und empfindet ihn als Stück ihrer selbst. Sie schüttet ihn zu mit ungeteilter Aufmerksamkeit, besitzergreifender Liebe und endloser Bewunderung. Streng bewacht sie ihn und ordnet ihm jedes eigene Interesse unter. In insgesamt sieben Teilen, die jeweils wieder in eigene Kapitel unterteilt sind, erzählt Kundera von Jaromils Kindheit, seinem Heranwachsen, seinen Träumen und seiner eifersüchtigen Liebe, seinen Erfolgen und seinem Scheitern. Während dieser Zeit erlebt er die von der Bevölkerung mit Euphorie begrüßte Machtübernahme durch die Kommunisten im Jahr 1948. Kritische Töne haben es unmöglich gemacht, den 1970 noch in der Tschechoslowakei fertig gestellten Roman in der ursprünglichen Heimat Kunderas erscheinen zu lassen. Erst 1973 kam das Buch in französischer Sprache heraus, der Sprache, in der der inzwischen 85jährige seine späteren Romane verfasste. Nachdem ich schon mehrere Romane Kunderas mit Begeisterung inhaliert habe, konnte mich dieser nur teilweise gefangen nehmen. Mich begeisterten weder Jaromils jugendliche Fragestellungen („Bin ich nackt oder angezogen hübscher?“) noch die über allem stehende Mutter. Eher gefiel mir der Auftritt eines älteren Dichters, der meinte: „Jung ist, wer sich der Zukunft verschrieben hat und nicht zurückschaut.“ Jaromil, der ewige Zweifler dagegen „beneidete seine Mitschüler um das wirkliche Leben, in das er noch immer nicht eingetreten war.“ Nach einer lang ausgedehnten Lesezeit schloss ich dieses Buch mit sehr gemischten Gefühlen und bin sicher, dass ich kein zweites Mal mehr hineinschauen werde.

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    • 4
  • Ein Klassiker von Milan Kundera, der mehr als grandios ist!

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Janosch79

    Janosch79

    Liebesgeschichten sind immer so eine Sache, doch "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera ist völlig anders. Kunderas Meisterwerk spielt zur Zeit des Kalten Krieges in Tschechien. Die beiden Hauptprotagonisten Teresa und Tomas, die sich mehr als in einem innigen Liebesverhältnis befinden, wollen ihr Glück im Westen suchen. Auf der Flucht muss ihre Liebe einige schwere Proben überstehen. "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" ist ein Roman, den man mehr als einmal lesen muss. Das große Plus ist die Art und Weise, wie Milan Kundera mit Sprache umgeht. Er haucht den Figuren echtes Leben ein und entwickelt eine Geschichte fernab eines üblichen Liebesromans. Kundera taucht förmlich in Teresa und Tomas ein und vermittelt glaubhaft ihre Ansichten und Gefühlslagen. Zum einen die etwas leichtgläubige Teresa und zum anderen Tomas, dessen Sexualtrieb schon mehr als ausgeprägt erscheint. Die Sprache fesselt nicht nur beim ersten Lesen, sondern Milan Kundera gelingt es, immer neue Fragen zu diesem Roman zu entwickeln, die man am Anfang noch gar nicht in Augenschein genommen hat. Das Buch nimmt den Leser auf eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle mit: Lächelnd, betroffen, hoffend, nachdenklich. Gerade ist ja auch wieder ein neues Werk von Kundera erschienen, doch dieses Buch übertrifft alle Erwartungen. "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" öffnet das Herz und ist ein Klassiker der Literatur!

