Das Glück sieht immer anders aus

von Milena Moser 
3,9 Sterne bei25 Bewertungen
Das Glück sieht immer anders aus
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (18):
stzemps avatar

Sein Glück zu finden ist nicht einfach - so konnte ich manche Entscheide im Buch nicht immer nachvollziehen.

Kritisch (2):
naninkas avatar

Ich liebe Milena Mosers Bücher - nur dieses Mal wurde ich arg enttäuscht. Selbstfindungstrips von Frauen über 45 sind so gar nicht meins....

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Inhaltsangabe zu "Das Glück sieht immer anders aus"

Für Neues ist es nie zu spät

Nach der Trennung von ihrem Ehemann beschließt Milena Moser: jetzt erst recht. Zu ihrem 50. Geburtstag reist sie in die USA, um sich treiben zu lassen, endlich tanzen zu lernen, zu sich selbst zu kommen. Sie besucht Freunde, lernt neue Menschen und deren Lebensmodelle kennen. Das Tanzenlernen gelingt nur halb, aber in Santa Fe scheint sie am Ziel: Sie entdeckt eine faszinierende Landschaft, zieht in ein idyllisches Häuschen - und verliert ihr Herz an dessen Verkäufer Frederic. Doch weder das Haus noch Frederic erwidern ihre Zuneigung ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423216715
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:10.02.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.02.2015 bei RADIOROPA Hörbuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    SillyTs avatar
    SillyTvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Roadtrip zur Selbstfindung!
    Eine sehr persönliche Geschichte

    Inhalt:
    Zu ihrem fünfzigsten Geburtstag erfüllt sich die Autorin Milena Moser ihren Wunsch und kehrt nach Amerika, in dem sie acht Jahre lang als Auswandererin lebte, zurück. Frisch getrennt von ihrem Mann und mit erwachsenen Kindern möchte sie einmal etwas nur für sich tun und beginnt mit einem ganz persönlichen Roadtrip.
    Meine Meinung:
     Zum Inhalt des Buches möchte ich dieses Mal gar nicht allzu viel erzählen, da es doch ein sehr persönliches Buch ist, das man einfach selber lesen sollte. Die Autorin erzählt hier von ihrer eigenen Reise, bei der es darum geht, sich selber zu finden. Zugegeben, der Schreibstil ist zwar nicht zu hundert Prozent mein Geschmack, doch ich fand es sehr interessant zu lesen, wie eine erfolgreiche Frau im besten Alter noch einmal beginnt, sich selbst zu finden. So dauerte es etwas, bis ich so richtig in der Geschichte war, denn der Schreibstil ist zwar durchaus flüssig, aber auch ein wenig holprig vor. Andererseits erzählt die Autorin aber auch eine Geschichte, die sie selber erlebt hat und das kam hier doch sehr gut rüber.
    Was mich persönlich beeindruckt hat, war zu sehen, wie eine gestandene Frau, die dabei erfolgreich ist und schon unglaublich viel gesehen hat, doch innerlich voller Selbstzweifel ist. Aber auch wie sie es selbst schafft, sich wieder richtig aufzubauen und ihr Leben, wenn auch äußerst unkonventionell, wieder in die Hand zu nehmen.
    Die Autorin schafft es, dass ich ihr während des Lesens durchaus sehr nahe kam und den Eindruck gewann, sie immer besser kennen aber auch verstehen zu lernen. Sie hat eine sehr offene und angenehme Art, die sie mir sehr sympathisch machte.
    Da es ein autobiographisches Erlebnis ist, wurde dies natürlich auch in der Ich-Form durch die Autorin erzählt und dadurch war man auch bei all ihrem Erlebten ganz nah dabei.
    Mein Fazit:
    Ich glaube, um hier richtig mit dem Buch eins zu werden, sollte man annähernd im Alter der Autorin sein und sich vielleicht sogar in ähnlicher Situation befinden, denn ich glaube, dass das, was sie hier erzählt, viele andere Frauen auch betreffen könnte. Da ich nicht ganz in diese Zielgruppe hineinpasse, war es für mich eher ein Mitreisen mit der Autorin, wenn es auch durchaus interessant zu lesen war. Ich denke aber, dass sich viele mit Milena Moser identifizieren können und werden, denn eins hat dieses Buch auf jeden Fall, nämlich eine wichtige Botschaft: versuche deine Träume zu verwirklichen, denn irgendwann ist es zu spät und es wäre doch nicht schön, wenn man sich immer wieder fragen müsste, was wäre eigentlich gewesen, wenn ich anders agiert hätte. Vielen Dank an die Autorin, dass sie diese ganz persönliche Reise mit den Lesern teilt.

