Milena Busquets Auch das wird vergehen

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Inhaltsangabe zu „Auch das wird vergehen“ von Milena Busquets

Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Eine Geschichte über Mütter und Töchter beginnt, über die Bodenlosigkeit der Trauer und die vertrackten Schönheiten des Lebens. Auch das wird vergehen erzählt vom Abschied an einem von der Eleganz des Sommers verzauberten Ort.
Als Blanca nach Cadaqués kommt, ist sie nicht allein. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer – würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen.

Ganz ok für zwischendurch, leichte Kost halt. Aber so richtig gepackt hat es mich nicht.

— izzy_hh

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  • Ganz ok zum zwischendurch lesen

    Auch das wird vergehen

    izzy_hh

    07. September 2017 um 19:04

    Ganz ok für zwischendurch, leichte Kost halt. Aber so richtig gepackt hat es mich nicht.

  • Ein kurzweiliges Buch, über die Wahrheit des Lebens

    Auch das wird vergehen

    beccy

    21. December 2016 um 18:52

    Heute stelle ich euch das Buch "Auch das wird vergehen" aus dem Suhrkamp Verlag vor. Inhalt:Die Autorin Milena Busquets erzählt die Geschichte von Blanca.Blanca ist 40 Jahre alt und hat ihre Mutter verloren. Es fällt ihr unglaublich schwer zu verarbeiten das sie nun ohne ihre Mutter leben muss.Sie lässt ihren Gefühlen freien lauf mal ist sie tot traurig, mal wütend.Um loszulassen fährt sie in das Sommerhaus ihrer Mutter in Cadaques. Dort genießt sie erstmal den lockeren Umgang. Sie lernt nette, gut aussehende Männer kennen, flirtet was das Zeug hält und greift auch das ein oder andere mal auch bei Joints zu dir ihr dort angeboten werden. Sie vergisst nach und nach ihre alltäglichen Sorgen. Schafft sie es auch auf längerer Zeit loszulassen?Meine Meinung:Die Situation in der Blanca steckt ist wirklich glaubwürdig. Wir werden alle mal in einer solchen Situation stecken und jeder hat seine Weise damit umzugehen.Auch wenn das Buch eher ein traurigen, ernsten Hintergrund hat, konnte mich das Buch ab und zu zum schmunzeln bringen.Blanca hat 2 Söhne, leider erfahren wir nur sehr wenig über sie. Man könnte meinen, das auch ihre Kinder an dem Tot der Oma zu knabbern haben. In diesem Roman bleiben sie jedoch eher im Hintergrund. Auf mich wirkt Blanca stellenweise sehr oberflächlich, sodass es erstmals schwer fällt mit dem Hauptcharakter warm zu werden.Die Zeit in der Blanca in Cadaques ist hat mir sehr gut gefallen. Erstmals versucht sie zwar einfach nur ihre Gefühle zu unterdrücken, aber im Laufe des Buches merkt man, wie die lockere Art ihr gut tut und sie irgendwann die Zeit findet den Tot zu verarbeiten.Ein kurzweiliges Buch, was einerseits traurig und ernst aber auch trotzdem schön und tröstend sein kann.Für mich sind einige Stellen im Buch unklar, zum Teil kann ich Blanca nicht verstehen. Aber genau das macht es interessant zu hinterfragen.Ein tolles Buch was uns zeigt, wie schwer es doch ist liebe Menschen gehen zu lassen.Der Roman hat 170 Seiten, ist im Suhrkamp Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro.

