Miles Davis

 4.5 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Miles Davis, Die Autobiographie und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Miles Davis

Miles Davis

Miles Davis

 (8)
Erschienen am 01.07.2000
Miles Davis for Solo Guitar

Miles Davis for Solo Guitar

 (1)
Erschienen am 06.02.2006
Miles

Miles

 (0)
Erschienen am 20.09.2011
Kind Of Blue (The Stereo&Mono Versions)

Kind Of Blue (The Stereo&Mono Versions)

 (0)
Erschienen am 16.01.2015
Miles Davis, 1 Audio-CD

Miles Davis, 1 Audio-CD

 (0)
Erschienen am 01.02.2013
Miles Davis

Miles Davis

 (0)
Erschienen am 01.12.2004
Miles

Miles

 (0)
Erschienen am 14.02.2012

Neue Rezensionen zu Miles Davis

Neu
kingofmusics avatar

Rezension zu "Miles Davis" von Miles Davis

Der Mann hinter der Trompete
kingofmusicvor 3 Jahren

Wenn mir vor 10 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal aus einer Laune heraus die Autobiographie von Miles Davis lesen würde, wär ich prustend vor Lachen weggelaufen. Ausgerechnet ich, der mit Jazz nicht das Geringste anfangen kann - schon gar nicht mit Miles Davis.

Und nun? Tja, jetzt sitz ich hier und versuche halbwegs kluge Sätze zu einer nachvollziehbaren Rezension zu eben jener Autobiographie zu verarbeiten. So ändern sich die Zeiten...

Aber (um ehrlich zu sein): ich hab das etwas mehr als 600 Seiten (davon mehr als 50 Seiten Diskographie! und Namensregister) starke Werk mit wachsender Begeisterung und Interesse gelesen. Auch wenn ich es nicht an einem Stück lesen konnte, weil mir dann doch irgendwann der "Hach, ich bin der Beste und Tollste"-Stil etwas auf die Nerven ging. Aber hey, wir sprechen hier immerhin von einem ungeschönten Verlaufsprotokoll von Gesprächsaufzeichnungen, die Miles Davis auf Band gesprochen und in denen er einfach "frei nach Schnauze" erzählt hat. Und DAS macht die Sache irgendwo wieder interessant bzw. authentisch und man lässt sich einfach auf die teils krasse Wortwahl ein. Das am meisten (im englischen Original belassene) genannte Wort in diesem Buch spare ich mir allerdings an dieser Stelle...

Man nimmt ihm beispielsweise seine Begeisterung für die Zusammenarbeit mit (Jazz-)Größen wie Duke Ellington, Dizzy Gillespie, Wynton Marsalis usw. einfach ab und zieht den imaginären Hut vor dem, was er (musikalisch) alles erreicht hat. Man kann auch die von Bitterkeit überzogenen Aussagen über den in den USA vorherrschenden Rassismus nachvollziehen, wenn er wieder einmal (grundlos?) von weißen Polizisten verhaftet wurde oder die Juroren der Grammy-Verleihung kritisiert, weil sie eh nur die weißen Künstler ehren, die ihrerseits die Musik von den Schwarzen "geklaut" haben.

All das und noch viel mehr lassen im Verlauf des Buches ein Bild von einem Mann entstehen, der immer genau wusste was er kann und was er will und den man auch als "Stehaufmännchen" bezeichnen kann, da er sich immer wieder aus dem tiefen Drogensumpf gekämpft und nie wirklich aufgegeben hat (auch wenn er mehrmals kurz davor war!). Es ist ein Bild, das (nachdem man es gesehen und ausgiebig betrachtet hat), einem den Mann, die Persönlichkeit hinter der Trompete näherbringt und man betrachtet ihn plötzlich mit ganz anderen Augen. Er war weder ein Heiliger noch ein Scharlatan. Er war einfach Miles Davis - mit allen Ecken, Kanten, Macken, die (fast) jeder von uns hat...So habe ich angefangen, mich näher mit dem (musikalischen) Werk bzw. Vermächtnis von Miles Davis zu beschäftigen und habe meine Aversionen gegenüber Jazz und Miles Davis endgültig ad Acta gelegt - auch wenn ich der klassischen Musik und dem Blues immer noch den Vorzug geben werde.

Kommentare: 6
80
Teilen

Rezension zu "Miles Davis" von Miles Davis

Motherf...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

du musst nicht all die Noten spielen, nur weil du sie auf dem Klavier hast, hat Miles mal zu Keith Jarrett gesagt. Ein junger Musiker aus gutem Haus mischte bis zuletzt die Musikwelt auf, denn er war stets hungrig auf Neues - so wie auf die Schweineohren von Mama, die er schon auf dem Bahnsteig alle aufaß. Gestern - uninteressant. Morgen - cool. Ein Mann, der mit dem Ferrari eine Kiste Heineken in New York kauft, um es den "Niggern zu zeigen". Hart - härter - und damit präzise wie sein Ton. Eine Note zu viel? Ein Satz überflüssig - nicht bei Miles und seiner Autobiografie.

Kommentieren0
1
Teilen
Einse!lf1s avatar

Rezension zu "Miles Davis for Solo Guitar" von Miles Davis

Rezension zu "Miles Davis for Solo Guitar" von Miles Davis
Einse!lf1vor 8 Jahren

15 Miles-Klassiker arrangiert für Solo-Jazz-Gitarre. Die Notation ist sehr ausführlich und umfassend, d.h., es ist nicht nur das Thema ausnotiert (wie etwa bei Aebersold), sondern alle Improvisationen inkl. der zugehörigen Akkordsymbole, was eine etwaige Analyse natürlich extrem vereinfacht.
Die zugehörige CD kann man auch ohne Beschäftigung mit dem Buch gut anhören. Einzige Kritikpunkte sind einzelne Fehler in der Notation (die übrigens in Notenschrift und Tabulatur vorliegt), unglücklich gewähltes Außenmaterial (--> Fingerabdrücke) und vereinzelte (!) unsaubere Momente in FIndlays Spiel. Alles in allem für Gitarristen aber sehr zu empfehlen.

Kommentieren0
13
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 16 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks