Miljenko Jergovic

 4 Sterne bei 45 Bewertungen
Autor von Das Walnusshaus, Buick Rivera und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Miljenko Jergovic

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Das Walnusshaus

Das Walnusshaus

 (16)
Erschienen am 01.12.2009
Buick Rivera

Buick Rivera

 (12)
Erschienen am 03.09.2007
Sarajevo Marlboro

Sarajevo Marlboro

 (7)
Erschienen am 12.03.2009
Freelander

Freelander

 (2)
Erschienen am 11.04.2011
Vater

Vater

 (1)
Erschienen am 03.02.2015
Mama Leone

Mama Leone

 (1)
Erschienen am 01.03.2008
Buick Rivera

Buick Rivera

 (0)
Erschienen am 08.04.2008

Neue Rezensionen zu Miljenko Jergovic

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JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Das Walnusshaus" von Miljenko Jergovic

Ein raffiniertes Panorama des Balkans im 20. Jahrhundert
JulesBarroisvor 4 Jahren

Miljenko Jergovic erzählt die Geschichte einer Frau (und ihren weiteren Familienangehörigen) aus Dubrovnik, deren Leben praktisch das ganze 20. Jahrhundert erfasst. Und er erzählt diese Geschichte rückwärts! Im "ersten" Kapitel (das die Nummer XV trägt) erfährt der Leser von den Ereignissen nach dem Tod der Protagonistin, danach liest man das Kapitel Nummer XIV wo von ihrem Tod die Rede ist, und so weiter, jedes Kapitel ist gleichsam die Vorgeschichte des bereits gelesen. Und das Konzept geht auf, die Lektüre bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend.

Erzählt wird nicht weniger als eine Familiensaga, die sich um die 1905 geborene, 2002 gestorbene Regina Delavata dreht, die aber bis ins Jahr 1878 zurückreicht. Von Linearität aber gibt es in dem Roman keine Spur. Mit seinen vielen Zwischen- und Unterkapiteln, in vielen Ortswechseln vom eigentlichen Schauplatz Dubrovnik in die Hauptstädte Westeuropas, aber auch in balkanisches Bergland entfaltet Jergovic ein Epos aus Nebengeschichten, die freilich stets in pointiertem Bezug zur "großen Geschichte" stehen.

Es gibt keine historischen oder biographischen Zwangsläufigkeiten, sondern nur Ereignisse, die sich zu Folgen verbinden, die auch völlig anders hätten sein können. Jergovic scheint sich mehr für die Menschen zu interessieren, denn für die Zeitläufte, in denen sie stehen und vermittelt gerade so auch vieles über eben diese Zeitläufte.

Frieden ist etwas sehr fragiles und Miljenko Jergovic hat ein Buch für den Frieden geschrieben.

Sein Stil ist überaus wandlungsreich, aber immer einfühlsam. Mühelos trifft er komische, vulgäre und auch tragische Töne in unterschiedlichster Nuancierung. Hier kannst du einen begnadeten Erzähler, einen herausragender Stilist und einen bissigen Essayisten entdecken.

Minutiös inszenierte und detailfokussierte Szenen erfreuen den Leser. Raffiniert und vieldeutig sind sie von Abrechnungen mit nationalen Mythen gespickt sind. Popverweise und politische Pamphlete reihen sich in inneren Monologen aneinander und gehen perfide in auktoriale Rede über.

Der Kunstgriff des Rückwärtserzählens bietet reizvolle technische Möglichkeiten und weist dem Leser, der sich ständig neu orientieren muss, eine aktivere Rolle als gewöhnlich zu.

Das Buch ist nichts für Leser, die schnelle, einfache Unterhaltung suchen. Jede Facette des Buches verlangt ungeteilte Aufmerksamkeit. Ein schwerer Stoff, federleicht erzählt, aber weder belehrend noch einschläfernd.

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Vannas avatar

Rezension zu "Buick Rivera" von Miljenko Jergovic

Rezension zu "Buick Rivera" von Miljenko Jergovic
Vannavor 6 Jahren

Hasan Hujdur, ein seit Jahren im Exil in Oregon lebender Bosnier, vertreibt sich seine Zeit mit Pool-Billiard. Sein Herz gehört seinem Buick Rivera, Jahrgang 1963. Da seine Liebe uneingeschränkt dieser Schrottkarre gehört, führt dies zu ehelichen Reibereien. In einer Winternacht landet er mit seinem Buick im Straßengraben. Hilfe bekommt er ausgerechnet von einem Landsmann, dem Serben Vuko Alipur, der gerade seine Frau verlassen und um 15000 Dollar beklaut hat. Die beiden Protagonisten werden auf ihrer weiteren Reise von ihrer Vergangenheit eingeholt.
„Buick Rivera“ ist der erste Roman Jergovics Trilogie über Menschen und Autos.
Es ist schon 2 Jahre her, dass ich es gelesen habe, daher sind mir leider viele Einzelheiten entfallen, aber ich weiß, dass mir das Buch erstaunlicherweise nicht wirklich gefallen hat.
Ich habe mehrere Wochen gebraucht, um dieses recht dünne Buch durchzulesen, obwohl ich Jergovics Werke eigentlich immer verschlinge. Ich glaube, ich habe das Buch nur deswegen nicht abgebrochen, weil ich bis zum Schluß gehofft habe, dass sich mir Jergovic so offenbart, wie ich ihn kenne. Leider hat er mich mit diesem Buch nicht überzeugt.
Auch hier hat Jergovic auf seine bekannte Weise versucht, die Helden mit all ihren Gedanken und Gefühlen zu zeichnen. Meiner Meinung nach ist es ihm in diesem Buch aber nicht gelungen.
In diesem Buch arbeitet Jergovic erneut die Balkansituation und den Krieg auf. Er stellt hier zwei verfeindete Seiten einander gegenüber und schickt sie gemeinsam auf die Reise.
Fazit: schwierig, für Jergovic-Fans sicherlich lesenswert – möglicherweise war ich nur nicht in richtiger Stimmung für dieses Buch, ansonsten lieber andere Bücher des Autors lesen.

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fu-tu-res avatar

Rezension zu "Das Walnusshaus" von Miljenko Jergovic

Rezension zu "Das Walnusshaus" von Miljenko Jergovic
fu-tu-revor 6 Jahren

ich komm bei dem Buch einfach nicht voran ...

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