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  • Auch das wird vergehen

    Auch das wird vergehen

    Fantasie_und_Träumerei

    30. August 2016 um 15:37

    „Auch das wird vergehen“ wird aus der Perspektive von Blanca erzählt. Ihre Mutter ist verstorben. Obwohl sie täglich bei ihr gesessen und ihre Hand festgehalten hat, war dies nicht genug, um ihr den nötigen Halt im Diesseits zu verschaffen.Nun fühlt sich Blanca allein. Versucht Liebe zu sammeln, wo es nur geht. Schläft mit fremden und bekannten Männern, um festzustellen, dass egal wie sehr sie sich in körperlicher Liebe verliert, ihre Seele kalt bleibt.Das Loch, das ihre Mutter hinterlassen hat, kann keiner der Männer füllen. Denn egal wie nahe andere Menschen auch stehen, wie sehr sie ihr Innerstes entblößen, kein Mensch liebt so wie eine Mutter.„Letztlich lieben wir so, wie wir in der Kindheit geliebt worden sind, und die späteren Lieben pflegen nur ein Abklatsch der ersten zu sein.“Das weiß Blanca und doch möchte sie es nicht wahrhaben. Wie soll sie weiterleben mit dem Schmerz im Herzen? Wie soll sie fröhlich sein, wenn sie es nicht wirklich kann? Wie, wenn alle von ihr erwarten, dass sie zwar keine Freude zeigt, aber auch nicht so traurig ist, dass es zur Last fällt.Sie rettet sich in Zynismus. Ihr Erzählton wird ironisch, hier und da muss sie über sich selbst schmunzeln. Wie tolpatschig sie sich dabei anstellt, ihre Trauer zu überwinden. Illusionen aufzubauen, die ihre Beziehung zur Mutter anders darstellen, als sie wirklich war. Fehlersuche im Mutter-Tochter-System.„Wäre die Liebe nur nicht so schwer herzustellen und zu heucheln, so aufwendig und langwierig und unterirdisch. So verheerend auch.“Es ist Blancas eigener Weg zur Trauer, aber auch zur Hoffnung zu finden. Damit zurecht zu kommen, dass die Welt sich weiter dreht, auch wenn sie selbst aus einem dunklen Loch dabei zusieht. Es ist Blancas Weg damit umzugehen, dass nun der Mensch fehlt, der ihr immer Halt gegeben hat und dessen Verlust für sie neben all der Trauer eine neue Herausforderung darstellt – die Suche nach sich selbst.„Wäre die Liebe nur nicht so schwer herzustellen und zu heucheln, so aufwendig und langwierig und unterirdisch. So verheerend auch.“„Auch das wird vergehen“ ist trotz aller Melancholie von leicht humorvollem Tonfall. Eine Schreibe, die dadurch perfekt zu dem passt, was die Protagonistin durchmacht. Wieder ins Glück zurückzufinden, obwohl sie das Gefühl einer allumfassenden andauernden Trauer durchlebt. Ein kleines, sehr feines Buch, das sich leicht lesen lässt und mit einem klugen Blick auf die Welt des Verlusts besticht.

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  • Gefühlslage nach dem Tod einer Mutter

    Auch das wird vergehen

    Clari

    27. July 2016 um 16:49

    Blanca ist eine Frau um die vierzig Jahre. Sie hat kürzlich ihre Mutter verloren.Ihre Gedanken schweifen zurück und wechseln in der Perspektive zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Beziehungen zu ihrer Mutter waren ambivalent. Teilweise störte sie im bunten Leben ihrer Tochter. Doch ihr Tod lastet dennoch schwer. Die Icherzählerin spricht die Mutter in ihren Gedanken an. Doch zahlreich sind ihre Erinnerungen nicht.Wesentlicher sind in diesem Buch die Geschichten über das Leben am Meer mit Müßiggang und Schlendrian.Blanca lebt mit vielen Freunden und Freundinnen ein ausschweifendes Leben auf dem Familiensitz der Familie Cadaqués am Meer.Hier treffen sich Ehemänner und Exehemänner, Freunde, Liebhaber, Freudinnen und die Kinder aus den verschiedenen Verbindungen. Der Erzählton ist betrachtend bis reflektierend. Über der ganzen Erzählung liegt ein Schleier aus Vergangenem und Gegenwärtigem. Man weiß nur nicht, wie und wen die Erzählerin erreichen will: sind es nur Gedanken der Selbstbesinnung? Gibt es einen Wendepunkt im Leben der Erzählerin? Hat der Tod der Mutter sie verändert?Da quasi essayistisch über das Leben hier und heute nachgedacht wird, sexuelle Begegnungen Erlösung aus der momentanen Tristesse vorgaukeln, ohne sie wirklich zu erfüllen, bleibt der Roman in seiner Intention rätselhaft. Es sind die verschiedensten Charaktere, die hier vorübergehend erscheinen. Die Bezüge der einzelnen Protagonisten untereinander sind nicht immer überschaubar. So bleibt die Erzählung flach. Sex spielt eine wesentliche Rolle für alle Beteiligten, als gäbe es nichts Wichtigeres von Interesse.Man feiert, trinkt, nimmt Kokain und geht dem Müßiggang nach. Flirts und kurze Affären, gegenwärtige und vergangene, beherrschen das Geschehen.Was soll der Titel bedeuten? Er beruht auf einer Geschichte längst vergangener Zeiten. Ein chinesischer Kaiser rief seine Weisen zusammen, um einen Satz zu finden, der für alles und immer Gültigkeit besitzt. Und das ist eben dieser Satz “Auch das wird vergehen“. Nun ja, so ist das wohl mit dem Erleben und dem Leben!Wer die Atmosphäre von Bequemlichkeit und Nichtstun liebt, wer sich gerne dem Wohlleben hingeben möchte und selbstverständliche Sexgeschichten liebt, der liegt mit dieser Lektüre richtig.Das Buch der Autorin hat den Ruf eines internationalen Bestsellers.

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  • Auch das wird vergehen

    Auch das wird vergehen

    karin66

    03. June 2016 um 21:57

              Sowohl das Cover als auch der Titel des Buches haben mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen.Zum Inhalt, die Mutter von Blanca ist gestorben und sie vermisst sie über alles. Um etwas Abstand zu gewinnen fährt sie mit ihren Kindern und ihren beiden Exmännern zu ihrem Sommerferienhaus  am Meer.Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, muss aber auch gestehen, dass ich irgendwie gar nicht richtig ins Buch reingekommen bin. Irgendwie hat mir der rote Faden für eine vernünftige Handlung gefehlt.Auch ist es sehr schwer zu folgen, da viel Namen auftauchen. Ich hab dem Buch seine Chance gegeben und es fertig gelesen, letztendlich war ich aber froh, dass es nicht allzu dick war. Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen.       

