Miles Cameron Der Rote Krieger

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Inhaltsangabe zu „Der Rote Krieger“ von Miles Cameron

Wenn Magie zum Mythos wird – das bedeutendste Fantasy-Debüt des Jahres Das Königreich Alba erstreckt sich bis weit in den Norden. Hier, am Königshof und innerhalb der Burgmauern, bestimmen höfische Intrigen, Turniere und die Ordnung des Gesetzes das Leben der Menschen. Dort draußen, jenseits der Grenzen, herrscht allerdings die Wildnis, unerbittlich und voll dunkler Magie. Doch die Wildnis fordert zurück, was ihr einst abgerungen wurde – und so wird ein Krieger auserwählt, sich mit seiner Schar von Söldnern der Magie und den Bestien der Wildnis entgegenzustellen. Dies ist seine Geschichte. Mit "Der Rote Krieger", dem Auftakt seiner Fantasy-Saga, entfaltet Miles Cameron ein episches Panorama, das mit seiner Wucht und Größe seinesgleichen sucht.

Fand ich sehr spannend. Gegen Ende des dritten Teils ein wenig nachlässig, aber der erste war stark.

— VieleBuecherleser
VieleBuecherleser

Ein tolles Lese-Erlebnis! Spannend bis zur letzen Seite. Für alle Fans von High Fantasy wie Game of Thrones.

— CarinaSchnell
CarinaSchnell

Unterhaltsame Fantasy. Ein ziemlich dickes Werk

— ManiM99
ManiM99

Großartig und gewaltig. Ein Film zum lesen.

— DirtyCrow
DirtyCrow

EIn langes, langes Epos über einen tragischen Helden. Spannenden Schlachten und zähe Längen lassen das Buch eher durchwachsen erscheinen.

— OlafBlumberg
OlafBlumberg

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    Der Rote Krieger
    Monika_Grasl

    Monika_Grasl

    27. March 2016 um 10:22

    Es gibt wenige Fantasybücher, die ein mittelalterliches Setting derart gut umsetzen können. Bei diesem ist es eindeutig der Fall. Man wird hineingezogen in eine Handlung, die vor dem geistigen Auge einen Film ablaufen lassen. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Trotzdem ist eines nicht abzustreiten: Bei 800 Seiten schleichen sich nun mal Längen ein, auf die man durchaus hätte verzichten können. Ein kleines Manko, das jedoch den Unterhaltungswert keineswegs mindert.   Fazit: Wenn man ein anspruchsvolles Buch im Fantasybereich sucht, wird man bei einem Autor wie Miles Cameron schnell fündig.

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  • Wenn Krieger doch Ritter sind

    Der Rote Krieger
    OlafBlumberg

    OlafBlumberg

    04. May 2014 um 16:35

    Nun das nächste Epos von, holla!, beachtlichen 1160 Seiten rund um den roten Krieger, der allerdings im gesamten Buch "Roter Ritter" oder einfach "Hauptmann" genannt wird. Gehen wir das Buch den Kategorien nach einmal durch: Story: Die Geschichte spielt sich in Realzeit ab und dauert so lange, wie die Schlacht um das Nonnenkloster dauert. Ihr großes Problem ist: Der LEser wird nicht schlau darauß, warum gerade dieses Kloster so wichtig ist, warum die WIldnis so böse ist, warum Thorn alle töten will etc. Das verwirrt. Es reiht sich Schlacht an Schlacht, die sehr spannend sind und dann gehts wieder von vorne los...*gähn* Charaktere: Die Charaktere, derer insgesamt zuviele sind, bleiben fast alle zu blaß, um mit ihnen zu fühlen. EInzig Peter, der Koch, der unfreiwillig in die Hände von Wilden gerät, macht eine Entwicklung durch, kämpft und leidet glaubhaft und wird am Ende NICHT Häuptling, wie es wohl jeder erwartet hätte. Gut so Bösewicht Thorn wirkt lächerlich mit seiner "grünen Superpower", dem partout kein guter Schachzug gegen die Menschen einfallen will und der am Schluss flüchtet. Er erkennt schließlich selbst der Spielball größerer Mächte zu sein aber ehrlich: DAS ist definitiv kein Bösewicht. Der Rest der Baggage von Drachen und Kobolden ist alt bekannt. Der Rest der Charaktere ist so viel und unübersichtlich, (Amicia, Äbtistin, Priester, Sir X, Sir Y und Sir Z, Pampe, Tom, Hauptmann, Harmodius und und und. WEniger ist mehr gewesen und alle zusammen verwirren... Zu guter Letzt ist der namensgebende Hauptmann kaum menschlich genug, als dass man mit ihm fiebert. Er leidet, ja. Aber mehr auch nicht. Fazit: DrK ist ein Buch bei welchem man beständig hofft, dass die Hauptstory weitergeht und es jetzt richtig kracht, stattdessen bleibt die Hanldung bis zuletzt im Nonnenkloster verortet. Den Charakteren fehlt es an Detail und Tiefe und sin einem eigentlich fast schon egal. Einzig mit PEter und seinem Stamm der Wilden habe ich mitgefiebert, mich sonst eher gelangweilt...und ach ja: Dás Ende ist natürlich total offen, das nächste Buch kommt bald.....nach 1000 Seiten hätte ich mehr erwartet. Viel mehr!

