Milena M Flasar Ich bin

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Inhaltsangabe zu „Ich bin“ von Milena M Flasar

WAS BLEIBT VON EINER GROSSEN LIEBE? Wie begeht man ihr Ende? Drei Umzugskisten markieren den Punkt, an dem zwei Menschen jäh auseinander driften. Ein Zugticket entfernt den einen vom anderen. So wie die Ich-Erzählerin einst begonnen hat, Srecko zu lieben, so hört sie – wenigstens vorläufig – damit auch auf. Oder: Wie schaut man ohne tiefere Verletztheit auf eine schwierige Vergangenheit zurück? Beograd, die weiße Stadt, gewährt Zuflucht und führt in einen erinnerungslosen Raum, in dem die Puppenspielerin ihre eigene Geschichte neu erfinden kann. Vor den Einschusslöchern einer vergesslichen Stadt. Oder: Was scheidet die Liebe von der Freundschaft? Rita ist auf dem Weg nach Amerika und Paul blickt eine Nacht lang über den Ozean, der sie beide voneinander trennt. Am nächsten Morgen wird er Maria anrufen und – vielleicht – in eine neue Gegenwart finden. Tiefgründig und ernst erzählt Milena Michiko Flasar von engen Beziehungen und der Suche nach sich selbst. Ihre Prosa zeichnet sich durch eine soghafte Sprache aus. Sie führt uns in eine magische Welt, die voller sichtbarer und unsichtbarer Zeichen ist. Ein aufregendes Debüt.

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    Ich bin
    Clari

    Clari

    07. July 2010 um 19:48

    Die Liebe: sie kommt und geht! Leicht, schwebend und fast unnahbar beschreibt die Autorin in assoziativer Weise eine große Liebe. Srecko ist der Mann, in dessen Hände die „Laura“ genannte Icherzählerin ihr ganzes gläubiges Liebesleben gelegt hat. Nun geht diese Liebe zu Ende. Die beiden Liebenden leben an entfernten Orten, Berlin und Wien, und schreiben sich Briefe, telefonieren, leben aber auch zeitweise zusammen. Mehr gleicht die Icherzählerin einer Unbekannten, als dass man sie in der Person der Laura erkennt. Sie spricht in Gedanken mit ihrem Liebsten. Gefühle und Erinnerungen, Zorn, Liebe und Zuwendung verschmelzen zu einem Bild, das die ganze Ambivalenz der Liebe zeigt. Drei Geschichten fügen sich hier zusammen, und immer bleibt es bei dem Thema: wie und was ist die Liebe, wie endet sie, und was passiert zwischen zwei Menschen, die sich lieben? Welche Erwartungen stellt einer an den anderen, und wie soll man dieser genügen? Wie vergänglich sind Augenblicke, gemeinsam verbrachte Zeit, Erinnerungen oder Liebesschwüre? Es geht in den einzelnen Kapiteln um die Liebe zwischen Mann und Frau, um Bruder und Schwester und um die Liebe zwischen Freundinnen. Die zarte Sprache und die angedeuteten Empfindungen, zeitweise leicht surreal anmutend, verweisen auf eine empfindsame Seele und auf vergeistigte Gefühlswelten, in denen man die reale Welt zuweilen vergeblich sucht. Und doch gibt es Bahnhöfe, Flughäfen und reale Abschiede als Symbole der Flüchtigkeit. Reflexionen über Augenblicke und Landschaften, über Begegnungen und tiefe Liebesgefühle verdichten sich zu gelebtem Leben, das der Vergänglichkeit zum Opfer gefallen ist. Gegenstände fallen genau so der Wandelbarkeit zum Opfer wie Gefühle. „Aber ist das ein Trost? Kann irgendjemand von sich behaupten, er finde Trost in dem ewig Wandelbaren und bleibe unberührt von den Spuren, die es kratzt, und den Wunden, die es blutet ?“ ( S. 115) Poetisch, feinsinnig, hell und äußerst sensibel sind diese Betrachtungen um das Liebesleben und die Flüchtigkeit des Seins. Das kleine Büchlein ist broschiert und liest sich schnell und im Vorbeigehen. Es bleibt gelegentlich der Eindruck von leicht exzentrischen Figuren, die sich im Zustand der Schwerelosigkeit befinden. Insgesamt handelt es sich um kleine aber feine poetische Betrachtungen! Diese erste Buchveröffentlichung der jungen Autorin Milena Michiko Flasar ist durchaus entdeckenswert.

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