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    cosima73s avatar
    cosima73vor 2 Jahren
    Glück- und Selbstsuche

    Milena ist 50, geschieden, hat zwei tolle Kinder, den Beruf, den sie immer haben wollte, und doch: Irgendwas fehlt. So richtig glücklich ist sie nicht und sie weiss auch nicht genau, wann sie es das letzte Mal wirklich war. Was muss sie tun, um einfach mal wieder glücklich zu sein? Und vor allem: Was will sie überhaupt – für sich. Bislang hatte sie sich diese Frage nicht stellen müssen, sie war einfach für die anderen da gewesen. Sie hat entweder in San Francisco oder in der Schweiz das Familienleben organisiert und fleissig Bücher geschrieben – was man halt so macht als Ehefrau, Mutter und Schriftstellerin.

    Das soll nun ändern. Milena plant eine Reise durch die USA. Sie will glückliche Paare besuchen und selber glücklich sein. Sie will lachen, tanzen und sich selber finden.

    Ganz auf mich allein gestellt, auf mich zurückgeworfen, würde ich mich neu kennenlernen.

    Das Glück sieht immer anders aus ist die autobiographische Geschichte einer Frau, die von aussen betrachtet strahlend, fröhlich und erfolgreich scheint, tief drin aber von Zweifeln und Selbstkritik zerfressen ist. Milena Moser erzählt schonungslos offen von ihrem Gefühl, nie zu genügen, von der Leere nach der Ehe, von ihrer Müdigkeit und auch Orientierungslosigkeit: Wo führt das alles hin? Und: Wer bin ich überhaupt und was will ich im Leben?

    Die Reise wird nicht nur einfach, denn erstens lässt sich das Glück nicht auf Knopfdruck finden und zweitens sind Selbstsuchen auch oft mit Rückblenden verbunden, die dem Glück selten zuträglich sind. Trotzdem ist das Buch weder düster noch erschlägt es einen mit Melancholie. Es ist frei von Selbstmitleid und gar nicht weinerlich. Die Sprache ist gut lesbar, der Stil fliessend, man sitzt hin, fängt zu lesen an und klappt das Buch irgendwann am Ende zu. Unterbrechen möchte man es nicht, schliesslich ist man tief in einem Leben drin, in dem man sich doch ab und an auch selber wiedererkennt.

    Das Buch wirkte auf mich, als ob die Autorin sich einfach mal alles von der Seele geschrieben hätte, um den Ballast, der sich angesammelt hat, loszuwerden. Eine Technik, die man beim Expressiven Schreiben anwendet, um sich und seinen Prägungen auf die Spur zu kommen und (positiver) weiter gehen zu können. Neben dem Umstand, dass hier ein wirklich schönes Buch entstanden ist, hoffe ich natürlich, dass dies der Autorin geglückt ist.

    Fazit:
    Eine schonungslos offene, tief gehende und berührende Lebensbetrachtung. Das wohl persönlichste Buch von Milena Moser. Sehr empfehlenswert.

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    trivia_brains avatar
    trivia_brainvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Leseempfehlung!
    Das Glück sieht immer anders aus

    Milena Moser steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag und hat eine schmerzvolle Trennung hinter sich. Zeit, um endlich die langgeplante USA Rundreise in die Tat umzusetzen. Nach Besuchen in New York, Maine, Louisana und New Orleans landet sie schließlich in Santa Fe in New Mexico. 