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  • Alles wird gut

    Auch das wird vergehen

    Luc

    03. June 2016 um 21:25

    Bei den Vorschusslorbeeren, die „Auch das wird vergehen“ von Milena Busquets erhalten hat ist es gar nicht mehr so einfach unbefangen das Buch in die Hände zu nehmen. Eine moderne Françoise Sagan sieht “El Mundo” aus Spanien am Werk. Das kann nur Übertreibung sein, dachte ich mir und begann zu lesen. Die „Ich“ Erzählerin Blanca, die nie daran gedacht hat einmal vierzig Jahre alt zu werden steht am Grabe der Mutter und sieht die Fäden ihre Lebens in Katalonien zusammenlaufen. In Cadaqués, der Sommerresidenz der Familie trifft sie auf ihre Exmänner und einen Haufen Erinnerungen, die die Gegenwart mit der Vergangenheit vermählen. Blanca liebt das Leben, die Sinnlichkeit heißer Nachmittage, den Sex, den Weißwein, die weißgetünchten Häusern des Südens und das türkisfarbene Meer. Und noch mehr liebt sie die Männer, jedenfalls für den Moment, der Tod und Leben außer Kraft zu setzen scheint. Warum auch nicht? Trauer und Lebensgier sind Geschwister erkennt Blanca und versucht an sich selbst anzudocken. Kein leichtes Unterfangen für eine seelisch Schiffbrüchige. Doch dieses Kunststück zu zeigen ist Milena Busquets gelungen. Sie zeichnet eine erfrischend moderne Frau, voller Intelligenz und grandioser Beobachtungsgabe, eine emanzipierte Frau, ohne Schuldgefühle, aber mit der Hingabe einer Südländerin, die mehr nimmt, als gibt und auf die Meinung anderer pfeift. Blanca weiß, sie lebt nur einmal und damit ist sie ein Kind ihrer Zeit. Dank der Autorin kommt Blanca äußerst echt rüber. Bis in die letzte Pore macht sie Blanca fühlbar. Genau diese Authentizität hat das Buch für mich sehr spannend gemacht, auch wenn ansonsten gar nicht so schrecklich viel passiert. Der Roman tritt auf der Stelle, wie eine Generation von Frauen auf der Stelle tritt, getrieben von den hohen Ansprüchen, die an sie gerichtet werden. Und der Erkenntnisgewinn? Er gleicht einem Tropfen Wasser in der Wüste. Vielmehr gibt das Leben in diesem Jahrtausend einfach nicht her. Besonders hervorstechen tun eine Vielzahl von unglaublich klugen Sätzen, die mich manchmal ganz Baff gemacht haben. Hinkt der Vergleich mit der Sagan? Nun ja... „Auch das wird vergehen“ ist mit Bonjour Tristesse inhaltlich vielleicht nicht ganz auf Augenhöhe. Das Ding hat schließlich Meilenstein Status... Dafür schreibt Milena Busquets noch besser.

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  • Blancas Reise durch die Trauer

    Auch das wird vergehen

    MelC

    28. April 2016 um 16:36

    Die Handlung des Romans von Milena Busquets ist schnell erzählt: Blancas Mutter ist gestorben und die 40jährige versucht, zwischen Trauer und Lebensmut mit dieser Situation zurechtzukommen. Nach der Beerdigung fährt sie in illustrer Gesellschaft von Kindern, Freunden, Exmännern und Geliebten zu dem Familiensitz am Meer um dort den Sommer zu verbringen. Aus der Ich-Erzähler-Perspektive lernen wir die Frau mit den vielen Rollen kennen und begleiten sie auf eine durchaus extrovertierte Reise zu ihren inneren Befindlichkeiten, Sehnsüchten, der Trauer und ihrem Umgang damit.Eine besondere Herausforderung an den Leser ist es, die mannigfaltigen Personen und deren Rolle in Blancas Leben auseinanderzuhalten. Vielleicht ist dies aber gar nicht so wichtig und der Leser tut sich selbst eingefallen, wenn er die Figuren betrachtet und auch wieder ziehen lässt, ebenso wie Blanca dies tut. Die bildreiche Sprache und teils schonungslose Ausdrucksweise machen das Lesen abwechslungsreich. Der Humor und die Leichtigkeit, der auch zu der Mutter/ Tochter Beziehung gehörte wird durch die Sprache nahezu greifbar. Empathisch fühlt man daher mit, wenn Blanca sich an die schwere Krankheit und die damit verbundenen Veränderungen ihrer Mutter erinnert. Ob die Reaktionen Blancas und ihre Strategien der Trauerbewältigung ( Sex, Rausch und Drogen) für den Leser nachvollziehbar sind, liegt wohl durchaus am Leser selbst. Aber ebenso vielschichtig wie ein einziges Leben sind eben auch die Möglichkeiten, mit diesem umzugehen. Ich hätte mir zuweilen eine etwas intensivere Introspektion gewünscht, um weniger auf Spekulationen und Interpretationen angewiesen zu sein. " Auch das wird vergehen" ist insgesamt ein Roman, der anregt, sich mit eigener Beziehungsgestaltung und den eigenen Wertigkeiten im Leben auseinanderzusetzten.