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  • Etwas langatmig aber eigentlich wirklich großartige Epic Fantasy

    Der Rote Krieger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. November 2013 um 11:17

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Für mich hatte Miles Camerons Debütroman "Der rote Krieger" einige definitive Pluspunkte und einen ganz großen Minuspunkt, der mich zwischendurch doch immer wieder ziemlich genervt hat. Besagter Minuspunkt war die Masse an verschiedenen Perspektiven, von denen ich mehr als eine als eigentlich überflüssig empfunden habe. So wird nur ein winzig kleiner Teil der Geschichte aus der Perspektive der eigentlichen Handlungsträger erzählt, weshalb es lange gedauert hat, bis ich überhaupt erstmal in der Geschichte drin war. Außerdem hatte ich bei der Vielzahl an verschiedenen Personen immer wieder das Gefühl, dass es mir absolut unmöglich ist, zu auch nur einem einzigen der Charaktere so etwas wie eine Bindung aufzubauen. Allerdings gab es zumindest einen Punkt, der diese Flut an Figuren und Perspektiven etwas durchschaubarer gemacht hat, denn praktischerweise hat jedes Kapitel als Überschrift eine Angabe darüber, aus welcher Perspektive nun erzählt wird und wo sich besagter Charakter gerade befindet. Ansonsten hätte ich vermutlich schon nach dem ersten Drittel des Buchs die Geduld und den Überblick verloren. Und abgesehen davon hält das Buch tatsächlich fast nur noch weitere Pluspunkte bereit. Ein ganz großer dabei war die Rolle der weiblichen Figuren in diesem Buch. Ganz egal, ob Geliebte, Kriegerin oder sonst was, die Frauen in dieser Geschichte sind alle ebenso stark wie die Männer und gehen nicht neben diesen unter. Wer meine Rezension zu Peter V. Bretts letztem Roman "Die Flammen der Dämmerung" gelesen hat, weiß wie nervtötend ich es finde, wenn die Glaubwürdigkeit, Selbstständigkeit, o.ä. der weiblichen Figuren "zum Wohle der Story" geopfert wird. So etwas findet man hier gar nicht und das ist in meinen Augen nicht nur eine erfrischende Abwechslung sondern auch ein großes Plus für die Geschichte vom roten Krieger. Auch die Tatsache, dass die Geschichte nicht nur in Schwarz und Weiß sondern in vielen verschiedenen Grauschattierungen gezeichnet ist, stellt definitiv einen Pluspunkt dar. Die Bösen sind nicht nur um der Storywillen böse, sondern haben nachvollziehbare Motive, genau wie die Guten nicht immer nur gut sind, sondern auch ihre Schattenseiten haben. Das gibt der Geschichte eine gewisse Tiefe und lässt sie direkt deutlich realistischer wirken. Diese beiden Punkte, die starken weiblichen Figuren und die fehlende Schwarz-Weiß-Abgrenzungen, schlagen sich auch in der gesamten Konstruktion der von Cameron geschaffenen Welt nieder. So wirkt diese durch und durch realistisch, die einzelnen Elemente, darunter auch Magie und Religion, fügen sich hervorragend zu einem gelungenen Großen-Ganzen zusammen. Alles in allem ist Miles Camerons High Fantasy Debüt "Der rote Krieger" ein wirklich sehr gelungener Roman, der zwar ein paar kleinere Schwächen hat, die aber definitiv von den großen Pluspunkten ausgeglichen werden. Eine Empfehlung für alle Fans epischer Fantasy, die sich von mehr als tausend Seiten starken Büchern nicht abschrecken lassen.