    Wer nun die Beschreibung eines Roadtrips erwartet, wird enttäuscht werden. Denn das Reisen steht eigentlich eher im Hintergrund des Buches. Vielmehr bekommt der Leser einen Einblick in die Gefühlswelt der Autorin geliefert. Milena Moser schildert auf ehrliche Weise ihre Selbstzweifel und Ängste, die schließlich die Beweggründe dieser Reise sind. Der kühle und etwas distanzierte Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass dies nicht zu gefühlsdusseligen und romantischen Abschweifungen führt.  Ich habe das Buch hier noch mal ausführlicher rezensiert. 

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    constantines avatar
    constantinevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: sehr realitätsnah und bewegend geschrieben
    das Glück und seine verschiedenen Facetten

    Inhalt: Nach ihrer Trennung beschließt Milena auf eine große Reise ohne genaues Ziel zu gehen. Ein richtiger Road-Trip also. Dass sie dort nicht nur ein neues Haus erwartet, sondern auch viele Freunde und Bekannte trifft, weiß sie vorher natürlich nicht. Und so begibt sie sich auf eine Reise ins Ungewisse..

    Meinung:
    Ganz toll finde ich, dass es in dem Buch wirklich Höhen und Tiefen gibt. Milena geht nicht ohne mulmiges Gefühl auf ihre Reise und sie trifft auch Entscheidungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen. Trotzdem steht sie dazu. Ich mag die Story und am allermeisten mochte ich das Ende. Ein sehr gelungenes, friedfertiges Ende, welche der Geschichte den richtigen Abschluss verschafft.
    Der Buchtitel könnte auch nicht besser passen.
    Würde ich immer wieder lesen.

    Fazit: Unbedingt lesen und mitträumen mit Milena

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    Anna28s avatar
    Anna28vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Mischung aus Zeitabschnitt-Biografie und Roadtrip zum Glück - ich fühlte mich auf die Reise mitgenommen. Großartig!
    Roadtrip zum Glück

    Ein tolles, schonungslos offenes Buch von Milena Moser, die hier vor dem Leser ihre Gefühlswelt ausbreitet. Ich nahm Teil an ihrer Reise zu sich selbst, zu ihrem persönlichem (neuen) Glück nach der Scheidung, traf mit ihr alte Freunde, kaufte ein Haus... es war eine rühende und aufregende Fahrt die niemals langweilig war.

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    bookgirls avatar
    bookgirlvor 3 Jahren
    Auf der Suche nach dem Glück

    Inhalt
    Milena Moser setzt zu ihrem 50jährigen um, was sie schon lange im Stillen geplant hat – sie unternimmt eine Reise quer durch die USA. Auf dieser besucht sie nicht nur ihre weit verstreuten Freunde, sondern geht auch der Frage nach dem Glück nach. Sie beobachtet dafür befreundete Paare und Bekannte, definiert aber auch ihr eigenes Glück neu. Es ist eine Reise zu sich selbst, bei der Milena Moser feststellt, dass das Glück immer anders aussieht.

    Meine Meinung
    Milena Moser nimmt uns mit auf eine Reise der besonderen Art. Sie offenbart ihre Gefühle und Gedanken auf sehr ehrliche und mutige Weise, vor der ich sehr viel Respekt habe, macht man sich dadurch doch verletz- und angreifbar.

    Schon auf den ersten Seiten spürt man, dass die Autorin in der Vergangenheit viele unschöne Erlebnisse hatte und nicht nur ihre Scheidung sehr viel von ihr abverlangt hat.