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  • Kein stiller Abschied

    Auch das wird vergehen

    EvelynM

    14. April 2016 um 12:43

    Blanca nimmt auf ihre ganz eigene Weise Abschied von ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Mal liebevoll, mal wütend, mal philosophisch, mal traurig, mal laut, mal leise, mal mit einem Augenzwinkern, sehr ehrlich, … ein Abschied in kleinen Schritten unter lieben Menschen (ihre Kinder, ihre beiden Exmänner, ihr Geliebter, ihre Freundinnen und das Kindermädchen). Dazu reist Blanca in das Sommerhaus ihrer Mutter in Cadaqués. Sie denkt an ihre Mutter und Erlebnisse mit ihr zurück und findet sie in jedem Winkel ihres Herzens. Durch Sex mit ihrem Exmann und ihrem Geliebten, dem Flirt mit einem Fremden und dem ein oder anderen Joint versucht sie sich von ihrer Trauer abzulenken. Körperkontakt scheint für sie die einzige Möglichkeit zu sein, für kurze Zeit den Tod ihrer Mutter zu vergessen. Das Cover erschien mir anfangs wenig einfallsreich. Doch beim Lesen wurde mir klar, dass der Schatten zur Mutter passt, die die Tochter wie ein solcher auf Schritt und Tritt verfolgt. Unglaublich sinnige und feinfühlige Schachtelsätze – die die sehr unterschiedlichen Gefühlsregungen von Blanca und auch ihren Charakter gut widerspiegeln - gelingen Milena Busquets genauso schön wie ein bisweilen herber Humor. Sie zeichnet das Bild einer Tochter, die sich durch den Tod ihrer Mutter selbst zu finden versucht. Blanca als Ich-Erzählerin spricht ihre Mutter direkt an, was das Buch sehr gefühlvoll und intim macht. In phantasievoller Sprache erzählt diese Geschichte von der Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter. „Wie alt wir schon sind! Nicht? Stell dir vor, wie das in zwanzig Jahren ist. Wir fangen ja gerade erst an, das Alter zu üben, aber noch ist es ein Witz, ein fernes Dunkel.“ bleibt mir in guter Erinnerung. Blancas ungewöhnliche, zeitweise sehr egoistische Lebensweise und ihre Sucht nach Bestätigung als Frau macht sie mir nicht besonders sympathisch. Dennoch kann ich mit ihr fühlen. Dieser Roman ist wahrlich „Eine Liebeserklärung an die verstorbene Mutter“ und ein langsamer, aber keineswegs stiller Abschied.