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    • 3
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Saralonde

    Saralonde

    Ich hatte dieses Buch schon lange auf dem SuB, ich habe damals relativ wahllos bei den Büchern aus der SZ Edition zugegriffen. Nachdem ich ein paar Bücher aus der Reihe gelesen hatte, war ich recht skeptisch, denn die meisten davon haben mir nicht zugesagt. Ich verstehe es nicht, aber ich habe mit preisgekrönten Autoren aus dem nicht anglo-amerikanischen Raum sehr oft Probleme, ich habe den Eindruck, dass in Deutschland und anderen Ländern die Sicht auf das, was “große Literatur” ist, eine andere ist. Mir gefallen doch Werke von Hilary Mantel und Ian McEwan!? Ich weiß es nicht, vielleicht sind mir Bücher wie die aus der SZ Bibliothek einfach zu “intellektuell”. Von diesem Buch war ich zunächst überrascht, es las sich für meine Begriffe besser, als ich erwartet hatte. Und das, obwohl ich Liebesromane eigentlich nicht so mag. Hier ist es jedoch von Anfang an so, dass eben nicht alles rosa und himmelblau ist, denn das zentrale Liebespaar, Tomas und Teresa, hat von Anfang an zu kämpfen, denn Tomas ist notorischer Fremdgänger und auch nicht gewillt, dies aufzugeben. Die Geschichte der beiden spielt sich vor dem Hintergrund des Prager Frühlings und der anschließenden Invasion der Sowjetarmee ab, daher ist das Buch auch in gewissem Sinne ein politischer Gesellschaftsroman. Wir erleben Tomas’ (der ein erfolgreicher Chirurg ist) und Teresas Abstieg aufgrund politischen Ungehorsams und die schreiende Ungerechtigkeit gegenüber den tschechischen Intellektuellen mit. Milan Kundera philosophiert stellenweise auch, was deutlich abgesetzt ist von der Romanhandlung. Ich konnte dem auch einigermaßen folgen. Das zentrale Thema des Romans bleibt jedoch die Beziehung zwischen Tomas und Teresa, ihr Umgang mit dem Betrug. Ich hatte gesagt, dass ich zunächst positiv überrascht war. Dann kamen jedoch Szenen, die ich nicht nur verwirrend fand, bei denen mir nicht klar war, ob das jetzt wieder einer von Teresas Albträumen war, was ich vermute. Das Buch springt auch plötzlich zu anderen Personen, vornehmlich Sabina, eine der Freundinnen von Tomas. Da der Autor frühzeitig vorwegnimmt, was mit den Hauptpersonen passiert, fand ich den Rest des Buches dann streckenweise einfach nicht mehr so interessant. Einen sehr positiven Aspekt möchte ich noch betonen: Wie ihr wisst, liebe ich Tiere über alles, und Milan Kunderas Einstellung zu Tieren gefällt mir sehr gut. Ich möchte folgendes Zitat nennen: “Und deshalb ist es so gefährlich, ein Tier in eine belebte Maschine, eine Kuh in einen Milchautomaten zu verwandeln: der Mensch schneidet auf diese Weise die Schnur durch, die ihn mit dem Paradies verbindet, und nichts wird ihn aufhalten, nichts wird ihn trösten können auf seinem Flug durch die Leere der Zeit.” (in meiner Ausgabe auf Seite 270) Das ist mir äußerst sympathisch. Die Rolle des Hundes von Teresa und Tomas fand ich deshalb auch sehr wichtig und bewegend. Insgesamt ging es mir mit dem Buch ähnlich wie mit “Deutschstunde” von Siegfried Lenz: Ich erkenne den literarischen Wert des Romans, er konnte mich jedoch inhaltlich nicht begeistern. Dennoch ein lesenswertes, philosophisches Werk.

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  • Die schönsten Sprüche und Zitate über die Liebe aus euren Lieblingsbüchern

