Milena Moser Blondinenträume

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Inhaltsangabe zu „Blondinenträume“ von Milena Moser

Ein Mann! Und er ist Single! Die graue Wohnsiedlung in der Vorstadt: Hier leben Nathalie, Elma, Frau Meierhans und Lotti mit ihren Kindern. Die Frauen sind alleinerziehend — und alleingelassen. Ihr Alltag besteht aus Haushalt, Arbeit, der Suche nach Angeboten im Supermarkt und dem Klatsch unter Nachbarinnen. Doch plötzlich macht eine elektrisierende Neuigkeit die Runde: Ein gutaussehender Mann ist eingezogen. Und das Beste: Er ist Single! Die bunt zusammengewürfelte Gemeinschaft gerät völlig aus dem Häuschen ... Der Bestseller wurde mit Katrin Saß und Wotan Wilke Möhring verfilmt. «Zynisch? Nein, bloß rotzfrech.» STERN

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  • Rezension zu "Blondinenträume" von Milena Moser

    Blondinenträume
    thursdaynext

    thursdaynext

    Blondinenträume, nur der Titel suggeriert ein klassisch, leichtes Frauenbuch, tatsächlich ist es eine intelligente Gesellschaftssatire, wurde bereits 1994 veröffentlicht, was bedeutet , dass die in der Sozialsiedlung wohnenden Frauen und Kinder noch nicht völlig von den einschlägigen Privatsendern verdummbeutelt wurden. Stattdessen wird noch Tageszeitung, von verzweifelten Frauen auch gerne die Hilfe Kolummne von Frau Donata gelesen. Deren Ratschläge um den Mann bei Laune und Stange zu halten gestalten sich wie folgt: "Drei Dinge braucht der Mann: frischgepressten Orangensaft, oralen Sex und ungeteilte Bewunderung." Etliche Frauen in Blondinenträume scheinen diesen Ratschlag nicht beherzigt zu haben. Sie sind ohne Mann, alleinerziehend und der Männermangel ist ihr Hauptmakel, denn glücklich ohne ein männliches Pendant können sie nicht sein. Jene welche ihren Göttergatten noch besitzen empfinden sich als priviligiert, auch wenn er nur jammert und kränkelt, säuft oder schlägt und schauen auf die unbemannten "Versagerinnen" die "selbst schuld sind" herunter. Lotti, alkoholabhängig, lebensweise mit Psychoballast im Gepäck kümmert sich als Tagesmutter um die Kinder der "Versagerinnen". Da taucht ein Mann im sozialen Wohnugsbau auf. Alleinerziehend, glückverheissend nur von Frau Lotti kritisch beäugt ........... Milena Moser beschreibt humorvoll, bösartig , aber immer augenzwinkernd und nie verletzend, detailiert bis zu den aussagekräftigen Klamotten, das Leben und Dennken der Frauen und lüftet den Vorhang. Leidet man als Leserin anfangs unter deren grenzenloser Naivität und Dummheit erfährt man doch die Hintergründe und den Ursprung derselben und beginnt die Figuren mit all ihren Macken liebzugewinnen. Ausnahme der MANN. Den wiederum schnappt sich Frau Lotti und benutzt ihn um das Leben ihrer xy Chromosom abhängigen Geschlechtsgenossinen zu verbessern. Wie sie das bewerkstelligt ? Lest selbst. Es lohnt sich. Mich hat das Buch, mit seinem feinen hintersinnigen Humor, mehr Verständnis für vermeintlich minderbemittelte Geschlechtsgenossinen gelehrt. Und immer dran denken : Männer machen nur auf Augenhöhe Spass !

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    thursdaynext

    thursdaynext

    15. June 2012 um 10:10
  • Rezension zu "Blondinenträume" von Milena Moser

    Blondinenträume
    Bergey

    Bergey

    07. June 2010 um 13:17

    Endlich mal wieder ein richtig gutes Buch! Elma, Lotti, Natalie und viele andere Frauen sind Bewohnerinnen der "Siedlung", eine Art sozialer Brennpunkt, ein Abstellgleis. Hier leben alleinerziehende, verlassene Frauen, Alkoholikerinnen, Frauen, die von ihren Männer misshandelt werden und viele "Schicksale" mehr. Alle träumen auf ihre Art von einem besseren Leben. Und dann plötzlich das: "Ein Mann ist eingezogen! Mit keiner Frau!" Und er ist zudem alleinerziehender Vater von zwei Kindern - kaum angekommen, fallen die Frauen der Siedlung regelrecht über ihn her. Entweder wollen sie ihm helfen (alleine kann er es ja unmöglich schaffen, den Haushalt und die Kinder), für ihn kochen, ihn heiraten, mit ihm schlafen. Jede der Frauen träumt aufgrund seines Erscheinens von ihrem ganz persönlichen Glück. Milena Moser hat einen ganz eigenen Schreibstil, der mich sehr berührt hat. Sie lässt vieles ungesagt, was dem Buch aber überhaupt keinen Abbruch tut. Die Charaktere sind fein gezeichnet und oft hatte ich Mitleid mit den verschiedenen Frauen - aber auch mit Zeno, der gar nicht mehr weiß, wie er sich vor der "Meute" schützen soll. Trotzdem ist es nicht kitschig. Aufgrund des Titels dachte ich zuerst, das Buch sei ein lustiger Frauenroman, aber das ist er gar nicht, es ist eher ein tiefgründiger Roman über persönliche Schicksale und den Traum von einem glücklichen, zumindest "anderen" Leben.

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  • Rezension zu "Blondinenträume" von Milena Moser

    Blondinenträume
    wundervoll

    wundervoll

    22. April 2007 um 21:22

    Die Wohnsiedlung, in der Natalie, Elma, Frau Meierhans und Lotti leben, ist schon etwas heruntergekommen und ihre Bewohner sind es auch. Es sind zumeist Frauen, alleinerziehend, allein gelassen, mit häufig leerem Portemonnaie und längst vergessenen Träumen. Mit bitterbösem Humor beschreibt die Schweizer Autorin Milena Moser die buntzusammengewürfelte Siedlungsgemeinschaft, die völlig aus dem Häuschen gerät, als dort ein alleinstehender Mann mit zwei Kindern einzieht.

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