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  • Libertad infinita

    Auch das wird vergehen

    steffchen3010

    13. April 2016 um 00:02

    "Ich wäre gerne mit dir zusammen gestorben, im selben Zimmer wie du, im selben Augenblick. (...) Ich wäre gern dort gewesen, hätte gern deine Hand gehalten bei unserem Ende. Denn ich bewege mich auf dem Terrain der Lebenden, mehr oder weniger heiter, mehr oder weniger allein, aber einen Fuß habe ich immer dort, wo du bist."Zitat, Seite 167Schmerz und Kummer sind genauso vergänglich wie Begeisterung und Glück. Davon war Blancas Mutter überzeugt. Doch als Blanca ihre Mutter mit Anfang Vierzig verliert, will sich der Kummer um ihren Tod einfach nicht legen. Sie plant den Rückzug nach Cadaqués, in den Sommerfamiliensitz nördlich der Costa Brava, dem Ort, der seit jeher für Freiheit steht.Umgeben von ihren liebsten Menschen; den Kindern, ihren Exmännern, den engsten Freunden und ihrem Geliebten will sie sich von ihrer Trauer um die Mutter lösen und ins Leben zurückfinden. Doch selbst der mediterrane Überschwang der spanischen Mittelmeerküste kann Blanca nicht wirklich mitreißen. Überall streifen ihre Gedanken zu der Verstorbenen, deren Anwesenheit für Blanca über all die Jahre so selbstverständlich war.In den Armen zahlreicher Männer, im Dunst glimmender Joints und im scheinbar unbekümmerten Miteinander ihrer engsten Vertrauten gelingt es ihr für klitzekleine Augenblicke zurück ins Hier und Jetzt zu finden. Es ist der zwanghafte Versuch einer Trauernden, mit aller Macht in das ausgelassene Leben von früher zurückzukehren, wo die Zukunft noch hoffnungsvoll auf der Oberfläche des spanischen Mittelmeers glitzerte."Leichtigkeit ist eine Form von Eleganz."Zitat, Seite 51/52Es ist die Geschichte eines Abschieds, der langsamer und intensiver nicht sein könnte. Milena Busquets zweiter Roman, der nun unter dem Titel "Auch das wird vergehen" auf Deutsch erschienen ist, ist wie die Melodie eines Songs, dessen unbeschwerte, mitreißende, aber auch melancholische und heftige Töne auf dich übergehen, und dich hin- und herreißen.Er erzählt von der Protagonistin Blanca, Anfang Vierzig, Mutter zweier Kinder, ungebunden, attraktiv und leidenschaftlich, die sich in ihrer Trauer um die verstorbene Mutter wieder in ein Kind verwandelt. Blanca schwimmt in einem Meer aus Selbstmitleid, einer quälenden Trauer um den Verlust ihrer scheinbar einzig wirklichen Konstante im Leben: ihrer Mutter."Jeden Moment , denke ich, während ich im Rückspiegel die Kinder beobachte, die lachen und gleichzeitig zanken, jeden Moment kann ich enttarnt und zu ihnen nach hinten auf die Rückbank geschickt werden. Ich bin ein Erwachsenen-Fake, alle meine Bemühungen, den Pausenhof zu verlassen, sind krachend gescheitert, ich empfinde genau das, was ich mit sechs Jahren empfunden habe, sehe dasselbe wie eh und je, das hüpfende Hündchen, dessen Kopf in einer Erdgeschosswohnung auf- und abtaucht, den Großvater, der seinen Enkel an die Hand nimmt, die gutaussehenden Männer mit eingeschaltetem Radar, das Funkeln meiner klimpernden Armreife, wenn sie einen Sonnenstrahl einfangen, die einsamen Alten, die knutschenden Pärchen, die Bettler, die lebensmüden alten Frauen, die schnurstracks und trotzig im Schneckentempo über die Straße gehen, die Bäume. Jeder von uns sieht etwas anderes, jeder von uns sieht immer dasselbe, und was wir sehen, sagt alles über uns. Und instinktiv lieben wir diejenigen, die dasselbe sehen wie wir."Zitat, Seite 47/48In Cadaqués, einem alten spanischen Fischerdorf Nahe der französischen Grenze, das eng mit Salvador Dali aber auch mit der Autorin selbst verbunden ist, will sich Blanca von ihrem Seelenleid befreien und ins Leben zurückfinden. Ohne Rücksicht auf Verluste stürzt sie sich ins Leben. Gibt sich Drogen, Sex und Alkohol hin wie eine Ertrinkende. Nur in jenen Momenten der Unbefangenheit scheint sie sich von ihren Gedanken an die Mutter lösen zu können.In ihrem inneren Monolog mit der Verstorbenen, durch die sich die Geschichte dem Leser offenbart, kommt die innere Zerrissenheit von Blanca deutlich zum Vorschein. Eine Frau, die sich im einen Moment selbst zurecht weist und im anderen wieder völlig in ihren Kummer versinkt. Obwohl Blancas Trauer um ihre Mutter verständlich ist, missfällt mir die Eigendynamik ihrer Figur manchmal ein wenig. Das unvernünftige, völlig egoistische und dramatische Wesen, das weder Rücksicht auf seine Kinder nimmt, noch den Werten seiner Freunde Respekt zollt. Doch dieses Gebaren gewährt zeitgleich auch einen tiefen Einblick in das Innere einer Frau, die vor der Vernunft und den Regeln des Lebens zu fliehen versucht. Ihre häufige Abwesenheit und spürbare Einsamkeit inmitten des Trubels verdeutlicht wie gefährlich nahe jemand dem Tod kommen kann, selbst, wenn er mitten im Leben steht."Du hast mir das irre Lachen geschenkt, die Freude am Leben, die völlige Hingabe, den Spaß an jedem Spiel, die Abneigung gegen alles, was in deinen Augen das Leben kleiner machte und einem die Luft nahm. (...) Und den Sinn für Gerechtigkeit. Die Aufsässigkeit. Das überwältigende Erkennen von Glück in den Momenten, wenn man es in den Händen hält und ehe es wieder davonfliegt."Zitat, Seite 168Die atmosphärischen Beschreibungen des alten Fischerdorfes Cadaqués gelingen Busquets in ihrem Roman so gut, dass man die nahezu grenzenlose Freiheit dieses Ortes förmlich spüren kann. Ich vergrabe für eine Weile meine Füße im sonnenwarmen Sand und wärme mein Gemüt in der Hitze des Landes. Es scheint mir völlig legitim, dass Busquets Cadaqués eine tragende Rolle, eine Hauptfigur, in ihrer Geschichte zuspricht. Die intensive und faszinierende Atmosphäre dieses Ortes mag wohl einer der Gründe sein, warum bis in die 80er dort zahlreiche Künstler-Kommunen anzutreffen waren.Busquets ist ein liebevoller und melancholischer Abschied gelungen, ein autobiografischer Roman, in dem sich nicht nur Protagonistin Blanca, sondern auch Busquets selbst, von ihrer Mutter, der Schriftstellerin Esther Tusquets, verabschiedet. Ein Roman, für den die Meinungen der Leser gehörig auseinanderzugehen scheinen und den ich persönlich sehr gerne gelesen habe."Jeder besitzt doch ein Leitmotiv, einen roten Faden, einen Refrain, einen eigenen Duft, der ihn einhüllt, eine Hintergrundmusik, die ihn immer begleitet, unveränderlich, manchmal gedämpft, aber beständig und unausweichlich."Zitat, Seite 45

