Milena Baisch

 4 Sterne bei 53 Bewertungen
Autorin von Anton taucht ab, Glitzer für alle! und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Milena Baisch wurde 1976 in Bochum geboren und ist in Wuppertal aufgewachsen. Seit 1995 schreibt sie Kinderbücher fürs Erstlesealter, sowie Bilderbücher und Vorlesebücher. Sie studierte an der Filmakademie in Berlin und schreibt seitdem auch Drehbücher für Film und Fernsehen. 2007 erschien ihr erster Jugendroman „Blumen im Bauch“. Milena Baisch lebt und arbeitet als freie Autorin in Berlin.

Alle Bücher von Milena Baisch

Cover des Buches Anton taucht ab (ISBN: 9783407743916)

Anton taucht ab

(14)
Erschienen am 28.01.2013
Cover des Buches Glitzer für alle! (ISBN: 9783328300588)

Glitzer für alle!

(10)
Erschienen am 08.03.2022
Cover des Buches Anton macht's klar (ISBN: 9783407744623)

Anton macht's klar

(6)
Erschienen am 03.02.2014
Cover des Buches Blumen im Bauch (ISBN: 9783781702103)

Blumen im Bauch

(4)
Erschienen am 01.02.2007
Cover des Buches Prinzessinnengeschichten für 3 Minuten (ISBN: 9783401706931)

Prinzessinnengeschichten für 3 Minuten

(2)
Erschienen am 01.06.2016
Cover des Buches Weltbeste Freunde für immer (ISBN: 9783401707099)

Weltbeste Freunde für immer

(2)
Erschienen am 01.06.2015

Neue Rezensionen zu Milena Baisch

Cover des Buches Anton taucht ab (ISBN: 9783407743916)
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Rezension zu "Anton taucht ab" von Milena Baisch

a_different_look_at_the_book
✎ Milena Baisch - Anton 1 Anton taucht ab

Ein mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetes Kinderbuch weckt Erwartungen, auch bei erwachsenen Lesenden. Genau mit diesem Anspruch bin ich an „Anton taucht ab“ von Milena Baisch herangegangen - und wurde enttäuscht.

Anton bleibt mir bis zur letzten Seite unsympathisch. Seine Schlagfertigkeit kippt regelmäßig ins Beleidigende, während er sich gleichzeitig als konsequenter Gegner körperlicher Gewalt inszeniert. Verbale Verletzungen scheinen für ihn nicht zu zählen. Dass ein Kind in diesem Alter die Wirkung von Worten unterschätzt, mag realistisch sein, wirkt hier aber weder reflektiert noch gebrochen. Antons Verhalten empfand ich häufig als respektlos und anstrengend.

Stark ausgeprägt ist seine Flucht in eine digitale Parallelwelt, in der er Kontrolle, Stärke und Anerkennung erlebt. In der Realität dagegen fehlt es ihm sichtbar an sozialem Gespür. Diese Diskrepanz ist nachvollziehbar und sicher für viele junge Menschen anschlussfähig. Doch die Thematik wird nur angerissen, aber nicht vertieft, sodass kaum Orientierung oder Entwicklung erkennbar ist.

Besonders störend empfinde ich Antons Haltung gegenüber seinen Großeltern und den Ferien mit ihnen. Der Ton ist durchgehend abwertend, ohne dass der Text dem etwas entgegensetzt. Doch gerade Kinder in diesem Alter benötigen manchmal einen Spiegel, der ihnen vorgesetzt wird und dann jemand, der ihnen eine Lösung anbietet, um ausbrechen zu können. Da es im echten Leben oft nicht getan wird, würde ich mir wünschen, dass Bücher hier mehr Verantwortung übernehmen. Manche Kinder wünschen sich das innerlich vielleicht sogar.

Ähnlich verhält es sich mit seiner Sprache gegenüber anderen Kindern. Das mag als authentisch gemeint sein, hinterlässt jedoch ein schales Gefühl, weil Reflexion oder Konsequenzen weitgehend ausbleiben.