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  • Ein endloses Kriegsgemetzel

    Der Rote Krieger
    horrorbiene

    horrorbiene

    Da hat mich mal ein Klappentext überzeugt, aber aufgrund der Seitenzahl habe ich ernsthaft überlegt, ob das Buch an mir vorbei gehen soll. Doch immer wieder habe ich auf Verlags- und Autorenseite geschielt und das Buch machte einen so guten Eindruck, dass ich trotz bald zum Mond reichendem SUB zugeschlagen habe. Nun halte ich es in den Händen und gebe es nie wieder her! Allein schon das Cover fühlt sich so herrlich rau an, das Papier ist sehr dünn und daher die Bindung so schön geschmeidig – hach, das war Liebe auf den ersten Blick. Doch die Ernüchertung folgte ziemlich schnell, zog sich die Geschichte beim Lesen wie Kaugummi. Dabei habe ich zu Anfang noch gedacht, dieses Büch könnte einem Vergleich mit dem Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin standhalten, ähneln sich doch Umfang und Komplexität. Denn auch bei Der rote Krieger spielen Politik und Intrigen eine große Rolle und es treten sehr viele verschiedene Personen auf, bei denen ich ehrlich gesagt am Anfang keinen Überblick gewinnen konnte. Auch die Orte, an denen die einzelnen Episoden handeln haben sich mir trotz Karte manchmal nicht erschlossen. Was vielleicht auch daran liegen mag, dass die Himmelsrichtungen im Fließtext eindeutig vertauscht waren. Da liegt der Vorteil eindeutig bei Martin: Er lässt alle wichtigen Fitguren (außer einer) einmal an einem zentralen Ort zusammentreffen, von wo aus sich die Geschichte weiterentwickelt. Außerdem schafft er es durch die verschiedenen einer Perspektive zugeordneten Kapitel die Charaktere plastisch und glaubhaft werden zu lassen. Ich konnte mir die Figur beim Lesen stets prima vorstellen und deren Handlungen nachvollziehen. Bei diesem Buch hier sind die Charaktere viel zu blass gezeichnet, so dass ich Nebencharaktere häufig verwechselte, deren Ambitionen nicht nachvollziehen konnte und auch keinen Zugang zu ihnen fand. Und dass, obwohl Cameron ähnlich wie Martin innerhalb eines Kapitels einzelne Episoden aus der Sicht einer Figur schildert. Auch der große Zusammenhang war nach knapp 400 Seiten nicht zu erkennen: Überall wird gegen die Wildniss gekämpft, doch das war es auch schon. Dies ist für ein über 1000 Seiten starkes Buch viel zu wenig! Vielleicht ist auch Camerons Schreibstil (oder die Übersetzung?) zu dröge, jedenfalls hatte ich sehr oft mit mir zu kämpfen, ob ich weiterlesen wollte. Meist waren andere Dinge interessanter oder meine Gedanken schweiften ab. Das passiert mir in der Form eigentlich eher selten. Auf diese Weise können 1160 Seiten sehr, sehr lang werden. Dabei favorisiere ich eigentlich stets ein langes, ausführliches und dabei atmosphärisches Buch. Ab ca. 400 Seiten gelang es mir das Buch schneller zu lesen, da