    Ich habe mir mein Gefühl für mich selber abtrainiert, weil die Alternative, den geliebten Menschen in Frage zu stellen, unerträglich war. Das kann ich niemandem vorwerfen, nicht einmal mir selber. Ich weiß alles, was ich wissen muss. Ich stelle mich meinen Dämonen, ich weiche ihnen nicht aus. Ich schaue hin, ich arbeite an mir. Aber das ist anstrengend. Ich bin so müde. Ich möchte es jetzt einfach mal schön haben. Ist das denn zu viel verlangt? (Seite 27)

    Sie ist an einem Wendepunkt und möchte endlich das umsetzen, was sie schon lange auf ihre innere Agenda gesetzt hat. Auf dem Streifzug durch die USA, läuft zunächst auch nicht alles so wie sie wollte. Sie ist ungeduldig und noch zu sehr in ihrem alten Leben gefangen, lernt aber nach und nach, dass auch das Unbekannte seinen Reiz hat. Dennoch gibt es auch immer wieder Rückschläge, die sie unsicher machen und das was sie tut in Zweifel stellen.

    Das ist mein Name: Milena, die Vielgeliebte. Oder: die Liebende. Nur wenn ich geliebt bin, vergesse ich, dass es mich eigentlich gar nicht geben dürfte. Das ich nicht gut genug bin (Seite 85)

    Diese Passagen haben mich ganz besonders berührt, weil – ganz ehrlich – haben wir nicht alle unsere Momente, in denen wir uns nicht mögen und fragen, warum unser Leben ist, wie es ist. Unsere Erlebnisse prägen uns und haben und zu dem Menschen werden lassen, der wir sind. Davon Abstand zu nehmen und Altes loszulassen, damit Neues entstehen kann, ist schwierig und verlangt uns alles ab – so auch Milena. Aber man spürt während der Reise, dass eine Entwicklung stattfindet und ich finde schön, dass die Autorin zum Ende hin sogar Hoffnung weckt, dass sie tatsächlich in eine besser Zukunft startet.

    Ich bin allein und doch nicht allein. Es ist alles da, direkt vor meiner Haustür. Ich muss nur die Hand ausstrecken. Aber gerade jetzt brauche ich nichts. Es ist alles da - auch hier, ganz allein in meiner Küche, wo ich die Gläser vom Nachmittag abwasche (Seite 221)

    Fazit
    "Das Glück sieht immer anders aus" ist ein sehr persönlicher und mutiger Bericht über die Suche nach Glück und innerer Zufriedenheit und gleichzeitig ein Roadtrip durch die USA, der Lust macht sich selber auf eine Reise quer durch die Staaten zu begeben.

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    19angelika63s avatar
    19angelika63vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Irgendwie habe ich ein emotionaleres Buch erwartet und nicht das chronologische erzählen eines neuen Lebensabschnitt ...
    Die Zeit des „Wechsels“

    Klappentext
    Pünktlich zu ihrem fünfzigsten Geburtstag unternimmt Milena Moser eine Tour quer durch die USA. Auf ihren Stationen New York, Maine, New Orleans und weiter gegen Westen will sie sich selbst, die Liebe und das Glück finden. Sie will glückliche Paare beobachten und jeden Tag ihr Leben ganz von vorne beginnen. Und so sieht sie, wie andere Lebensmodelle funktionieren und scheitern, wie Leidenschaft selbst bei jahrzehntealten Beziehungen tatsächlich überlebt hat und wie unheimlich Wahrsagungen sein können.
    Nur über eins ist sich Milena Moser von Anfang an sicher: Der Weg zum Glück führt über die Freilegung der inneren Stimme, die sie in all den Jahren zuvor eingeklemmt in Alltagspflichten, nicht mehr gehört hat. Aber was, wenn diese Stimme ganz anders klingt als gedacht? Kann man mit seiner inneren Stimme streiten?



    „Vielleicht bin ich zu alt, um noch einmal ein neues Leben zu beginnen, denke ich. Vielleicht muss man jung sein, wie Little Kate, ungebunden, um dieser inneren Stimme einfach folgen zu können.“ (Seite 82)

    Milena Moser steht kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag. Ihre Ehe ist gerade in die Brüche gegangen und sie fragt sich, was das Leben noch für sie bereit hält. Schon immer wollte sie einen Trip durch die USA machen.  Sie besucht alte Freunde, verliebt sich erst in ein Haus und dann in einen Mann, erlebt Höhen und Tiefen …. Doch bei all dem hat sie ein Ziel vor Augen … sie will das Glück finden!

