Milena Moser Möchtegern

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Inhaltsangabe zu „Möchtegern“ von Milena Moser

Das Geschäft mit den TräumenDas Schweizer Fernsehen sucht den Superstar – im Schreiben. Zehn Nachwuchstalente treten gegeneinander an. Die Jury besteht aus dem Verleger Wolfenberger, der auf einen Bestseller hofft, der Literaturkritikerin Michelle Schlüpfer sowie der Erzählerin Mimosa Mein. Nach ihren Erfolgen mit skandalträchtigen Romanen, hatte sich Mimosa aufs Land zurückgezogen. Jetzt, mit fast fünfzig, ist sie wieder mitten drin im Medienbetrieb und staunt ...

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  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  • Rezension zu "Möchtegern" von Milena Moser

    Möchtegern
    Readandbeyourself

    Readandbeyourself

    03. August 2011 um 10:54

    Manchmal sind Schriftsteller komische Kauze. Sonderlinge, Einzelgänger, Neurotiker. Mimosa Mein ist nicht anders. Am liebsten ist sie halbnackt in ihrem Haus, mit dem Laptop auf dem Schoß, und einer Tasse Espresso. Sie geht ungerne vor die Tür, und vergisst Zeit und Raum. Normalerweise geht sie auch nicht ans Telefon. Bis zu einem Tag, als sie einen Anruf ihres Dönerlieferanten erwartet. Aber es ist ein Fernsehproduzent, der eine Show über Schriftsteller machen möchte – und in die Jury soll die ehemalige Schriftstellerin Mimosa Mein. Angeblich ist sie ein „Hasbeen“, ihre besten Tage sind also vorbei. Und ehe sie sich versieht, sagt Mimosa zu. Die Sendung „Wannabees“ (Möchtegern) beginnt, und findet reißenden Absatz in der Schweiz. Jeder kann schreiben, ist das Motto, und es kommt wahnsinnig gut an in der Öffentlichkeit. Mimosa findet in jedem der zehn Kandidaten, die in die sogenannte SchreibStatt ziehen dürfen, einen Schützling, ist von ihren Geschichten angetan. Aber gewinnen kann nur einer, doch irgendetwas stimmt mit der Siegerkandidatin Iris Hasenfratz nicht. Und der Schlagersänger Nico, der Mimosas Haut zu nahe kommt, hat scheinbar auch seine Finger im Spiel. Und jeder einzelne Kandidat hat seine Geschichte. Nicht nur die, die er schrieben möchte. „Möchtegern“ ist ein sehr nahegehendes Buch, wenn man selber schreiben möchte, oder es bereits tut. Nachdem ich kurz zuvor gerade erst „Stutenbiss“ von derselben Autorin gelesen hatte, fand ich leider wenig Neues zu Beginn. Die Geschichte um Mimosa Mein und die angehenden Schriftsteller entwickelte sich aber glücklicherweise in eine eigene Richtung. Mimosa Mein ist ein sehr komischer Mensch. Sie wird auch nicht sofort im Buch vorgestellt, das Augenmerk richtet sich erst auf ein paar wenige Menschen, mit denen man allerdings rein gar nichts anzufangen weiß. Sie werden so kurz hintereinander vorgestellt, dass man denkt, es geht zunächst um eine Schreibübung der Autorin. Oder es wären Kurzgeschichten. Oder ein paar Ideen von Mimosa Mein. Aber nach und nach verknüpfen sich alle Schicksale, alle einzelnen kleinen Geschichten. Nach und nach muss man sich immer von einigen wieder verabschieden, weil sie aus der Sendung oder aus Mimosas Blickfeld ausscheiden. Mich störte allerdings sehr die unglückliche Namensgebung der Autorin für ihre Figuren. Bei „Michelle Schlüpfer“ hätte man ja noch lachen können, wenn nicht die Alliterationen bei vielen Namen schon unangenehm angeschlagen hätten (allen voran Mimosa Mein, das auch noch an die Autorin erinnert). „Iris Hasenfratz“ und „HaGe Krieg“ (der sich unnennt in „George Frieden“) sind seltsam, finde ich. Ich mag wohlklingende Namen. Liegt vermutlich an der Schweizer Autorin. (dass ihre Romane beide in der Schweiz spielen, hat mir auch nicht sonderlich gepasst, aber begründen kann ich das nicht.) Erneut möchte ich den Vergleich mit „Stutenbiss“ ziehen (bei dem es übrigens auch Namen mit gleichbeginnenden Buchstaben gab…). Leider entwickelt sich die Hauptfigur Mimosa auch nicht sonderlich (wie eine der Hauptfiguren in „Stutenbiss“), nur die Schreibkandidaten machen ihren eigenen Wandel. Mimosa lernt schlecht aus ihren Fehlern. Aber vielleicht soll das auch so. Für mich hatte ich das Gefühl, am Ende des Buches fast wieder am Anfang angekommen zu sein. Es gab immer noch keinen Mann in Mimosas Leben, und noch immer keine fertige Geschichte (wenn sie auch in Arbeit war – diesmal produktiver). Insgesamt habe ich mich als Möchtegern-Schriftstellerin bei John Irvings „Garp“ mehr wiedergefunden als in dem konfusen, zeitlosen Empfinden von Mimosa Mein in „Möchtegern“. Die kleinen Schreibübungen, die es nach fast jedem Kapitel für den Leser gibt, sind ganz witzig (ich habe sie allerdings einfach überlesen). Von Milena Moser werde ich wohl nichts mehr lesen. Ich vergebe nur einen von fünf Sternen.