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  • Sehr atmosphärisch

    Auch das wird vergehen

    hannelore_bayer

    14. March 2016 um 21:17

    Anders als das Cover vielleicht verspricht beginnt das Buch mit einer Beerdigung. Blancas Mutter hat es gewagt sie alleine zu lassen und zu sterben. Noch dazu kommt, daß Blanca vierzig geworden ist und damit anscheinend nur schwer zurechtkommt. Sie kann sich zwar vorstellen sehr jung zu sein oder in hohem Alter, doch vierzig oder fünfzig geht garnicht. Entsprechend verlassen kommt sie sich jetzt vor. An der Trauerfeier nehmen viele Bekannte teil unter anderem auch ihr Ex Oscar. Sie hat ein sehr turbulentes Leben geführt, es gibt zwei Ex und drei Kinder und einen Geliebten. Trotz aller Trauer hat sie im Anschluß an die Beerdigung sofort Sex mit dem Ex Oscar, der sowieso der Meinung ist, Sex ist ein Allheilmittel. Er rät ihr auch zu einem längeren Aufenthalt im Sommersitz der Familie in Cadaques. Dort wird es richtig bunt! Der Sommer wird heiß in jederBeziehung und alle sind da. Die drei Kinder, die zwei Ex mit ihren Frauen und Freundinnen, ihre Freundin, der Geliebte und der geheimnisvolle Fremde, den sie das erstemal auf der Trauerfeier gesehen hat. Was alles so abgeht und ob Blanca in ihrer Trauerverarbeitung weiter kommt, sollten sie liebe Leserin sich selber erlesen! Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gefallen, obwohl Blanca mir sehr oberflächlich vorkommt und es augenscheinlich wohl eher ein Problem mit ihrem jetzigen Alter und dem Gefühl, keine mehr extrem nahestehende Person zu haben. Aus Verzweiflung , so erscheint es mir, bietet sie ihrem Ex Oscar die Wiederheirat an, dann hätte sie wieder jemanden. Milena Busquets Schreibstil gefällt mir gut, sehr atmosphärisch! Wir sind beim Sex mit dem Ex dabei und erfahren genau wie er aussieht. Auch bei anderen Ereignissen fühlt man sich genau hineinversetzt und kann sich alles genau vorstellen. Buchtitel:  Auch das wird vergehen

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  • Das Leben geht weiter ...

    Auch das wird vergehen

    Janine2610

    12. March 2016 um 21:44

    Der Klappentext:Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer - würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen.Meine Meinung:Heilt die Zeit alle Wunden, oder tut sie's nicht? - Diese Frage beschäftigt die Protagonistin Blanca in diesem Roman unbewusst fast durchgängig seit dem Tod ihrer Mutter.Blanca ist eine Frau über 40, die bereits zwei Kinder (von zwei Exmännern) hat und aus meiner Sicht führt sie ein sehr freies Leben (vor allem sexuell gesehen), das den Anschein macht, als wäre Blanca völlig unbeschwert und offen und voller Liebe. Dennoch bricht eine gewisse Melancholie, Traurigkeit und Verlorenheit in den Sätzen und Gedanken von und über die Protagonistin durch.Gerichtet ist diese Geschichte hauptsächlich an Blancas tote Mutter, von der man allerhand erfährt - ebenso wie von der Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die eine ganz spezielle gewesen sein dürfte. Obwohl die Mutter schon sehr alt und krank war und Blanca schon damit rechnen musste, dass es bald zu Ende mit ihr geht, hat sie der Tod trotzdem völlig getroffen und aus der Bahn geworfen. Das zeugt nur umso mehr davon, dass die Mutter in Blancas Leben einen richtigen Anker dargestellt haben muss ...~ Es hinzubekommen, dass man schwerelos ist und nichts schwer, wo doch die Traurigkeit alles tonnenschwer macht. ~ (S. 66)In diesem Roman erfährt man dann viel über die Ablenkungsmethoden, die Blanca wählt, um über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen. Vor allem Männer spielen dabei eine sehr große Rolle: Exehemänner, ein Geliebter und ein Fremder, der die Beerdigung ihrer Mutter besucht hat.Gefallen hat mir daran vor allem diese Lockerheit und die erwartungsfreie Haltung der Protagonistin, was den Sex und das Beisammensein betrifft. Da wird zum Beispiel mit dem Exmann geschlafen und dann »Lass uns heiraten!« gesagt. - Natürlich nicht wirklich völlig ernst gemeint, aber allein schon diese lockere "kann-man-machen-wenn-man-will-Einstellung" hat was Faszinierendes. - Das Leben ganz leicht und locker und nicht gänzlich ernst zu nehmen, ist eine Sache, die normalerweise gar nicht so leicht zu erlernen ist, wenn man es nicht schon, wie in Blancas Fall, von einem Elternteil mitbekommen hat ...~ »Leichtigkeit ist eine Form von Eleganz«, sagte ich, »leicht und fröhlich zu leben ist sauschwer.« ~(S. 51/52)Die vielen zum Nachdenken anregenden Textstellen, die auf diesen 170 Seiten zu finden sind, haben mich ebenfalls sehr begeistert. Nicht nur, weil ich eine passionierte Zitatesammlerin bin, sondern auch weil ich mit allen davon etwas anfangen/mich damit identifizieren konnte.Dies ist ein wirklich wundervoller Roman zum Abtauchen, für ruhige Stunden, einfach zum Nachdenken und Genießen.