    „Sie schüttelt den Kopf. Dann schüttelt sie mich:>Was willst DU?< fragt sie. >Du, nur du!< Verwirrt schaute ich sie an. >Nur mich< gab es nicht. Konnte es nicht geben. Und das war auch richtig so. Das Leben mit kleinen Kindern, mit Familie und im Berufsleben ist kompliziert genug, auch ohne dass die eigene Stimme immer dazwischenplärrt: >Und ich, und ich, und ich?< Aber irgendwann braucht man sie wieder, diese Stimme. Stellt sich heraus, sie ist verkümmert, wie ein Muskel, der zu lange untätig war.“ (Seite 8/9)

    Dies ist der autobiografische Roman der Autorin Milena Moser. Kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag steckt sie in einer „Lebenskrise“. Sie stellt für sich fest, dass sie in den vergangen Jahren ihre Bedürfnisse hinten angestellt hat, und es jetzt an der Zeit ist sie zu verwirklichen.

    Ihr ergeht es wie vielen Frauen, die um die fünfzig sind. Es ist die Zeit des „Wechsel“. Man lässt das Leben Revue passieren und stellt sich den Fragen des Lebens … War das schon alles? … Was kommt jetzt noch? … Was für Wünsche und Träume habe ich noch? Oftmals stellen die Frauen fest, dass sie dieses Leben nicht mehr wollen. Sie steigen aus ihrem Leben aus und fangen noch einmal von vorne an.

    „Ich drehe den Ring an meinem Finger und schaue in die graue Landschaft hinaus. Der Ring passt zu mir, aber passt er auch zu meinem Leben? Passe ich noch zu meinem Leben?“ (Seite 178)

    Da ich selbst auch in einem solchen „Wechsel“ stecke, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Erwartet habe ich ein Buch, in dem eine Frau offen und ehrlich schreibt, wie schwierig ein solcher „Wechsel“ sein kann. Bekommen habe ich einen Reisebericht bzw. das chronologische erzählen eines neuen Lebensabschnitt. Und hier liegt die Krux.

    Milena Moser beschreibt ihre Reise durch die USA sehr gefühlvoll und auch die Begegnungen mit den Menschen haben mir gut gefallen. Allerdings gab es Situationen und Begebenheiten, in denen ich Milena Moser als sehr naiv und blauäugig empfunden habe. Situationen, in denen eine Frau von fünfzig Jahren eigentlich bedachter handeln müsste.

    Die inneren Konflikte wurden mir zu oberflächlich abgehandelt, bzw. oftmals nur kurz angesprochen und einige einfach zu pauschalisiert.

    „>Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann< - dieser Satz stammt auch von einem alten Mann: Francis Picabia (Seite 193)

    In diesem Sinne kann ich nur sagen … macht euch euer eigenes Bild … 

    Kommentare: 6
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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 3 Jahren
    On the road

    On the road ist Milena Moser und auch, wenn sie Jack Kerouac zitiert, ist es ihr ganz eigener Weg, den sie hier geht, ja gehen muss: eine Zäsur in ihrem Leben steht an, innerlich wie äußerlich. Es gab eine schmerzliche Trennung, sie steht kurz vor ihrem 50sten Geburtstag, die Kinder sind bald aus dem Haus und, und, und...

    Es zieht sie in das Land ihres obengenannten, sehr unkonventionellen Kollegen: in die U.S.A., wo sie schon einiges an Lebenszeit verbracht hat. Ein Kontinent, den wir zusammen mit der Autorin bereisen und kennenlernen dürfen - quasi nebenbei, denn zuallererst geht es hier um sie, um Milena Moser selbst.