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  • Rezension zu "Möchtegern" von Milena Moser

    Möchtegern
    Jari

    Jari

    20. September 2010 um 20:30

    Inhalt: Mimosa Mein sagte ja, weil sie nicht schlafen konnte. Damit fing es an. Man nannte sie einen Hasbeen und ob sie nicht in einer Fernsehshow mitwirken wolle. "SchreibStar" heisst die Sendung. Die Schweiz sucht den SchreibStar, einen Autoren, gecastet im Fernsehen, vor den Augen der gesamten Schweiz. Mimosa sagte ja, weil sie nicht hatte schlafen können. Und plötzlich findet sich die eigenbrötlerische Mimosa inmitten fremder und nicht ganz so fremder Leute wieder, die alle nur eins wollen: Schreiben. Mimosa wird in das Geflecht von Büchern, vorprogrammierten Sendungen und Schlagzeilen hineingezogen. Sie wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und mit der der Teilnehmer, die zwar alle unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch alle nur eines wollen: Ein Buch veröffentlichen. Und so unterschiedlich ihre Motivation beim SchreibStar mitzumachen, so unterschiedlich sind ihre Geschichten und das, was noch aus ihnen werden soll. Meine Meinung: Ja, ich tue mich schwer, mit meinen Landsleuten, ihrem Schreibstil und ihren Geschichten. Umso verblüffter war ich, als ich feststellte, dass mir Milena Mosers "Möchtegern" überaus gut gefallen hat. Ich hatte sie mehr als "Frauenautorin" im Kopf, deshalb überraschte mich dieses ernsthafte, tiefgründige Buch und seine selbstbestimmte Protagonistin, die mich manchmal an eine ältere Version von mir selbst denken liess. Mimosa Mein ist keine einfache Hauptperson. Man muss sie verstehen lernen, ihr Denken, ihr zwiegespaltenes Verhalten. Doch sobald man sich mit ihr arrangiert hat, schliesst man sie ins Herz. Diese Frau, die nichts Schlechtes an den Wechseljahren sieht, die ihre Schützlinge "Pelztierchen" nennt und das Bett lieber mit einem Buch als mit einem Mann teilt. Ebenso interessant sind jedoch die anderen Charaktere, die man in diesem Buch trifft. Die Hausfrau, der niemand die Autorin abnimmt, der Bergler mit der Handorgel oder der schwule Schönling, der vor seiner dominanten Mutter flüchten will. Sie alle haben ihre eigene Geschichte, mal mehr, mal weniger aufregend, aber immer interessant zu lesen. Vor allem auch zum Mitfühlen. Denn kennen wir uns mit ihren Problemen selbst nicht auch gut aus? Schönheit, Familie, Kinder, Träume, Arbeit, Geld, treibt sie um, doch alle haben sie denselben Traum, um den sie kämpfen: Sie wollen ein Buch veröffentlichen. Sich Autor nennen dürfen. "Möchtegern" ist keine Lektüre, für zwischendurch. Man muss sich auf die Personen, die Geschehnisse konzentrieren. Oft auch blättern, da man sich nicht immer an die Personen erinnern kann, was eindeutig ein Minuspunkt ist. Jedoch legt sich das mit der Zeit, da man die Charaktere besser kennenlernt. Auch die Sprache ist besonders. Dem Buch angepasst, tiefgründig und sensibel. Die Gefühle sind zum Greifen nah. Jedoch hätte die Autorin vor allem gegen Ende etwas mehr Energie und Kraft in ihre Sprache legen können, um den spannenden Höhepunkt zu unterstreichen. Aber vielleicht wollte sie das gar nicht. Milena Moser ist mit dem Büchergeschäft bestens vertraut und kennt sich darin aus. Doch erhält man in diesem Buch auch einen ehrlichen Einblick in die Filmbranche. Wie manche gepusht werden, während man andere fallen lässt. Wie man um Einschaltquoten kämpft und die Meinung des Einen nichts zählt. Auch der Aufbau des Buches ist interessant gestaltet. Man wechselt die Perspektiven relativ oft, wechselt von Sendung zu Privatem und zurück, ohne dass es zu anstrengend wird. Jedoch hätte ich gerne noch die eine oder andere Geschichte gelesen, die die Personen im Buch produziert haben. Im Übrigen regt das Buch sehr zum Selberschreiben an, was nicht nur an den eingeschobenen Anregungen liegt. Zudem bereit einen das Buch auch noch auf die Menopause vor... Und auch wenn einen den Schreibstil ab und zu etwas anödet und eintönig wird, hält sich das dennoch nie lange, denn die Geschichte ist so intensiv erzählt, dass man sich schon bald wieder im Buch wiederfindet und weiterliest. Für alle, die sich für das Schreiben und einen Blick hinter die Kulissen interessieren, ist das Buch eine interessante Lektüre, ebenso für alle, die gerne Lebensgeschichten von Personen lesen. Und vor allem jene, die einen eigenen, aber bestimmten Schreibstil schätzen, sollten auch mal einen Blick in das Buch werfen.