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  • Vergessen fällt schwer

    Auch das wird vergehen

    Hanz

    29. February 2016 um 18:50

    Der Roman "Auch das wird vergehen" von Milena Busquets aus dem Hause suhrkamp ist ein Buch, welches mich eigentlich doch überrascht hat. Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, war ich doch recht angetan von dem Schreibstil und der Story, obwohl ich nach dem Lesen des Klappentextes eher skeptisch gewesen bin. Zum Inhalt (siehe Klappentext): Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer – würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen. Es ist irgendwie eine Geschichte, die eigentlich traurig sein sollte durch den Verlust der Mutter und doch ist es irgendwie unterhaltsam und die Begegnungen und Konstellationen sind auch recht skurril. Insgesamt doch recht überraschend und positiv mein Eindruck, sodass ich vier Sterne vergeben würde. Es bereitet auf jeden Fall vergnügsame Lesestunden.

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  • Auch das wird vergehen

    Auch das wird vergehen

    vielleser18

    Blanca ist vierzig, bereits zweimal geschieden, Mutter von zwei Söhnen - da stirbt ihre Mutter. Ein Grund die Beziehung aufzuarbeiten, sich auch über das Leben Gedanken zu machen. Milena Busquets schreibt das Buch als langen Brief an die tote Mutter. Dabei können wir als Leser gut die Gedanken und die Aktionen der Protagonistin Blanca miterleben. Doch Blanca ist keine, die einem gefällt. Zweimal geschieden, aber dennoch hüpft sie nicht nur mit ihren Exmännern immer noch ins Bett, auch mit einem verheirateten Mann hat sie eine Beziehung. Blanca ist unstet, sie lebt das Leben als wäre alles nur Sex, Drugs und Rock`n Roll. Arbeiten muss sie anscheinend nicht, also muss die Zeit ausgefüllt werden. Dabei spielen die Kinder zwar auch eine Rolle, allerdings ist sie nicht die typische Mutter, kochen kann sie jedenfalls nicht. Dafür eher die Nächte durchfeiern. "Eine der besten Methoden, die verborgenen Winkel der eigenen Stadt kennenzulernen, nicht die im romantischen Sinne, verborgenen, sondern die wirklich ungeheuerlichen, besteht darin, sich in einen verheirateten Mann zu verlieben." (Zitat, S. 29) Blanca scheint sich anscheindend in fast jeden Mann zu verlieben, der ihr über den Weg läuft, und sie kann sich auch nicht "ent - lieben", sie scheint, trotz ihrer 40 Jahren, immer noch ein Kind zu sein. Sie kann nicht loslassen. Auch nicht von ihrer toten Mutter. Ihr Verhältnis war immer ambivalent - und jetzt, nach ihrem Tod, kann Blanca die Gedanken anscheinend nur von ihr abwenden, wenn sie Sex hat oder einen Joint raucht. Sie fährt mit der ganzen Sippe, Söhnen, Freundinnen, Exmännern und Liebhaber an den Familiensitz am Meer - dort auf dem Friedhof hat sie auch ihre Mutter beerdigt. Lange habe ich kein Buch mehr gelesen, bei dem ich doch Mühe hatte es bis zum Ende zu lesen. Es lag nicht nur an der Protagonistin, mit der ich zu keinem Zeitpunkt richtig warm geworden bin, sondern daran, dass hier nur am Ende eine kleine Entwicklung erkennbar war. Blanca beschreibt sich selbst als Kind einer verlorenen Generation. Erfolgreiche Eltern, die in den 70er Jahren ausgestiegen sind, sich vom Geld am Meer niedergelassen haben und ihre Kinder antiautoritär und "frei" aufwachsen gelassen haben. "Frei" bedeutet für Blanca aber auch, dass nicht nur die Kontrolle gefehlt hat, sondern für sie auch das Interesse und folgich die Liebe. Der Umkehrschluß bedeutet, dass sie sich die Liebe ein Leben lang woanders holen musste. Immerhin hat die Autorin mir einen Einblick in solch eine -verlorene- Seele gezeigt, dennoch war dieser Einblick für mich nicht fesselnd genug, so dass ich das Buch nicht mit Begeisterung lesen konnte.