    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Du bist verliebt oder hast gerade Liebeskummer? Wir sammeln für Dich und mit Dir die schönsten Zitate und Sprüche über die Liebe aus unseren Lieblingsbüchern! In den letzten Wochen haben wir auf Facebook jede Menge Buchzitate gesammelt und diese stießen auf großen Anklang bei den Lesern. Deswegen würden wir das nun gerne auch auf LovelyBooks machen und sammeln hier mit Euch gemeinsam die besten, schönsten, kreativsten und romantischsten Sprüche und Zitate zum Thema Liebe und Liebeskummer aus Euren Lieblingsbüchern. So können wir uns gegenseitig besonders schöne Bücher aus dem Bereich Liebe empfehlen und man hat auch immer ein Zitat, wenn man es mal für Karten etc. benötigt. Ich entdecke über solche Sprüche und Zitate auch sehr oft Bücher für mich, die ich erst wegen dem Cover gar nicht gelesen hätte. Wenn aber jemand einen Spruch daraus twittert oder in einer Rezension etwas zitiert, dann macht mich das neugierig auf den Roman.  Hier drei wunderbare Beispiele: ......................................................................................................... "Du bist so vertieft darin, du zu sein, dass du keine Ahnung hast, wie absolut nie da gewesen du bist." John Green "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" “Manchmal gehen zwei Menschen aneinander vorbei, sehen sich kurz in die Augen, und alles, was bleibt, ist ein Wunsch. Ein Traum von dem, was hätte geschehen können. Und dann gehen sie mit jedem Schritt weiter voneinander fort und von all ihren Träumen.“ Kai Meyer "Arkadien fällt" Du bist wunderschön. Ich gehe langsam auf Dich zu und bemerke, dass auch andere Dich beobachtet haben. "Kennen Sie diese Frau?" fragen sie mich neidisch, und während Du mir zulächelst, sage ich einfach nur die Wahrheit: "Besser als mein eigenes Herz." Nicholas Sparks "Weit wie das Meer" .......................................................................................................... Wie es geht? Einfach beim Lesen den Spruch zum Thema Liebe merken & danach hier eintragen sowie das Buch anhängen! Bitte nicht mehr als fünf Sätze bzw. keine ganzen Textpassagen posten. Inspiration gefällig - ab in unsere Stöberecke Liebesromane und weiteren Nachschub fürs Herz entdecken!

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  • Rezension zu "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    DeevaSatanica

    DeevaSatanica

    06. March 2013 um 22:35

    Ist es wirklich die unerträgliche Leichtigkeit des Seins unter der wir Menschen leiden? Oder ist es die erträgliche Schwere, die mal leichter und mal schwerer wird, welche wir in uns tragen? Für jeden von uns ist die Antwort anders. Mal fühlen wir uns federleicht, mal drohen wir zu ersticken unter der Last der Welt. Kundera nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gefühlswelten seiner Figuren, die so unterschiedlich wie gleich sind, und man davon ausgehen kann, dass sie alle nur eine Person darstellen.

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  • Rezension zu "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    WildRose

    WildRose

    30. December 2012 um 20:36

    Leider konnte dieser Roman, der ja zur Weltliteratur gehört, mich nicht hundertprozentig überzeugen. Gelegentlich fühlte ich mich an "Die Einsamkeit der Primzahlen" erinnert und wie schon dieses Buch fand ich auch Kunderas Werk leider nicht ganz so gut, wie ich es mir erwartet hatte. Gestört haben mich mehrere Dinge. Zum einen die absolute Verkorkstheit der Protagonisten und ihr für mich oft völlig unverständliches Handeln. Man konnte keinerlei Beziehung zu ihnen aufbauen; ich jedenfalls habe es gar nicht geschafft, mit ihnen mitzuleben, mitzuhoffen und mitzutrauern. Erzählt wird außerdem sehr durcheinander, was einigen Lesern ja gefallen mag, für mich persönlich wirkte das Buch daher jedoch häufig recht strukturlos. Natürlich ist es ein philosophischer Roman und einige dieser philosophischen Ausführungen des Autors fand ich gar nicht einmal so schlecht, sondern sie stimmten mich nachdenklich, aber es war schwierig, wenn immer jede Handlung der Hauptfiguren seitenlang analysiert wurde; hinzu gab es häufig sogar noch Wiederholungen, die meiner Meinung nach teilweise recht unnötig waren. Ich finde, Kundera hat versucht, zu viel in diesen Roman zu packen. Leider ist es für eine Liebesgeschichte nicht gerade fördernd, wenn die Hauptpersonen ständig nur analysiert und jede Handlung erklärt und gedeutet wird; teilweise hätte es doch ein wenig mehr Gefühl geben müssen, ein wenig mehr Leidenschaft, denn von einer Liebe zwischen Tomas und Thereasa habe ich unglücklicherweise selten etwas gemerkt. Nachvollziehbar war das Handeln der Personen jedenfalls oft nicht. Tomas hatte auch ein absolutes Treueproblem, was ja eigentlich an sich nichts Besonderes ist, sondern ein Thema, das in den meisten Romanen irgendwo eingebaut wird, daher konnte mich das auch nicht so fesseln und ich fand es eigentlich nur schade für Teresa. Um ehrlich zu sein, hat es mich oft geärgert, dieses ganze Hin und Her, dieses ständige Fremdgehen und Eifersüchteln - und mir persönlich war es auch zu viel Sex in dem Buch, wobei mich das grundsätzlich nicht stört, aber hier wirkte es für "Weiltliteratur" oft ziemlich ordinär und stattdessen hätte ich z.B mehr über die politischen Probleme erfahren, die eher nur am Rande erwähnt werden. Von Weltliteratur habe ich mir eigentlich mehr erwartet. Wer interessiert ist, sollte sich aber nicht abschrecken lassen, denn ich bin mir sicher, dass es einigen um vieles besser gefallen wird als mir.