    Denn mehr noch als eine physische Reise ist es eine psychische - tief ins Innerste, zu den Sehnsüchten und vor allem zu den Macken. Milena Moser hat ein zutiefst ehrliches und offenes Buch geschrieben, sie gibt sich hier Blößen - wenn man es denn so sehen will -, zeigt sich fehlerhaft, verletzlich angreifbar.

    So, wie wir alle sind - doch bei weitem nicht alle von uns sind bereit, es in diesem Ausmaß auszubreiten, hinauszutragen, sich der Welt und ihren Tücken bedingungslos preiszugeben.

    Milena Moser schon und ich bewundere sie für diesen Mut, ihre Offenheit und die Schonungslosigkeit, mit der sie den Prozess ihrer Selbstfindung, bzw. Findung der Sinnhaftigkeit und des Zurückerlangens der Würde und Achtung vor sich selbst beschreibt.

    Ein Buch, das fast schmerzhaft zu lesen ist, zumindest teilweise. Ich habe Milena Moser kennengelernt und von ihr eine Einladung dazu bekommen, mich auf mich selbst einzulassen. Eine Einladung, von der ich noch nicht weiß, ob ich sie befolgen werde.

    Ein kluges, aber nicht weises Buch - in der Hinsicht, dass es zwar Fehler, nicht aber Lösungen aufzeigt -, eines, das aufhorchen lässt, aber durchaus auch für die ein oder andere Welle der inneren Unruhe verantwortlich zeichnet - jedenfalls bei mir.

    Dieses Buch braucht auf jeden Fall mutige Leser, die bereit sind, sich Milena Moser, unter Umständen aber auch sich selbst zu stellen.

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    Kerstin2505s avatar
    Kerstin2505vor 3 Jahren
    Von der Suche nach dem Glück und sich selbst...

    Die Suche nach dem Glück, die Suche nach sich selbst und eine Reise durch Teile der USA – das alles steckt in Milena Mosers neuem Buch „Das Glück sieht immer anders aus“. Den Ausgangspunkt hierfür bilden mehrere Dinge: eine schwelende Midlife-Crisis angesichts des nahenden 50. Geburtstags, das Gefühl, ständig müde und ausgebrannt zu sein, dazu das Ende ihrer Ehe – und der lange gehegte Wunsch, einen Roadtrip durch die USA zu machen. Allein, ohne konkreten Plan in der Tasche und vor allem ohne Reisebegleiter. Einfach der eigenen Stimme folgend, die einem schon den richtigen Weg weisen wird. Nun: der Roadtrip schmolz letztendlich auf ein paar wenige Stationen zusammen und beinhaltete deutlich mehr „Personal“ als ursprünglich vorgesehen war – aber das eigentlich Brisante an diesem Buch ist ohnehin die Suche nach dem, was wirklich wichtig und glückbringend ist im Leben.

    Ihre Gedanken, Sorgen, Ängste und Erkenntnisse hat Milena Moser zu einem extrem offenen, persönlichen und schonungslosen Buch verarbeitet. Schonungslos sich selbst, aber auch uns Lesern gegenüber. Es scheint, als wolle sie uns ihre Gedanken so intim und ungefiltert wie möglich mitteilen – bis hin zum mehrfach geäußerten „Gefühl, ein Fehler zu sein“, nicht gewollt zu sein auf und von dieser Welt.

    Ich persönlich habe schnell gemerkt, dass ich das Buch auf mehreren Ebenen lese. Zum einen ist da Milenas ganz persönliche Geschichte, schwankend zwischen Trauer und emotionaler Erschöpfung einerseits und unglaublichem Kämpferwillen und Mut andererseits. Diese Ebene hat mich sehr berührt und mir gleichzeitig auch das Gefühl gegeben, als Leserin respektiert zu werden, denn schließlich vertraut man so etwas ja nicht unbedingt Hinz und Kunz an.

