Milena Oda Nennen Sie mich Diener

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Inhaltsangabe zu „Nennen Sie mich Diener“ von Milena Oda

Zwei gestörte Männer, besessen von ihren Regeln und Systemen: Leonard hält sich für einen gehorsamen Diener und dient sich selbst nach seinen eigenen Dienerregeln. Professor König erkundet die Welt durch Arithmetik, entwickelt ein Schrittsystem und sammelt Zahlen. Er engagiert den Diener und glaubt, er könne ihn manipulieren. Der Diener hofft, er könne endlich einem Herrn dienen. Beide scheitern jedoch an ihren Ansprüchen.Milena Oda entwirft in ihrem Roman ungewöhnliche Figuren, erzählt aus der männlichen Perspektive und kreiert somit ein defektes Märchen mit einer höchst skurrilen Wendung.

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  • Rezension zu "Nennen Sie mich Diener" von Milena Oda

    Nennen Sie mich Diener

    oda_literatura

    12. April 2012 um 11:23

    "Nennen Sie mich Diener" ist kein Roman im klassischen Sinne, sondern er ist in 3 Teile gegliedert. Diese 3 Erzählungen kann man unabhängig voneinander lesen, sie beziehen sich aber auch aufeinander und ergeben eine Geschichte, was mir persönlich sehr gut gefällt. In dem Buch geht es um 2 Männer. Beide haben sich eine eigene Welt aufgebaut, die schon fast pathologisch wirkt. Sie sind besessen und krankhaft, das wird deutlich an dem Leben, das sie führen. Es besteht nur aus Regeln und Systemen, die unbedingt und unter allen Umständen eingehalten werden müssen. Das wird auch von der Umgebung und den Mitmenschen eingefordert, was die zwei Protagonisten dann an ihren Ansprüchen scheitern lässt. Diese 2 krankhaften Persönlichkeiten werden von der Autorin aber sehr liebevoll beschrieben und man merkt an diesem Roman diese Vorliebe, die sie für solche "Sonderlinge aller Art" (SZ-Buchrezension v. 14.09.11) hegt. Interessant ist, welche Menschentypen sie für die beiden Männer gewählt hat - einen Diener, der unbedingt eines Tages am englischen Königshof dienen will und einen Professor namens Alfred KÖNIG, der sich in der Arithmetik verloren hat und sogar ein eigenes Schrittsystem entwickelte. Im Laufe der Geschichten treffen sie dann aufeinander, wie könnte es anders sein und ein verqueres Spiel beginnt. Der etwas unerwartete Schluss stimmt einen nachdenklich und zeigt wie hochaktuell dieser Roman ist. Figuren, die ihren eigenen, aber auch ihren aufgezwungenen Regeln und Systemen nicht gerecht werden können. Wir leben in einer Welt, in der wir alles und jedem gerecht werden müssen und eigentlich können wir gar nicht anders als unter diesem Druck zu scheitern. Mir hat das Buch deshalb so gut gefallen, weil es sich mit einem Thema beschäftigt, das uns alle betrifft - diese "Überanforderungen" an uns selbst und an andere - aber mit Sprachwitz und Humor.

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