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  • Rezension zu "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman Aus d. Tschech. von Susanna Roth aus dem Nachlaß Gerhard Löwenthal" von Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Xirxe

    Xirxe

    04. November 2012 um 21:16

    Als Liebesgeschichte wird dieses Buch beschrieben, es gilt das glaubhafteste Liebespaar der modernen Literatur zu entdecken - doch um ehrlich zu sein, empfand ich genau das viel eher als Randgeschichte. Teresa und Tomas sind die Hauptfiguren in diesem Roman und man folgt ihrer zeitweise recht schwierigen Beziehung durch die Zeit. Tomas ist ein notorischer Fremdgänger trotz seiner Liebe zu Teresa, und daran ändert sich auch nichts, als sie die Tschechei verlassen und nach Zürich ziehen. Tomas trifft dort seine 'alte' Freundin Sabina wieder und sie und ihr späterer Geliebter Franz sind das zweite Liebespaar, von dem erzählt wird. All dies wie auch die Rückkehr von Teresa und Tomas nach Prag ereignen sich vor dem Hintergrund des Einmarsches der sowjetischen Truppen in die Tschechei. Und genau dies ist das eigentlich Thema des Buches: Das Verhalten der Menschen zueinander und sich selbst gegenüber unter den erdrückenden Bedingungen des Lebens in einer Diktatur. Wie verändern sich die Menschen, Werte, Ideale? Kundera wechselt dazu in seinem Buch zwischen einer Art Essay, in dem verschiedene Überlegungen dargestellt werden und der 'normalen' Erzählform, mit der die Geschichten der Protagonisten wiedergegeben werden. Leider nicht chronologisch, sondern immer wieder gibt es Zeitsprünge, so dass es mir nicht gelang, den Figuren wirklich nahe zu kommen. Alles in allem hatte ich häufiger den Eindruck, eine politisch-sozial-philosophisch-psychologische Abhandlung zu lesen als einen Roman. Doch vielleicht ist dieses Buch einfach auch ein Kind seiner Zeit. Vor knapp 30 Jahren waren solche Gedanken vermutlich recht neu und die beschriebenen gesellschaftlichen Situationen hochaktuell und brisant, während sie heute weit entfernt erscheinen. Wer also eine Liebesgeschichte zum Schmökern sucht, sollte sich eine andere Lektüre wählen.

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  • Rezension zu "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Cordula

    Cordula

    20. November 2011 um 16:10

    Noch bin ich nicht ganz durch - KEINE leichte Aufgabe ;-) Neben der Schilderung einer Liebesgeschichte vor dem Hintergrund politischer Wirren in der Tschechoslowakei zur Zeit des Prager Frühlings werden vom Autor "ganz nebenbei" Lebensweisheiten und Sinnfragen verteilt, die den Leser unweigerlich zum Nachdenken anregen.