    Die zweite Ebene sind die reinen Reiseerfahrungen und Schilderungen von Orten, zu denen die Autorin eine enge Bindung hat. Da ich selbst mehrfach in den USA war und zufälligerweise an einigen derselben Orte wie Milena Moser, konnte ich ihre Erlebnisse gut mit meinen eigenen abgleichen und dadurch viele Erinnerungen hervorkramen. Ich weiß genau, wovon sie redet, wenn sie den erbarmungslosen New Yorker Regen beschreibt, der von allen Seiten zu kommen scheint und es einem absolut unmöglich macht, dagegen anzukommen. Auch die berühmten Nebelschwaden San Franciscos und das Hippie-Flair von Santa Cruz kenne ich seit letztem Jahr.

    Die dritte Ebene nenne ich jetzt mal „Sinnebene“, da mir kein treffenderes Wort dafür einfällt. Damit meine ich, dass ich immer mal wieder über Sätze stolperte, denen ich eine Weile nachhing, die mich dazu ermunterten, über mich selbst nachzudenken und die ich am liebsten dick unterstreichen wollte, weil sie so viel Wahres enthalten. Es ist wirklich toll, wenn ein Buch so etwas leisten kann und einem nicht „nur“ eine gute Geschichte liefert.

    Klare Leseempfehlung für dieses Buch über die Suche nach sich selbst und dem, was einen glücklich macht; über die Liebe zu Partnern, Freunden und Häusern (ja, tatsächlich!) und über das Gefühl, in der Freiheit anzukommen.


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    hoonilis avatar
    hoonilivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: zum Nachdenken und Mitreis(s)en!
    Wo findet man das Glück des Lebens?

    Mit diesem Buch beschreibt die Autorin Milena Moser ihren eigenen Lebensweg und nimmt den Leser mit auf eine Reise. Ihr Traum ist es, durch Amerika zu reisen. Doch eigentlich wollte sie es nicht allein erleben, jedoch ist sie von ihrem Mann getrennt und die Kinder führen schon ihr eigenes Leben. Also macht sie das Beste daraus und verbindet es mit Besuchen bei Freunden. Auch diese Freunde lernt man als Leser kennen und bekommt Einblicke in ihr Leben. Wird Milena das Glück in Amerika finden? Und was ist Glück wirklich?
    Ein Buch, was zum Nachdenken anregt und nicht nur eine Autobiographie ist. Es ist zudem ein toller Reisebericht und ein Buch über das Leben. Die authentische und flüssige Schreibweise hat mir sehr gefallen. Für mich war es ein sehr lesenswertes Buch und ich bin innerlich diese Reise mitgegangen. Was Glück wirklich ist muss jeder für sich entscheiden, doch es ist nicht immer einfach zu finden und zu behalten.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Milena_Mosers avatar

    Nennt man das nun eine Midlife-Krisis? Vor zwei Jahren war ich ziemlich am Ende. Immer müde, ausgebrannt und das Ende meiner Ehe hatte ich auch noch nicht wirklich verdaut. Ausserdem hatte ich vor Jahren meinem Verleger versprochen, ein Buch über einen Roadtrip quer durch die USA zu schreiben, den ich mir zu meinem fünfzigsten Geburtstag schenken wollte. Die Idee war bestechend: Ich würde allein und ohne Plan losfahren, ohne Reisbegleiter, auf die ich Rücksicht nehmen musste und würde unterwegs, hoffentlich, wieder zu mir selber finden. Meine eigene Stimme wieder hören. Eine tolle Idee - nur hatte sie sich überholt. Das letzte was ich jetzt wollte, war drei Monate allein unterwegs sein! Kurz vor Abflug liess ich die tolle Idee sausen und machte mich statt dessen auf die Suche nach dem Glück. Zuerst einmal besuchte ich alle glücklichen Paare, die ich dort kannte. Ob ihr Glück auf mich abfärben würde?

    Was soll ich sagen - das Glück sieht immer anders aus!

    Und das Buch, das dabei herausgekommen ist, auch. Es ist letzte Woche bei Nagel & Kimche erschienen. Habt ihr Lust, mich auf dieser Reise zu belgeiten? Ich würde mich sehr darüber freuen - und verlose 25 Bücher!
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