Dass Anton seine Großeltern belügt, ordne ich als altersbedingt und situativ sogar als Selbstschutz ein. Schwerer wiegt für mich der Umgang mit dem Fisch, der über Tage in einem Gurkenglas gehalten wird. Der Text problematisiert dieses Verhalten kaum, obwohl Tierethik gerade im Kinderbuch eine Rolle spielen sollte. 

Am Ende bleibt für mich kein erkennbarer Mehrwert. Warum dieser Roman stellenweise als Schullektüre eingesetzt wird und welche Erkenntnisse Kinder daraus ziehen sollen, erschließt sich mir nicht. Die Figur entwickelt sich kaum, problematische Handlungen werden selten eingeordnet, und die angesprochenen Themen bleiben ohne tragfähige Tiefe. Insgesamt stelle ich den pädagogischen Gehalt infrage.

©2025 adlatb

Cover des Buches Glitzer für alle! (ISBN: 9783328300588)
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Rezension zu "Glitzer für alle!" von Milena Baisch

SternchenBlau
Reproduziert Klischees in der Intension sie brechen zu wollen.

Also bei Titel und Grundaussage "Glitzer ist für alle da!" kann ich erstmal voll mitgehen. Und ihr hoffentlich auch! Trotzdem gefällt mir die Umsatzung des Kinderbuches nicht, auch, wenn es gerade in traditionelleren Kindergärten vielleicht trotzdem eine Daseinsberechtigung hat. Paul und Tarek sind das, was viele wohl noch immer als "echte" Jungs bezeichnen würden: Konkurrenzkampf und Mitproben spielen in ihrer Freundschaft eine große Rolle. Mir ist schon klar, dass durch ihre klassische Rollenzuschreibung ihre Wandlung umso großer und bedeutungsvoller geschildert werden soll, ich finde es aber ungünstig, dass wir dafür diese Klischees immer und immer wieder um die Ohren gehauen bekommen. Sie finden eine Glitzerkrone, die sie eigentlich spannend finden, aber sich die Sehnsucht verwehren: Ist ja schließlich nichts für Jungs.

Interessant finde ich, dass sie eigentlich keine Begründung kennen, warum das so ist. Deswegen fabulieren sie sich selbst etwas zusammen: Jungs würden zu Sternen werden, wenn sie mit Glitzer in Berührung kommen. Interessant erscheint es mir deswegen, weil es ja auch die absurdesten Vorstellungen gibt, dass Jungen so schwul werden könnten. Aber auch, wenn es am Ende als falsch gebrochen wird, bedient es auch hier eine Kausalität im Denken.

Als die beiden Jungen dann endlich öffentlich Glitzersachen tragen, werden sie von der Gruppe ausgelacht. Das hört erst auf, als das Mädchen mit den Stöcken droht: "Wer lacht, kriegt Ärger!" Der anschließende Wandel, als dann alle beeindruckt sind, dass die Jungs vom Klettergerüst springen, scheint kein tiefergehender zu sein – immerhin ist es dann wieder der als zuvor "männlich" konotierte Mut, der die Bewunderung verursacht.

Cover des Buches Anton taucht ab (ISBN: 9783407743916)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Anton taucht ab" von Milena Baisch

Tilman_Schneider
ein super geniales buch

Mit Oma, Opa und dem großen Wohnwagen geht es in den Urlaub. Anton ist nicht so begeistert und verbringt seine Zeit lieber mit Computerspielen und in seiner Fantasie als großer Superheld. Als sie angekommen sind ist Anton sehr erschrocken, denn es gibt keinen Pool sondern nur einen ekligen großen See. Da geht er nicht rein, niemals! Die Großeltern wollen ihn überreden und drängen ihn, dass er sich mit den anderen Kindern anfreundet. Anton hat aber eigene Pläne und findet in einem Fisch einen Freund und so beginnt für ein Urlaub, der eine Menge Überraschungen bereit hält.

Witzig, schnodderig, überraschend! Milena Baisch schreibt wunderbar und die etwas größere Schrift und pfiffigen Zeichnungen laden auch lesefaule Jungs ab 9 Jahren ein.

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