  • Rezension zu "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. September 2011 um 16:22

    Inhalt: Wir befinden uns während des Kalten Krieges, als der der Prager Chirurg Tomas die Kellnerin Teresa kennen lernt. Tomas ist ein Mann, der eine Affäre nach der anderen beginnt - Und doch hat Teresa etwas an sich, was ihn nicht los lässt. Er beginnt mit ihr eine Affäre, die zu einer lebenslangen Beziehung ausufert. Das Problem dabei ist das unterschiedliche Verständnis beider von Liebe und Sexualität. Während Tomas die Affären braucht, um glücklich zu sein, liebt Teresa innbrünstig und beansprucht ihn ganz für sich. Während des Prager Frühlings arbeitet Teresa als Fotografin. Doch die sowjetischen Truppen marschieren ein, der Prager Frühling wird niedergeschlagen und beide müssen sie fliehen. So verschlägt es sie in die Schweiz. Dort beginnt für sie ein neues Leben und Teresa hofft auf einen Neuanfang, ohne Tomas' Affären. Doch sind sie nicht die einzigen, die in die Schweiz fliehen. Meinung: Ich hatte das Buch bereits schon einmal vor ein paar Jahren begonnen, bin aber nicht weit gekommen. Irgendwie habe ich dann doch noch einmal hingegriffen und hatte das Buch dann auch relativ schnell durch. Nicht, weil die Geschichte besonders spannend oder fesselnd geschrieben ist. Es sind wohl eher die Charakterzeichnungen Kunderas, die das Buch so interessant machen. Jeder geschilderte Charakter ist vielschichtig und mit so viel Innensicht dargestellt, dass man sich richtig hinein versetzen kann - Selbst wenn ihre Taten im Endeffekt unverständlich für einen sind. Vielleicht ist aber auch gerade das der Reiz an der ganzen Sache. Zudem verbindet Kundera geschichtliche Ereignisse mit innermenschlichen Beziehungen auf eine interessante Art und Weise. Es ist ein faszinierendes Werk über die Geschichte Tschechiens, aber auch über den Menschen und seine individuellen Bedürfnisse und wie diese sich auf das zwischenmenschliche Leben auswirken können. Fazit: Ein interessantes und wichtiges Werk, aber ich denke man muss sich für diese Art von Büchern wirklich interessieren, um es zu mögen.

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  • Rezension zu "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    02. September 2011 um 22:04

    Die verschlungene und mehrfach gebrochene Liebesgeschichte von Tomas und Teresa gibt die Rahemnhandlung dieses gut lesbaren Romans über die Zeit nach dem Prager Frühling in Tschechien während der kommunistischen Diktatur.Tomas, der brilliante Arzt kehrt wegen Teresa aus dem Exil in der Schweiz zurück nach Prag und kommt in die Mühlen der kommusistischen Partei als missliebiger Intellektueller.Er entgeht seiner Degradierung indem er Fensterputzer wird und nebenher seine sexuellen Eskapaden mit anderen Frauen auslebt.Teresa leidet sehr darunter,muss als bardame arbeiten und wird ebenfalls bespitzelt.Um diesen Schikanen auszuweichen beschließen die Beiden aufs Land zu ziehen,was auch nicht ohne unangenehme Folgen bleibt.Dazwischen streut Kundera viele philosphische Überlegungen, auch ün die Schwere und Leichtigkeit des Lebens was diesen Roman sehr lesenswert macht und zum Nachdenken anregt.

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  • Rezension zu "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    HeikeG