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  • Rezension zu "Möchtegern" von Milena Moser

    Möchtegern
    mita

    mita

    03. July 2010 um 11:34

    "Sie wollten alle dasselbe.... " Nur eine Nacht konnte Mimosa Mein nicht schlafen, eine endlos lange Nacht und schon nimmt sie ausnahmsweise das Telefon ab und zur Krönung des Ganzen, sagt sie auch noch ja. Und schon ist sie für das Schweizer Fernsehen verpflichtet. Für SchreibStar. Nicht etwa als Teilnehmerin, nein ihr Platz ist in der Jury. Mit siebzehn veröffentlichte sie ihr erstes Buch, das vor allem wegen den äusserst anzüglicher Stellen, ein Bestseller wurde. Dass es nicht autobiografisch, sie sogar noch Jungfrau war, durfte sie niemand verraten. Die nötigen Intimkenntnisse hatte sie sich aus medizinischen Werken aus der Stadtbücherei und aus etlichen Herrenmagazinen abgeschrieben. Und dann rücken sie an, die Möchtegerns ... Vierzig Wannabes werden von der Kritikerin Michelle Schlüpfer, dem Verleger Wolfensberger und der Hasbeen Mimosa Mein beurteilt. Zehn Finalisten werden auserkoren für einen Aufenthalt in der Schreibfabrik, in ihr Leben auf Schritt und Tritt von Kameras dokumentiert,- besser gesagt aufs Genaueste beobachtet werden. Jeder Wannabe umgibt sein eigenes Schicksal, das ihn zum Schreiben treibt, das nach und nach im Roman ans Licht kommt. Am Anfang wird es deshalb stellenweise unübersichtlich. Vor allem jedoch erzählt uns Mimosa ihre eigene Lebensgeschichte, die natürlich auch eine Geschichte der Literaturszene ist und die kennt die Autorin bestens – und kann sie auf sehr witzige, oft auch bösartige Weise wiedergeben. Milena Moser hat einen wunderbaren Roman über Medien und Hypen geschrieben, darüber, wie Kritiker Autorinnen festlegen und auch darüber, wie Fernsehen gemacht wird. Denn die Siegerin wurde schon am Anfang ausgewählt. Eine junge, hübsche Frau, versteht sich. Doch dann kommt doch alles ganz anders, als geplant... Mit den Geschichten ihrer Möchtegerns, findet Mimosa zum Schreiben zurück. Sie schreibt über alles, alles was sie miterlebt. Und so ist das Ende des Buches gleichermassen der Anfang... "Sie wollten alle dasselbe.... "

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  • Frage zu "Möchtegern" von Milena Moser

    Möchtegern
    Sandra Zimmermann

    Sandra Zimmermann

    Hallo Frau Moser, wenn Sie selber Ihr Buch Möchtegern in einem Buchladen platzieren dürften, auf welcher Ausstellungsfläche wäre das: Frauenbuchtisch, Literaturtisch, freche junge Literatur, oder wünschen Sie sich einen ganz anderen Tisch? Und wo finden Sie Ihr Buch in der Realität. Grüße Sandra Zimmermann

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  • Frage zu "Möchtegern" von Milena Moser

    Möchtegern
    miadonna

    miadonna

    guten morgen frau moser, ich muss gestehen, ich habe gedacht, dass sie wirklich eine castingshow für kommende autoren begleiten. nun hatte ich ihr buch möchtegern in der hand und habe gemerkt, dass das der inhalt ihres neuen buches ist. war das eine pr-aktion für ihr buch und die verwechslung beabsichtigt?

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  • Rezension zu "Möchtegern" von Milena Moser

    Möchtegern
    Carosternchen

    Carosternchen

    10. March 2010 um 09:07

    Wieder ein Buch, das ich nach 2 Kapiteln zur Seite gelegt habe. Vielleicht gebe ich ihm noch eine Chance ... aber am Ende eines Kapitels, z.b. wenn die Hauptdarstellerin eine schlaflose Nacht hat, aus der Geschichte gerissen zu werden, um eine Seite selber zu schreiben "beschreiben Sie eine schlaflose Nacht" sorgt bei mir nicht gerade dafür, dass ich bei dem Buch wissen will, wie es weitergeht.