die Figuren endlich hinreichend bekannt waren. Doch Lesefreude mochte noch nicht aufkommen, blieben die Intention und Hintergründe über eine sehr lange Zeit noch sehr vage. Außerdem ist der gesamte Inhalt des Buches extrem kriegslastig. Ich habe kein Problem mit Kriegsschauplätzen und einer gut geplanten Schlacht als Finale, doch hier wird pausenlos gekämpft und dies verliert bei einer solch hohen Seitenzahl schnell seinen Reiz vor allem weil ein einzelner spektakulärer Kriegszug oder Niederringen eines Gegners in dieser ungeheuren Masse einfach unbedeutend werden und die zunächst angedeutete Politik und Intrige dann doch nicht zum Zuge kam. Dies hatte dann auch zum Ergebnis, dass das Buch kein wirkliches Finale hatte: Da vorher bereits stest gekämpft wurde, gingen die entscheidenden Kämpfe völlig in der Masse unter und schwupps war der Krieg vorbei. In dessen Anschluss gab es noch ein etwas 100 Seiten langes Gepläkel, dass das nächste Buch vorbereiten soll und mit diesem im Grunde nichts mehr zu tun hatte. Dennoch kann ich dem Buch nicht abstreiten, dass die Idee dahinter zwar nicht außergewöhnlich, aber gut war. Auch die Umsetzung wird sicher seine Anhänger in der Leserschaft finden, für mich jedoch hätten gut und gern 600 Seiten Krieg und Kampf gekürzt werden können und dann wäre in diesem Buch immer noch nichts außer Krieg und Kampf passiert… Außerdem hätte das Buch besser Der rote Ritter heißen sollen, denn im Buch gibt es nur einen solchen und keinen roten Krieger. Zudem wäre dies auch die korrekte Übersetzung des Originaltitels. Fazit: Möchte man eine tiefgründige, vielschichtige Geschichte lesen, bei denen Krieg, Politik und Intrige eine Rolle spielen und dazu gut geschrieben ist und einem die Charaktere ans Herz wachsen, so empfehle ich besser Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin zu lesen als dieses hier. Möchte man ein Geschichte über eine eingeschworene Söldnertruppe lesen, die man durch so manche Schlacht begleitet und man hofft und bangt, dass alle durchkommen und nebenbei die Welt rettet, so empfehle ich lieber Die Chroniken des Raben von James Barclay zu lesen als dieses hier. Denn hier ist weder die Geschichte spannend und athmosphärisch, noch sind die Charaktere greifbar und mit einer Seele behaftet, so dass man wissen möchte, wie es mit ihnen weitergeht. Ich würde eigentlich immer ein langes, atmosphärisches Buch einem kurzen und daher vielleicht spannenderem Buch vorziehen, doch dieses hier war definitiv nichts für mich – trotz des anfänglich genialen äußeren Eindrucks des Buches. Es ist langweilig, belanglos und zum Glück in sich abgeschlossen, so dass ich mich nicht genötigt fühlen muss, die Fortsetzung(en) zu lesen! Denn das Lesen von Der rote Krieger war im Grunde genommen eine Qual und ich hätte besser auf mein anfängliches Bauchgefühl hören sollen!