    HeikeG

    Muss es sein? Es muss sein! . "Die Personen meines Romans sind meine eigenen Möglichkeiten, die sich nicht verwirklicht haben. Deshalb habe ich sie alle gleich gern, deshalb machen sie mir alle gleich Angst. Jede von ihnen hat eine Grenze überschritten, der ich selbst ausgewichen bin. Gerade diese unüberschrittene Grenze (die Grenze, jenseits derer mein Ich endet) zieht mich an. Erst dahinter beginnt das große Geheimnis, nach dem der Roman fragt. Ein Roman ist nicht die Beichte eines Autors, sondern die Erforschung dessen, was das menschliche Leben bedeutet in der Falle, zu der die Welt geworden ist." . Diese Worte entstammen keinem Interview mit Milan Kundera, sondern er hat sie selbst in seinen mittlerweile zum Kultbuch avancierten Roman "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" hineingeschrieben. Und deshalb nehmen in diesem wunderbaren Buch seine Protagonisten auch alle adäquate Plätze ein. Die wechselhafte Geschichte zweier ungleicher Liebespaare bildet den Rahmen. . Da ist zum einen die Serviererin Teresa und der Prager Chirurg Tomas, die sich durch eine Verkettung unterschiedlichster Zufälle kennengelernt haben - sie besucht ihn in Prag, wird krank und löst dadurch eine Welle der Zärtlichkeit in ihm aus, die er nicht für möglich gehalten hätte. Neben ihr schläft er, mit ihr kann er leben - nur treu sein kann er nicht. Das Leben der Beiden ist und bleibt voller Brüche. Ihre unterschiedliche Auffassung von Liebe und Treue hindert sie daran, ihr privates Glück zu finden. Anders entwickelt Kundera die Geschichte von der Künstlerin Sabina und dem Universitätsprofessor Franz, dem zweiten Liebespaar. Hier wird Sabina der eindeutig stärkere Pol der Beziehung zugedacht. Aber auch ihrer beider Verhältnis ist von Unverständnis geprägt, nur sind es dieses Mal Wörter, die Franz gebraucht und die für Sabina eine andere Bedeutung haben als für ihn. . Hinzu kommen Konflikte mit dem totalitären Regime in der Tschechoslowakei in den späten Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die Emigration in die Schweiz und die spätere Rückkehr nach Prag. Und immer wieder sind es philosophische Betrachtungen unseres Seins und der Tragweite unserer Handlungen oder auch Friedrich Nietzsches Idee von der ewigen Wiederkehr, die den Roman durchziehen. Und nahezu auf jeder Seite erwarten den Leser kluge und nachdenkenswerte Zeilen: "Die Einzigartigkeit des menschlichen Ich liegt gerade in dem verborgen, was an ihm unvorstellbar ist." oder "Die Liebe beginnt in dem Moment, da eine Frau sich mit ihrem ersten Wort in unser poetisches Gedächtnis einprägt. (...) [Sie] steht jenseits von 'Es muss sein!' (...) [und] ist die Sehnsucht nach der verlorenen Hälfte von uns selbst." . "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" ist ein wunderschönes, geistreich und intelligent konstruiertes Buch, ein Spiel der Imagination, das viele Fragen aufwirft, aber keine fertigen Antworten vorsetzt. Diese kann sich der Leser ganz nach seinem Gusto selbst geben. Kunderas Gedankengänge, die Vielschichtigkeit seiner Themen, verleiten spielerisch beim Eintauchen in unterschiedliche Geschehnisse den Gang der Dinge unter verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. "Es ist unmöglich zu überprüfen, welche Entscheidung die richtige ist, weil es keine Vergleiche gibt. Man erlebt alles unmittelbar, zum ersten Mal und ohne Vorbereitung. Wie ein Schauspieler, der auf die Bühne kommt, ohne vorher je geprobt zu haben. Was aber kann das Leben wert sein, wenn die erste Probe für das Leben schon das Leben selber ist? Jeder Schüler kann in der Physikstunde durch Versuche nachprüfen, ob eine wissenschaftliche Hypothese stimmt. Der Mensch aber lebt nur ein Leben, er hat keine Möglichkeit, die Richtigkeit der Hypothese in einem Versuch zu beweisen." (Auszug aus dem Roman) . Fazit: Das Schwere und das Leichte, Licht und Dunkel, Liebe, Angst und Verlangen, Verrat und Untreue sowie die Unmöglichkeit privater Erfüllung in einer Lebenswelt, die menschliche Individualität zerstört, durchziehen als roter Faden diesen fast in Essayform geschriebenen Roman. Ein großartiges Buch, ein Meisterwerk des tschechischen Autors, der am 01. April 2009 80 Jahre alt geworden ist. . "Nicht die Notwendigkeit, sondern der Zufall ist voller Zauber" (aus "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins")

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