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    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich. Hermann Hesse

    Auch das wird vergehen

    Xirxe

    16. February 2016 um 11:11

    Blancas Mutter ist verstorben, die wohl der wichtigste Mensch in ihrem Leben war und Blanca zu dem Menschen 'machte', der sie heute ist. Nicht immer entwickeln sich aus solchen Erkenntnissen positive Gefühle, doch in diesem Fall entstand eine große Liebe. Blanca liebt ihre Mutter über alles und in den Tagen nach deren Tod ist sie ihr fast immer gegenwärtig, bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Die Ich-Erzählung aus Blancas Perspektive habe ich wie einen Brief an die Mutter empfunden: Sie erzählt ihr von den Tagen nach der Beerdigung, wie sie sich versucht abzulenken und dennoch stets auf's Neue ihre Mutter in den Vordergrund rückt. Menschen, Orte, Gesten, Gefühle - immer wieder werden dadurch Erinnerungen hervorgerufen, denen Blanca sich hingibt. Voller Wehmut und Schmerz, aber auch mit Zärtlichkeit, Freude und voller Liebe. Dies mag nun Manchen allzu sehr nach Rosarot klingen, doch es gibt auch Rückblicke, die deutlich machen, dass die Mutter-Tochter-Beziehung nicht nur harmonisch war. Doch die Liebe überwiegt... In diesem Buch gibt es so viele wunderbare und schöne Sätze, dass ich vermutlich ganze Wände damit tapezieren könnte ;-) Beispiele gefällig? Also: "Du hast mich so rigoros und nachhaltig gegen jede nicht spielerische Form von Unterwerfung erzogen, dass ich noch nicht einmal Feministin werden musste." oder "In deinen Augen rechtfertigte die Liebe eigentümliche Verhaltensweisen, die du unter allen anderen Umständen verurteilt hättest. Wenn ein Kellner ... dir die Suppe über's Kleid schüttete und du, eben dabei, dich zu beschweren, vom Maître erfuhrst, er sei verliebt ..., sahst du ihn wohlwollend an und sagtest: "Ach so, na dann..." Und aßest seelenruhig weiter in deinem suppendurchtränkten Rock." oder ""Leichtigkeit ist eine Form von Eleganz", sage ich, "leicht und fröhlich zu leben ist sauschwer." "Du verwechselst Leichtigkeit mit Schlendrian, Blanquita."" Vielleicht ist es das, was das Leben von Blanca und ihrer Familie ausmacht: Die Leichtigkeit und die Liebe, was sich auch in den noch immer sehr guten Beziehungen zu ihren Ex-Ehemännern zeigt, den Vätern ihrer beiden Söhne. Doch es ist nicht nur die Liebe zum andern Geschlecht, sondern ganz allgemein die Liebe zum Leben, die Liebe an sich. Deutlich wird das besonders auf den letzten Seiten, wo Blanca ihrer Mutter eine wundervolle Dankesrede und Liebeserklärung schreibt, die alleine schon das ganze Buch lohnt. "Von dir habe ich die Liebe auf den ersten Blick als einzig mögliche Form, sich zu verlieben (du hattest recht), die Liebe zur Kunst, zu den Büchern, den Museen, zum Ballett, die Freigiebigkeit in Gelddingen, die großen Gesten in den passenden Momenten, die Rigorosität im Handeln und im Reden. Das völlige Fehlen von Schuldgefühlen und die Freiheit und die Verantwortlichkeit, die damit verbunden sind.... Du hast mir auch das irre Lachen geschenkt, die Freude am Leben, die völlige Hingabe, den Spaß an jedem Spiel, die Abneigung gegen alles, was in deinen Augen das Leben kleiner machte und einem die Luft nahm: Knauserigkeit, Mangel an Loyalität, Neid, Angst, Dummheit und Grausamkeit. Und den Sinn für Gerechtigkeit. Die Aufsässigkeit. Das überwältigende Erkennen von Glück in den Momenten, wenn man es in Händen hält und ehe es wieder davon fliegt.... Und die Grandezza, eine Fähigkeit, die Dinge zu benennen, sie zu sehen, eine aufrichtige Toleranz den Schwächen und Unzulänglichkeiten anderer Menschen gegenüber...". Auch wenn das Hauptthema dieses Buches der Tod eines Menschen sein mag, ist es für mich viel mehr eine Hommage an das Leben und die Liebe.

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