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    • 2
  • Eine wahrlich epische Geschichte - dafür ist stellenweise Geduld gefragt

    Der Rote Krieger
    sleepingbeauty

    sleepingbeauty

    27. June 2013 um 14:08

    Inhalt 21 Florin pro Monat sind nicht viel Geld, wenn man dafür sein Leben riskieren muss. Glücklicherweise hat der rote Krieger mit seiner Söldnertruppe einen eher unscheinbaren Job angenommen: eine Abtei vor drohenden Angriffen zu beschützen. Die Abtei hat viel Geld, genug um die Truppe des roten Kriegers für eine Weile zu beschäftigen. Auf dem ersten Blick sieht alles nach einem ganz alltäglichen Auftrag aus. Doch aus einem Monster der Wildnis werden schnell zwei und der Hauptmann bekommt mehr und mehr das Gefühl, das ihm die Äbtissin etwas verschweigt. Denn hinter den Grenzen der Wildnis lauert eine ganze Armee... Mein Eindruck Zuerst einmal sollte man wissen, dass der Autor ein Experte auf dem Gebiet mittelalterlicher Geschichte ist. Sein Wissen über Waffen und Kriegsführung spiegelt sich im gesamten Buch wieder, zum Teil außerordentlich detailreich. Aber zunächst zur Weltgestaltung: Alba ist ein Königreich und erstreckt sich bis an den Rand der Wildnis. Zentral herrscht der König, außenherum verteilen sich zahlreiche Festungen und Adelshäuser über das Gebiet. An sich leben die Menschen in Frieden, die letzten Auseinandersetzungen mit der Wildnis sind lange her. Denn hinter den dichten Wäldern verbirgt sich eine Welt, voller magischer Geschöpfe und Naturgewalten. Mittlerweile haben sich die Menschen jedoch so weit ausgebreitet, dass kaum einer mehr die Wildnis wahr- und ernst nimmt. Ein Fehler, wie sich im Laufe des Buches herausstellen wird. Beginnt die Erzählung noch im kleinen Kreis mit geringen Auswirkungen, läuft es am Ende auf drastische Veränderungen im gesamten Königreich hinaus. Der Weg dahin ist lange, sehr lange und manchmal schon fast anstrengend zu lesen gewesen. Das liegt daran, dass Miles Cameron sehr viele Erzählperspektiven und Erzählstränge verbaut hat. Zwischendurch habe ich einmal gezählt und bei 16 verschiedenen POVs aufgegeben. Hilfreich ist, dass zu Beginn steht, wer erzählt und wo sich das Geschehen ereignet. Zu Beginn des Buches gibt es auch eine Karte, mit der man sich gut zurechtfinden kann. Dennoch braucht es seine Zeit, bis einen die Charaktere und Zusammenhänge klarer werden. Zum Teil wird eine Perspektive nur einmal verwendet, andere hingegen treten ständig auf, mit der Zeit erschließt sich ihre Bedeutung. Im Verlauf nimmt die Perspektivendichte ab, die Geschichte lässt sich daraufhin leichter verfolgen. Für meinen Geschmack hätte man schon zu Beginn mit weniger arbeiten können. Dafür bekommt man auch wirklich eine detailreiche und bildgewaltige Geschichte geboten. Trotz seiner Komplexität kann Miles Cameron in den einzelnen Abschnitten nachvollziehbar und flüssig schreiben. Sein Schreibstil selbst ist im Vergleich zu den zahlreichen Wechseln sehr angenehm. Die Erzählstränge verweben sich schließlich zu einem großen Ganzen, ohne dass dabei ein Strang auf der Strecke bleibt. Meiner Meinung nach wirklich eindrucksvoll, dass der Autor nicht einen einzigen Faden verloren hat. Gewöhnt man sich an die Erzähldichte, beginnt die Welt mit ihren zahlreichen Charakteren, politischen Abläufen, epischen Schlachten und Geschöpfen einem richtig ans Herz zu wachsen. Vor allem im letzten Drittel (bei 1200 Seiten noch immer 400 Seiten) überschlagen sich die Ereignisse und weisen nicht eine langatmige Passage auf. Dafür ist vorher stellenweise Geduld gefragt, der ein oder andere Abschnitt hätte sicher kürzer ausfallen können. Erstaunlicherweise endet das 1200 Seiten Epos in sich abgeschlossen. Bei den Ausmaßen zwischendurch, hätte ich mir das nie vorstellen können und hatte eher mit einer Endlosschleife á la George R. R. Martin gerechnet. Es werden dennoch genügend Anreize für weitere Erlebnisse des roten Kriegers und seiner Truppe gesetzt - ich werde mir das sicher nicht entgehen lassen! Fazit Bei "Der Rote Krieger" ist Durchhaltevermögen gefragt. Miles Cameron erzählt mit einer Tiefe, wie sie mir selbst im High Fantasy Bereich bisher kaum begegnet ist. Die verschiedenen Perspektiven können zu Beginn ein wenig überfordern, dafür bleibt einem kein Blickwinkel verborgen. Vermittelt er anfangs ein bloßes Anbahnen von Ereignissen, wird man als Leser im Verlauf des Buches von den Geschehnissen mitgerissen und fast schon überrollt. Eindrucksvoll verwebt er seine Erzählstränge miteinander und schafft es auch noch, alles rund abzuschließen. Manchmal hätte es nach dem Prinzip "weniger ist mehr", doch etwas kürzer und prägnanter sein können. Nichtsdestotrotz bin ich beeindruckt und werde mir den nächsten Auftrag nicht entgehen lassen! 3,9 Sterne!

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